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Madonnas "Express yourself". Die Dominanz der weiblichen Sexualität einer postmodernen Femme fatale

Title: Madonnas "Express yourself". Die Dominanz der weiblichen Sexualität einer postmodernen Femme fatale

Seminar Paper , 2000 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marco Antonic (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Der Musikvideoclip „Express yourself“ aus dem Album „Like a prayer“ wurde im Mai 1989 erstmals über MTV ausgestrahlt. Es war der erste Clip nach der skandalösen Veröffentlichung von „Like a prayer“. Der Song erreichte den zweiten Platz der amerikanischen „Billboards“, jedoch waren die Verkaufszahlen des Albums nicht so hoch wie die der Vorgänger. Dennoch wurde es von der Presse als das bisher künstlerisch hochwertigste Werk von Madonna angesehen. Da Madonna großen Wert auf das Einbringen eigener Ideen in dieses Video gelegt hat, beteiligte sie sich mit einer Million Dollar an den Produktionskosten. In der folgenden Analyse soll Madonnas sexuelles und ökonomisches Machtstreben aufgezeigt werden. Anhand der Untersuchung ihres sprunghaften Rollenverhaltens, ihrer aggressiven Einstellung zur eigenen weiblichen Sexualität und dem Spiel mit der Ambivalenz in „Express yourself“ soll veranschaulicht werden, dass Madonna für sich jede Art von Kategorisierung ablehnt und letztlich möglichst viel Raum für Spekulationen bieten möchte. Madonnas Demonstration aggressiver Dominanz weiblicher Sexualität gegenüber dem Patriarchat versucht auch die Untersuchung von Text-, Bild- und Musikebene und die Analyse der Beziehung der Ebenen zueinander zu vermitteln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beschreibung des Videos „Express yourself“

3. Der Siegeszug der weiblichen Sexualität und die Abneigung gegenüber körperlichen Festlegungen

3.1. Madonnas Verhältnis zur Sexualität

3.2. Rollensprünge als Widerstand gegen geschlechtliche Rollenzuweisungen

3.3. Madonnas Spiel mit der Ambivalenz

4. Untersuchung der Beziehungen zwischen Text-, Bild- und Musikebene

4.1. Filmtechnische Aspekte

4.2. Beziehung zwischen Text- und Bildebene

4.3. Musikalische Ebene

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Musikvideo „Express yourself“ von Madonna aus dem Jahr 1989 mit dem Ziel, Madonnas sexuelles und ökonomisches Machtstreben sowie ihre bewusste Ablehnung jeglicher Kategorisierung zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Madonna durch ein sprunghaftes Rollenverhalten, die aggressive Inszenierung weiblicher Sexualität und den Einsatz ambivalenter filmischer sowie textlicher Symbole patriarchale Strukturen hinterfragt und eine neue Form der postmodernen Femme fatale verkörpert.

  • Analyse der Machtdynamiken zwischen den Geschlechtern
  • Untersuchung von Rollenbildern und deren gezielter Dekonstruktion
  • Wechselwirkung zwischen Text-, Bild- und Musikebene
  • Einfluss postmoderner Konzepte auf die Darstellung von Identität
  • Symbolik und mediale Strategien zur Inszenierung weiblicher Autonomie

Auszug aus dem Buch

3.1. Madonnas Verhältnis zur Sexualität

In der „Penthouse-Szene“ am Anfang des Videos hält Madonna eine schwarze Katze in ihrem Arm. Im Hintergrund erkennt man deutlich, wie durch das Fenster die Silhouette eines Schornsteins hindurchschimmert. Diese phallische Konstruktion, neben der Katze, die umgangssprachlich auch „Pussy“ genannt wird, legt die Vermutung nahe, dass hier der sexuelle Machtkampf zwischen Mann und Frau symbolisiert werden soll. In diesem Machtkampf behält Madonna die Oberhand, da ihre Stellung aufgrund der Einteilung des Videos in Ober- und Unterwelt eindeutig dominant ist.

In dem Video sind klare Anspielungen auf den Film Metropolis auszumachen. Das Grundmotiv dieses Films ist die Bedrohung eines bestehenden Herrschaftssystems durch weibliche Sexualität. Bezüge zum Film sind beispielsweise die Aufteilung in Ober- und Unterwelt, die Verbindung beider Welten durch einen Fahrstuhl, Aufnahmen von drehenden Maschinenrädern sowie die Schrifttafel am Ende des Clips. In „Express yourself“ wurde der ursprüngliche Satz aus Metropolis „The heart mediates between hand and brain“ abgeändert zu „Without the heart there can be no understanding between hand and the mind“.

