Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Economic Policy

Determinanten der Arbeitslosigkeit: Eine empirische Analyse der Lohn- und Tarifpolitik in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie und chemischen Industrie zwischen 1998 und 2003

Title: Determinanten der Arbeitslosigkeit: Eine empirische Analyse der Lohn- und Tarifpolitik in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie und chemischen Industrie zwischen 1998 und 2003

Diploma Thesis , 2005 , 156 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Alexander Haase (Author)

Business economics - Economic Policy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

[...] Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, den gesamtwirtschaftlichen Verantwortungsbereich der Tarifvertragsparteien - der Gewerkschaften und Arbeitgeber(-vereinigungen) - für einen hohen Beschäftigungsstand abzustecken. Aufgrund dessen wird auf die Rolle des Staates und seiner Aufgabe, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Abbau der Arbeitslosigkeit zu schaffen, lediglich am Rande eingegangen. Im Fokus der Betrachtung steht der Handlungsspielraum, der den Tarifvertragsparteien zur Verfügung steht. Im Zuge dieser Arbeit soll deutlich werden, dass diese im Besonderen ihren Beitrag für mehr Beschäftigung zu leisten haben. Aus diesem Grund soll eine lohn- und tarifpolitische Strategie definiert werden, die schließlich als Maßstab herangezogen wird, um die Lohn- und Tarifpolitik auf den Prüfstand zu stellen. Im Rahmen einer empirischen Analyse sollen die lohn- und tarifpolitischen Entwicklungen und Entscheidungen auf ihre Tragfähigkeit und Wirksamkeit hin untersucht werden. Diesbezüglich ist die Frage zu beantworten, ob und inwieweit die Tarifvertragsparteien ihren Beitrag geleistet haben, um den Abbau der Arbeitslosigkeit nachhaltig voranzutreiben. Letztlich sollen daraus ableitend Handlungsempfehlungen an die Tarifvertragsparteien gerichtet werden, die aus Sicht des Verfassers notwendig sind, der beschäftigungspolitischen Aufgabe gerecht zu werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 HINTERGRUND UND ZIELSETZUNG

