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Sozioökonomische Folgen von Naturkatastrophen in unterschiedlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen der Erde

Title: Sozioökonomische Folgen von Naturkatastrophen in unterschiedlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen der Erde

Seminar Paper , 2002 , 23 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Konstantin Schmidt (Author)

Geography / Earth Science - Miscellaneous
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Welche Auswirkungen Katastrophen auf Gesellschaft und Wirtschaft haben, ist kein Geheimnis. Nicht nur Naturkatastrophen, auch anthropogen bedingte Katastrophen, wie das Attentat auf das World Trade Center mit seiner verheerenden Zerstörungskraft beweisen wie intensiv die sozioökonomischen Auswirkungen von Katastrophen sein können. Durch die Zerstörung oder Schädigung von ökonomischen Strukturen (z.B. Unternehmen, Netzwerke, Infrastruktur, Ressourcen) und sozialen Strukturen (z.B. Familien, politische Strukturen, Gesellschaftsformen) können globale Konsequenzen entstehen. Auch Naturkatastrophen können solche Ausmaße annehmen, nicht zu verachten die Schäden, die sie unmittelbar vor Ort anrichten. Ziel dieser Seminararbeit ist es, Konsequenzen von Naturkatastrophen für Gesellschaft und Wirtschaft aufzuzeigen.

Zugrunde liegt ein induktives Prinzip. Zuerst werden empirische Fallbeispiele aus verschiedenen Ländern und Systemen und ein Beispiel aus der Antike angeführt. Dann werden allgemeine Aussagen formuliert.
Das Beispiel aus der Antike soll zeigen, wie der Mensch in antiken Hochkulturen mit den Folgen von Naturkatastrophen umging und wie er sie wahrnahm. Das Beispiel Kobe zeigt wie ein Erdbeben ein Weltwirtschaftszentrum traf und welche ökonomischen Konsequenzen bis hin auf globale Ebene dies hatte. Das Beispiel Erzincan aus der Türkei beschäftigt sich vor allem mit soziologischen Aspekten wie soziale Wahrnehmung und soziale Handlungsmuster. Mosambik verdeutlicht die Hilflosigkeit und die enormen Ausmaße einer Überschwemmungskatastrophe in einem Dritte-Welt-Land.
Der analysierende und zusammenfassende Teil verdeutlicht noch einmal den Umgang mit Naturkatastrophen in der Antike und vergleicht die Betroffenheitsausmaße zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Vorgehensweise

2 Fallbeispiele

2.1 Beispiel einer Naturkatastrophe in der Antike: der Ausbruch des Vesuv und die Zerstörung der Stadt Pompeji (79 n. Chr.)

2.1.1 Charakterisierung des Vulkanausbruchs und Ablauf der Katastrophe

2.1.2 Folgen der Katastrophe

2.2 Beispiel einer Naturkatastrophe in einem modernen Industrieland: das große Hanshin-Erdbeben in Kobe/Japan (1995)

2.2.1 Sachschäden

2.2.2 Auswirkungen auf die Menschen

2.2.3 Wirtschaftliche Schäden

2.2.4 Das japanische Versicherungsmarkt und versicherte Schäden

2.3 Die Erdbebenkatastrophe in Erzincan/Türkei (1992)

2.3.1 Infrastrukturelle Auswirkungen

2.3.2 Katastrophensoziologische Aspekte

2.3.2.1 Wahrnehmung von Informationen bei der Bevölkerung

2.3.2.2 Migration

2.3.2.3 Interpretationsmuster der Bevölkerung

2.4 Beispiel einer Naturkatastrophe in einem Entwicklungsland: Überschwemmungen in Mosambik

2.4.1 Bevölkerungsstruktur des Bezirks Tambara

2.4.2 Ablauf und Ursachen der Katastrophe 1997

2.4.3 Weitere Flutkatastrophen in Mosambik

2.4.4 Ökonomische Situation Mosambiks 2001

3 Analyse und Zusammenfassung

3.1 Das Ausmaß an Naturkatastrophen heute

3.2 Der Umgang mit Naturkatastrophen in der Antike

3.3 Schadenspotentiale und Schadensbewertung von Naturkatastrophen heute

3.3.1 Schadensbewertung aus Sicht der Versicherungswirtschaft

3.3.2 Der Vorsprung der Industrieländer

3.3.3 Lage und Aussichten der Entwicklungsländer

4 Fazit

5 Literatur und Internet-Links

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die sozioökonomischen Konsequenzen von Naturkatastrophen auf Gesellschaft und Wirtschaft in verschiedenen Systemen zu untersuchen und deren globale Auswirkungen aufzuzeigen.

  • Vergleichende Analyse von Katastrophenereignissen in Antike, Industrieländern und Entwicklungsländern.
  • Untersuchung soziologischer Aspekte und Wahrnehmungsmuster der betroffenen Bevölkerung.
  • Analyse der wirtschaftlichen Auswirkungen und der Bedeutung von Versicherungssystemen.
  • Bewertung von Schadenspotentialen und der Rolle ökonomischer Rahmenbedingungen bei der Katastrophenbewältigung.

Auszug aus dem Buch

2.1 Beispiel einer Naturkatastrophe in der Antike: der Ausbruch des Vesuv und die Zerstörung der Stadt Pompeji (79 n. Chr.)

