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Das Phänomen Sprache in Martin Heideggers Werk Sein und Zeit

Title: Das Phänomen Sprache in Martin Heideggers Werk Sein und Zeit

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Thomas Schins (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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[...] Martin Heideggers Wortwahl und Satzaufbau ist gekennzeichnet durch den Stil der „Gesprächlichkeit“ und erschwert deshalb das Verständnis der jeweiligen Paragraphen (Internetquelle 1). Ich habe versucht, diesem Sachverhalt Rechnung zu tragen und habe vereinzelt Begriffe in ihrem Kontext zitiert, um sie anschließend in die eigene Analyse aufzunehmen. Es ist außerdem hilfreich, wenn man Kenntnis von den Philosophen Descartes und Husserl und deren philosophisches Wirken besitzt. Des Weiteren habe ich eine Skizze beigefügt, die im Referat verwendet wurde und die in einzelnen Kapiteln zum bildhaften – und somit klareren – Verständnis beiträgt. Diese Skizze enthält schematisch das erste Drittel des 34. Paragraphen. Es finden sich Hinweise auf diese Skizze an ausgewählten Stellen im Text. Die Struktur von Sein und Zeit kann grob in Einleitung und Erster Teil unterteilt werden. Im ersten Teil gibt es weitere Gliederungen: Erster Abschnitt und Zweiter Abschnitt. In beiden Abschnitten behandelt Heidegger kapitelweise zum einen „Die vorbereitende Fundamentalanalyse des Daseins“ und zum anderen „Dasein und Zeitlichkeit“. Die darin enthaltenen Paragraphen führen zum Titel seines Werkes. Sie haben, bis auf die Einleitung, nicht den Charakter einer chronologischen bzw. argumentativen Folge. Das ist ein wesentliches Merkmal, das sein Werk auszeichnet. Deshalb werden im nachfolgenden Hauptteil einige Stellen bzw. Begriffe aus verschiedenen Paragraphen verwendet, die zunächst augenscheinlich nicht das Phänomen Sprache behandeln. Jedoch bauen diese für Sein und Zeit typischen Begriffe diese Hausarbeit auf. Sie werden davor eingeführt, damit das Phänomen Sprache anhand des fünften Kapitels, und darin besonders des Paragraphen 34, schließlich analysiert werden kann. Dabei legt die Analyse darauf Wert, die Problematik von Sprache und Wahrheit einzukreisen und darauf zu deuten. Daraus ergibt sich jedoch kein Ansatz zur gezielten Klärung dieses sprachphilosophischen Extremfall. Außerdem versucht diese Hausarbeit Martin Heideggers philosophischen Standpunkt zur ontologischen Differenz zu anderen bedeutenden Philosophen, Descartes und Husserl, abzustecken. In Kapitel zwei und drei wird diesem Bemühen bestmöglich Rechnung getragen. Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass an den zitierten Stellen aus Sein und Zeit, die Quellenangabe des Autors (M. H.) ausgespart wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. HEIDEGGERS KRITIK AN DESCARTES

3. HEIDEGGERS KRITIK AN HUSSERL

4. DER BEGRIFF DES PHÄNOMENS

5. DAS DASEIN STIFTENDE – DIE WELTLICHKEIT

6. DIE EXISTENZIALIEN VERSTEHEN, BEFINDLICHKEIT UND REDE

6.2 DAS EXISTENZIAL VERSTEHEN

6.2 DAS EXISTENZIAL BEFINDLICHKEIT

6.3 DAS EXISTENZIAL REDE

7. DAS PHÄNOMEN SPRACHE

7.1 DIE STRUKTUR VON REDE

7.1.1 ZUSAMMENHANG VON BEDEUTUNG, SINNHAFTIGKEIT UND ZEITLICHKEIT

7.2 DIE KONSTITUTIVEN MÖGLICHKEITEN DER REDE: HÖREN UND SCHWEIGEN

7.3 DAS MITSEIN DER REDE IM DASEIN

7.4 DAS GEREDE ALS SEINSMODUS DER REDE

8. SCHLUSSWORT

9. ANHANG

Sein und Zeit - §34 Da-Sein und Rede. Die Sprache (eine Skizze)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachphilosophischen Grundlagen in Martin Heideggers Werk "Sein und Zeit". Das primäre Ziel ist es, das Phänomen Sprache innerhalb Heideggers ontologischer Differenz zu verorten und dessen komplexe Struktur durch die Analyse der Existenzialien wie Verstehen, Befindlichkeit und Rede zu verdeutlichen.

  • Kritische Auseinandersetzung mit den Erkenntnistheorien von Descartes und Husserl.
  • Untersuchung des Begriffs der Weltlichkeit als fundamentale Struktur des Daseins.
  • Analyse der Existenzialien Verstehen, Befindlichkeit und Rede als Basis für Sprache.
  • Erörterung von Hören und Schweigen als konstitutive Möglichkeiten der Rede.
  • Betrachtung des "Geredes" als alltäglichen Seinsmodus der Sprache.

Auszug aus dem Buch

7.4 Das Gerede als Seinsmodus der Rede

Im nun letzten Unterkapitel zum Phänomen Sprache erfolgt schließlich die Analyse des alltäglichen Seinsmodus der Rede: das Gerede. Es ist ein konstitutiver Moment der Rede und gibt dessen „alltägliche Ausgelegtheit“ im Hinausgesprochenen als Sprache wieder (vgl. 169). Heidegger gibt ausdrücklich zu verstehen, dass der Ausdruck Gerede „nicht in einer herabziehenden Bedeutung“ verwendet wird (167). Seinen Ausführungen zufolge könnte jedoch das Gegenteil angenommen werden. Im Folgenden wird dies noch verdeutlicht.

