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Unsterblichkeitsmotive in J.R.R. Tolkiens "Der Herr der Ringe"

Title: Unsterblichkeitsmotive in J.R.R. Tolkiens "Der Herr der Ringe"

Seminar Paper , 2005 , 23 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Gislinde Nauy (Author)

Theology - Comparative Religion Studies
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Unsterblichkeitsmotivenin in J.R.R. Tolkiens "Der Herr der Ringe". Die auffälligsten Motive werden erwähnt, zwei davon ausführlich behandelt und abschließend einander gegenüber gestellt. Dem voran steht ein kurzer Umriss, wie in etwa Tolkiens Gesamtfiktion entstand – sofern sich das nachvollziehen lässt – um zu zeigen, wie viel Zeit in das Entwickeln einer fantastischen Welt gesteckt werden muss, um sie so lückenlos werden zu lassen, dass sich daran forschen lässt.

Auf den "Herrn der Ringe" kam ich, weil das Thema „Literatur“ aus Zeitgründen vom Semesterplan unseres Proseminars gestrichen wurde. Mir fielen wieder die vielen Fragen ein, die sich mir während der Lektüre des „Herrn der Ringe“ aufdrängten und denen ich nie ganz auf den Grund gegangen bin. Beginnt man nun, an der Oberfläche zu kratzen, so ergeben sich, selbst nach zufriedenstellenden Antworten, wieder neue Fragen.

Darum stellt diese Arbeit in jedem Fall nur eine Auswahl dessen dar, was es verdient hätte, in diesem Zusammenhang erforscht zu werden. Dennoch handelt es sich dabei nicht um unzusammenhängende Bruchstücke eines unvollständigen Ganzen.

Bei den, bei ihrem jeweils ersten Auftreten, mit * gekennzeichneten Begriffen handelt es sich um Namen von Orten und Personen aus Tolkiens Fiktion, die in keinem direkten Zusammenhang mit der Verständlichkeit der Gedankengänge stehen, die aber trotzdem nicht einfach weggelassen werden sollen. Um das Ganze abzurunden und, soweit möglich, formal vollständig zu bleiben, findet sich im Anhang ein Glossar, das diese Begriffe in alphabethischer Reihenfolge erklärt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wie die Geschichte „sich wuchs“

3. Welche Motive treten auf

4. Die Elben in Buch und Film

4.1. Wie unsterblich sind Tolkiens Elben?

4.2. Arwen und Aragorn

5. Unsterblichkeit bei den Ringträgern

5.1. Isildur

5.2. Gollum/Sméagol

5.3. Bilbo Beutlin

5.4. Frodo Beutlin

5.5. Samweis Gamdschie

5.6. Fazit: Wie unsterblich macht der Ring?

6. Vergleich der beiden Motive und Versuch einer Bewertung/Interpretation

7. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Ausprägungen von Unsterblichkeitsmotiven in J.R.R. Tolkiens „Der Herr der Ringe“. Dabei liegt der Fokus auf der Gegenüberstellung der natürlichen Langlebigkeit der Elben mit dem durch den Einen Ring künstlich verlängerten Leben der Ringträger, um die Auswirkungen dieser Zustände auf das Individuum zu analysieren.

  • Entstehungshintergrund von Tolkiens Fiktion
  • Die elbische Unsterblichkeit im Vergleich zur menschlichen Sterblichkeit
  • Die Ambivalenz der Macht des Einen Rings auf verschiedene Träger
  • Ethische und philosophische Implikationen der Lebensverlängerung
  • Vergleich der Motive und Interpretation der Autorenintention

Auszug aus dem Buch

4.1. Wie unsterblich sind Tolkiens Elben?

Die Elben sind die Ersten Kinder Ilúvatars*, des Weltschöpfers in Tolkiens Fiktion. Als seine Zweiten Kinder werden die Menschen bezeichnet, die nach den Elben geschaffen wurden. Bei Tolkien sind die Menschen sterblich mit Geist und Körper. Allerdings gibt es in Mittelerde Menschen, die sehr alt werden. Die, die von den Königen von Númenor abstammen werden oft mehrer hundert Jahre alt. Doch auch das ist, verglichen mit der Lebenserwartung der Elben, relativ kurz:

