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Stadtentwicklung als kooperativer Prozess

Title: Stadtentwicklung als kooperativer Prozess

Diploma Thesis , 2004 , 126 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Thomas Schneider (Author), Carsten Dankert (Author)

Art - Architecture / History of Construction
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Wie keine andere Großstadt Europas ist die städtebauliche Struktur Berlins geprägt von politischen und ökonomischen Veränderungen. Durch Krieg, Isolation, Mauerbau, ungeklärte Besitzverhältnisse und Spekulation findet man hier einen besonders hohen Anteil an Leerstand und Brachflächen im Stadtzentrum wie auch in den Randbereichen. Es gab viele Visionen diese Lücken zu schließen, doch auch der Bauboom der neunziger Jahre füllte nur einige davon. Mittlerweile haben sich die ökonomischen Vorzeichen geändert und die Pläne liegen auf Eis. Millionen von Quadratmetern Wohn- und Bürofläche, so wie tausende von Hektar an Brachflächen sind ungenutzt. Es gibt eine Unmenge von Immobilien und Grundstücken, die sich weder kurz- noch mittelfristig wirtschaftlich verwerten lassen.

Basierend auf diesem Hintergrund stellte sich die Aufgabe, eine flexible Stadtentwicklungsstrategie zu erarbeiten, die in der Lage ist, auf Schwankungen, unvorhergesehenen Druck oder Stillstand im Planungsumfeld zu reagieren. Dabei soll kein fertiges Endbild, sondern der Prozess entworfen werden. Es geht um die Frage, wie Stadtwachstum (oder -schrumpfung) bei unsicheren und sich wandelnden Rahmenbedingungen gesteuert werden kann. Sowohl die Entwicklung eines Kooperationsverfahrens, wie auch räumliche Interventionen und Stimulationen zu verschiedenen Entwicklungsstufen sind das Ziel. Das Ergebnis dieses Verfahrens ist ein gesellschaftlicher Konsens, der durch Diskurse erzeugt wird. Aus diesen erwachsen unterschiedliche Formen der politischen und wirtschaftlichen Kooperation zwischen Bürgern und Staat. Der erweiterte Planungsbegriff führt bei den Beteiligten zu einer
zunehmenden Vernetzung untereinander.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1.1 Intro

1.2 Stadtplanung

1.3 Gesellschaftliche Strömungen

1.4 Bürgerbeteiligung

PROZESS

2.1 Der offene Planungsprozess

2.2 Open Source Analogie

2.3 Der Prozessablauf

2.4 Kooperation und Spieltheorie

2.5 Moderation und Mediation

2.6 Internet

2.7 Bausteine einer Kommunikationsplattform

ANALYSE

3.1 Freiräume in Berlin

3.2 Temporäre Nutzung

3.3 Raumzusammenhänge

3.4 Geschichte

3.5 Nutzungen

3.6 Eigentumsverhältnisse Block 23

STRATEGIE

4.1 Entwicklungsstrategie 1

4.2 Akteure

4.3 Entwicklungsstrategie 2

4.4 Regeln

4.5 Phasen

SZENARIEN

5.1 Varianten

5.2 Temporäre Nutzung als strategisches Instrument

5.3 Szenario - Büro

5.4 Szenario - Wohnen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Stadtentwicklung im Kontext sich wandelnder gesellschaftlicher und ökonomischer Rahmenbedingungen als kooperativer und prozessorientierter Vorgang gestaltet werden kann, anstatt an starren Masterplänen festzuhalten. Im Fokus steht dabei die Erarbeitung einer flexiblen Strategie, die Unvorhersehbarkeiten integriert und eine stetige Vernetzung sowie Partizipation der verschiedenen Akteure ermöglicht.

  • Methoden kooperativer Entscheidungsfindung
  • Potenziale temporärer Nutzungen als Zwischenschritte
  • Übertragung von Open-Source-Prinzipien auf Stadtplanung
  • Analyse von Stakeholder-Interessen (Investoren, Bewohner, Verwaltung)
  • Entwicklung phasenbasierter Stadtentwicklungsmodelle

Auszug aus dem Buch

1.1_Intro

„Planung meinte stets, Ordnung in das bestehende Chaos bringen zu müssen – letztendlich aus ästhetischen sowie aus Sicherheitsgründen. Dass dies bereits gescheitert ist, haben nur wenige erkannt. Dieses Ordnungsdenken führte zu einer bisweilen entsetzlichen Gleichmacherei in den Städten und Landschaften“.

