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Soziales Handeln im Sport und im Leben – Aufgaben des Schulsports

Title: Soziales Handeln im Sport und im Leben – Aufgaben des Schulsports

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sebastian Goetzke (Author)

Sport - Sport Sociology
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Kooperieren, wettkämpfen und sich verständigen...

Dies ist der Wortlaut der fünften pädagogischen Perspektive der neuen Richtlinien in NRW von 1999. Damit verbunden sind vor allem Schlagwörter wie „differenziertes Regelverständnis“, „Regelbewusstsein“, „sozial verträgliche Gestaltung sportlichen Handelns“, „Kompetenz zur Gestaltung von Kooperations- und Konkurrenzsituationen in Bewegungs-, Spiel- und Sportaktivitäten“, „Befähigung zur Übernahme und verantwortlichen Ausübung unterschiedlicher Funktionen im Sport“, „aufgeschlossener Umgang mit gegenwärtig nicht mehr geläufigen oder fremden Bewegungskulturen“.

Da diese Perspektive nicht allein steht, sondern mit den fünf übrigen pädagogischen Perspektiven eine Einheit bildet, sollen die oben angeführten Schlagworte inhaltlich in modernen Sportunterricht integriert werden.

Ziel dieser Arbeit soll es sein, verschiedene Konzepte darzustellen, wie soziales Lernen und Sportunterricht zusammen passen. Auf theoretischer Ebene soll zunächst ein Überblick über die wichtigsten Ideen gegeben werden. In diesem Teil beziehe ich mich hauptsächlich auf die Arbeiten von Gebken und Pühse, die mit ihren neueren Publikationen einen guten Überblick liefern.

Im zweiten Teil möchte ich dann versuchen, Beispiele zu geben, wie soziales Handeln im Unterricht auf der Mikroebene gestaltet werden kann, um gerade auch den wichtigen praktischen Aspekt in der Sportlehrerausbildung zu betonen. Insbesondere werde ich hierbei untersuchen, ob genügend und ausreichende Literatur für angehende Sportlehrer zur Verfügung steht, um didaktische Konzepte und Ideale zum sozialen Lernen in den Schulalltag umzusetzen. Hierbei werde ich mich hauptsächlich auf die Arbeit von Ungerer-Röhrich beziehen. Nicht zuletzt möchte ich mit dieser Arbeit auch einen Beitrag zur Rechtfertigung des Schulfaches Sport liefern, gerade im Hinblick auf eine Erziehung zum sozialen Handeln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Soziales Handeln und Lernen

2. Soziales Handeln im Sport – Theoretische Konzeptionen

2.1. Frühere Konzeptionen

2.2. Neuere Konzeptionen

2.3. Der Leistungsaspekt im Schulsport – Konsequenzen für soziales Handeln

3. Praxisbeispiele zum Erlernen sozialen Handelns an ausgewählten Sportarten

3.1. Fußball

3.2. Kleine Spiele

3.3. Leichtathletik

3.4. Orientierungslauf

Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, wie soziales Lernen effektiv in den Sportunterricht integriert werden kann, wobei der Fokus auf der Brücke zwischen theoretischen Konzepten und der praktischen Umsetzung im Schulalltag liegt. Dabei wird insbesondere hinterfragt, ob bestehende sportpädagogische Literatur genügend Unterstützung für Lehrkräfte bietet.

  • Darstellung theoretischer Konzeptionen zur Sozialerziehung im Schulsport.
  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen Leistungsanspruch und sozialem Lernen.
  • Praktische Anwendungsbeispiele für soziales Lernen in verschiedenen Sportarten (Fußball, Kleine Spiele, Leichtathletik, Orientierungslauf).
  • Kritische Reflexion der Vermittlung didaktischer Konzepte in der Sportlehrerausbildung.

Auszug aus dem Buch

3.2. Kleine Spiele

Während die sozialerzieherischen Unterrichtsmethoden zu den Großen Spielen doch eher für die Sekundarstufe II, zumindest aber erst ab der Mittelstufe angeraten scheinen, kann der Lehrer Kleine Spiele bereits in der Unterstufe mit sozialen Aspekten belegen. Der Vorteil der Kleinen Spiele, gerade im Hinblick auf die Fragestellung dieser Hausarbeit, beruht ganz eindeutig darauf, dass diese keinem organisierten Wettkampfbetrieb und keinem kodifizierten Regelwerk unterliegen.