Am 24. August 79 n. Chr. kam es zu einem verheerenden Ausbruch des Vesuvs in der Region um den Golf von Neapel. Der Vulkanausbruch zerstörte eine der fruchtbarsten und reichsten Landschaften Italiens. Campania felix – glückliches Kampanien – nannten die Römer diese dichtbesiedelte Gegend mit ihren üppigen Weinbergen, Getreidefeldern, den Thermalquellen, den schmucken Städten wie Pompeji und Herculaneuem und den luxuriösen Villen der Reichen. Die Bevölkerung hatte diesen Ausbruch nie befürchtet. Vielmehr hatte man Angst vor den häufiger auftretenden Erdbeben. Das letzte lag gerade 17 Jahre zurück und hatte einige Zerstörungen angerichtet, die immer noch nicht fertig restauriert waren. Pompeji glich nach wie vor einer großen Baustelle. Dass der Vesuv vulkanischer Natur sei, war der Bevölkerung, von ein paar Gelehrten abgesehen, unbewusst. Lag doch der letzte Ausbruch schon Jahrhunderte zurück (SONNABEND 1999: S. 10).

Dieser Vulkanausbruch konnte aufgrund zeitgenössischer Berichte und eines ähnlich verlaufenden Ausbruchs des Mt. Pelée auf der Antilleninsel Martinique im Jahr 1902 von Geologen und Archäologen rekonstruiert werden. Es handelte sich um eine plinianische Eruption, ausgelöst dadurch, dass zähflüssiges und volatilreiches Magma an die Oberfläche gelangt. Solche Eruptionen gelten als hochexplosiv. Der Begriff „plinianisch“ stammt übrigens von den Naturbeobachtern Plinius, dem Älteren, der beim Untergang von Pompeji mit ums Leben kam und seinem Neffen Plinius, dem Jüngeren, der minutiös in seinen Briefen an Tacitus von dieser Katastrophe berichtete.

Kapitelzusammenfassungen

1 Einleitung: Die Arbeit erläutert die Zielsetzung, Naturkatastrophen als globale Bedrohung für soziale und ökonomische Strukturen zu analysieren und nutzt hierfür ein induktives Vorgehen mittels Fallbeispielen.

2 Fallbeispiele: In diesem Kapitel werden empirische Daten zu Katastrophen in der Antike, modernen Industrieländern und Entwicklungsländern präsentiert, um unterschiedliche Bewältigungsstrategien aufzuzeigen.

3 Analyse und Zusammenfassung: Der Teil fasst das heutige Ausmaß an Katastrophen zusammen und vergleicht das Schadenspotential sowie die Resilienz von Industrie- und Entwicklungsländern.

4 Fazit: Das Fazit unterstreicht, dass Naturkatastrophen heute globale Dimensionen besitzen und die wirtschaftliche Immunität eines Systems maßgeblich über die Folgen entscheidet.

5 Literatur und Internet-Links: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und weiterführende Literatur zur Hazardforschung auf.

Schlüsselwörter

Naturkatastrophen, Hazardforschung, Sozioökonomie, Industrieländer, Entwicklungsländer, Erdbeben, Vulkanausbruch, Überschwemmung, Versicherungswirtschaft, Schadenspotential, Katastrophenmanagement, Infrastruktur, Bevölkerung, Wirtschaftssysteme, globale Solidarität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die weitreichenden sozioökonomischen Auswirkungen von Naturkatastrophen auf Gesellschaften und deren Wirtschaftsstrukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Vergleich von Katastrophenereignissen in verschiedenen Epochen und Ländern sowie deren ökonomische und soziale Bewältigung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Konsequenzen von Naturkatastrophen für Gesellschaft und Wirtschaft aufzuzeigen und dabei den Unterschied zwischen Industrie- und Entwicklungsländern herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einem induktiven Prinzip, bei dem empirische Fallbeispiele analysiert und daraus allgemeine Aussagen und Vergleiche abgeleitet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Fallbeispiele – der Vesuv-Ausbruch, das Erdbeben von Kobe, die Katastrophe in Erzincan und Überschwemmungen in Mosambik – analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Naturkatastrophen, Hazardforschung, ökonomische Schadensbewertung, Resilienz von Gesellschaften und internationale Katastrophenhilfe.

Wie reagierten die Menschen im antiken Pompeji auf den Vulkanausbruch?

Die Bevölkerung war auf den Ausbruch nicht vorbereitet und interpretierte diesen oder spätere Ereignisse häufig religiös, während das damalige Katastrophenmanagement bereits Ansätze für Hilfsmaßnahmen zeigte.

Warum sind Entwicklungsländer anfälliger für Katastrophenfolgen?

Aufgrund fehlender finanzieller Mittel für Präventionsmaßnahmen und Nothilfe sowie struktureller wirtschaftlicher Schwächen werden Entwicklungsländer ökonomisch durch Katastrophen stärker zurückgeworfen.

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Details

Title
Sozioökonomische Folgen von Naturkatastrophen in unterschiedlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen der Erde
College
University of Stuttgart  (Institut für Geographie)
Course
Seminar zur angewandten Geographie: Naturkatastrophen/Hazardforschung
Grade
1,5
Author
Konstantin Schmidt (Author)
Publication Year
2002
Pages
23
Catalog Number
V3984
ISBN (eBook)
9783638124805
ISBN (Book)
9783640866991
Language
German
Tags
Sozioökonomische Folgen Naturkatastrophen Wirtschafts- Gesellschaftssystemen Erde Seminar Geographie Naturkatastrophen/Hazardforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Konstantin Schmidt (Author), 2002, Sozioökonomische Folgen von Naturkatastrophen in unterschiedlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen der Erde, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3984
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