Snowboarden gehört seit einigen Jahren neben dem Skifahren zu den beliebtesten Wintersportarten in
Österreich. Auf den Wintersportwochen der Schulen wird diesem Trend dadurch Rechnung getragen,
dass den Kindern auch diese Sportart näher gebracht wird.
Gerade dem Snowboarden wird jedoch nachgesagt, in den ersten Tagen besonders gefährlich zu sein,
da Stürze und Unfälle an der Tagesordnung stünden.
Fakt ist sicherlich, dass bei Wintersportwochen im Bereich Snowboarden die Ausbildung der Lehrer
teilweise zu wünschen übrig läßt. Schließlich ist Snowboarden noch eine recht junge Sportart und
erste Lehrpläne gibt es erst seit etwa 10 Jahren. Und wie auch beim alpinen Skilauf entwickeln sich
Technik und Methodik laufend weiter. Beides ist jedoch Voraussetzung dem Schüler zu einer sicheren
Beherrschung seines Sportgerätes zu verhelfen und so die Zahlen der Unfälle zu senken.
Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick geben über die Arten und Häufigkeiten von Unfällen beim
Snowboarden. Ein Ausschnitt aus den Schulveranstaltungsverordnungen und relevanten
Gesetztesteilen soll die rechtliche Situation für den Lehrer auf einer Wintersportwoche klären helfen.
Und schließlich sollen Verhaltensregeln und Sicherheitstips helfen, die Wintersportwoche möglichst
unfallfrei zu gestalten. Dazu gehören etwa die wohl allseits bekannten FIS Regeln, aber auch die
relativ neuen "Boarderrules", die auf die spezielle Situation beim Snowboarden Rücksicht nehmen. In
einem Anhang finden sich noch Informationen zu möglichen Unterrichtsmaterialien wie etwa Videos
und Broschüren, sowie ein Adressverzeichnis, das mögliche Quellen für weitere Informationen
erschließen helfen soll.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 UNFÄLLE BEIM SNOWBOARDEN
2.1 TYPISCHE VERLETZUNGEN BEIM SNOWBOARDEN
2.1.1 Lokalisation der Verletzungen
2.1.2 Arten von Verletzungen
2.2 SITUATIVE ANALYSE VON SNOWBOARDUNFÄLLEN
2.2.1 Unfalltätigkeit
2.2.2 Unfallzeitpunkt
2.2.3 Pistenverhältnisse
2.3 RISIKOFAKTOREN BEIM SNOWBOARDEN
2.4 PRÄVENTIVE MAßNAHMEN
2.4.1 Handgelenksprotektoren
2.4.2 Weitere präventive Maßnahmen
3 SNOWBOARD UND RECHT
3.1 DIE SCHULVERANSTALTUNGSVERORDNUNG
3.2 BMUK RUNDSCHREIBEN ZUR DURCHFÜHRUNG VON SCHULVERANSTALTUNGEN MIT LEIBESERZIEHERLICHEM SCHWERPUNKT
3.3 DER AUFSICHTSERLAß
3.3.1 Die Aufsichtspflicht:
3.3.2 Träger der Aufsichtspflicht
3.3.3 Inhalt der Aufsichtspflicht
3.4 ZIVILRECHTLICHE SITUATION
3.4.1 Schadenersatzrecht
3.4.2 Zivilrecht und Aufsichtsführung - Amtshaftung
3.5 STRAFRECHTLICHE SITUATION
3.5.1 Fahrlässigkeit
3.5.2 Beispiele für Tatbestände
3.6 WEITERE NORMEN
3.6.1 Einteilung des Ski- und Snowboardraumes
4 VERHALTENSREGELN FÜR SNOWBOARDLEHRER
4.1 AUSRÜSTUNGSKONTROLLE
4.1.1 Board
4.1.2 Bindung
4.1.3 Boots
4.1.4 Bekleidung und Schutzausrüstung
4.2 AUSRÜSTUNG DES SNOWBOARDLEHRERS
4.3 PFLICHTEN DES SNOWBOARDLEHRERS GEGENÜBER SEINEN SCHÜLERN
4.4 AUFWÄRMEN
4.5 10 FIS-REGELN
4.6 8BOARDERULES
4.7 GEFAHRENSTELLEN
4.8 SONSTIGE GEFAHREN - WETTER
4.8.1 Föhn, Warmwettereinbruch
4.8.2 Wind, Kälte
4.8.3 Nebel
4.8.4 Sonne, UV-Strahlung
4.9 SONSTIGE GEFAHREN
4.10 HILFELEISTUNG BEI UNFÄLLEN
4.11 FAHREN IM FREIEN GELÄNDE
6 MATERIALIEN
6.1 VIEDOS
6.1.1 No risk but fun
6.1.2 Check it out
6.1.3 Respect the mountain
6.2 PAKET: NO RISK BUT FUN
6.2.1 Video "No Risk but fun":
6.2.2 "Lehrerbegleitheft":
6.2.3 "Was ist wichtig, was ist richtig":
6.2.4 "Lawinenfibel":
6.2.5 "Erste Hilfe":
6.2.6 "Mit Sicherheit mehr Winterspaß":
6.3 CD ROM: "BEWEGUNG IM SCHNEE" - WINTERSPORTWOCHEN
7 ADRESSEN FÜR WEITERE INFORMATIONEN:
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über die Arten und Häufigkeiten von Unfällen beim Snowboarden zu geben, die rechtliche Situation für Lehrer bei Schulveranstaltungen zu klären und praktische Verhaltensregeln sowie Sicherheitstipps für einen unfallfreien Wintersportbetrieb bereitzustellen.
