Diese Hausarbeit bietet einen kurzen überblick über bilingualen Unterricht an deutschen Schulen. Definitionen und verschiedene Formen werden kurz erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1. Geschichte und aktuelle Situation
2. Die Schwerpunkte
3. Umsetzung in den verschiedenen Bundesländern
4. Angebote außerhalb der Schule
5. Richtungen der Ausweitung
6. Die Erfolge des deutschen Ansatzes
7. Organisationsformen
7.1 Bilinguale „Züge“ oder „Zweige“
7.2 Bilinguale Module
8. Umsetzung an den verschiedenen Schultypen
8.1 Gymnasium
8.2 Realschulen
8.3 Staatliche Europa-Schule Berlin
9. Didaktische Diskussion
9.1 Inhalt vs. Sprache
9.2 Forderung nach Forschung
10. Beispiel aus der Praxis – Ratsgymnasium Osnabrück
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Entwicklung, Organisation und didaktische Einordnung des bilingualen Unterrichts in Deutschland. Dabei wird insbesondere beleuchtet, wie der fremdsprachliche Sachfachunterricht an verschiedenen Schultypen institutionalisiert wurde, welche Herausforderungen bestehen und welche Potenziale er für die sprachliche sowie inhaltliche Bildung bietet.
- Historische Entwicklung bilingualer Angebote in Deutschland
- Strukturelle Organisationsformen wie Züge, Zweige und Module
- Vergleich der Umsetzung an unterschiedlichen Schultypen
- Didaktische Konzepte (CLIL, Content vs. Language Focus)
- Praxisbeispiel: Bilingualer Unterricht am Ratsgymnasium Osnabrück
Auszug aus dem Buch
1. Geschichte und aktuelle Situation
Es gibt seit ungefähr dreißig Jahren bilingualen Unterricht in Deutschland. Die ersten bilingualen Züge begannen sich mit dem deutsch-französischen Freundschaftsvertrag vor von 1963 zu etablieren und hatten dementsprechend Französisch als Unterrichtssprache.
Geschätzte 450 Schulen bieten heute bilingualen Unterricht, oder besser: fremdsprachlichen Sachfachunterricht, in der Sekundarstufe I an. Diese Zahl lässt sich abschätzen, da im Jahre 1999 alle Schulen mit bilingualem Angebot in Deutschland gezählt und diese Zahl im KMK-Bericht veröffentlicht wurde (Wildhage/Otten, 2003). Zu diesem Zeitpunkt gab es 379 Angebote, 70 davon alleine in Niedersachsen, was unserem Bundesland, das eine relativ geringe Einwohnerzahl im Verhältnis zur Fläche hat, einen der vorderen Plätze zumindest in der Anzahl der bilingualen Angebote in Deutschland zukommen lässt. Der Schluss, der sich aus diesen Zahlen ziehen lässt, ist, dass solche Angebote zwar mittlerweile keine Ausnahmeerscheinung mehr in der Bundesrepublik sind, bei weitem aber auch noch nicht als Regelangebot gelten können.
Die meisten Angebote sind mittlerweile englischsprachig, viele aber, vor allem im Deutsch-Französischen Grenzgebiet, auch französischsprachig. Bei all diesen Angeboten ist es die Regel, dass nur ein oder zwei Fächer in der Fremdsprache unterrichtet werden, der Grossteil weiterhin in Deutsch.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Geschichte und aktuelle Situation: Ein Überblick über die historische Entstehung und die aktuelle Verbreitung des bilingualen Unterrichts in Deutschland.
2. Die Schwerpunkte: Analyse der am häufigsten gewählten bilingualen Fächer und der Gründe für deren Auswahl.
3. Umsetzung in den verschiedenen Bundesländern: Darstellung der unterschiedlichen landesweiten Strategien und curricularen Vorgaben der Kultusministerien.
4. Angebote außerhalb der Schule: Erläuterung ergänzender Ausbildungs- und Materialangebote zur Unterstützung des fremdsprachlichen Sachfachunterrichts.
5. Richtungen der Ausweitung: Beschreibung der zunehmenden Beliebtheit und der Diversifizierung der Schulformen und Fremdsprachen.
6. Die Erfolge des deutschen Ansatzes: Betrachtung der positiven Auswirkungen auf Sprachkompetenz und fachliches Verständnis bei Schülern.
7. Organisationsformen: Unterscheidung zwischen traditionellen bilingualen Zügen und flexiblen Modulen.
8. Umsetzung an den verschiedenen Schultypen: Fokus auf die Spezifika an Gymnasien, Realschulen und der Staatlichen Europa-Schule Berlin.
9. Didaktische Diskussion: Erörterung der Balance zwischen Sprachvermittlung und Fachinhalt sowie der Notwendigkeit für wissenschaftliche Forschung.
10. Beispiel aus der Praxis – Ratsgymnasium Osnabrück: Ein konkreter Einblick in die Organisation und Stundentafel einer Schule mit bilingualem Profil.
Schlüsselwörter
Bilingualer Unterricht, fremdsprachlicher Sachfachunterricht, CLIL, Content and Language Integrated Learning, Fremdspracherwerb, Sekundarstufe I, Bilinguale Züge, Bilinguale Module, Sachfachliteralität, Schulentwicklung, Fremdsprache als Arbeitssprache, Bildungslandschaft Deutschland.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den Status quo und die didaktische Ausgestaltung des bilingualen Unterrichts (fremdsprachlicher Sachfachunterricht) an deutschen Schulen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung, die verschiedenen Organisationsmodelle, die Umsetzung an unterschiedlichen Schultypen und die fachdidaktische Diskussion.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über die Organisation und die didaktische Einordnung bilingualer Angebote sowie deren Erfolge im deutschen Bildungssystem zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse und einer Auswertung bestehender KMK-Berichte und fachdidaktischer Literatur, ergänzt durch ein Praxisbeispiel.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Organisationsformen, die Verteilung auf Schulformen, didaktische Ansätze wie "focus on content" und die Notwendigkeit empirischer Forschung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Bilingualer Unterricht, CLIL, Sachfachunterricht, Fremdspracherwerb und Schulentwicklung sind die prägenden Begriffe.
Wie unterscheidet sich das Modell der Staatlichen Europa-Schule Berlin von anderen?
Im Gegensatz zu vielen anderen bilingualen Zügen fungiert die Fremdsprache hier als gleichberechtigte "Partnersprache", wobei ab der ersten Klasse in beiden Sprachen unterrichtet wird.
Warum wird im Ratsgymnasium Osnabrück in den Klassen 7 und 8 eine zusätzliche Stunde unterrichtet?
Diese Stunde dient nicht dem Fachinhalt, sondern der Vorbereitung technischer Fertigkeiten wie Bildbeschreibung und der Erweiterung des Fachvokabulars für den späteren Unterricht.
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- Peter Loeks (Author), 2004, Bilingualer Unterricht in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40557