Qualitätssicherung in der Weiterbildung


Studienarbeit, 2003

17 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Formen der Qualitätssicherung
1.1 Inputkriterien
1.2 Outputkriterien
1.3 Verbraucherorientierte Kriterien
1.4 Durchführungs- und prozessorientierte Kriterien
1.5 Die Zertifizierung nach ISO 9000

2. Das Ziel: Qualitätssicherung

3. Anwendung der Qualitätssicherung in Unternehmen

4. Kooperation zwischen Bildungsinstitutionen und ihren Klienten

5. Wie ist der Weiterbildungsmarkt strukturiert ?

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Einleitung

„Der Kunde ist König und somit ... will jede Firma besser kennenlernen, was ihre Kunden von ihr erwarten, damit sie deren Bedürfnisse besser erfüllen kann. Dazu ist jeder Firma der Kontakt zum Kunden wichtig und jede Rückäußerung zur eigenen Arbeit wird ernst genommen, denn sie hilft dabei, die Qualität der Leistung zu sichern und zu verbessern.“[1]

Mit der schnellen quantitativen Ausdehnung des Weiterbildungssektors und der strategischen Bedeutung, die die berufliche Weiterbildung für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung aller europäischen Staaten gewonnen hat, stellen sich vordringlich Fragen zur Qualität der Weiterbildung. Diese Fragen haben nicht nur eine berufspädagogische, sondern auch bildungs- und gesellschaftspolitische Dimensionen. Aber nicht nur die Staaten, vor allem die Bildungseinrichtungen und Betriebe stehen heutzutage unter einem wachsenden Erfolgsdruck.

Vor allem Bildungsträger sind von dieser Entwicklung betroffen. Zeiten, als im Auftrag der Arbeitsämter Arbeitsförderungen zum Ausbau der Kapazitäten der Bildungsträger genutzt werden konnten, sind vorbei. Durch die Arbeitsförderungen entstanden große Kapazitäten für jegliche Arten der Weiterbildung. Doch da die Zeiten sich geändert haben, gibt es nun ungenutzte Kapazitäten, daraufhin mussten die Bildungsträger neue bzw. andere Weiterbildungsmärkte erschließen. Zwischen den Bildungsträgern ist dadurch ein enormer Wettbewerb entbrannt. Mit dieser neuen Situation, dem Anstieg der Weiterbildungsanbieter, der sinkenden Nachfrage und der wechselhaften Nachfragestruktur können nur die konkurrieren, deren Dienstleistungsangebot qualitativ hochwertig ist. Doch wie wird diese Qualität bestimmt, welche Faktoren wirken und mit welchen Instrumenten wird die Qualität gesichert? Ziel dieser Hausarbeit ist es, die gestellten Frage zu erörtern und einen Gesamtüberblick über die Qualitätssicherung in der Weiterbildung zu geben.

1. Formen der Qualitätssicherung

Oftmals wurde versucht, eine allgemeine Aussage zum Kriterium einer qualitativ guten Weiterbildung zu treffen. Da jedoch die Kunden- bzw. Teilnehmergruppen unterschiedliche Anforderungen hatten und haben, ist dies stets zum Scheitern verurteilt. Es liegt auf der Hand, dass Seminare für unterschiedliche Teilnehmergruppen (Rhetorikkurse contra Managementkurse) auch dementsprechend andere Inhalte haben. Der Qualitätsbegriff bewegt sich also innerhalb sehr verschiedener Dimensionen:[2]

Inputqualität

Bedingungen, die vorab erfüllt sein müssen, damit eine hohe Qualität in der Weiterbildung erzielt werden kann.

Durchführungsqualität

Bedingungen, die eine einzelne Maßnahme erfüllen muss, um hohe Qualität zu erzielen.

Outputqualität

Bedingungen, die im nachhinein festlegen, ob eine Maßnahme eine hohe Qualität erzielt hat.

Natürlich gibt es zu jeder dieser Dimension von Qualität auch dazu gehörige Kriterien. Wichtig dabei ist, dass nicht jedes Kriterium für jede Institution und jeden Kundenkreis in Frage kommt. Der Weiterbildungsträger muss dabei eigene Qualitätskriterien generieren bzw. sich die besten auswählen.

