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Botschafter der Weisheit - Weitergabe der Lehren Buddhas und Jesu Christi durch die ersten Anhänger und Veränderung durch die Jahrhunderte

Title: Botschafter der Weisheit - Weitergabe der Lehren Buddhas und Jesu Christi durch die ersten Anhänger und Veränderung durch die Jahrhunderte

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 30 Pages , Grade: 1 (sehr gut)

Autor:in: Ralf Klossek (Author)

Theology - Comparative Religion Studies
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Summary Excerpt Details

Alles, was man vom Buddha und seiner Lehre weiß, weiß man von seinen Jüngern. Er schrieb nicht, er redete. Auch seine ersten Jünger schrieben noch nichts auf. Die mündliche Überlieferung schien zuverlässiger und lebendiger. Erst viel später wurde das mündlich Tradierte schriftlich fixiert.
Auch Jesu Christi Taten und Worte wurde nur sehr indirekt überliefert, wiederum durch einige treue Anhänger, und “Berichterstatter“, die ihre Informationen aus zweiter, oder dritter Hand erhielten. Es sind die sog. Evangelisten.

Durch genauere Untersuchung werden charakteristische Unterschiede der ersten buddhistischen und der christlichen Jünger deutlich. Es waren jeweils sehr verschiedenartige Persönlichkeiten, mit eigener Meinung, Stil und Redewendungen und infolgedessen auch verschiedener Grund- oder Hauptaussagen.
Die Zen-Meister Japans berufen sich z.B. auf den Jünger Kasyapa, Martin Luther gewann viele seiner Eingebungen aus den Schriften des Apostels Paulus. Einige Jünger kann man “Patriarchen“ einer bestimmten Glaubensgemeinde nennen, manche waren Inspiration, manche verehrtes Vorbild.
Man kann die unterschiedlichen Jünger und Evangelisten als Prototypen der späteren Richtungen des Buddhismus, bzw. des Christentums ansehen. Sie stehen für die unterschiedlichen Aspekte, welche den buddhistischen und den christlichen Glauben so faszinierend und vielschichtig machen. Ein Aspekt alleine kann kaum bestehen, erst in allen Facetten ergibt sich das komplette Bild.
In meiner Arbeit habe ich versucht, eben dieses Bild, und seine Ursprünge, nachzuzeichnen. Den Schwerpunkt werde ich dabei auf den Buddhismus legen, mit den Evangelien der Christenheit befasse ich mich dann im zweiten Teil der Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Teil

Buddhismus - Die drei bedeutendsten Jünger und Vorbilder: Sariputra, Kasyapa und Ananda

1. Einleitung

2. Philosophie: Sariputra, Vorläufer des Abhidharma-Pitaka (Korb der Metaphysik, oder: Korb der scholastischen Texte)

2.1 Der Abhidharma-Pitaka

2.2 Sariputra auf Seite der Mahayanins?

3. Disziplin: Kasyapa, Patriarch des Zen-Buddhismus (Vinaya-Pitaka: Korb der Mönchsdisziplin)

3.1 Kasyapa vs. Ananda

3.2 Das erste Konzil

3.3 Die Patriarchen

3.4 Bodhidharma

3.5 Definition des Zen

4. Lehre: Ananda und der Sutra-Pitaka (Korb der Lehrreden)

4.1 Das Buddha-Dharma

4.2 Die drei Konzile

5. Zusammenfassung

II. Teil:

Das Christentum: Die vier Evangelien

1. Einleitung Christentum

2. Das Markus-Evangelium

3. Das Matthäus-Evangelium

4. Das Lukas-Evangelium

5. Das Johannes-Evangelium

6. Der Apostel Paulus

7. Die Entstehung der verschiedenen christlichen Kirchen

7.1 Martin Luther

7.2 Katholiken vs. Evangelen

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Weitergabe der Lehren von Buddha und Jesus Christus durch ihre unmittelbaren Nachfolger und analysiert, wie diese Lehren im Laufe der Jahrhunderte durch verschiedene Traditionen und Interpretationen verändert wurden. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Rolle der Jünger und Evangelisten als Prototypen für spätere religiöse Strömungen.

  • Systematischer Vergleich zwischen buddhistischen Jüngern und christlichen Evangelisten
  • Philosophische und disziplinäre Ausprägungen im Buddhismus (Zen, Mahayana, Hinayana)
  • Die Entwicklung des christlichen Kanons und der Evangelien
  • Die Rolle des Apostels Paulus und die Entstehung konfessioneller Trennungen
  • Verständnis von Tradition, Autorität und persönlichem Glauben

Auszug aus dem Buch

2. Philosophie: Sariputra, Vorläufer des Abhidharma-Pitaka (Korb der Metaphysik, oder: Korb der scholastischen Texte)

Von den fünf ersten Jüngern des Buddha hat nur Assaji für den Sangha und seine weitere Geschichte eine Rolle gespielt. Assaji traf in Rajagaha auf Sariputra, welcher kurz darauf (zusammen mit seinem Freund Moggallana) von seinem bisherigen Lehrmeister Sanjaya zum Buddha übertrat. (Auf die allerersten fünf Jünger gehe ich hier nicht näher ein, da außer über Assaji wenig überliefert ist).

Sariputra war nun immer in der Nähe Buddhas, und erlangte bald das Nirvana (während einer Diskussion des Buddha mit einem Samanen (Art Atheist) und Vertreter des Pessimismus): „Mühelos und mit schneller Durchschauung“.

Sariputra verzichtete aber bewußt auf die übernatürlichen Fähigkeiten, die Buddha angeblich erlangt hatte, und die auch einige seiner Jünger besessen haben sollen: die Fähigkeit sich seiner früheren Existenzen zu erinnern, Hellsehen, Telepathie, Gedankenlesen, und Kommunikation mit übermenschlichen Wesen.

