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Wie können Probleme gelöst werden? Modelle der Problemlösung

Titel: Wie können Probleme gelöst werden? Modelle der Problemlösung

Hausarbeit , 2005 , 28 Seiten , Note: 1

Autor:in: Karsten Luda (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Probleme gelöst werden können. Hierzu werden zunächst die verschiedenen Problemebenen und Einflussmöglichkeiten (die kognitive Struktur, dem Problem und Personenmerkmal, der Realitätsbereich) komplexer Problemen behandelt und anschließend die fünf, mitunter sehr komplexen Problemlösetheorien anhand von anschaulichen Beispielen vorgestellt. Am ausführlichsten wird hierbei die Problemlösetheorie „Problemlösen durch Kreativität“ behandelt, da sie die Interessanteste, weil Ungewöhnlichste aller fünf Theorien darstellt. Abschließend soll der Problemlöseprozess in ein allgemeineres, leichter Verständlicheres Ablaufmodell gebracht werden. Um einen Überblick und einen überschaubaren Einstieg in das Thema Problem/Problemlösen zu geben, werden an dieser Stelle einige Definitionen vorgestellt und anschließend auf gemeinsamen Inhalt überprüft: „Ein Problem entsteht z.B. dann, wenn ein Lebewesen ein Ziel hat und nicht weiß, wie es dieses Ziel erreichen soll“ (Duncker, 1935, S.1) „Ein Individuum steht einem Problem gegenüber, wenn es sich in einem inneren oder äußeren Zustand befindet, den es aus irgendwelchen Gründen nicht für wünschenswert hält, aber im Moment nicht über die Mittel verfügt, um den unerwünschten Zustand in einen wünschenswerten Zustand zu überführen“ (Dörner, 1979, S.10) „Eine Situation, in der die Erreichung eines Ziels nicht über ein bekanntes Handlungsmuster möglich ist. Ein Problem setzt also immer eine als wesentlich empfundene Soll- Ist-Abweichung (Abweichung des Ist-Zustandes von einem Ziel oder einer aus dem Ziel abgeleiteten Soll-Größe) voraus.“ (http://www.olev.de/p/problem.htm /15.12.04) Ein Problem ist also durch drei Komponenten gekennzeichnet: - Unerwünschter Anfangszustand - Erwünschter Zielzustand - Barriere, die die Überführung des Anfangszustandes in den Zielzustand im Augenblick verhindert

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition: Problem

3. Verschiedene Ebenen des Problems

3.1 Problem und Aufgabe

3.2 Die kognitive Struktur

3.3 Problemmerkmale und Personenmerkmale

3.4 Realitätsbereiche

4. Problemlösetheorien

4.1 Problemlösen durch Versuch und Irrtum

4.2 Problemlösen durch Umstrukturieren

4.3 Problemlösen durch Anwendung von Strategien

4.4 Problemlösen durch Kreativität

4.4.1 Der kreative Prozess

4.4.2 Die kreative Persönlichkeit

4.4.3 Kreativität und spezifisches Wissen

4.4.4 Exkurs: Kreativitätstechniken

4.5 Problemlösen durch Systemdenken

5. Der Problemlöseprozess

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Studienarbeit untersucht die psychologischen Grundlagen und Modelle der Problemlösung, um aufzuzeigen, wie komplexe Situationen analysiert und durch unterschiedliche kognitive Ansätze erfolgreich bewältigt werden können.

  • Strukturelle Komponenten und Ebenen von Problemen
  • Theoretische Problemlöseansätze (Versuch/Irrtum, Umstrukturierung, Kreativität)
  • Phasenmodell des Problemlöseprozesses
  • Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen und Wissensbasen
  • Anwendung von Kreativitätstechniken in der Praxis

Auszug aus dem Buch

4.4.1 Der kreative Prozess

Edelmann beschreibt sechs Phasen des Prozesses kreativer Problemlösung:

1. Problematisierung:In dieser einleitenden Phase werden die Probleme erkannt, die Widersprüche aufgespürt, Selbstverständlichkeiten in Frage gestellt, Lücken im Wissen und in der Erfahrung identifiziert und bisher als unbezweifelbar hingenommene Gewissheiten zurückgewiesen…

2. Exploration: Hierbei wird das Problemfeld von verschiedenen Punkten aus erforscht…So können Erfahrungen, Informationen und Wissensbestände umstrukturiert und organisiert werden. Diese explorative Phase endet nicht mit Entscheidungen. Vielmehr bleiben alternative und sogar widersprüchliche Betrachtungsweisen und Erklärungsversuche gleichberechtigt nebeneinander stehen…

3. Inkubation: Dies ist der bisher noch am wenigsten erforschte Abschnitt eines kreativen Prozessablaufs. In dieser Phase kommt es scheinbar zu einem von emotionaler Entspannung begleiteten Vergessen des Problems…Dabei vollzieht sich eine nicht in Sprache übersetzte, sondern anschauliche oder symbolhafte Neuorganisation von Erfahrungen und Versuchen. Diese dem äußeren Anschein nach ruhige Inkubationsphase stellt die unmittelbare Vorbereitung der