- Analyse von Unfallursachen und Verletzungsmustern beim Snowboarden
- Rechtliche Grundlagen der Aufsichtspflicht und Haftung
- Implementierung von Präventionsmaßnahmen und sicherheitsorientiertem Unterricht
- Vermittlung internationaler FIS-Regeln und spezifischer Boarderrules
- Evaluierung von Lehrmaterialien und Ressourcen für Snowboardlehrer
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Lokalisation der Verletzungen
Je nach Untersuchung zeigen die Häufigkeiten der Verletzungen der einzelnen Körperregionen Unterschiede. Dies ist darauf zurückzuführen, dass einerseits die untersuchten Populationen differieren, andererseits teilweise auch unterschiedliche Grenzen bezüglich der Schwere von Verletzungen gezogen wurden.
Dennoch zeigt sich ein eindeutiger Trend, wenn man größere Regionen betrachtet. So sind beim Snowboarden die oberen Extremitäten wesentlich häufiger von Verletzungen betroffen, als die untere Extremität, der Rumpf oder der Kopf. Die folgende Tabelle soll einen kurzen Überblick geben:
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Beliebtheit des Snowboardens an Schulen und die damit verbundene Notwendigkeit, durch fundierte Ausbildung und Sicherheitsmaßnahmen Unfallzahlen zu senken.
2 UNFÄLLE BEIM SNOWBOARDEN: Dieses Kapitel analysiert statistische Daten zu Verletzungen, Unfallzeitpunkten und Risikofaktoren, um ein besseres Verständnis für das Gefahrenpotenzial beim Snowboarden zu schaffen.
3 SNOWBOARD UND RECHT: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für Lehrkräfte bei Schulveranstaltungen dargelegt, insbesondere in Bezug auf Aufsichtspflicht, Zivil- und Strafrecht sowie spezifische Verordnungen.
4 VERHALTENSREGELN FÜR SNOWBOARDLEHRER: Dieses Kapitel bietet konkrete Richtlinien für die Ausrüstungskontrolle, das Aufwärmen und das Verhalten auf der Piste unter Berücksichtigung der FIS-Regeln und spezifischer Boarderrules.
6 MATERIALIEN: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über verfügbare Lehr- und Sicherheitsmedien wie Videos, Broschüren und CD-ROMs zur Unterstützung des Snowboardunterrichts.
Schlüsselwörter
Snowboarden, Sicherheit, Verletzungsprävention, Schulveranstaltung, Aufsichtspflicht, Haftung, FIS-Regeln, Boarderrules, Erste Hilfe, Unfallstatistik, Handgelenksprotektoren, Sportdidaktik, Wintersport, Pistenregeln, Rechtliche Grundlagen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert Sicherheitsaspekte beim Snowboarden, insbesondere im Kontext von schulischen Wintersportwochen, und beleuchtet sowohl unfallstatistische als auch rechtliche und didaktische Gesichtspunkte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind Unfallanalyse, rechtliche Haftungsfragen für Lehrkräfte, Präventionsstrategien durch Ausrüstung und Verhalten sowie die Vermittlung von Sicherheitsregeln.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, Snowboardlehrern einen Leitfaden an die Hand zu geben, um Wintersportwochen sicherer zu gestalten und die Unfallhäufigkeit durch fundiertes Wissen zu minimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien zu Verletzungsmustern sowie auf die Auswertung relevanter österreichischer Gesetze, Verordnungen und Erlässe.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Unfallanalyse, eine detaillierte Erörterung der rechtlichen Situation für Lehrkräfte und umfangreiche Verhaltensregeln für den Unterricht.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Snowboardunfälle, Aufsichtspflicht, Prävention, FIS-Regeln und didaktische Verantwortung geprägt.
Wie unterscheidet sich die Unfallwahrscheinlichkeit nach dem Fahrkönnen?
Studien zeigen, dass das Verletzungsmuster vom Können abhängt: Während Experten häufiger Schulterverletzungen erleiden, treten bei Anfängern vermehrt Verletzungen an Handgelenken und Unterarmen auf.
Welche Bedeutung haben Handgelenksprotektoren?
Die Verwendung biomechanisch optimaler Handgelenksprotektoren kann die Wahrscheinlichkeit schwerer Verletzungen an den Handgelenken signifikant reduzieren, ohne dass dabei eine Zunahme von Verletzungen an anderen Körperregionen nachgewiesen werden konnte.
Was bedeutet die "Amtshaftung" für den Lehrer im Schulbetrieb?
Im Rahmen von Schulveranstaltungen agiert der Lehrer als Organ des Rechtsträgers (Bund oder Land). Bei Fahrlässigkeit haftet der Lehrer nicht direkt gegenüber dem Geschädigten, da hier der Rechtsträger einspringt.
Warum ist das richtige Verhalten an Pistenkreuzungen für Lehrer wichtig?
Da Kreuzungsbereiche Gefahrenschwerpunkte darstellen, muss der Lehrer bei der Gruppenführung besonderes Augenmerk darauf legen, um Kollisionen zwischen Schülern und anderen Pistenteilnehmern zu vermeiden.
- Quote paper
- Martin Plessl (Author), 2001, Sicherheitsaspekte beim Snowboarden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40568