In der Moloch-Szene von Metropolis folgt ein Mann nach einem Spiel in den „ewigen Gärten“ einer Frau in eine unterirdische Fabrik, wo eine Explosion stattfindet und der Mann schließlich in Ohnmacht fällt. Später verarbeitet er den Alptraum in der Halluzination des menschenverschlingenden Molochs. Die Funktion dieser Szene ist neben der Gefährdung des Menschen durch unkontrollierbare Technik auch die Bedrohung durch weibliche Sexualität, welche auf die Technik übertragen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den historischen Kontext der Veröffentlichung des Musikvideos „Express yourself“ dar und definiert den Analysefokus auf Madonnas sexuelles Machtstreben.

2. Beschreibung des Videos „Express yourself“: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte deskriptive Zusammenfassung der filmischen Sequenzen und der zentralen Handlungsstränge des Videoclips.

3. Der Siegeszug der weiblichen Sexualität und die Abneigung gegenüber körperlichen Festlegungen: Hier wird analysiert, wie Madonna durch Rollenwechsel und Ambivalenzen versucht, sich jeder gesellschaftlichen Kategorisierung zu entziehen.

4. Untersuchung der Beziehungen zwischen Text-, Bild- und Musikebene: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Schnitttechnik, Textinhalte und Musik die dramaturgische Botschaft des Videos unterstützen und teilweise durch sexuelle Anspielungen relativieren.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Madonna durch die bewusste Inszenierung ihrer Macht und den Einsatz ambivalenter Symbole ein neues Bild der weiblichen Femme fatale etabliert hat.

Schlüsselwörter

Madonna, Express yourself, weibliche Sexualität, Machtstreben, Rollenwechsel, Postmoderne, Femme fatale, Patriarchat, Metropolis, Identitätskonstruktion, Ambivalenz, Musikvideoanalyse, Filmtechnik, Gender, Symbole.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Musikvideo „Express yourself“ von Madonna hinsichtlich seiner Symbolik, der Darstellung von Machtverhältnissen und der bewussten Konstruktion eines postmodernen Frauenbildes.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Themen umfassen die weibliche Sexualität als Machtfaktor, die Dekonstruktion patriarchaler Strukturen, das Spiel mit Geschlechterrollen und die ökonomische Unabhängigkeit als Form der Selbstbehauptung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage untersucht, wie Madonna durch den gezielten Einsatz ambivalenter filmischer und textlicher Mittel die traditionellen Kategorisierungen von Weiblichkeit aufbricht und ihre eigene, machtvolle Position als Künstlerin demonstriert.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Analyse verwendet?

Die Autorin verwendet eine medienwissenschaftliche und kulturtheoretische Analyse, die das Video auf verschiedenen Ebenen – Text, Bild und Musik – untersucht und dabei in Bezug zu filmhistorischen Zitaten sowie geschichtswissenschaftlichen Diskursen über Geschlechterrollen setzt.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung der Videoinhalte, eine Untersuchung der Machtsymbole, eine Analyse der Rollenwechsel und eine musikwissenschaftliche sowie filmtechnische Auswertung der medialen Gestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Postmoderne, Dekonstruktion, Identitätskonstruktion, Machtwechsel, Femme fatale und die kritische Auseinandersetzung mit patriarchalen Systemen.

Inwiefern beeinflusst der Film „Metropolis“ die Interpretation des Videos?

Der Film „Metropolis“ dient als zentraler Bezugspunkt, da Madonna dessen Symbole – wie die Ober- und Unterwelt oder die Schrifttafel – aufgreift und uminterpretiert, um die Bedrohung des Patriarchats durch die weibliche Sexualität zu verdeutlichen.

Wie wird Madonnas „Rollenwechsel“ im Video interpretiert?

Die Rollenwechsel, etwa vom „engelhaften“ Wesen zum „verführerischen Vamp“ oder zur Machtfigur im Anzug, werden als bewusste Weigerung interpretiert, sich auf eine einzige Identität festlegen zu lassen, was die postmoderne Freiheit von körperlichen Festlegungen widerspiegelt.

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Details

Title
Madonnas "Express yourself". Die Dominanz der weiblichen Sexualität einer postmodernen Femme fatale
College
Ruhr-University of Bochum  (Musikwissenschaftliches Institut der Ruhr-Universität -Bochum)
Course
Madonna - gesungene Beschwörung weiblicher Sexualität
Grade
2,0
Author
Marco Antonic (Author)
Publication Year
2000
Pages
16
Catalog Number
V39877
ISBN (eBook)
9783638385428
ISBN (Book)
9783668166172
Language
German
Tags
Madonnas Express Dominanz Sexualität Femme Madonna Beschwörung Sexualität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marco Antonic (Author), 2000, Madonnas "Express yourself". Die Dominanz der weiblichen Sexualität einer postmodernen Femme fatale, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39877
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