4. heuristischen Regression: dar. Sie ist subjektiv durch das Erlebnis spontan auftauchender Lösungsmöglichkeiten gekennzeichnet, mit denen spielerisch ungebunden umgegangen wird, die verändert und ergänzt, die probeweise akzeptiert und wieder verworfen werden…Das Zurückgleiten auf eine gewissermaßen kindliche und dramatisierte, zugleich vieldeutige Realitätsbegegnung schafft das anspruchsentlastete norm- und konventionsbefreite Operationsniveau, auf dem sich die kreative Idee ausbilden kann. Durch die abschließende Auswahl der aussichtsreichsten Lösungsidee wird die heuristische Regression beendet. Damit beginnt die Phase der

5. Elaboration: In der Phase der Elaboration wird der in der heuristischen Regression gefundene, unfertige Lösungsansatz systematisch ausgearbeitet und in eine Sprache übersetzt, die für diejenigen verständlich ist, die gleichfalls vor das Problem gestellt sind und die zugleich Nachfrager und Nutznießer der Lösung sind. Die kreative Idee wird kommunizierbar.

6. Diffusion: Diese letzte Phase scheint mit dem kreativen Prozess nur noch oberflächlich zusammenzuhängen. Sie ist dennoch non großer Bedeutung. Diffusion bezeichnet den Prozess, der eine kreative Leistung ausbreitet und durchsetzt. Damit geht eine gewisse Popularisierung und Einbeziehung in das Alltagsgeschehen einher… (Vgl. Edelmann 2000, S.217)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, wie Probleme gelöst werden können, und umreißt die behandelten Ebenen sowie die fünf zentralen Problemlösetheorien.

2. Definition: Problem: Hier werden gängige Definitionen vorgestellt und ein Problem als Barriere zwischen Ist- und Soll-Zustand sowie dem Fehlen eines unmittelbaren Lösungsweges charakterisiert.

3. Verschiedene Ebenen des Problems: Dieses Kapitel differenziert zwischen Aufgabe und Problem und beleuchtet die kognitive Struktur, Personenmerkmale sowie Realitätsbereiche.

4. Problemlösetheorien: Das Hauptkapitel stellt fünf Theorien vor: Versuch und Irrtum, Umstrukturieren, Anwenden von Strategien, Kreativität und Systemdenken anhand praktischer Beispiele.

5. Der Problemlöseprozess: Dieses Kapitel fasst das Problemlösen in einem allgemeinen Ablaufsmodell mit vier Phasen (Problemraum, Situationsanalyse, Suchraum, Lösung/Evaluation) zusammen.

6. Fazit: Die Arbeit fasst die Komplexität der verschiedenen Ansätze zusammen und betont die Bedeutung der individuellen kognitiven Voraussetzungen für den Problemlösungserfolg.

Schlüsselwörter

Problemlösung, Denkpsychologie, Kognitive Struktur, Kreativität, Systemdenken, Problemlöseprozess, Barriere, Situationsanalyse, Heuristik, Algorithmus, Wissensstruktur, Divergentes Denken, Konvergentes Denken, Lernpsychologie, Entscheidungstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die psychologischen Mechanismen des Problemlösens und untersucht, durch welche Modelle und Theorien Menschen komplexe Probleme bewältigen können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den zentralen Feldern gehören die Definition eines Problems, die kognitive Struktur bei der Aufgabenbewältigung, verschiedene theoretische Problemlöseansätze und ein übergreifendes Phasenmodell des Prozesses.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Probleme gelöst werden können, indem verschiedene Ansätze – von der Kreativität bis zum Systemdenken – vorgestellt und in ein verständliches Ablaufmodell integriert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse der gängigen Lern- und Denkpsychologie, um verschiedene theoretische Modelle gegenüberzustellen und durch anschauliche Fallbeispiele zu erläutern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden fünf spezifische Problemlösetheorien detailliert erläutert, wobei besonderes Augenmerk auf das „Problemlösen durch Kreativität“ und „Systemdenken“ gelegt wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Problemlösung, kognitive Struktur, Kreativität, Systemdenken, Problemlöseprozess, Heuristik und das Zusammenspiel von konvergentem und divergentem Denken.

Was unterscheidet das "Helgoland-Problem" von anderen Beispielen?

Das Helgoland-Problem dient als praktisches Beispiel für die Methode des Umstrukturierens, bei der eine irrelevante Information (der Weg der Segelyacht) identifiziert und das Problem von einem Weg- auf ein Zeitproblem umgestellt wird.

Welche Rolle spielt die "heuristische Regression" im kreativen Prozess?

Sie ist eine Phase, in der das Denken spielerisch, fast kindlich frei von Konventionen wird, um Raum für spontane, neue Lösungsideen zu schaffen, bevor diese in der Elaboration systematisiert werden.

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Details

Titel
Wie können Probleme gelöst werden? Modelle der Problemlösung
Hochschule
Hochschule Bremen
Veranstaltung
Lern- und Denkpsychologische Grunflagen
Note
1
Autor
Karsten Luda (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
28
Katalognummer
V40630
ISBN (eBook)
9783638391030
ISBN (Buch)
9783656448600
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Probleme Modelle Problemlösung Lern- Denkpsychologische Grunflagen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Karsten Luda (Autor:in), 2005, Wie können Probleme gelöst werden? Modelle der Problemlösung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40630
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Leseprobe aus  28  Seiten
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