„Eine solche Offenheit der Kleinen Spiele macht sie für unseren sozialen Lernzusammenhang besonders bedeutsam, weil an ihnen ein rationaler und flexibler Ungang mit Spielregeln geübt werden kann.“

Der Lehrer kann bei den Kleinen Spielen durch Variationen und Anpassungen soziale Lernziele unterstützen und gleichzeitig auf die Großen Spiele vorbereiten. Zu Beginn der Modellstunden steht wie bei den Großen Spielen zunächst eine direkte kurze Konfrontation mit der oftmals schon bekannten Spielweise. Im Gespräch soll sodann erörtert werden, wie die Regeln abgeändert werden können, so dass möglichst alle daran teilnehmen können, dass Schwächere nicht nur Statistenrollen besetzen und dass das Spiel möglichst lange für alle spannend bleibt.

Für einige bekannte Spiele lassen sich folgende Anpassungen vorschlagen, wobei ich die Grundregeln der angeführten Spiele voraussetze: Beim Völkerball können sich abgeworfene Spieler durch Abwurf eines Gegners wieder ins Feld „schießen“, in jedem Spielfeld befinden sich Hindernisse (Kästen), die Deckung bieten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert die pädagogischen Perspektiven des Schulsports und legt das Ziel fest, theoretische Konzepte zur Sozialerziehung mit praktischen Unterrichtsbeispielen zu verknüpfen.

1. Soziales Handeln und Lernen: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des sozialen Lernens und differenziert zwischen Sozialerziehung und der Erziehung zum sozialen Handeln.

2. Soziales Handeln im Sport – Theoretische Konzeptionen: Es erfolgt eine Gegenüberstellung älterer und neuerer sportpädagogischer Ansätze, gefolgt von einer kritischen Betrachtung des Leistungsaspekts im Kontext sozialer Erziehung.

3. Praxisbeispiele zum Erlernen sozialen Handelns an ausgewählten Sportarten: Das Kapitel liefert konkrete didaktische Vorschläge und Modellstunden für Fußball, Kleine Spiele, Leichtathletik und Orientierungslauf zur Förderung sozialer Kompetenzen.

Fazit: Das Fazit kritisiert die Praxisferne vieler theoretischer Konzepte und fordert eine Revision der Sportlehrerausbildung, um Lehrkräfte bei der Umsetzung sozialer Lernziele im Schulalltag besser zu unterstützen.

Schlüsselwörter

Sozialerziehung, Sportunterricht, soziales Handeln, Schulsport, Sportpädagogik, Sozialkompetenz, Leistungsaspekt, Lehrerausbildung, Unterrichtspraxis, pädagogische Perspektiven, Kooperation, Modellstunden, Schülerperspektive, Persönlichkeitsbildung, Lebensweltorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration von sozialem Lernen und Sozialerziehung in den schulischen Sportunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des sozialen Lernens im Sport, das Spannungsfeld zwischen Leistungssport und sozialer Erziehung sowie die praktische Umsetzung in konkreten Sportarten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Leser über aktuelle didaktische Konzepte zur Sozialerziehung zu informieren und durch Praxisbeispiele eine Brücke zwischen theoretischen Diskursen und dem tatsächlichen Schulalltag zu schlagen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sportpädagogischer Ansätze und kontrastiert diese mit praxisorientierten Modellstunden von Autoren wie Ungerer-Röhrich.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung verschiedener Konzeptionen, eine kritische Diskussion zum Leistungsaspekt und eine Darstellung praktischer methodischer Ansätze in ausgewählten Sportarten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Sozialerziehung, Sportunterricht, Sozialkompetenz, Sportpädagogik und pädagogische Perspektiven.

Warum wird die Rolle des Sportlehrers in dieser Arbeit so betont?

Der Autor betont die Rolle des Lehrers als Initiator, da dieser laut Untersuchung die entscheidende Schnittstelle ist, um didaktische Ideale in die schulische Praxis zu überführen.

Welche Kritik übt der Autor an den untersuchten sportpädagogischen Theorien?

Der Autor kritisiert eine weit verbreitete Praxisabstinenz vieler Theorien, die zwar eindrucksvoll formuliert sind, Lehrkräften jedoch kaum konkrete Hilfe für die Lösung alltäglicher pädagogischer Probleme anbieten.

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Details

Title
Soziales Handeln im Sport und im Leben – Aufgaben des Schulsports
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Sportwissenschaftliches Institut)
Course
Neuere Konzeptionen zum Schulsport
Grade
2,0
Author
Sebastian Goetzke (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V40521
ISBN (eBook)
9783638390170
ISBN (Book)
9783638655576
Language
German
Tags
Soziales Handeln Sport Leben Aufgaben Schulsports Neuere Konzeptionen Schulsport
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Goetzke (Author), 2005, Soziales Handeln im Sport und im Leben – Aufgaben des Schulsports, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40521
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