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Reichswehr und Rote Armee

Title: Reichswehr und Rote Armee

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 25 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Alexander Schetter (Author), Sebastian Heinzel (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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Manfred Zeidler durfte 1991 als einer der ersten Historiker in die bis dahin geheimen Militärarchive der Sowjetunion. Seine Arbeit zur Kooperation der Reichswehr mit der Roten Armee gilt bis heute als Standardwerk zu diesem Thema und war Grundlage dieser Betrachtung.
Alexander Schetter bediente sich der nun teilweise veröffentlichten Quellensammlungen zum Thema am Militärgeschichtlichen Forschungsamt Potsdam, sowie der Berichte der Verbindungsoffiziere, darunter viele in der späteren Wehrmacht beruflich erfolgreichen Generäle.
Ziel sollte eine Betrachtung über die Jahre 1933 hinaus, die Bewertung der Zusammenarbeit und Wirkung mit Blick auf die Aufrüstung beider Staaten ab Mitte der Dreissiger Jahre sein.
Der Co-Autor Sebastian Heinzel richtet mit seinem 6. Kapitel den Blick nach Innen auf das Verhältnis der Öffentlichkeit zur heimlichen Rüstung im Ausland.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Quellen und Literatur

3. Motive und erste Annäherung

4. Die erste Phase der Zusammenarbeit

4.1 Gefu und Bersol

4.2 Fili

4.3 Das Ende der Gefu

5. Die Wende der Jahre 1924/25

5.1 Lipeck

5.2 Politisches Zwischenspiel

6. Die Enthüllungen des Jahres 1926

7. Die Geburtsstunde der Wehrmacht, Höhepunkt der Jahre 1928-1932

7.1 Die Luftwaffe

7.2 Die Panzerwaffe

7.3 Kooperationen ohne Wirkung

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die geheime militärische Kooperation zwischen der deutschen Reichswehr und der Roten Armee während der Weimarer Republik. Ziel ist es, die Motive dieser Zusammenarbeit, ihre konkreten Phasen sowie ihren Einfluss auf die militärische Rüstung beider Staaten zu analysieren und über den Zeitraum der Kooperation hinaus zu bewerten.

  • Motive und ideologische Hindernisse der deutsch-sowjetischen Zusammenarbeit.
  • Die Rolle wirtschaftlicher Tarnorganisationen wie der Gefu.
  • Die Etablierung militärischer Ausbildungsstätten (Lipeck, Kasan).
  • Auswirkungen diplomatischer Krisen und politischer Enthüllungen auf die Kooperation.
  • Strategische Bedeutung der Kooperation für die Entwicklung von Luftwaffe und Panzerwaffe.

Auszug aus dem Buch

Die erste Phase der Zusammenarbeit

Noch hatte sich zwischen Russland und dem Deutschen Reich nichts bewegt, was einer konkreten Zusammenarbeit nahe gekommen wäre. Bewegung brachten Franzosen und Belgier in die Sache, die mit der Ruhrbesetzung im Januar 1923 die Hilflosigkeit des Reiches, aber vor allem des Militärs, klar machten. Ausdruck dieser Hilflosigkeit, die in Verbindung mit gekränktem Stolz und echter Angst vor einem Marsch auf Berlin eine eigene Dynamik entwickelte, waren die fieberhaften Überlegungen und Pläne zur Aushebung von Truppen und der Beschaffung von Rüstungsgütern. Sofort wurden bei den jetzt holländischen Fokker Werken 100 Kampfflugzeuge bestellt und der Chemiker Hugo Stoltzenberg mit der Giftgasproduktion beauftragt.

Obwohl es sogar gelang, aus zumeist privaten Quellen(!), gewaltige finanzielle Mittel aufzubringen, wurde bald klar, dass alle Anstrengungen, die eine aktive Gegenwehr ermöglichen sollten, zum Scheitern verurteilt waren. Somit wurde die Ruhrbesetzung vielleicht nicht gerade zum Stein des Anstoßes, aber zu einem Treibsatz der die Orientierung nach Osten deutlich beschleunigte. Tatsächlich hatte Trotzki Brockdorff-Rantzau gegenüber schon im Dezember 1922 versichert, dass er einem Einmarsch Polens in Schlesien oder woanders nicht untätig zusehen würde und somit erste Bündnis-Garantien formuliert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das außenpolitische Umfeld der Weimarer Republik und die geopolitische Isolation von Deutschland und der Sowjetunion, die den Ausgangspunkt für eine ungewöhnliche militärische Zweckallianz bildete.