Dr. H.Kegler [1]

Wie keine andere Großstadt Europas ist die städtebauliche Struktur Berlins geprägt von politischen und ökonomischen Veränderungen. Durch Krieg, Isolation, Mauerbau, ungeklärten Besitzverhältnissen und Spekulation findet man hier einen besonders hohen Anteil an Leerstand und Brachflächen im Stadtzentrum wie auch in den Randbereichen. Es gab viele Pläne diese Lücken zu schließen, doch auch der Bauboom der neunziger Jahre füllte nur einige davon. In Zeiten wirtschaftlicher Prospe-rität wirkten innerstädtische Brachflächen auf die Stadtplanung wie Provokationen. Doch die ökonomischen Vorzeichen haben sich geändert und die Pläne liegen auf Eis. Millionen von Quadratmetern Wohn- und Bürofläche, so wie tausende von Hektar an Brachflächen sind ungenutzt. Es gibt eine Unmenge von Immobilien und Grundstücken, die sich weder kurz- noch mittelfristig wirtschaftlich verwerten lassen.

Aus diesem Grund haben wir uns die Aufgabe gestellt, eine flexible Stadtentwicklungsstrategie zu erarbeiten, die in der Lage ist, auf Schwankungen, unvorhergesehenen Druck oder Stillstand im Planungsumfeld zu reagieren. Dabei soll kein fertiges Endbild, sondern der Prozess entworfen werden. Es geht um die Frage, wie Stadtwachstum (oder -schrumpfung) bei unsicheren und sich wandelnden Rahmenbedingungen gesteuert werden kann. Sowohl die Entwicklung eines Kooperationsverfahrens, wie auch räumliche Interventionen und Stimulationen zu verschiedenen Entwicklungsstufen des Ortes sind das Ziel.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Definiert die Problematik starrer Stadtplanung im Kontext der Berliner Stadtstruktur und stellt den Ansatz der flexiblen Stadtentwicklungsstrategie vor.

PROZESS: Untersucht prozessorientierte Methoden der Stadtplanung, einschließlich Open-Source-Analogien, Spieltheorie und moderierter Entscheidungsfindung.

ANALYSE: Analysiert den Block 23 in Berlin hinsichtlich seiner Freiräume, Geschichte, derzeitigen Nutzungen und Eigentumsverhältnisse.

STRATEGIE: Leitet aus den Analysen konkrete Strategien, Akteurskonstellationen und Regelwerke für einen kooperativen Planungsprozess ab.

SZENARIEN: Präsentiert verschiedene Entwicklungsvarianten und nutzt temporäre Nutzungen als Instrument, um auf wechselnde Anforderungen zu reagieren.

Schlüsselwörter

Stadtentwicklung, Kooperativer Prozess, Partizipation, Temporäre Nutzung, Brachflächen, Berlin, Block 23, Planungsprozess, Stadtplanung, Bürgerbeteiligung, Open Source, Nutzungsmanagement, Strategie, Standortentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht einen neuen, kooperativen Ansatz für die Stadtentwicklung, der sich von starren, ergebnisorientierten Masterplänen löst und stattdessen auf flexible, prozessorientierte Methoden setzt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Bürgerbeteiligung, die Nutzung von Brachflächen, die Vernetzung verschiedener Stakeholder und die Anwendung moderner Organisationsprinzipien wie Open Source auf städtebauliche Fragen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Entwicklung einer flexiblen Strategie, die es erlaubt, auf unvorhersehbare ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen im Stadtgebiet zu reagieren, ohne den Gesamtprozess zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Analyse von Praxisbeispielen (insbesondere Block 23 in Berlin), Experteninterviews mit verschiedenen Akteuren und der theoretischen Herleitung prozessorientierter Planungsinstrumente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsanalyse, die theoretische Unterfütterung des Planungsprozesses, die Strategieentwicklung sowie die Anwendung dieser Strategien in konkreten Szenarien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Stadtentwicklung, Kooperativer Prozess, Partizipation, Temporäre Nutzung und Brachflächenmanagement.

Warum ist das Open-Source-Prinzip für die Stadtplanung relevant?

Es dient als Analogie für eine offene Struktur, in der Planungsvorgaben nicht als unveränderlich gelten, sondern durch kontinuierliche Rückkopplung von Nutzern und Akteuren stetig optimiert werden.

Welche Rolle spielt die temporäre Nutzung im Konzept?

Sie fungiert als strategisches Instrument, um brachliegende Areale zu aktivieren, Identität zu stiften und flexibel auf unklare wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu reagieren, bevor eine endgültige Bebauung erfolgt.

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Details

Title
Stadtentwicklung als kooperativer Prozess
College
Technical University of Berlin  (Architektur)
Grade
1,3
Authors
Thomas Schneider (Author), Carsten Dankert (Author)
Publication Year
2004
Pages
126
Catalog Number
V40264
ISBN (eBook)
9783638388207
ISBN (Book)
9783638733014
Language
German
Tags
Stadtentwicklung Prozess
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Schneider (Author), Carsten Dankert (Author), 2004, Stadtentwicklung als kooperativer Prozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40264
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