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Plinius und die unteren Gesellschaftsschichten - die Stellung der Sklaven und Freigelassenen in der römischen Gesellschaft

Title: Plinius und die unteren Gesellschaftsschichten - die Stellung der Sklaven und Freigelassenen in der römischen Gesellschaft

Seminar Paper , 2005 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: sandra labs (Author)

World History - Early and Ancient History
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Die vorliegende Hausarbeit steht im Rahmen des Proseminars „Plinius der Jüngere- Briefe eines römischen Senators“ , in welchem mit Hilfe der zahlreichen Pliniusbriefe ein anschauliches Bild von der römischen Gesellschaft der Kaiserzeit und Plinius selbst entwickelt wurde. Meine Arbeit beschäftigt sich in diesem Kontext mit der Betrachtung der unteren Gesellschaftsschichten, den Sklaven und Freigelassenen zu Plinius Zeit, und mit Plinius Verhältnis zu diesen. Ich habe mir dieses Thema ausgewählt, da es besonders markant für die römische Gesellschaft und ihre stark hierarchische, karrierebetonte Organisation war, und sich vor allem über die komplette Geschichte des römischen Reichs erstreckte, was einen fundamentaleren Einblick in das Gebiet der Alten Geschichte erlaubt. Wenn man sich also die Dauer der Institution Sklaverei bewusst machte, stellte sich die Frage, wie sich die Sklaverei, welche für uns schon allein vom Begriff her negativ konnotiert ist, so etablieren konnte, ohne dass es zu einer alles umfassenden Revolte kam. Was gab der Gesellschaft das „Ventil?“ Welche Rolle spielten dabei die Freilassungen, von welchen Fachfremde oftmals gar nichts wissen? Wurden auch Sklaven Karrieren zugestanden? Auch stellt sich die Frage, weshalb ein reicher Römer in einer Gesellschaft, in der Bescheidenheit keine ernsthafte Tugend, sondern eher eine Floskel war, eine Freilassung vornahm, ließ er damit nicht ein Stück Kapital ziehen? Im folgenden werde ich erst die Sklaverei untersuchen, wie sie organisiert war, angefangen in der römischen familia, über die einzelnen Etappen die ein Sklave bis hin zur Freilassung nehmen konnte, immer mit dem Aspekt der sozialen Mobilität im Hintergrund. Dabei werde ich in meiner Untersuchung zwischen dem Leben und den Möglichkeiten der Landsklaven in der familia rustica, und den der Stadtsklaven in der familia urbana unterscheiden. Somit versuche ich auch herauszufinden, ob die heutige Vorstellung von der Sklaverei zu der Realität in der Antike überhaupt komplementär ist. Gab es den Sklaven, dem es ausnahmslos schlecht ging, oder war die Sklaverei doch fassettenreicher? Es muss ja einen Grund dafür gegeben haben, weshalb sie allgemein akzeptiert wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2. 1. Die Organisation der römischen Familie

2. 2. Wie der Sklave zu seinem Herrn kommt

2. 2. 1. Die Quellen aus denen die Sklaverei neue Unfreie schöpfte

2. 2. 2. Der Sklavenmarkt

2. 3. Das Leben der Sklaven mit den unterschiedlichen Möglichkeiten

2. 3. a) 1. Die Sklaven der familia rustica

2. 3. a) 2. Der villicus/ die villica

2. 3. a) 3. Sklavenflucht

2. 3. b) 1. Die Sklaven der familia urbana

2. 3. b) 2. Die Organisation des Stadthaus

2. 4. Die Stellung der Freigelassenen und die gesellschaftliche Mobilität

2. 5. Sklaven und Freigelassene in der römischen Realität - Plinius Verhältnis zu seinen Sklaven und Freigelassenen

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Lebensbedingungen und sozialen Möglichkeiten von Sklaven und Freigelassenen in der römischen Kaiserzeit unter besonderer Berücksichtigung der Briefe von Plinius dem Jüngeren, um ein differenziertes Bild der sozialen Hierarchien und Mobilität zu zeichnen.

  • Strukturanalyse der römischen familia und der Rechtsstellung von Unfreien.
  • Unterscheidung zwischen den Lebenswelten der familia rustica und familia urbana.
  • Analyse der Mechanismen der Freilassung und der wirtschaftlichen Gründe dahinter.
  • Bewertung des persönlichen Verhältnisses von Plinius zu seinen Sklaven und Freigelassenen.
  • Kritische Reflexion der sozialen Aufstiegsmöglichkeiten und Barrieren für ehemalige Sklaven.