2. Quellen und Literatur: Dieses Kapitel erörtert die Herausforderungen der historischen Forschung, insbesondere den schwierigen Zugang zu Archiven in Folge des Kalten Krieges und die Problematik der Geheimhaltung.

3. Motive und erste Annäherung: Hier werden die gegenseitigen Interessen beleuchtet, die trotz ideologischer Gegensätze zur Kooperation führten, insbesondere das Bestreben, den Versailler Vertrag zu unterlaufen.

4. Die erste Phase der Zusammenarbeit: Dieses Kapitel analysiert die frühen, oft problematischen Versuche einer industriellen und militärischen Kooperation sowie die Gründung von Tarnfirmen.

5. Die Wende der Jahre 1924/25: Der Fokus liegt auf der Konsolidierung der Beziehungen und der Errichtung konkreter Ausbildungseinrichtungen wie dem Flugstützpunkt Lipeck.

6. Die Enthüllungen des Jahres 1926: Dieses Kapitel beschreibt den politischen Druck und den Skandal um die Entdeckung der geheimen Rüstungsprojekte durch die Presse und politische Gegner.

7. Die Geburtsstunde der Wehrmacht, Höhepunkt der Jahre 1928-1932: Die Analyse konzentriert sich auf die Hochphase der Kooperation, insbesondere die Entwicklung von Luftwaffe und Panzerwaffe als Basis für spätere militärische Strukturen.

8. Schlussbetrachtung: Das Fazit bewertet den qualitativen Einfluss der Kooperation auf die deutsche Aufrüstung und die strategische Bedeutung für die spätere Wehrmacht.

Schlüsselwörter

Reichswehr, Rote Armee, Weimarer Republik, Militärkooperation, Lipeck, Kasan, Versailler Vertrag, Rüstung, Geheimhaltung, Gefu, Junkers, Panzerwaffe, Luftwaffe, Außenpolitik, Strategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die geheime militärische Zusammenarbeit zwischen der Reichswehr und der Roten Armee in der Zeit zwischen 1922 und 1932.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die politischen Motive beider Staaten, die Etablierung geheimer Ausbildungsprojekte und der Aufbau verbotener Rüstungsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie stark die zehnjährige Kooperation die beiden Armeen prägte und welchen Anteil sie an deren späterer militärischer Stärke hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Quellensammlungen aus deutschen und russischen Militärarchiven basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die chronologischen Phasen der Zusammenarbeit, von der ersten Annäherung über die Enthüllungen 1926 bis zur Hochphase der Jahre 1928-1932.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Reichswehr, Rote Armee, Lipeck, Kasan, geheime Rüstung und militärische Zusammenarbeit charakterisiert.

Warum war das Projekt "Bersol" eine Blamage für die Deutschen?

Das Projekt zur Giftgasproduktion scheiterte an unreifen Verfahren und finanziellen sowie unternehmerischen Fehleinschätzungen, die zu einem erheblichen Imageschaden führten.

Welche Rolle spielte die Panzerschule in Kasan?

Kasan diente als zentrale Ausbildungsstätte für deutsche Panzertruppen und zur Erprobung neuer deutscher Konstruktionen unter sowjetischer Duldung.

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Details

Title
Reichswehr und Rote Armee
College
University of Potsdam  (ZZF Potsdam)
Course
Weimarer Republik
Grade
sehr gut
Authors
Alexander Schetter (Author), Sebastian Heinzel (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V39314
ISBN (eBook)
9783638381192
ISBN (Book)
9783638654920
Language
German
Tags
Reichswehr Rote Armee Weimarer Republik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Schetter (Author), Sebastian Heinzel (Author), 2005, Reichswehr und Rote Armee, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39314
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