1.2 AUFBAU UND THEMENABGRENZUNG

2. DETERMINANTEN DER ARBEITSLOSIGKEIT

2.1 DER SÄCHSISCHE ARBEITSMARKT: EINE EMPIRISCHE ANALYSE

2.1.1 Bestimmung und Entwicklung des sächsischen Arbeitsangebots

2.1.2 Bestimmung und Entwicklung der sächsischen Arbeitsnachfrage

2.1.3 Ungleichgewicht auf dem sächsischen Arbeitsmarkt: Arbeitslosigkeit

2.2 ERGEBNIS DER ANALYSE: STRUKTURELLE ARBEITSLOSIGKEIT

2.3 THEORETISCHER ANSATZ ZUR ERKLÄRUNG STRUKTURELLER ARBEITSLOSIGKEIT

2.3.1 Arbeitsmarkt und Tarifautonomie

2.3.2 Bestimmungsfaktoren der Arbeitskräftenachfrage

2.3.3 Reallohnstarrheiten als Ursache struktureller Arbeitslosigkeit

2.4 ZWISCHENFAZIT: DIE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG DER TARIFVERTRAGSPARTEIEN

3. ELEMENTE EINER BESCHÄFTIGUNGSFÖRDERNDEN LOHN- UND TARIFPOLITIK

3.1 MODERATE LOHNPOLITIK

3.2 DIFFERENZIERUNG DER LOHN- BZW. TARIFSTRUKTUR

3.3 FLEXIBILISIERUNG DER LOHN- BZW. TARIFSTRUKTUR

3.4 ARBEITSZEITFLEXIBILISIERUNG

3.5 VERSTETIGUNG DER LOHN- UND TARIFPOLITIK

4. EMPIRISCHE ANALYSE DER LOHN- UND TARIFPOLITIK IN DER METALL- UND ELEKTROINDUSTRIE UND CHEMISCHEN INDUSTRIE IN SACHSEN

4.1 ANALYSE DES LOHN- UND TARIFPOLITISCHEN KURSES

4.1.1 Moderate Lohnpolitik

4.1.2 Differenzierung der Lohn- bzw. Tarifstruktur

4.1.3 Flexibilisierung der Lohn- bzw. Tarifstruktur

4.1.4 Arbeitszeitflexibilisierung

4.1.5 Verstetigung der Lohn- und Tarifpolitik

4.2 ANALYSE DER FOLGEN DES EINGESCHLAGENEN LOHN- UND TARIFPOLITISCHEN KURSES

4.2.1 Positive und negative Lohndrift

4.2.2 Tarifbindung und Organisationsgrad

5. AUS DER ANALYSE ABGELEITETE HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN AN DIE TARIFVERTRAGSPARTEIEN

5.1 … DER CHEMISCHEN INDUSTRIE IN SACHSEN

5.2 … DER METALL- UND ELEKTROINDUSTRIE IN SACHSEN

6. FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung und Themen

Ziel der Arbeit ist es, den gesamtwirtschaftlichen Verantwortungsbereich der Tarifvertragsparteien für einen hohen Beschäftigungsstand zu definieren und auf Basis einer empirischen Analyse der Lohn- und Tarifpolitik in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie sowie der chemischen Industrie zwischen 1998 und 2003 Handlungsempfehlungen für die Tarifparteien abzuleiten.

  • Analyse der Determinanten von Arbeitslosigkeit in Sachsen.
  • Untersuchung der lohn- und tarifpolitischen Spielräume und deren tatsächlicher Nutzung durch die Tarifparteien.
  • Bewertung der Auswirkungen von Tarifverträgen auf die Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung.
  • Entwicklung von Strategien zur Förderung eines beschäftigungsfreundlichen Lohn- und Tarifgefüges.

Auszug aus dem Buch

1.1 Hintergrund und Zielsetzung

Die Vereinigung Deutschlands - ohne Zweifel ein historischer Glücksfall - liegt mittlerweile mehr als vierzehn Jahre zurück. Im ehemaligen Gebiet der DDR ist an die Stelle der zentralen Verwaltungs- und Planwirtschaft die soziale Marktwirtschaft getreten. Seitdem haben sich Wohlstand und Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger in Ostdeutschland objektiv erhöht, die Aufbauleistungen sind unübersehbar.

Trotz der Erfolge ist die wirtschaftliche Entwicklung in den neuen Bundesländern weiterhin als völlig unbefriedigend zu beurteilen. Gemessen an den ökonomischen Zielen, die im § 1 des Gesetzes zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft vom 08. Juni 1967 festgeschrieben sind, ist besonders eines dieser Stabilitätsziele auf gravierende Weise verfehlt worden: Die Erreichung eines hohen Beschäftigungsstandes. In der dramatischen Entwicklung der Arbeitslosigkeit, insbesondere in den neuen Bundesländern, lässt sich der wirtschaftspolitische Handlungsbedarf am deutlichsten erkennen: Die Arbeitslosenquote, die die relative Unterauslastung des Angebots an Arbeitskräften zeigt, erreichte im Januar 2005 in Ostdeutschland saisonbereinigt 22,4 Prozent (im Vergleich zum Vorjahresmonat +1,6 Prozent). Damit ist sie nach wie vor mehr als doppelt so hoch wie in Westdeutschland, die um 1,2 Prozent auf 11,1 Prozent angestiegen ist. Für das gesamte Bundesgebiet resultierte daraus eine Arbeitslosenquote von 13,5 Prozent, ein Zuwachs um 1,3 Prozentpunkte gegenüber dem Januar 2004. Damit waren zum ersten Mal seit Gründung der Bundesrepublik über fünf Millionen Menschen ohne Arbeit (5.037.142 Personen).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland ein und formuliert das Ziel der Arbeit, den Handlungsspielraum der Tarifvertragsparteien zur Beschäftigungsförderung zu untersuchen.

2. DETERMINANTEN DER ARBEITSLOSIGKEIT: Hier wird der sächsische Arbeitsmarkt empirisch analysiert und das Phänomen der strukturellen Arbeitslosigkeit theoretisch hergeleitet und erklärt.

3. ELEMENTE EINER BESCHÄFTIGUNGSFÖRDERNDEN LOHN- UND TARIFPOLITIK: Dieses Kapitel definiert theoretische Strategien wie moderate Lohnpolitik und Flexibilisierung, die als Maßstab für die anschließende Analyse dienen.

