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Das Firmenkundengeschäft - ein Wertvernichter?

Title: Das Firmenkundengeschäft - ein Wertvernichter?

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Lars Leipnitz (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Das Firmenkundengeschäft im klassischen Sinne ist – angesichts hoher Kreditrisiken sowie
geringer Margen im Zinsgeschäft – für viele Kreditinstitute (KI) unrentabel geworden.
Banken, die sich zunehmend als Kreditversorger für deutsche Unternehmen verstehen, gehen
die Gefahr ein Wertvernichtung zu betreiben.
„ Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorherzusagen.
Es geht darum auf die Zukunft vorbereitet zu sein“
(Perikles, 500-429 v. Chr.)
Eine Vorhersage, insbesondere für den Finanzierungssektor, dürfte jedoch schwer realisierbar
sein. Der rasante Wandel, in dem sich die Finanzwelt befindet, führt zu erheblichen
Strukturveränderungen sowie wachsenden Kundenerwartungen. Dennoch brauchen KI’s klare
Vorstellungen davon, wie sie sich diesem dynamischen Umfeld anpassen und
weiterentwickeln wollen. Das gilt insbesondere für das Firmenkundengeschäft, der
ehemaligen „Königsdisziplin“ unter den Bankgeschäften.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Firmenkundengeschäft der Banken

2.1 Definition Firmenkunde

2.2 Definition Firmenkundengeschäft

2.3 Dienstleistungsumfang der Banken

2.3.1 Basisdienstleistungen

2.3.2 Standarddienstleistungen

2.3.3 Spezialdienstleistungen

2.4 Das Firmengeschäft im Wandel

2.4.1 Drei Megatrends

2.4.2 Tendenzen

3 Das Firmenkundengeschäft ein Wertvernichter?

3.1 Begriff der Wertvernichtung

3.2 Ursachenanalyse

3.2.1 Hohe Wertberichtigungen

3.2.2 Notleidende Kredite

3.2.3 Geringes Ertragspotential

3.2.4 Klumpenrisiko

3.2.5 Geschäftspolitik

3.3 Zwischenfazit

4 Vom Wertvernichter zum Werttreiber?

4.1 Segmentierung

4.2 Ressourcenmanagement

4.3 Vertriebsintensivierung

4.4 Firmenkunden-Service-Center

4.5 Strukturwandel in den Banken

4.6 Konditionen anheben

4.7 Factoring

4.8 Forderungsverkauf

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Rentabilitätsproblematik im Firmenkundengeschäft deutscher Kreditinstitute und analysiert, ob dieses Geschäftsfeld, das häufig als Wertvernichter bezeichnet wird, durch gezielte strategische Anpassungen wieder in einen wertschöpfenden Bereich transformiert werden kann.

  • Analyse der strukturellen und marktbezogenen Ursachen der niedrigen Rentabilität im Firmenkundengeschäft.
  • Untersuchung der Auswirkungen makroökonomischer Megatrends auf die Bankenbranche.
  • Bewertung verschiedener Handlungsoptionen zur Effizienzsteigerung und Risikominimierung.
  • Diskussion über moderne Instrumente wie Factoring und Forderungsverkäufe als Lösungsansätze.
  • Darstellung der Notwendigkeit einer konsequenten Neuausrichtung hin zu risikoadäquaten Konditionen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Ursachenanalyse

Es besteht sicherlich ein komplexes Ursachen-Wirkungs-Geflecht mit sowohl bankinternen als auch bankexternen Ursachen. Im Folgenden sollen einige dieser Ursachen untersucht werden und es wird zu klären sein, ob im „Naturschutzpark Firmenkundengeschäft“ traditionell Vermögenswerte in Milliardenhöhe vernichtet werden.

3.2.1 Hohe Wertberichtigungen

Nicht nur die anhaltende Niedrigzinsphase sondern auch die gestiegenen Risikokosten belasteten in jüngerer Vergangenheit das Ergebnis der Banken. So zehrten die Wertberichtigungen bei Ansatz des durchschnittlichen Bewertungsergebnisses von 1993-1998 mehr als 40% des Teilbetriebsergebnisses auf.

3.2.2 Notleidende Kredite

Experten schätzen, dass in deutschen Bankenbüchern Kreditforderungen an Nichtbanken in Höhe von ca. 3593,5 Mrd. Euro stehen. Wird unterstellt, dass sich das notleidende Kreditvolumen auf fünf bis zehn Prozent dieses Kreditbestandes beläuft, so sind dies immerhin 300 Mrd. Euro und auf die S-Finanzgruppe (Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen) entfällt allein daran ein Anteil von 60 bis 100 Mrd. Euro. Diese Zahlen belegen, auch vor dem Hintergrund der Entwicklung von Unternehmensinsolvenzen, eindrucksvoll den Handlungsdruck hinsichtlich des Managements von Problemkrediten.

