Diese Diplomarbeit behandelt den Abschluss von Strategieberatungsprojekten aus der Sicht des Beratungsunternehmens. Zunächst werden die in dieser Phase wichtigen Aspekte erläutert und danach drei Instrumente vorgestellt, die dem Beratungsunternehmen bei der erfolgreichen Gestaltung des Projektabschlusses behilflich sein können. Den ersten wichtigen Aspekt stellt die Bewertung des Beratungserfolgs dar...
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Gang der Arbeit
2. Grundlagen der Strategieberatung
2.1. Begriff des Projekts
2.1.1. Die Charakteristika von Projekten
2.1.2. Die wichtigsten Phasen eines Beratungsprojekts
2.1.3. Der Projektabschluss als wichtige Projektphase
2.2. Begriff der Strategieberatung
2.2.1. Begriff der Strategie
2.2.2. Unternehmensberatung als besondere Form der Dienstleistung
2.2.3. Strategische Unternehmensberatung als besondere Form der Beratung
2.3. Eigenschaften von Strategieberatungsprojekten
3. Die Erfolgsbewertung von Strategieberatungsprojekten
3.1. Grundlagen der Erfolgsbewertung
3.1.1. Begriff des Erfolgs
3.1.2. Probleme bei der Erfolgsbewertung
3.1.2.1. Probleme bei der Erfolgsbewertung von Dienstleistungen
3.1.2.2. Probleme bei der Erfolgsbewertung von Beratungsleistungen
3.2. Die rechtliche Situation zu Projektabschluss
3.2.1. Die Haftung des Beratungsunternehmens
3.2.2. Erfolgshonorare und ihre Problematik
3.3. Kundenzufriedenheit als Erfolgskriterium
3.3.1. Die Bestimmung der Kundenzufriedenheit
3.3.2. Die Bestimmung des Kundennutzens
3.3.3. Methoden zur Messung der Kundenzufriedenheit
3.3.3.1. Mündliche Befragung im Rahmen von Interviews
3.3.3.2. Schriftliche Befragung mittels Fragebogen
3.3.4. Bedeutung der Kundenzufriedenheit für das Beratungsunternehmen
3.3.5. Kundenbeziehungen als Ressource nach Barney
3.3.6. Studien zur Kundenzufriedenheit bei Strategieberatungen
3.4. Mitarbeiterzufriedenheit als Erfolgskriterium
3.4.1. Beurteilung der Mitarbeiterleistung
3.4.2. Probleme bei der Mitarbeiterbeurteilung
3.4.3. Mitarbeiterzufriedenheit als Erfolgskriterium
3.4.4. Mitarbeitergespräche als Beurteilungsinstrument
3.4.5. Bedeutung der Mitarbeitergespräche für folgende Projekte
3.4.5.1. Die Bedeutung motivierter und zufriedener Mitarbeiter
3.4.5.2. Ausschöpfung des Verbesserungspotenzials
3.4.5.3. Verbesserung organisationaler Entscheidungen
3.4.6. Mitarbeiter als Ressource nach Barney
4. Wissensmanagement in Beratungsunternehmen
4.1. Grundlagen des Wissensmanagements
4.1.1. Begriff des Wissens
4.1.2. Ansätze zum Wissensmanagement
4.1.3. Beratungsunternehmen als Vorreiter im Wissensmanagement
4.2. Wissensgenerierung in Projekten
4.2.1. Wissen über Kunden
4.2.2. Wissen über Mitarbeiter
4.2.3. Wissen über Problemlösungen
4.2.4. Wissen über Projekte
4.3. Wissenslogistik in Beratungsunternehmen
4.4. Wissenstransfer
4.4.1. Kodifiziertes Wissen
4.4.2. Personalisiertes Wissen
4.4.2.1. Die Bedeutung einer Wissensteilungskultur
4.4.2.2. Die Externalisierung impliziten Wissens
4.4.3. Kombination von Kodifizierung und Personalisierung
4.5. Wissen als Ressource nach Barney
5. Instrumente zur erfolgreichen Gestaltung des Projektabschlusses
5.1. Projektcontrolling zur Überprüfung der hard facts
5.1.1. Grundlagen des Controllings und des Projektcontrollings
5.1.2. Gegenstand des Projektcontrollings
5.1.2.1. Kosten
5.1.2.2. Leistungen
5.1.2.3. Termine
5.1.2.4. Prozessqualität
5.1.3. Kennzahlen als Erfolgsparameter
5.1.4. Berichterstellung als wichtige Aufgabe des Projektcontrollings
5.1.4.1. Die Unterzeichnung der Abnahmebescheinigung
5.1.4.2. Erstellung des Projektabschlussberichts
5.1.4.3. Erstellung der Projekt Scorecard
5.1.4.4. Durchführung der Auftragswirtschaftlichkeitskontrolle
5.1.5. Projektplanung als wesentlicher Teil des Controllings
5.1.5.1. Bedeutung einer sorgfältigen Planung für das gesamte Projekt
5.1.5.2. Nachträgliche Überprüfung der Planungsqualität
5.2. Benchmarking
5.2.1. Begriff des Benchmarking
5.2.2. Benchmarking von Projekten
5.3. Projektabschlusssitzung
5.3.1. Der Berater in der Projektabschlusssitzung
5.3.1.1. Die Rolle des Beraters
5.3.1.2. Begriff der Moderation
5.3.1.3. Der Moderator in der Projektabschlusssitzung
5.3.2. Nutzen der Projektabschlusssitzung
5.3.2.1. Bewertung der Kundenzufriedenheit
5.3.2.2. Bewertung der Mitarbeiterzufriedenheit
5.3.2.3. Unterstützung des Wissensmanagements
5.4. Überblick über die drei Instrumente
6. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit verfolgt das Ziel, die Projektabschlussphase in der Strategieberatung als kritischen und wertvollen Prozess zu etablieren. Es wird analysiert, wie Beratungsunternehmen den Projektabschluss nutzen können, um den Erfolg der Arbeit zu bewerten und das im Projekt gewonnene Expertenwissen nachhaltig zu sichern.