4. EMPIRISCHE ANALYSE DER LOHN- UND TARIFPOLITIK IN DER METALL- UND ELEKTROINDUSTRIE UND CHEMISCHEN INDUSTRIE IN SACHSEN: Die praktische Untersuchung der Tarifpolitik beider Branchen zwischen 1998 und 2003 wird hier detailliert durchgeführt und deren Folgen (Lohndrift, Tarifbindung) analysiert.

5. AUS DER ANALYSE ABGELEITETE HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN AN DIE TARIFVERTRAGSPARTEIEN: Auf Basis der Ergebnisse werden spezifische Empfehlungen für die chemische sowie die Metall- und Elektroindustrie zur Beschäftigungsförderung formuliert.

6. FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Reformen im Rahmen der Tarifautonomie sowie institutioneller Anpassungen durch den Staat.

Schlüsselwörter

Arbeitslosigkeit, Sachsen, Lohnpolitik, Tarifpolitik, Flächentarifvertrag, Beschäftigung, Strukturelle Arbeitslosigkeit, Lohnstarrheiten, Produktivität, Arbeitskosten, Tarifbindung, Arbeitsmarkt, Öffnungsklauseln, Arbeitszeitflexibilisierung, Wettbewerbsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit analysiert die Determinanten der Arbeitslosigkeit in Sachsen und untersucht, inwieweit die Lohn- und Tarifpolitik in der Metall- und Elektroindustrie sowie der chemischen Industrie zwischen 1998 und 2003 zur Beschäftigungssicherung beigetragen hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind der Zusammenhang zwischen Lohnfindung, Arbeitskosten, Produktivitätsentwicklung und der daraus resultierenden Arbeitsnachfrage in den betrachteten Wirtschaftszweigen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Handlungsspielraum der Tarifvertragsparteien abzustecken und konkrete Handlungsempfehlungen zu geben, wie diese durch eine beschäftigungsfördernde Lohn- und Tarifpolitik zum Abbau der strukturellen Arbeitslosigkeit beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer empirischen Analyse, bei der lohnpolitische Daten wie Lohnquoten, Tariflöhne und Arbeitskosten mit der Produktivitätsentwicklung (bereinigte Arbeitsproduktivität) verglichen werden, um den Verteilungsspielraum zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu den Ursachen struktureller Arbeitslosigkeit, eine detaillierte empirische Analyse des sächsischen Arbeitsmarktes und der spezifischen Tarifentwicklungen in der chemischen sowie der Metall- und Elektroindustrie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Arbeitslosigkeit, Lohn- und Tarifpolitik, Flächentarifvertrag, strukturelle Arbeitslosigkeit, Lohnstarrheiten und Wettbewerbsfähigkeit.

Warum wurde der Zeitraum 1998 bis 2003 für die Analyse gewählt?

Der Zeitraum wurde gewählt, da es in diesen Jahren keinen Regierungswechsel gab und die Datenlage für die mathematischen Berechnungen ab 1998 eine hinreichend genaue Beurteilung zulässt.

Wie unterscheidet sich die Lohnpolitik der beiden untersuchten Branchen?

Die chemische Industrie in Sachsen zeigt eine höhere Produktivitätsorientierung und flexiblere Nutzung von Öffnungsklauseln als die Metall- und Elektroindustrie, deren Tarifpolitik als expansiver und weniger beschäftigungsfördernd eingestuft wird.

Welche Rolle spielen "Einstiegsklauseln" laut der Arbeit?

Sie werden als Instrument beurteilt, um insbesondere Langzeitarbeitslosen und Jugendlichen den Berufseinstieg durch vorübergehende Tarifabsenkungen zu erleichtern, wobei der Autor eine stärkere Nutzung empfiehlt.

Excerpt out of 156 pages  - scroll top

Details

Title
Determinanten der Arbeitslosigkeit: Eine empirische Analyse der Lohn- und Tarifpolitik in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie und chemischen Industrie zwischen 1998 und 2003
College
University of Applied Sciences Constanze  (Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA))
Grade
1,5
Author
Alexander Haase (Author)
Publication Year
2005
Pages
156
Catalog Number
V39870
ISBN (eBook)
9783638385350
Language
German
Tags
Determinanten Arbeitslosigkeit Eine Analyse Lohn- Tarifpolitik Metall- Elektroindustrie Industrie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Haase (Author), 2005, Determinanten der Arbeitslosigkeit: Eine empirische Analyse der Lohn- und Tarifpolitik in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie und chemischen Industrie zwischen 1998 und 2003, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39870
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  156  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint