VC-Antrag (Business Plan) als Grundlage für eine erfolgreiche VC-Finanzierung


Hausarbeit, 2004

18 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen
2.1 Venture Capital
2.2 VC-Antrag

3. VC- Anträge bei unterschiedlichen Finanzquellen
3.1 Informelles VC
3.2 Corporate VC
3.3 Institutionelles VC

4. Ziele des VC-Investors als Voraussetzungen für einen VC-Antrag

5. VC-Antrag als Grundlage für Gewährung von VC- Capital
5.1 Vorteile der Erstellung eines Geschäftsplans bei einer VC-Antragstellung
5.2 Zugang von VC-Anträgen

6. Aufbau eines VC-Antrages in Form eines Plans
6.1 Format und Gliederung
6.2 Beschreibungen des Unternehmens
6.3 Beschreibung der Produkte bzw. Dienstleistungen
6.4 Markt- und Konkurrenzanalyse
6.5 Strategisches Marketing
6.6 Finanzplanung und Finanzierung

7. Abschlussbetrachtung.

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Funktionsprinzip von VC über einen FI

Abbildung 2: Auswahlprozess

Abbildung 3: Wettbewerbsmatrix

Abbildung 4: Marketing-Mix

1. Einleitung

In den vergangenen Jahren hat Venture Capital als Instrument zur Wachstumsfinanzierung erheblich an Bedeutung gewonnen. Viele Unternehmensgründungen wären ohne den Einsatz von Venture Capital nicht realisierbar gewesen.[1]

Das besondere an der Finanzierung mit Venture Capital ist die Kombination einer temporären Beteiligung von VC-Investoren an Firmenanteilen junger wachstumsstarker Unternehmen, sowie einer strategischen und operativen Unterstützung des Managements während des Beteiligungszeitraums. Insbesondere Unternehmen aus der Bio-, Informations- und Kommunikationstechnologie werden von VC-Gesellschaften (VCG) bevorzugt mit

VC-Investitionsmitteln (VCI) ausgestattet.[2]

Pioniere dieses Trends sind die in den USA ansässigen 600 VCG, die seit den 40er Jahren erfolgreich die 17 größten Unternehmen der Welt- gemessen an der Marktkapitalisierung- wie z.B. Intel, Microsoft oder Cisco Systems bei der Finanzierung mit VC unterstützt haben. So wurden in den USA ca. 17 Milliarden US-Dollar an VCI für High-Tech-Unternehmen bereitgestellt.[3]

In Europa insbesondere in Deutschland, stellen seit Mitte der 90er Jahre eine Veilzahl von VCG, wie z.B. 3i Deutschland Gesellschaft für Industriebeteiligungen mbH[4] oder die Atlas Venture GmbH[5], innovativen Wachstumsunternehmen interessante Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung mit VCI bereit.

Venture Capital ist kein Massenprodukt. Nicht jedes Unternehmen ist für Venture Capital zweckhaft und Venture Capital muss auch nicht zwangsläufig das geeignete Finanzierungsmittel für jedes Unternehmen sein[6].Deshalb kommt es bei den Unternehmen, welche einen VC-Antrag bei VCG stellen, zu einem Auswahlprozess. Dabei spielen die Faktoren, welche das Unternehmen charakterisieren eine entscheidende Rolle. Ein Unternehmen aus München, Wilex AG, das sich auf die Entwicklung neuer Krebstherapien spezialisiert ist ein geeignetes Beispiel dafür.

Wilex AG stellte am 8. April 2003 einen VC-Antrag. Es wurden die Daten zu Chemie, Pharmakologie, Toxikologie und klinischer Sicherheit geprüft und für hinreichend sicher für den Start der Studie befunden. Die bisherige VC-Höhe beträgt EUR 37,5 Millionen.[7]

Die Frage was ein VC-Antrag beinhalten sollte ist immer individuell zu beantworten. Die Mehrheit der VC-Finanzierungen kommt auf Initiative der kapitalsuchenden Unternehmen durch eine Geschäftsplaneinreichung zustande. Es wird versucht den VC-Geber von der Vorteilhaftigkeit eines bestimmten Unternehmens zu überzeugen, indem eine positive Differenzierung von den konkurrierenden Unternehmen erbracht wird.[8]

Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen und einer Unterscheidung der Finanzquellen für die VC-Antragstellung, werden mögliche Ziele der VC-Investoren aufgezeigt. Entscheidende Fragestellungen der VC-Antragstellung als Grundlage für Gewährung von VC- Capital werden im Kapitel 6 der vorliegenden Hausarbeit erläutert.

Die Arbeit endet mit einer Abschlussbetrachtung.

2. Grundlagen

2.1 Venture Capital

Der Begriff VC findet in der Literatur eine Vielzahl von Definitionsansätzen.

So wird VC oft als Risiko-, Wagnis- oder Beteiligungskapital, in selteneren Fällen aber auch als Chancen- oder Wagniskapital übersetzt[9]. Eine einheitliche Definition des Begriffs ist aufgrund unterschiedlicher Gewichtungsmöglichkeiten zwischen „Risiko“ bzw. „Chance“ schwierig. Der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) befürwortet dagegen die Übersetzung von VC als Beteiligungskapital.[10]

2.2 VC-Antrag

Eine Kontaktaufnahme zwischen VC-Geber und VC-Nachfrager erfolgt über ein VC- Antrag.