„Daß sie [die Elben] unsterblich waren, hieß nur, daß sie diese Welt nicht verlassen können, solange sie besteht. Wenn sie ,die Welt leid’ oder getötet wurden, verloren sie nur den Körper (Quenya hroa[*]), während ihr Geist (fea[*]) in Mandos’[*] Hallen einging. Nach einer Zeit der Erholung, Heilung oder Reinigung konnte er von dort in die Welt zurückkehren und in einem anderen Körper ein zweites Mal geboren werden.“

Die Elben haben also mit den Menschen den sterblichen Körper gemeinsam. Ebenso wie die Menschen können sie getötet werden und ebenso wie der menschliche Körper ist der des Elben einem, wenn auch wesentlich langsameren, Alterungsprozess unterworfen:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Motivation der Autorin, die Unsterblichkeitsmotive in Tolkiens Werk zu untersuchen, und grenzt den Untersuchungsgegenstand ein.

2. Wie die Geschichte „sich wuchs“: Dieses Kapitel gibt einen kurzen Überblick über die Entstehungsgeschichte von Tolkiens Werk, von den ersten Anfängen bis hin zu den komplexen Mythen des Silmarillion.

3. Welche Motive treten auf: Hier werden die drei grundlegenden Formen der Unsterblichkeit in der Fiktion identifiziert: das künstlich verlängerte Leben, das natürlich ewige Leben und die Auferstehung.

4. Die Elben in Buch und Film: Das Kapitel analysiert die elbische Unsterblichkeit und betrachtet exemplarisch die Beziehung von Arwen und Aragorn.

5. Unsterblichkeit bei den Ringträgern: Es folgt eine detaillierte Betrachtung der verschiedenen Ringträger und wie der Ring ihr Leben beeinflusst und schließlich ihren Tod mitbestimmt.

6. Vergleich der beiden Motive und Versuch einer Bewertung/Interpretation: Die verschiedenen Unsterblichkeitsformen werden einander gegenübergestellt und im Hinblick auf philosophische Menschheitsträume reflektiert.

7. Schluss: Ein abschließender Ausblick hinterfragt das Werk und betont den Wert von Rätseln und Unerklärtem in einem mythischen Kontext.

Schlüsselwörter

J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe, Unsterblichkeit, Ringträger, Elben, Leben, Tod, Mittelerde, Gandalf, Frodo Beutlin, Macht, Mythologie, Fantasy, Literaturwissenschaft, Interpretation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Motiven der Unsterblichkeit in Tolkiens „Der Herr der Ringe“ und deren Bedeutung für die handelnden Figuren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Konzepte des natürlich ewigen Lebens der Elben sowie das durch den Einen Ring unnatürlich verlängerte Leben verschiedener Ringträger.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen dieser Unsterblichkeitsformen auf die Identität und Handlungsfähigkeit der Charaktere zu analysieren und zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Mikrostudie verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext sowie relevante Sekundärliteratur zur Interpretation heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Elben sowie eine chronologische Analyse der Ringträger von Isildur bis hin zu Samweis Gamdschie.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Argumentation?

Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie „Unsterblichkeit“, „Lebensverlängerung“, „Machtmissbrauch“, „Ringträger“ und „Wahlfreiheit des Schicksals“.

Wie unterscheidet sich die Unsterblichkeit der Elben von der der Ringträger?

Die Unsterblichkeit der Elben ist naturgegeben und seelisch begründet, während das Leben der Ringträger durch ein externes Objekt künstlich und körperlich manipuliert wird.

Welche Rolle spielt der „Abendstern“ in der Beziehung zwischen Arwen und Aragorn?

Obwohl im Film als Zeichen der Wahlmöglichkeit für ein sterbliches Leben inszeniert, ist die reale symbolische Bedeutung des Schmuckstücks im literarischen Kontext eher zweitrangig.

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Details

Title
Unsterblichkeitsmotive in J.R.R. Tolkiens "Der Herr der Ringe"
College
LMU Munich  (Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft)
Course
Proseminar
Grade
1,2
Author
Gislinde Nauy (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V40253
ISBN (eBook)
9783638388115
ISBN (Book)
9783668105393
Language
German
Tags
Unsterblichkeitsmotive Tolkiens Herr Ringe Proseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gislinde Nauy (Author), 2005, Unsterblichkeitsmotive in J.R.R. Tolkiens "Der Herr der Ringe", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40253
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