Auszug aus dem Buch

2. 3. a) 1. Die Sklaven der familia rustica

Das beschwerliche Leben spielte sich auf dem Land ab. Hier setzte man natürlich nur möglichst robuste Sklaven ein. Gerade die Getreideernte bedeutete schwerste körperliche Arbeit, so mussten zahlreiche Sklaven anonym auf ihre Arbeitskraft reduziert zusammenarbeiteten, um die größtmögliche Leistung zu erzielen. Neben der Getreideproduktion wurden die Sklaven außerdem in Gemüsekulturen, im Olivenanbau und in Weinkulturen eingesetzt, wie es Plinius beispielsweise macht. Die größte psychologische Belastung lag in der Massenunterbringung, und dem damit verbundenen Verlust der Intimsphäre, der absoluten Konditionierung zur Arbeit, und in den mangelnden Perspektiven.

Es gab kaum Freizeit, und zur Freizeitgestaltung fehlte auch das Geld, da sie um sich wirklich nur um ihre Arbeit kümmern zu können, meist kaum Freizeitbudget bekamen. Denn ein Sklave der nichts tut, kostet nur, weshalb Cato es sich nicht nehmen ließ, in sein Werk De agri cultura eine Passage mit der Überschrift Ubi tempestates male erunt, quid fieri possit einzufügen. Je größer ein Gut war, um so unpersönlicher und unfreier war die Atmosphäre. Die familia rustica konnte bis zu mehrere tausend Köpfe zählen, oder arme Haushalte teilten sich auch einen Sklaven, der dann für alles zuständig war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Forschungsfrage und Einordnung in das Proseminar über Pliniusbriefe sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.

2. Hauptteil: Detaillierte Untersuchung der Organisation der römischen Familie, der Herkunft und des Alltags von Sklaven auf dem Land und in der Stadt sowie der Rolle der Freigelassenen.

3. Fazit: Zusammenfassende Erkenntnis, dass die römische Gesellschaft keine starre Kastengesellschaft war, sondern Aufstieg durch individuelle Tüchtigkeit ermöglichte, wobei Reichtum und Grundbesitz zentrale Privilegien blieben.

Schlüsselwörter

Plinius der Jüngere, Römische Gesellschaft, Sklaverei, Sklaven, Freigelassene, Familia rustica, Familia urbana, Patria potestas, Soziale Mobilität, Peculium, Patronat, Kaiserzeit, Liberti, Rechtsstellung, Arbeitsbedingungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die gesellschaftliche Stellung von Sklaven und Freigelassenen im antiken Rom unter Einbeziehung der Briefe des Plinius des Jüngeren.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die rechtliche Struktur der römischen familia, der Sklavenmarkt, die Unterschiede zwischen Land- und Stadtsklaven sowie die soziale Mobilität von Freigelassenen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die antike Realität der Sklaverei und Freilassung differenziert darzustellen und die Frage nach den sozialen Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb der römischen Gesellschaft zu beantworten.

Welche methodischen Ansätze werden verfolgt?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine Auswertung der relevanten Sekundärliteratur zur antiken Sozialgeschichte sowie auf die Analyse von Quellentexten, insbesondere der Pliniusbriefe und Inschriften.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der familiären Strukturen, der verschiedenen Sklavenlebenswelten, der rechtlichen und ökonomischen Aspekte von Freilassungen sowie der persönlichen Haltung des Plinius.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Begriffe Sklaven, Freigelassene, soziale Mobilität, Plinius der Jüngere und römische Gesellschaft beschreiben den inhaltlichen Kern am präzisesten.

Wie unterschied sich das Leben von Land- und Stadtsklaven?

Landsklaven waren primär körperlicher Arbeit auf Latifundien unterworfen, während Stadtsklaven häufiger in Privathaushalten als spezialisierte Fachkräfte arbeiteten und bessere Aufstiegsaussichten hatten.

Welche Rolle spielte der Patron bei Freigelassenen?

Auch nach der Freilassung blieben Liberti rechtlich und wirtschaftlich in ein Abhängigkeitsverhältnis zu ihrem ehemaligen Herrn, dem Patron, eingebunden.

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Details

Title
Plinius und die unteren Gesellschaftsschichten - die Stellung der Sklaven und Freigelassenen in der römischen Gesellschaft
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Alte Geschichte)
Course
Plinius der Jüngere - Briefe eines römischen Senators
Grade
1,3
Author
sandra labs (Author)
Publication Year
2005
Pages
27
Catalog Number
V39831
ISBN (eBook)
9783638385046
Language
German
Tags
Plinius Gesellschaftsschichten Stellung Sklaven Freigelassenen Gesellschaft Plinius Jüngere Briefe Senators
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
sandra labs (Author), 2005, Plinius und die unteren Gesellschaftsschichten - die Stellung der Sklaven und Freigelassenen in der römischen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39831
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