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Bilanzcontrolling im kybernetischen Regelkreis

Title: Bilanzcontrolling im kybernetischen Regelkreis

Term Paper , 2005 , 39 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Daniel Fusshöller (Author), Isabel Brombach (Author)

Business economics - Controlling
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Die Bilanz als Bestandteil des Jahresabschlusses offenbart wesentliche Informationen über ein Unternehmen. Neben den gesetzlichen Anforderungen, die Anteilseigner und Gläubiger über die Vermögens- und Kapitalstruktur eines Unternehmens zu informieren, dient sie dem Management intern als Entscheidungs- und Handlungsgrundlage. Die Geschäftsführung wird bei der Verfolgung ihrer Unternehmenspolitik mit vielfältigen Anforderungen der verschiedenen Adressaten konfrontiert. Dabei können die Ziele der unterschiedlichen Interessensgruppen zum Teil erheblich voneinander divergieren. Diesem Dilemma der Zielkonflikte kann ein Unternehmen nur begrenzt begegnen. Unerlässlich ist hierbei eine eindeutige Abgrenzung der bilanzpolitischen Ziele und eine konsequent an diesen ausgerichtete Bilanz. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Darstellung des Controllingprozesses für Bilanzen, der mit Hilfe des kybernetischen Regelkreises veranschaulicht wird. Dabei werden zunächst die möglichen bilanzpolitischen Ziele einer Unternehmung beleuchtet. Ausgehend von diesen wird das Thema der Bilanzplanung aufgegriffen. Den Schwerpunkt der Arbeit bildet die Steuerung und Gestaltung von Bilanzen mit Hilfe des breiten Spektrums bilanzpolitischer Instrumente innerhalb gesetzlicher und unternehmenspolitischer Grenzen. Abgerundet wird der abgebildete Controllingprozess mit einer Analyse der Zielerreichung mittels dem Werkzeug Kontrolle. Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung der Rechnungslegung steigt auch die Bedeutung des Zahlenwerkes in Deutschland enorm an. Im Vordergrund steht der Zugang zu den Kapitalmärkten mit der Möglichkeit der Gewinnung neuer Investoren. Bereits heute sollen vor allem im angelsächsischen Raum potentielle Kapitalgeber mit Hilfe des Bilanzbildes von der Attraktivität eines Unternehmens überzeugt werden. Um die Information über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens beeinflussen zu können, ist die Integration eines zweckorientierten Bilanzcontrollings in die Unternehmensstruktur unerlässlich. Die Notwendigkeit der konsequenten Durchführung des Planungs-, Steuerungsund Kontrollprozesses für Bilanzen wird neben den o.g. Ausführungen und der Selbstverpflichtung zur Pflege der Investor Relations auch durch die neue Kreditvergabepolitik der Banken - ausgelöst durch die neueste Eigenkapitalvereinbarung des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (Basel II) - verstärkt. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Abgrenzungen / Begriffsbestimmungen

