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Partnerschaften für Nachhaltige Entwicklung. Effizientes Mittel zur Implementierung und Durchführung der Agenda 21 und dem Durchführungsplan von Johannesburg?

Title: Partnerschaften für Nachhaltige Entwicklung. Effizientes Mittel zur Implementierung und Durchführung der Agenda 21 und dem Durchführungsplan von Johannesburg?

Term Paper , 2005 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sabrina Daudert (Author)

Politics - Topic: Development Politics
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„Die Menschheit steht an einem entscheidenden Punkt ihrer Geschichte. Wir erleben eine Festschreibung der Ungleichheiten zwischen und innerhalb von
Nationen, eine Verschlimmerung von Armut, Hunger, Krankheit und Analphabetentum sowie die fortgesetzte Zerstörung der Ökosysteme, von denen unser Wohlergehen abhängt. Eine Integration von Umwelt- und Entwicklungsbelangen und die verstärkte Hinwendung auf diese wird indessen eine Deckung der Grundbedürfnisse, höhere Lebensstandards für alle, besser geschützte und bewirtschaftete Ökosysteme und eine sicherere Zukunft in größerem Wohlstand zur Folge haben. Keine Nation vermag dies allein zu erreichen, während es uns gemeinsam gelingen kann: in einer globalen Partnerschaft im Dienste der nachhaltigen Entwicklung.“ (UN A/CONF.151/26 (Vol. I-III) 1992) Dreizehn Jahre nach dieser Erklärung in der Präambel der Agenda 21 ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme. Das Konzept der Partnerschaft für Nachhaltige Entwicklung („Partnership for Sustainable Development“) wurde schließlich im Rahmen des Weltgipfels für Nachha ltige Entwicklung in Johannesburg im Jahre 2002 weiterentwickelt, spezifiziert und in einen verbindlichen Rahmen eingefügt. Doch ist sie wirklich ein effektives und effizientes Mittel zur Unterstützung der Agenda 21 und nachfolgender Erklärungen wie z.B. den Milleniumentwicklungszielen zu deren Implementierung sie ja eigens erschaffen wurde? Die Meinungen über solche Partnerschaften gehen auseinander. Autoren wie Hale und Mauzerall (2004) stehen dem zögernd, andere eher kritisch gegenüber (Ivanova 2003: 18,19), während die Vereinten Nationen (hinfort: UN), die den Nährboden und das Forum für die Entstehung der Partnerschaften für Nachhaltige Entwicklung (hinfort: PfNE) bilden, das Konzept stets im positivsten Licht darstellen. Hensley und Suryodipuro machen die allgemein unsichere Lage in einem Untertitel deutlich: „Reality, Myth, or Just Too Early to Tell?“ (2003). Indem zunächst auf die Entstehung der PfNE eingegangen werden soll, werden in einer kurzen Darstellung des Inhaltes der Agenda 21, des Programms für die weitere Durchführung der Agenda 21, der Milleniumentwicklungsziele und dem damit verbundenen Durchführungsplan von Johannesburg die zu erreichenden Ziele der Nachhaltigen Entwicklung skizziert. Daraufhin werden die Vor- und Nachteile, sowie Chancen und Risiken der PfNE mit dem Spezialfall der Public- Private Partnership („Öffentlich-Private Partnerschaft“, hinfort: PPP) gegeneinander abgewogen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Partnerschaft für Nachhaltige Entwicklung

2.1 Entstehung

2.2 Eigenschaften

3. Vor- und Nachteile der Partnerschaft für Nachhaltige Entwicklung in Bezug auf die Ziele der Agenda 21 u.a.

3.1 Nachteile

3.2 Vorteile

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob Partnerschaften für Nachhaltige Entwicklung (PfNE) ein effektives und effizientes Instrument zur Umsetzung internationaler Abkommen wie der Agenda 21, dem Programm für die weitere Durchführung der Agenda 21 sowie dem Durchführungsplan von Johannesburg darstellen. Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit diese Partnerschaften den Herausforderungen der Nachhaltigkeit gerecht werden können.

  • Entstehung und historischer Kontext der Partnerschaft für Nachhaltige Entwicklung.
  • Definition und spezifische Eigenschaften von Partnerschaften im Nachhaltigkeitskontext.
  • Abwägung von Vor- und Nachteilen, Chancen und Risiken bei der Implementierung.
  • Untersuchung des Spezialfalls der Public-Private Partnership (PPP).
  • Bewertung der Effizienz und der Zielerreichung im Rahmen internationaler Governance.

Auszug aus dem Buch

2.2 Eigenschaften

Es wurden folgende Richtlinien festgelegt (CSD-11 2003: 9-11): Partnerschaften sind freiwillige Initiativen, die von Regierungen und relevanten Interessenvertretern, z.B. „major groups“ und institutionellen Interessenvertretern aufgenommen werden. Sie sollten zur Implementierung der Agenda 21, des Programms für die weitere Durchführung der Agenda 21 und des Durchführungsplans von Johannesburg beitragen und sollten nicht von den Verpflichtungen ableiten, die in jenen Vereinbarungen enthalten sind. Partnerschaften sollen nicht die Verpflichtungen, die von Regierungen zur Implementierung der Agenda 21, des Programms für die weitere Durchführung der Agenda 21 und des Durchführungsplans von Johannesburg gemacht wurden, ersetzen, sondern diese ergänzen. Sie sollten konkrete Wertsteigerung zum Implementierungsprozess beitragen und sollten neu sein – d.h. nicht bloß vorhandene Arrangements widerspiegeln.

Partnerschaften sollten die ökonomischen, sozialen und umweltbezogenen Dimensionen der Nachhaltigen Entwicklung in ihrem Design und ihrer Implementierung bedenken. Sie sollten auf vorhersagbaren und nachhaltigen Ressourcen für ihre Implementierung basieren, sollten das Mobilisieren neuer Ressourcen umfassen und, wo relevant, in Technologietransfer („transfer of technology“) und Steigerung der Leistungsfähigkeit („capacity building“) in Entwicklungsländern resultieren. Partnerschaften sollten über eine sektorale und geographische Balance verfügen. Sie sollten in einer transparenten und verantwortlichen Weise entworfen und geführt werden. In dieser Hinsicht sollten sie relevante Informationen mit Regierungen und anderen relevanten Interessenvertretern austauschen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den historischen und problematischen Kontext der globalen Nachhaltigkeitsdebatte und führt in das Konzept der Partnerschaft für Nachhaltige Entwicklung ein.

2. Die Partnerschaft für Nachhaltige Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der PfNE sowie deren definitorische Eigenschaften und Richtlinien im Rahmen der Vereinten Nationen.

3. Vor- und Nachteile der Partnerschaft für Nachhaltige Entwicklung in Bezug auf die Ziele der Agenda 21 u.a.: Hier werden die kritischen Aspekte, Risiken und praktischen Vorteile der PfNE, einschließlich der PPP-Variante, detailliert gegeneinander abgewogen.

4. Fazit: Das Fazit beurteilt die Effizienz der Partnerschaften und schließt mit der Einschätzung, dass ein Mittelweg zwischen formellen und informellen Strukturen notwendig ist.

Schlüsselwörter

Nachhaltige Entwicklung, Agenda 21, Johannesburg, Partnerschaften, PfNE, Public-Private Partnership, PPP, Vereinte Nationen, CSD, Umweltpolitik, Ressourcenmobilisierung, Kapazitätsaufbau, Internationale Zusammenarbeit, Governance, Effizienz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle von Partnerschaften für Nachhaltige Entwicklung als Instrument zur Umsetzung internationaler umwelt- und entwicklungspolitischer Abkommen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entstehung der Partnerschaften, ihren operativen Eigenschaften, einer kritischen Abwägung von Vor- und Nachteilen sowie der Rolle von PPPs.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Partnerschaften für Nachhaltige Entwicklung ein wirklich effektives und effizientes Mittel zur Unterstützung der Ziele der Agenda 21 darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Literaturanalyse von UN-Dokumenten, offiziellen Berichten und Fachliteratur zur Bewertung der Partnerschaftskonzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Genese des Partnerschaftskonzepts, die definitorischen Richtlinien sowie eine detaillierte Gegenüberstellung von Nachteilen (wie Finanzierungsproblemen) und Vorteilen (wie bottom-up Ansätzen).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Nachhaltige Entwicklung, Agenda 21, Partnerschaften für Nachhaltige Entwicklung (PfNE) und Public-Private Partnerships (PPP).

Warum spielt die Unterscheidung zwischen "formell" und "informell" eine Rolle?

Die Arbeit deutet an, dass informelle Partnerschaften zwar flexibel sind, aber oft an mangelnder Transparenz oder Verbindlichkeit leiden, was einen ausgewogenen Mittelweg erforderlich macht.

Welche Herausforderung identifiziert der Autor bezüglich der "organisatorischen Phase"?

Viele Partnerschaften verbleiben laut Autor zu lange in einer rein organisatorischen oder koordinatorischen Phase, was das Risiko birgt, zu einem bloßen "talking shop" ohne reale Wirkung zu verkommen.

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Details

Title
Partnerschaften für Nachhaltige Entwicklung. Effizientes Mittel zur Implementierung und Durchführung der Agenda 21 und dem Durchführungsplan von Johannesburg?
College
University of Potsdam
Course
Public Private Partnerships (PPPs) in der internationalen Zusammenarbeit
Grade
1,7
Author
Sabrina Daudert (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V40534
ISBN (eBook)
9783638390293
ISBN (Book)
9783656768432
Language
German
Tags
Partnerschaften Nachhaltige Entwicklung Mittel Implementierung Agenda Programms Durchführung Agenda Durchführungsplan Johannesburg Public Private Partnerships Zusammenarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Daudert (Author), 2005, Partnerschaften für Nachhaltige Entwicklung. Effizientes Mittel zur Implementierung und Durchführung der Agenda 21 und dem Durchführungsplan von Johannesburg?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40534
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