Heidegger definiert Gerede wie folgt: „Das Gerede ist die Möglichkeit, alles zu verstehen ohne vorgängige Zueignung der Sache“ (169). Es fällt schwer, nicht schon in dieser Definition das Negative hervorzuheben. Dennoch zeigt diese Definition auf, dass das Hinausgesprochene der Rede verstanden werden kann, „ohne daß sich der Hörende in ein ursprünglich verstehendes Sein zum Worüber der Rede bringt“ (168). Diese Festlegung verspricht insofern, dass auf dem Wege der beredeten Mitteilung im konzentrierten Hinhören des Gesagten, die stille Post bei jedem Durchlauf erfolgreich ihr Ziel beim Rezipienten der Nachricht erreichen müßte. Nun ist allgemein bekannt, dass dies sehr selten der Fall ist. Heidegger führt diese Tatsache darauf zurück, dass „das bodenlose Gesagtsein und Weitergesagtwerden [...] das Erschließen verkehrt zu einem Verschließen“ (169).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Relevanz der Sprache als philosophischen Erkenntnisgegenstand ein und skizziert die methodische Vorgehensweise der Analyse innerhalb Heideggers "Sein und Zeit".

2. HEIDEGGERS KRITIK AN DESCARTES: In diesem Kapitel wird Heideggers Vorwurf gegen Descartes beleuchtet, das Phänomen Welt aufgrund eines dualistischen Substanzdenkens nicht angemessen erfasst zu haben.

3. HEIDEGGERS KRITIK AN HUSSERL: Es wird der Gegensatz zwischen Husserls Phänomenologie des Bewusstseins und Heideggers Phänomenologie der Alltäglichkeit im Kontext der ontologischen Differenz diskutiert.

4. DER BEGRIFF DES PHÄNOMENS: Dieses Kapitel klärt Heideggers Verständnis von Phänomen und Erscheinung, wobei das Sich-zeigen-lassen als zentrales Kriterium hervorgehoben wird.

5. DAS DASEIN STIFTENDE – DIE WELTLICHKEIT: Die Untersuchung der Weltlichkeit als existenziale Bestimmung des Daseins bildet die Voraussetzung für das Verständnis der sprachlichen Struktur.

6. DIE EXISTENZIALIEN VERSTEHEN, BEFINDLICHKEIT UND REDE: Dieses Kapitel analysiert die drei zentralen Existenzialien, die als Seinscharaktere des Daseins die Grundlagen für den späteren Sprachbegriff legen.

7. DAS PHÄNOMEN SPRACHE: Hier werden die Ergebnisse zusammengeführt, wobei Rede als das ontologische Fundament der Sprache definiert und deren verschiedene Dimensionen detailliert analysiert werden.

8. SCHLUSSWORT: Das Schlusswort resümiert die gewonnenen Erkenntnisse über die Verankerung der Sprache im Dasein und dessen existenzialer Erschlossenheit.

Schlüsselwörter

Heidegger, Sein und Zeit, Dasein, Sprache, Rede, Phänomenologie, Ontologische Differenz, Weltlichkeit, Verstehen, Befindlichkeit, Existenzialien, Gerede, Hermeneutik, Kommunikation, Sinnhaftigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen Sprache im Kontext von Martin Heideggers Hauptwerk "Sein und Zeit" und dessen Einbettung in seine fundamentalontologische Philosophie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Kritik an der traditionellen Erkenntnistheorie, die existenziale Struktur des Daseins (Weltlichkeit) sowie die konstitutiven Merkmale der Sprache, wie insbesondere das Existenzial "Rede".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Sprache bei Heidegger als "Hinausgesprochenheit" aus der existenzialen Struktur des Daseins hervorgeht und welche Rolle sie für die Erschließung von Welt spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet die hermeneutische Phänomenologie, um Heideggers Begrifflichkeit innerhalb des Werkes "Sein und Zeit" systematisch zu dekonstruieren und neu zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Auseinandersetzung mit Descartes und Husserl, eine Klärung der Grundbegriffe (Phänomen, Weltlichkeit) und eine detaillierte Analyse der sprachrelevanten Existenzialien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Dasein, ontologische Differenz, Existenzialien, Rede, Weltlichkeit und hermeneutische Phänomenologie charakterisieren.

Warum spielt das "Gerede" eine so wichtige Rolle für Heidegger?

Das Gerede wird als der alltägliche Seinsmodus der Rede verstanden, der zwar zur Oberflächlichkeit führen kann, aber gleichzeitig eine notwendige Funktion in der zwischenmenschlichen Kommunikation erfüllt.

In welchem Verhältnis stehen Hören und Schweigen zur Sprache?

Hören und Schweigen sind nach Heidegger konstitutive Möglichkeiten der Rede; sie sind dem eigentlichen Sprechen vorgelagert und grundlegend für die Fähigkeit, ein echtes Verständnis zu entwickeln.

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Details

Title
Das Phänomen Sprache in Martin Heideggers Werk Sein und Zeit
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (FASK - Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft)
Grade
1,0
Author
Thomas Schins (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V40620
ISBN (eBook)
9783638390958
Language
German
Tags
Phänomen Sprache Martin Heideggers Werk Sein Zeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Schins (Author), 2005, Das Phänomen Sprache in Martin Heideggers Werk Sein und Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40620
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