2.1 Controlling

2.1.1 Allgemeines zum Controlling

2.1.2 Finanzcontrolling

2.1.3 Bilanzcontrolling

2.2 Bilanz

2.2.1 Begriff

2.2.1 Funktionen und wirtschaftliche Bedeutung

2.3 Kybernetischer Regelkreis

3 Controllingprozess von Bilanzen -Dargestellt am kybernetischen Regelkreis-

4 Planung von Bilanzen anhand bilanzpolitischer Zielsetzungen

4.1 Begriff und Gegenstand der Bilanzpolitik

4.2 Ziele der Bilanzpolitik

4.2.1 Informationspolitische Ziele der Bilanzpolitik

4.2.2 Finanzpolitische Ziele der Bilanzpolitik

4.3 Bilanzplanung

5 Steuerung von Bilanzen mit Hilfe bilanzpolitischer Instrumente

5.1 Überblick

5.2 Instrumente materieller Bilanzpolitik

5.3 Instrumente formeller Bilanzpolitik

5.4 Instrumente der Gewinnverwendungspolitik

6 Einflussfaktoren auf die Bilanzerstellung

7 Kontrolle der Bilanzen mittels Abweichungsanalyse

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Controllingprozess für Bilanzen unter Anwendung des kybernetischen Regelkreises, um eine zielorientierte Steuerung und Gestaltung von Unternehmensbilanzen innerhalb gesetzlicher Rahmenbedingungen zu ermöglichen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie bilanzpolitische Instrumente systematisch in einen Planungs-, Steuerungs- und Kontrollkreislauf integriert werden können, um sowohl interne Unternehmensziele zu erreichen als auch externen Anforderungen, etwa im Kontext von Kreditwürdigkeitsprüfungen, gerecht zu werden.

  • Grundlagen des Controllings und dessen Anwendung auf den Bilanzbereich.
  • Methodik der Bilanzplanung und Ableitung bilanzpolitischer Zielsetzungen.
  • Steuerungsmöglichkeiten durch materielle und formelle Bilanzpolitik sowie Gewinnverwendungspolitik.
  • Bedeutung der Abweichungsanalyse zur Erfolgskontrolle und als Lernprozess für zukünftige Planungen.
  • Einfluss der internationalen Rechnungslegungsanforderungen und des Bankenratings (Basel II) auf die Bilanzgestaltung.

Auszug aus dem Buch

2.3 Kybernetischer Regelkreis

„Unter Kybernetik versteht man eine weitgehend formale Wissenschaft, die die Struktur und komplexen Zusammenhänge von Systemen zu analysieren versucht.“

Mit Hilfe der kybernetischen Analyse sollen Informations- und Regelungsbeziehungen zwischen einzelnen Systemelementen bestimmt werden, um Systeme zielorientiert steuern und regeln zu können. Aus diesem Grund kann die Kybernetik auch als die Wissenschaft von den Verfahren zur Regelung und Steuerung von Systemen verstanden werden.

In der Kybernetik werden die Vorgänge in Systemen anhand von Regelkreismodellen abgebildet. Nachfolgende Abbildung verdeutlicht den Ablauf des klassischen Regelkreises: Die Zielsetzung gibt den Sollwert, der auch Soll- oder Führungsgröße genannt wird, vor. Die Planung ermittelt anschließend die Wege zur Erreichung des gesteckten Ziels. Bei der Entscheidung wird dann durch den Regler als Entscheidungsinstanz eine Beurteilung der Alternativpläne und eine Entscheidung für die beste Alternative durchgeführt. Von dort wird die Entscheidung als sogenannte Stellgröße in die Realität umgesetzt. Auf der sich anschließenden Regelstrecke ist das zu regelnde Objekt internen oder externen Störgrößen ausgesetzt, die zur Konsequenz haben, dass der sich ergebende Istwert (Regelgröße) von dem geplanten Sollwert abweichen kann. Dies wird bei der Kontrolle durch einen Soll-Ist-Vergleich auch festgestellt. Wenn notwendig werden vom Regler über eine Rückkopplung entsprechende Korrekturen an der Stellgröße oder sogar eine Änderung der Zielsetzung durch das Management vorgenommen. Dann durchläuft das zu regelnde Objekt erneut den Regelkreis.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Bilanz als Informationsgrundlage für interne und externe Stakeholder und stellt den kybernetischen Regelkreis als zentrales Analyseinstrument der Arbeit vor.

2 Abgrenzungen / Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die Kernbegriffe Controlling, Finanzcontrolling und Bilanzcontrolling sowie die Funktion der Bilanz im Rahmen des Jahresabschlusses.

3 Controllingprozess von Bilanzen -Dargestellt am kybernetischen Regelkreis-: Hier wird das theoretische Modell eines Regelkreises auf den Bilanzierungsprozess übertragen, um die Phasen Planung, Steuerung und Kontrolle systematisch zu verknüpfen.

