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Relevanz als Alternative zum Mutual Knowledge

Title: Relevanz als Alternative zum Mutual Knowledge

Presentation (Elaboration) , 2004 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Michael Reichmann (Author)

Sociology - Miscellaneous
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[W]e all take a risk, whenever we engage in verbal communication. At this moment, we are taking the risk of being misunderstood, you are taking the risk of misunderstanding us, and yet we proceed. (Sperber, Wilson 1982: 68f)

So warnen Dan Sperber und Deirdre Wilson in ihrem Beitrag “Mutual Knowledge and Relevance in Theories of Comprehension“ für die Aufsatzsammlung Mutual Knowledge 1982 herausgegeben von Neil. V. Smith vor den Gefahren die sich im Kommunikationsprozess verbergen. Ähnlich wie in dem Kapitel von Clark und Carlson in derselben Ausgabe beschäftigen sich Sperber und Wilson (SW) insbesondere mit dem Gelingen von Kommunikation bzw. mit dem Problem des Verstehens von Äußerungen (utterances), d.h. wie die in einer Äußerung verschlüsselte Botschaft beim Adressaten ankommt bzw. vom Adressaten wieder entschlüsselt wird und was sie überhaupt entschlüsselbar macht. SW setzen hierbei voraus, dass der Kontext eine entscheidende Rolle beim Verständnis einer Äußerung spielt. Das Problem, das sich den Autoren zufolge stellt, ist, wie der Hörer diesen Kontext im Entschlüsselungsprozess einer Äußerung einbezieht, um gewisse Implikationen und Inhalte dieser Äußerung nachzukonstruieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

KRITIK VON SPERBER UND WILSON AM MUTUAL KNOWLEDGE

1: The identification of mutual knowledge presents problems which, contrary to the predictions of the mutual knowledge framework, do not give rise to corresponding problems of comprehension.

2: Mutual knowledge is not sufficient condition for be longing to the context: a proposition may be mutually known without being part of the context.

3: [Mutual knowledge] is not a necessary condition […]: a proposition may belong to the context without being mutually known.

DAS RELEVANZMODELL VON SPERBER UND WILSON ALS ALTERNATIVE ZUM MUTUAL KNOWLEDGE

FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kritik von Dan Sperber und Deirdre Wilson am Konzept des gemeinsamen Wissens ("Mutual Knowledge") im Kontext der Kommunikationstheorie. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Sperber und Wilson durch die Einführung eines Relevanzmodells eine Alternative entwickeln, die das Gelingen von Kommunikation ohne die Unterstellung eines vollständig geteilten Wissenshintergrunds erklärt.

  • Kritik an der Theorie des "Mutual Knowledge" (Clark und Carlson)
  • Die Rolle von Kontext und Interpretation in der Kommunikation
  • Einführung des Prinzips der Relevanz ("Principle of Relevance")
  • Analyse des Verhältnisses von Input zu Output bei Äußerungen
  • Diskussion über die Notwendigkeit von "Common Ground"

Auszug aus dem Buch

Das Relevanzmodell von Sperber und Wilson als Alternative zum Mutual Knowledge

SW entwickeln, um den gegebenen Kritikpunkten gerecht zu werden, ein eigenes Konzept, um gegenseitiges Verständnis erklären zu können. Dabei ist das gegenseitige Verständnis weniger gegenseitig als man zunächst annehmen möchte. SW führen den Term der Relevanz ein. Sie versichern, dass dies zunächst nur als Alternative zum Modell des gemeinsamen Wissens gesehen werden soll. Insofern als das SWs Modell der Relevanz exploriert, ob es theoretisch auch möglich ist, Verständigung zwischen den Beteiligten an einem Kommunikationsprozess zu denken, ohne gemeinsames Wissen vorauszusetzen.

SW gehen dabei davon aus, dass wenn es zwei Prämissen P und Q gibt, dann kann man eine unendliche Anzahl von Schlussfolgerungen ziehen sowie P und P, P und Q, Q und Q, P oder P, P oder Q, Q oder Q, P und P und P und P oder P etc. Typischer- und praktischerweise wird diese belanglose Ableitungen (trivial implication) nicht bis ins Unendliche weitergetrieben, sondern es wird sich auf die relevanten Folgerungen (non-trivial deduction) konzentriert, wie zum Beispiel:

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung stellt die Kommunikationstheorie von Sperber und Wilson vor und positioniert sie als Gegenentwurf zur Idee des gemeinsamen Wissens bei Clark und Carlson.

KRITIK VON SPERBER UND WILSON AM MUTUAL KNOWLEDGE: In diesem Kapitel werden drei wesentliche Argumente gegen die Notwendigkeit und Hinlänglichkeit von gemeinsamem Wissen für den Verstehensprozess dargelegt.

DAS RELEVANZMODELL VON SPERBER UND WILSON ALS ALTERNATIVE ZUM MUTUAL KNOWLEDGE: Dieser Abschnitt beschreibt den Ansatz der Relevanz, bei dem Kommunikation über ein Nutzen-Aufwand-Verhältnis und den Kontext bestimmt wird.

FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass Kommunikation erfolgreich sein kann, ohne auf einem formal etablierten gemeinsamen Wissen zu basieren.

Schlüsselwörter

Mutual Knowledge, Relevanzmodell, Kommunikation, Sperber und Wilson, Common Ground, Kontext, Contextual Implication, Principle of Relevance, Sprachverstehen, Schlussfolgerung, Pragmatik, Soziologie, Informationsverarbeitung, Kommunikationstheorie, Interpretation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretische Auseinandersetzung zwischen dem Konzept des gemeinsamen Wissens und dem Relevanzmodell von Sperber und Wilson im Rahmen der Kommunikation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Kritik an der Theorie des "Mutual Knowledge", die Definition von Kontext und die Einführung des Prinzips der Relevanz als neue Erklärungsgrundlage für erfolgreiche Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu belegen, dass die Annahme von gemeinsamem Wissen als notwendige Voraussetzung für Kommunikation durch ein graduelles Relevanzmodell ersetzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse und Diskussion der fachwissenschaftlichen Literatur von Sperber, Wilson, Clark und Carlson.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Kritik an den Annahmen über "Mutual Knowledge" und die darauffolgende Einführung und Erläuterung des Relevanzmodells sowie dessen Anwendung anhand von Beispielen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Relevanzmodell, Mutual Knowledge, Kontext und Kommunikationstheorie charakterisieren.

Warum kritisieren Sperber und Wilson das Konzept der "Endlosschleifen" bei gemeinsamem Wissen?

Sie argumentieren, dass die formale Definition von gemeinsamem Wissen zu unendlichen Ketten von Vorannahmen führt, die ein Hörer in endlicher Zeit praktisch nicht leisten kann.

Wie bestimmt das Relevanzmodell, welche Interpretation eine Äußerung hat?

Nach dem "Principle of Relevance" wählt der Hörer diejenige Interpretation, die bei einem akzeptablen Verarbeitungsaufwand die meisten relevanten Schlussfolgerungen (contextual implications) generiert.

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Details

Title
Relevanz als Alternative zum Mutual Knowledge
College
University of Hamburg  (Institut für Soziologie)
Course
Oberseminar: Doppelte Kontingenz
Grade
2,0
Author
Michael Reichmann (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V39481
ISBN (eBook)
9783638382328
Language
German
Tags
Relevanz Alternative Mutual Knowledge Oberseminar Doppelte Kontingenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Reichmann (Author), 2004, Relevanz als Alternative zum Mutual Knowledge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39481
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