3.2.3 Geringes Ertragspotential

Einer Erhebung der Unternehmensberatung zeb zu folge, erzielten zwischen 1992 und 1998 von 77 KI’s zwei Drittel eine Wertmarge von weniger als ein Prozent, bei 30 Prozent war sie sogar negativ. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass maximal ein Drittel dieser Banken im beobachteten Zeitraum schwarze Zahlen im Firmenkundengeschäft geschrieben hat. Betrachtet man die risikoadjustierte Verteilung der Margen vor dem Rating-Hintergrund, so fällt auf, dass die Preise für jede Risikoklasse breit gestreut sind, obwohl sie unter ökonomischer Betrachtung nahe an der gestrichelten Linie liegen müssten. Die Fläche zwischen der gestrichelten Kurve und der durchgezogenen Kurve rechts des BB-Ratings bildet das Kernproblem des deutschen Firmenkundengeschäftes. Hier weicht die dem Kunden tatsächlich in Rechnung gestellte Marge am weitesten von der erforderlichen Marge nach unten ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Unrentabilität des Firmenkundengeschäfts und betont die Notwendigkeit für Banken, auf veränderte Marktbedingungen und Kundenerwartungen zu reagieren.

2 Das Firmenkundengeschäft der Banken: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe, Dienstleistungsumfänge sowie die Megatrends, die das aktuelle Umfeld im Firmengeschäft maßgeblich beeinflussen.

3 Das Firmenkundengeschäft ein Wertvernichter?: Hier erfolgt eine kritische Ursachenanalyse, warum das Geschäft trotz seiner Bedeutung für Banken oft als unrentabel und wertvernichtend wahrgenommen wird.

4 Vom Wertvernichter zum Werttreiber?: Dieses Kapitel stellt konkrete Lösungsansätze vor, wie Banken durch Segmentierung, Prozessoptimierung und neue Vertriebswege die Rentabilität des Firmenkundengeschäfts steigern können.

5. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit dem Appell, dass Banken als ordentliche Kaufmänner agieren müssen und sich auf Kernkompetenzen fokussieren sollten, um langfristig gewinnbringend zu arbeiten.

Schlüsselwörter

Firmenkundengeschäft, Bankwesen, Wertvernichtung, Wertschöpfung, Kreditrisiko, Rentabilität, Segmentierung, Risikomanagement, Factoring, Forderungsverkauf, Konditionengestaltung, Strukturwandel, Zinsmarge, Kundenbetreuung, Kapitalmarktzugang.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit untersucht die verbreitete These, dass das Firmenkundengeschäft deutscher Banken unrentabel ist und "Wertvernichtung" betreibt, und sucht nach Wegen, diese Sparte wieder profitabel zu gestalten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Ursachen für geringe Erträge, dem Einfluss von Megatrends, dem Risikomanagement bei Problemkrediten sowie Strategien zur Prozess- und Vertriebsoptimierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, warum das Firmenkundengeschäft oft als defizitär gilt, und aufzuzeigen, wie Banken durch strategische Neuausrichtung vom Wertvernichter zum Werttreiber werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung von Statistiken sowie Studien zu Marktanteilen, Margen und Insolvenzzahlen im Bankensektor.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse (Kapitel 3) und eine Darstellung von Lösungsansätzen (Kapitel 4), wie z.B. Segmentierungsstrategien, Factoring und Forderungsverkäufe.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Firmenkundengeschäft, Rentabilität, Wertvernichtung, Risikomanagement und strategische Neuausrichtung.

Warum wird das Firmenkundengeschäft oft als Wertvernichter bezeichnet?

Die Arbeit führt dies auf eine Kombination aus hohen Wertberichtigungen, notleidenden Krediten, geringen Margen und einer in der Vergangenheit oft unökonomischen Geschäftspolitik zurück.

Welche Rolle spielt das "Firmenkunden-Service-Center" laut dem Autor?

Es wird als effizientes Instrument beschrieben, um durch Prozessautomatisierung den Spagat zwischen bedarfsgerechter Standardbetreuung und der Entlastung der Berater für komplexere Aufgaben zu meistern.

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Details

Title
Das Firmenkundengeschäft - ein Wertvernichter?
College
University of Leipzig  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Course
Hauptseminar SS 2005
Grade
1,7
Author
Lars Leipnitz (Author)
Publication Year
2005
Pages
29
Catalog Number
V39799
ISBN (eBook)
9783638384827
ISBN (Book)
9783640191086
Language
German
Tags
Firmenkundengeschäft Wertvernichter Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars Leipnitz (Author), 2005, Das Firmenkundengeschäft - ein Wertvernichter?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39799
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