Hier noch mal eine Auflistung der verschiedenen Qualitätskriterien in der Weiterbildung:

1.1 Inputkriterien

Inputkriterien sind Konzeption, Planung, Angebot, Qualifikation des Personals, räumliche Ausstattung, Informationen und Erfahrungen und das Know-how des Anbieters.

Wie erkenntlich geht man von der Annahme aus, dass dem Inputmodell verschiedene Faktoren zugrunde liegen, aus denen man Qualität erfassen und bewerten kann.

Beispiele für die Erfassung und Bewertung im Vorfeld einer Bildungsmaßnahmen sind:[3]

- Die Anerkennung von Weiterbildungsträgern und –maßnahmen durch die Bundesanstalt für Arbeit:

Im Jahre 1976 wurde erstmals ein „Instrumentarium zur Begutachtung beruflicher Erwachsenenbildungsmaßnahmen gemäß § 34 AFG“ in den Arbeitsämtern angewendet. Man vergab nur öffentliche Mittel, wenn bestimmte Mindeststandards erfüllt waren. Diese Anerkennung von Weiterbildungsträgern und –maßnahmen erfolgte bis ins Jahre 1998 durch das Arbeitsförderungsgesetz und ab 1998 durch das Sozialgesetzbuch III. Dadurch etablierte sich, dass bis heute vor dem Beginn einer Maßnahme eine Anerkennung stattfindet, die sich auf die Kontrolle vordefinierter Qualitätsstandards und Qualitätsbegriffe begründet. Weiterhin kommt eine Beurteilung des Lern- und Prüfungserfolgs hinzu und später sogar der Vermittlungserfolg auf dem Arbeitsmarkt. Eine Befragung der Weiterbildungsteilnehmer diente ab Ende der 80er Jahre ergänzend dazu die Qualität der Maßnahmen zu sichern und vor allem zu verbessern. Seit Beginn der 90er Jahre werden auch verstärkt Besuche von Arbeitsberatern bei Maßnehmen durchgeführt

- Die Anerkennung von Weiterbildungsträgern oder Vergabe von Fördermitteln für Maßnahmen durch die zuständigen Ministerien der Länder:

In einigen Bundesländern wird die Anerkennung durch Erwachsenen- bzw. Weiterbildungsgesetze geregelt. Auch hier gibt es eine feste Vorstellung und Regelung der Weiterbildungskriterien. Sind die Träger auf Landesebene anerkannt, erhalten sie eine institutionelle Förderung. Auch die Förderung einzelner Maßnehmen ist möglich, wenn sie den festgelegten gesetzlichen Kriterien entsprechen.

- Die staatliche Zulassung für Fernlehrgänge:

Seit 1977 werden durch die Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) und das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit Hilfe des Fernunterrichtsschutzgesetzes (FernUSG) Fernlehrgänge geprüft und durch die ZFU zugelassen. Es findet eine Veröffentlichung der zugelassenen Lehrgänge statt und somit steht sie allen Interessenten zur Verfügung. Daher ist das FernUSG eines der wichtigsten Instrumente des Verbraucherschutzes in der beruflichen Weiterbildung.

[...]


[1] Aus Wuppertaler Kreis e.V. Qualitätsmanagement S.62

[2] Aus Wuppertaler Kreis e.V. Qualitätsmanagement S.3

[3] Arnold, Rolf : Qualitätssicherung in der Berufsbildungszusammenarbeit S. 12

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Qualitätssicherung in der Weiterbildung
Hochschule
Universität Erfurt
Veranstaltung
Planung und Organisation in der beruflichen Weiterbildung/Erwachsenenbildung
Note
1,7
Autor
Jahr
2003
Seiten
17
Katalognummer
V39846
ISBN (eBook)
9783638385176
ISBN (Buch)
9783638919890
Dateigröße
456 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Qualitätssicherung, Weiterbildung, Planung, Organisation, Weiterbildung/Erwachsenenbildung
Arbeit zitieren
Magister Bildungsmanagement Heiko Wulschner (Autor), 2003, Qualitätssicherung in der Weiterbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39846

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