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Flurbereinigung

Title: Flurbereinigung

Seminar Paper , 2005 , 9 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Peter Krachten (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Summary Excerpt Details

Die Flurbereinigung ist eine traditionelle integrale Maßnahme auf Mikroebene zu Verbesserung der Agrarstruktur. Ziel ist es die Grundlage der Wirtschaftsbetriebe zu verbessern, den Arbeitsaufwand zu vermindern und die Bewirtschaftung zu erleichtern. 1 Um dies zu erreichen sind eine Reihe von Maßnahmen erforderlich. Zu den wichtigsten Verfahren gehören die Arrondierung des zersplitterten Parzellengefüge, Schaffung eines besseren Wegenetzes und die Melioration von Nutzflächen. Grundlage für die Flurbereinigung ist das Flurbereinigungsgesetz. Stand anfänglich, mit der Veröffentlichung der ersten Gesetzesgrundlage 1953 noch die Steigerung der Produktivität im Mittelpunkt der Zielsetzung, sorgte der Wertewandel der Bevölkerung dafür das 1976 in einer Novellierung des Gesetztes auch der Umweltschutz mit einbezogen wird. Auf den folgenden Seiten werde ich Maßnahmen der Flurbereinigung exakter erklären, auf die Geschichte der Flurbereinigung eingehen und das Flurbereinigungsverfahren erläutern. 1 Jacobshagen, V. , ET AL. (Hrsg.), (2001) : Lexikon der Geographie - Heidelberg

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Flurbereinigung

3. Geschichte der Flurbereinigung

4. Verfahren der Flurbereinigung

5. Résumée

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Flurbereinigung als ein zentrales Instrument der Agrarstrukturverbesserung. Das primäre Ziel besteht darin, die Notwendigkeit, den historischen Wandel der gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie den Ablauf und die Auswirkungen dieses Verfahrens auf die moderne Kulturlandschaft und landwirtschaftliche Betriebe kritisch zu beleuchten.

  • Grundlagen und Ziele der Flurbereinigung
  • Historische Entwicklung von den Anfängen bis zur Neuzeit
  • Methodischer Ablauf und gesetzliche Grundlagen des Verfahrens
  • Wechselwirkung zwischen Produktivitätssteigerung und Ökologie
  • Zukünftige Herausforderungen für landwirtschaftliche Betriebe

Auszug aus dem Buch

1. Flurbereinigung

Bedingt durch die lang vorherrschende Realerbteilung wurden die Besitzparzellen immer kleiner und unwirtschaftlicher, so dass die Neuordnung der zersplitterten Parzellengefüge in der Flur durch Zusammenlegung nach modernen betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten der wichtigste Bestandteil der Flurbereinigung darstellt. Bei diesem Prozess werden aber nicht einfach nur nebeneinanderliegenden Parzellen zusammengelegt und damit eine Gewanne zu Blockparzellen, wie es früher die Regel war, sondern das komplette Planungsgebiet wird neu aufgeteilt. Dadurch entstehen nicht nur größere Parzellen, es werden auch wirtschaftlich ungünstige Parzellenformen abgeschafft. Demzufolge ist es möglich auch moderne Maschinen einzusetzen, die sich erst ab einer bestimmten Parzellengröße tragen. Ein weiteres Problem der zersplitterten Parzellen ist die Erreichbarkeit für den Besitzer. Diese ist häufig nicht mehr durch einen Weganschluss direkt gegeben, so dass der Bewirter sein Flurstück nur indirekt durch das Überfahren einer anderen Parzellen erreichen kann. Auch den daraus resultierenden möglichen Streitigkeiten werden durch eine Neuordnung und Zusammenlegung der Parzellenstruktur vorgebeugt und eine gemeinsame Zelgenwirtschaft kann so vermieden werden. Die Neuaufteilung der Flur soll auch zu einer Verbesserung des Wegenetzes führen. Dabei kann es zum aufgeben, zur Neugründung oder zu einem komplett neuen System von Wegen kommen. Mit der Flurbereinigung sollen auch Meliorationsmaßnahmen gleichhehr gehen. So werden auch neue Be- und Entwässerungsmaßnahmen, Schutzmaßnahmen gegen Überflutung, Beseitigung von Biotopen sowie Rekultivierung etc. geplant. Maßnahmen zur Flurbereinigung sind zum Teil eng verknüpft mit Maßnahmen zur Verbesserung der Siedlungsstruktur, insbesondere im Fall der Aussiedlung ländlicher Betriebe aus einer beengten Dorflage in die Feldflur oder an den Ortsrand.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert die Flurbereinigung als integrale Maßnahme zur Verbesserung der Agrarstruktur und erläutert den Wandel der Zielsetzungen vom reinen Produktivitätsstreben hin zur Berücksichtigung ökologischer Aspekte.