4 Planung von Bilanzen anhand bilanzpolitischer Zielsetzungen: Das Kapitel widmet sich der Definition bilanzpolitischer Ziele und zeigt auf, wie diese aus übergeordneten Unternehmenszielen abgeleitet und in konkrete Plandaten übersetzt werden.

5 Steuerung von Bilanzen mit Hilfe bilanzpolitischer Instrumente: Der Hauptteil beschreibt die verschiedenen Instrumente der materiellen und formellen Bilanzpolitik sowie der Gewinnverwendungspolitik zur zielgerichteten Gestaltung der Bilanz.

6 Einflussfaktoren auf die Bilanzerstellung: Dieses Kapitel analysiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Grundsätze der Bilanzkontinuität, die den Gestaltungsspielraum der Bilanzpolitik einschränken.

7 Kontrolle der Bilanzen mittels Abweichungsanalyse: Abschließend wird das Instrument der Abweichungsanalyse vorgestellt, das durch den Soll-Ist-Vergleich Lernprozesse initiiert und die Zielerreichung sicherstellt.

Schlüsselwörter

Bilanzcontrolling, Kybernetischer Regelkreis, Bilanzpolitik, Jahresabschluss, Bilanzplanung, Materielle Bilanzpolitik, Formelle Bilanzpolitik, Gewinnverwendungspolitik, Abweichungsanalyse, Kapitalbeschaffung, Kreditwürdigkeit, Basel II, Rechnungslegung, Unternehmensführung, Zielkonflikte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Controllingprozess für Bilanzen und veranschaulicht diesen anhand eines kybernetischen Regelkreises, um eine zielorientierte Unternehmenssteuerung zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Bilanzplanung, der Anwendung bilanzpolitischer Instrumente, der Kontrolle mittels Abweichungsanalyse sowie den rechtlichen Grenzen der Bilanzgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein systematisches Verständnis dafür zu schaffen, wie Bilanzen durch Planung, Steuerung und Kontrolle so gestaltet werden können, dass sie Unternehmensziele unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die kybernetische Analyse, um den Controllingprozess in einen Kreislauf aus Soll-Vorgaben, Maßnahmenumsetzung und Soll-Ist-Vergleichen zu gliedern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Instrumente der materiellen und formellen Bilanzpolitik sowie der Gewinnverwendungspolitik detailliert analysiert und deren Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Bilanzcontrolling, Bilanzpolitik, kybernetischer Regelkreis, Jahresabschluss, Bilanzplanung und Abweichungsanalyse.

Warum ist das Instrument der "stillen Rücklagen" relevant für die Bilanzpolitik?

Stille Rücklagen dienen der Steuerminimierung, der Stärkung der Eigenkapitalbasis und der Dividendenkontinuität, indem sie das ausgewiesene Jahresergebnis in einer Periode verringern.

Inwiefern beeinflusst "Basel II" den Bilanzierungsprozess?

Die durch Basel II geforderte Risikoorientierung bei der Kreditvergabe zwingt Unternehmen dazu, ihre Bilanzen zur Verbesserung ihrer Kennzahlen der Finanz-, Liquiditäts- und Ertragslage aktiv zu steuern.

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Details

Title
Bilanzcontrolling im kybernetischen Regelkreis
College
University of Applied Sciences Bonn-Rhein-Sieg
Course
Finanzplanung und Finanzcontrolling
Grade
1,7
Authors
Daniel Fusshöller (Author), Isabel Brombach (Author)
Publication Year
2005
Pages
39
Catalog Number
V40225
ISBN (eBook)
9783638387934
Language
German
Tags
Bilanzcontrolling Regelkreis Finanzplanung Finanzcontrolling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Fusshöller (Author), Isabel Brombach (Author), 2005, Bilanzcontrolling im kybernetischen Regelkreis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40225
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