So charakterisierte sich Sariputra als nüchternen Denker, bei dem Gefühl und Phantasie zurücktreten. Er war also ein Philosoph.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die mündliche Tradition der Lehren Buddhas und Jesu und stellt die Jünger als zentrale Symbolfiguren für die Ausprägung der späteren Glaubensrichtungen vor.

2. Philosophie: Sariputra, Vorläufer des Abhidharma-Pitaka (Korb der Metaphysik, oder: Korb der scholastischen Texte): Dieses Kapitel porträtiert Sariputra als nüchternen Philosophen und Vorläufer der scholastischen Tradition im Buddhismus.

3. Disziplin: Kasyapa, Patriarch des Zen-Buddhismus (Vinaya-Pitaka: Korb der Mönchsdisziplin): Der Fokus liegt auf der Bedeutung von Kasyapa für Askese und Meditation sowie seinem Stellenwert als erster Patriarch im Zen-Buddhismus.

4. Lehre: Ananda und der Sutra-Pitaka (Korb der Lehrreden): Hier wird die Rolle Anandas als Bewahrer der Lehrreden und die Bedeutung der mündlichen Überlieferung für den buddhistischen Kanon hervorgehoben.

5. Zusammenfassung: Eine Synthese der drei Richtungen im Buddhismus und deren Zweckmäßigkeit für die religiöse Praxis.

1. Einleitung Christentum: Einführung in die Entstehung der Evangelien als Predigten und Glaubenszeugnisse statt als historisch-biografische Tatsachenberichte.

2. Das Markus-Evangelium: Analyse des Markus-Evangeliums, das den Fokus auf Jesu Taten und seinen Sieg über den Tod legt.

3. Das Matthäus-Evangelium: Untersuchung des Matthäus-Evangeliums, das Jesus als "neuen Moses" in einen jüdischen Kontext stellt.

4. Das Lukas-Evangelium: Darstellung des Lukas-Evangeliums mit seinem spezifischen Fokus auf das Heil der Armen und Ausgestoßenen.

5. Das Johannes-Evangelium: Betrachtung der radikalen Christus-Theologie des Johannes-Evangeliums und der Vorstellung der ewigen Präexistenz.

6. Der Apostel Paulus: Untersuchung der maßgeblichen Rolle des Paulus für die Transformation des Christentums zur Weltreligion.

7. Die Entstehung der verschiedenen christlichen Kirchen: Ein Überblick über die konfessionellen Spaltungen von der Kirchenspaltung 1054 bis zur Reformation durch Martin Luther.

8. Fazit: Zusammenführende Betrachtung der historischen Entwicklung religiöser Gemeinschaften und die Bedeutung der Vielfalt für den religiösen Sinn.

Schlüsselwörter

Buddhismus, Christentum, Sariputra, Kasyapa, Ananda, Evangelien, Zen, Abhidharma, Mahayana, Paulus, Reformation, Tradition, Lehre, Nirvana, Glaube

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Überlieferungsgeschichte religiöser Lehren und vergleicht dazu die zentralen Jünger Buddhas mit den christlichen Evangelisten als Prototypen ihrer jeweiligen Religionen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen die Entwicklung des Buddhismus durch seine drei Hauptjünger sowie die Entstehung und Diversifizierung des Christentums durch die Evangelien und den Apostel Paulus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Ähnlichkeiten in der Entstehung und Veränderung dieser beiden Weltreligionen aufzuzeigen und die Rolle persönlicher Überlieferungsträger zu würdigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um einen religionswissenschaftlichen und systematischen Vergleich, der sich primär auf eine textnahe Analyse vorhandener Literatur stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen buddhistischen Teil über Sariputra, Kasyapa und Ananda sowie einen christlichen Teil über die vier Evangelisten und den Apostel Paulus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Buddhismus, Christentum, Überlieferungsgeschichte, religiöse Vorbilder und konfessionelle Entwicklung charakterisieren.

Warum wird Kasyapa als "Urvater des Zen" bezeichnet?

Kasyapa wird im Zen als erster Patriarch geführt, da er in einer Legende als einziger den schweigenden Impuls Buddhas (die Blumen-Predigt) wortlos verstand, was dem Kern des Zen-Verständnisses entspricht.

Inwiefern hat Paulus die spätere Entwicklung des Christentums maßgeblich beeinflusst?

Paulus ermöglichte durch seine Theologie die Öffnung des Christentums für Nichtjuden und prägte durch seine Schriften, insbesondere den Römerbrief, maßgeblich das Denken späterer Reformatoren wie Martin Luther.

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Details

Title
Botschafter der Weisheit - Weitergabe der Lehren Buddhas und Jesu Christi durch die ersten Anhänger und Veränderung durch die Jahrhunderte
College
University of Hannover  (Seminar für Religionswissenschaft)
Course
Buddhas Leben und Lehre anhand des 'Großen Leitfadens vom vollständigen Erlöschen' - Methoden einer Textanalyse und Textauswertung
Grade
1 (sehr gut)
Author
Ralf Klossek (Author)
Publication Year
2005
Pages
30
Catalog Number
V39885
ISBN (eBook)
9783638385473
ISBN (Book)
9783638655200
Language
German
Tags
Botschafter Weisheit Weitergabe Lehren Buddhas Jesu Christi Anhänger Veränderung Jahrhunderte Buddhas Leben Lehre Leitfadens Erlöschen“ Methoden Textanalyse Textauswertung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ralf Klossek (Author), 2005, Botschafter der Weisheit - Weitergabe der Lehren Buddhas und Jesu Christi durch die ersten Anhänger und Veränderung durch die Jahrhunderte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39885
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