2. Flurbereinigung: Beschreibt die praktische Notwendigkeit der Parzellen-Neuordnung, die technische Modernisierung und die Verknüpfung mit Infrastruktur- sowie Siedlungsstrukturmaßnahmen.

3. Geschichte der Flurbereinigung: Zeichnet den Weg von den historischen Anfängen im 16. Jahrhundert über die verschiedenen gesetzlichen Vorläufer bis zur Einführung des Flurbereinigungsgesetzes 1953 und dessen späteren Novellierungen nach.

4. Verfahren der Flurbereinigung: Erläutert die behördlichen Zuständigkeiten, den rechtlich festgelegten Ablauf des Planungsverfahrens sowie die Finanzierungsmodalitäten und die Rolle der Teilnehmergemeinschaft.

5. Résumée: Zieht ein Fazit über die Erfolge bei der Produktivitätssteigerung, reflektiert kritisch die ökologischen Folgen und diskutiert aktuelle Spannungsfelder zwischen Großbetrieben und ökologisch orientierten Kleinbetrieben.

Schlüsselwörter

Flurbereinigung, Agrarstruktur, Parzellengefüge, Arrondierung, Melioration, Produktivitätssteigerung, Flurbereinigungsgesetz, Landwirtschaft, Siedlungsstruktur, Bodenschätzung, Teilnehmergemeinschaft, Kulturlandschaft, ökologische Auswirkungen, Technisierung, ländlicher Raum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Flurbereinigung als ein Verfahren zur Neuordnung landwirtschaftlicher Grundbesitzverhältnisse, um die betriebliche Effizienz zu erhöhen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung, die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die technische Durchführung und die sozio-ökonomischen sowie ökologischen Folgen für die Landwirtschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Zweck der Flurbereinigung zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie sich der Fokus von reiner Produktivität hin zu einer nachhaltigeren Flächennutzung verschoben hat.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Ausarbeitung genutzt?

Es handelt sich um eine strukturierte geographische Aufarbeitung, die auf Fachliteratur und einschlägigen Gesetzesgrundlagen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Erläuterung der Maßnahmen, die historische Entwicklung sowie eine detaillierte Beschreibung des formalen Verfahrensablaufs.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Agrarstruktur, Arrondierung, Teilnehmergemeinschaft und Kulturlandschaft sind zentral für das Verständnis dieser Ausarbeitung.

Warum ist eine Bodenordnung bei zersplitterten Parzellen notwendig?

Die Zersplitterung erschwert den Einsatz moderner Maschinen, führt zu ineffizienten Arbeitsabläufen und behindert die direkte Erreichbarkeit der Flurstücke.

Welche Rolle spielt die Teilnehmergemeinschaft im Verfahren?

Sie fungiert als Körperschaft des öffentlichen Rechts, in der die Grundstückseigentümer gemeinsam Entscheidungen über die Neuordnung ihrer Flächen treffen.

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Details

Title
Flurbereinigung
College
University of Cologne  (Geographisches Institut)
Course
Anthropogeographie : Gesellschaft und Kultur
Grade
2,0
Author
Peter Krachten (Author)
Publication Year
2005
Pages
9
Catalog Number
V40423
ISBN (eBook)
9783638389389
Language
German
Tags
Flurbereinigung Anthropogeographie Gesellschaft Kultur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Krachten (Author), 2005, Flurbereinigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40423
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