- Erfolgsbewertung durch Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit
- Methoden des Wissensmanagements zur Wissensgenerierung und zum Wissenstransfer
- Einsatz von Projektcontrolling zur Überprüfung quantitativer Erfolgsfaktoren
- Projekt-Benchmarking als Instrument zum Lernen von Best Practices
- Die Projektabschlusssitzung als moderatorgestützte Reflexionsmethode
Auszug aus dem Buch
2.1.1. Die Charakteristika von Projekten
In der Literatur finden sich viele verschiedene Definitionen von Projekten. Aber eine zentrale Eigenschaft, die fast immer genannt wird, ist deren zeitliche Begrenzung, also die Tatsache, dass es sich bei Projekten um einmalige Aktivitäten mit einem fixen, vorher bestimmten Ende handelt. Weitere wesentliche Eigenschaften von Projekten sind in folgender Abbildung zusammengefasst:
Demnach sind Projekte einmalig, neuartig und zielorientiert, d.h. es handelt sich um Problemstellungen, die so noch nie da waren und gelöst wurden und auch in der Zukunft nur in ähnlicher, aber nicht in derselben Form anfallen werden. Abgeschlossen sind sie dann, wenn das vorher spezifizierte, inhaltliche Ziel erreicht wurde. Des Weiteren beschreiben Patzak/Rattay Projekte als komplex und dynamisch, womit sie meinen, dass es sich um umfangreiche Aufgabenstellungen handelt, die für die Betroffenen eine hohe Relevanz haben, aber nur schwer überschaubar sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Vernachlässigung des Projektabschlusses in der Beratungsbranche und setzt den Fokus auf Erfolgsbewertung und Wissensmanagement.
2. Grundlagen der Strategieberatung: Hier werden die Kernbegriffe Projekt, Strategieberatung sowie die spezifischen Phasen und Eigenschaften von Beratungsprojekten definiert.
3. Die Erfolgsbewertung von Strategieberatungsprojekten: Dieses Kapitel behandelt die Problematik der Erfolgsmessung und analysiert Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit als zentrale Erfolgskriterien.
4. Wissensmanagement in Beratungsunternehmen: Der Fokus liegt auf der Generierung, dem Transfer und der Sicherung von Wissen als entscheidende Ressource für Beratungsunternehmen.
5. Instrumente zur erfolgreichen Gestaltung des Projektabschlusses: Detaillierte Vorstellung von Projektcontrolling, Benchmarking und Projektabschlusssitzung zur Unterstützung der Erfolgsbewertung und des Wissensmanagements.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Abschließende Reflexion der Ergebnisse und Plädoyer für eine stärkere Professionalisierung der Projektabschlussphase.
Schlüsselwörter
Strategieberatung, Projektabschluss, Erfolgsbewertung, Wissensmanagement, Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterzufriedenheit, Projektcontrolling, Benchmarking, Projektabschlusssitzung, explizites Wissen, implizites Wissen, Ressourcen, Wettbewerbsvorteil, Projektmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Abschluss von Strategieberatungsprojekten und zeigt auf, warum diese letzte Phase für Beratungsunternehmen ein enormes Potenzial für die Erfolgsbewertung und Wissenssicherung bietet.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Erfolgsbewertung durch Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie auf den Strategien des Wissensmanagements innerhalb von Beratungsorganisationen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Beratungsunternehmen zu überzeugen, dass der Projektabschluss dieselbe Aufmerksamkeit verdient wie die Durchführungsphase, um langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Untersuchung, die bestehende Modelle und Studien aus der Managementlehre sowie Literatur zu Wissensmanagement und Projektcontrolling zusammenführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Beratung, die Analyse der Erfolgsfaktoren (Zufriedenheit), die Konzepte des Wissensmanagements und die praktische Anwendung der Instrumente (Controlling, Benchmarking, Sitzungen).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Strategieberatung, Wissensmanagement, Kundenzufriedenheit und verschiedene Controlling-Methoden.
Warum ist die Erfolgsbewertung in der Strategieberatung so schwierig?
Aufgrund der Immaterialität der Dienstleistung, der langfristigen Ausrichtung und der Einflussnahme externer Faktoren ist eine direkte, quantitative Messung des Erfolgs oft kaum möglich.
Wie kann eine Projektabschlusssitzung den Wissensverlust bei Fluktuation minimieren?
Durch strukturierte Reflexion und Dokumentation werden wertvolle Erfahrungen, die sonst mit dem Berater das Unternehmen verlassen würden, explizit gemacht und im betrieblichen Wissensmanagement gespeichert.
- Quote paper
- Ulrich Hörmann (Author), 2005, Strategieberatung erfolgreich zu Ende führen - Evaluation, Wissensmanagement und Instrumentarium in der abschließenden Projektphase, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39975