Die meisten VC- Antrage werden auf Initiative der kapitalsuchenden Unternehmen in Form eines Geschäftsplans(Business Plan) gestellt.[11] Ein Geschäftsplan ist in erster Linie die Übersetzung einer Geschäftsidee in einem Plan zusammengefasst. Ein aussagefähiges Geschäftskonzept in dem die Inhalte und Zahlen sowie zukünftige Ziele realistisch dargestellt sind.[12]

3. VC- Anträge bei unterschiedlichen Finanzquellen

Die VC-Anträge können im privaten sowie in öffentlichem Sektor gestellt werden. Nach der Rechtsstellung der Investoren lassen sich die in Deutschland aktiven VCG in zwei Gruppen einteilen:

1. Universal beteiligungs gesellschaften (UBG)

- Finanzierung in fast allen Unternehmensphasen
- Meist Spezialisierung auf bestimmte Branchen
- I.d.R. direkte z.T. auch stille Beteiligung, in seltenen Fällen auch Nachrangdarlehen

2. Öffentlich geförderte K apital b eteiligungs g esellschaften (KBG)

Kapitalbereitstellung aus öffentlichen Quellen an KBG, die diese dann als stille Beteiligung mit einer unterhalb der marktüblichen Verzinsung in Unternehmen investieren

- Investitionsziel: Unterstützung von regionalen Entwicklungen
- i.d.R. stille Beteiligung und /oder Mezzanine- Kapital

3.1 Informelles VC

Business Angel (BA) sind Privatpersonen, die sich frühzeitig an Unternehmensgründungen beteiligen und neben Kapital vor allem Management- und Unternehmererfahrung einbringen. Der typische Business Angel ist vermögend und war oder ist in leitender Position oder als selbstständiger Unternehmer tätig.[13]

Kapital, Know-how und Erfahrung- das sind die Werte, die BA in aufstrebende Unternehmen einbringen. Quasi als Schutzengel begleiten solche Investoren der anspruchsvollen Art Newcomer im Geschäftsleben.[14] Neben der Renditeorientierung spielen für den BA bei seiner Investitionsentscheidung auch persönliche Ziele, wie z.B. Spaß am Erfolg, eine Rolle. Üblicherweise liegen die Engagements der BA in der Branche, in der sie vorher selbst unternehmerisch tätig waren. Sie verfügen daher über ein breites bestehendes Netzwerk zu potentiellen Kunden und anderen Finanziers, die sie zugunsten des Unternehmers einsetzen können. Beispiel: Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND).[15]

Das Investitionsvolumen beträgt i.d.R. zwischen 50.000 und 250.000 Euro.

Inkubatoren die typologisch dem informellen VC zuzuordnen sind, stellen jungen Unternehmen in der Seed- Phase neben Kapital und Business-Erfahrung eine physische Infrastruktur in Form von Räumlichkeiten, IT- Equipment etc. zur Verfügung. Beispiel: Internet Capital Group, USA.[16]

[...]


[1] Vgl. Finanz Betrieb 5/2001, Volker H. Peemöller /Thomas Geiger /Hartmut Barchet, Bewertung von Early-Stage- Investments im Rahmen der Venture Capital-Finanzierung, S. 334.

[2] Vgl. Kamanski, Ralf: Venture Capital, Spardorf 1988, S. 2 ff.

[3] Vgl. Stadler, Wilfried: Venture Capital und Private Equity, Köln 2000, S. 43 ff.

[4] http://www.3i.com , 18.09.2003.

[5] http://www.münichnetwork.com, 17.09.2003.

[6] Vgl. Achleitner, Ann-Kristin/Bassen, Aexander: Investor Relations am Neuen Markt, Stuttgart 2001, S. 440.

[7] http://www.wilex.com, 19.09.2003.

[8] Vgl. Struck, Uwe: Geschäftspläne, Stuttgart 1990, S.2.

[9] Vgl. Peter, Manfred: Venture Capital für Existezgründer, Stuttgart 2001, S. 8 ff.

[10] Vgl. Geigenberger, Isabel.: Risikokapital für Unternehmensgründer, München 1999, S. 1

[11] Vgl. WiSt Heft 5, Wolfgang Berens, Andreas Hoffjan, Venture- Capital- Finanzierung, Mai 2000, S. 288

[12] Vgl. Schlembach, Claudia: Businessplan, Berlin 2003, S. 14 ff.

[13] http://www.business-angels.de, 21.09.2003

[14] Vgl. Die Bank, Carl L. von Boehm-Bezing:Existenzgründung durch Venture- Capital- Finanzierung, 9/99, S.598

[15] http://www.business-angels.de, 21.09.2003

[16] http://www.internetcapital.com, 21.09.2003

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
VC-Antrag (Business Plan) als Grundlage für eine erfolgreiche VC-Finanzierung
Hochschule
Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (ehem. Hochschule für Wirtschaft und Politik)
Veranstaltung
Finanzierung
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
18
Katalognummer
V40283
ISBN (eBook)
9783638388320
ISBN (Buch)
9783640862429
Dateigröße
653 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
VC-Antrag, Plan), Grundlage, VC-Finanzierung, Finanzierung
Arbeit zitieren
Valeri Engel (Autor), 2004, VC-Antrag (Business Plan) als Grundlage für eine erfolgreiche VC-Finanzierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40283

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: VC-Antrag (Business Plan) als Grundlage für eine erfolgreiche VC-Finanzierung



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden