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Angst im Alltag und Bewältigungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung des Ansatzes der sozialpädagogischen Beratungspraxis

Title: Angst im Alltag und Bewältigungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung des Ansatzes der sozialpädagogischen Beratungspraxis

Intermediate Diploma Thesis , 2005 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Elfriede Tillmann (Author)

Social Work
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Angst ist zu einer Zeitkrankheit geworden1, unter der viele Menschen, teils bewusst, meistens jedoch, ohne sich selbst diese Ängste eingestehen zu wollen, leiden. Sie leiden unter der Angst vor Prüfungen oder Berufswechsel, unter der Angst vor ihrem Chef, vor Krankheiten, vor Einsamkeit oder vor Kontakt mit ihrer Umwelt. Angst verliert in diesem Sinnzusammenhang ihren beschützenden natürlichen Charakter2, Angst macht unfrei und beengt. Angst beeinflusst wichtige Lebensentscheidungen – führt gar zu körperlichen Symptomen3, die krank machen können. In diesem Sinne ist Angst nicht mehr natürlich sondern stellt ein Hindernis für die individuelle Entfa ltung und für das eigene Leben im allgemeinem dar. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, sich seiner Ängste zu stellen, diese zu hinterfragen und zu analysieren. Nach diesem Erkenntnisschritt gibt es verschieden Möglichkeiten Ängste zu behandeln, die es ermöglichen seine Ängste zu besiegen. Angst ist einerseits zwar ein durchaus nützlicher und natürlicher Bestandteil unseres Lebens, gleichzeitig ist Angst aber auch ein Problemthema der heutigen Zeit, sieht man einerseits wie viele Menschen generell unter ihren Ängsten leiden und andererseits wie viele Menschen krankhafte Ängste haben, die sie zwingen sich in ärztliche Behandlung zu begeben und die sie ernsthaft daran hindern, ein normales Leben zu führen. Somit werden Ängste auch zum Bestandteil der Psychologischen Beratung und der Sozialpädagogischen Beratungspraxis. Davon abgesehen ist Angst ein Thema, das jeden Menschen bewegt. Angst ist Bestandteil eines jeden Lebens und ihre Leugnung ist keinesfalls eine Lösung, um sich der Ängste zu entledigen sondern bringt als Vermeidungsstrategie oder Verdrängungstechnik meist zwar eine kurzfristige Erleichterung mit sich, ist aber auch symptomatisch für manche krankhafte Angstformen. Im Gegenteil birgt die Verdrängung von Ängsten eher Gefahren. Lösungen von Angstproblemen können nur in der konsequenten Auseinandersetzung mit den Ängsten gefunden werden. Wie diese Lösungsstrategien jedoch aussehen und wie sie im Rahmen der sozialpädagogischen Beratungspraxis zum Einsatz kommen, ist die Grundfragestellung dieser Ausarbeitung. 1 Vgl. Hennenhofer, G., S. 5 2 Vgl. Hennenhofer, G., S. 11 3 Vgl. Knapp, G., S. 189

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ANGST - EIN DEFINITIONSVERSUCH

3. FORMEN UND KATEGORISIERUNG DER ANGST

4. URSACHEN DER ANGST

5. ANGST IM ZUSAMMENHANG MIT DER SOZIALPÄDAGOGISCHEN BERATUNGSPRAXIS

5.1 Der Beratungsfall

5.2 Der Beratungsprozess

6. BEWÄLTIGUNGSMÖGLICHKEITEN

6. 1 Alltagsstrategien

6. 1. 1. Vermeidung

6. 1. 2. Gedankenstrukturierung

6. 2 Verhaltenstherapie

6. 2. 1. Selbstsicherheitstraining

6. 2. 2. Systematische Desensibilisierung

7. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Rolle der Angst im menschlichen Alltag zu beleuchten und fundierte Strategien zur Bewältigung aufzuzeigen, wobei insbesondere der Beitrag und die Grenzen der sozialpädagogischen Beratungspraxis analysiert werden.

  • Grundlagen und Definition der Angst
  • Kategorisierung verschiedener Angstformen
  • Ursachenforschung bei Ängsten
  • Sozialpädagogische Beratung als Interventionsmöglichkeit
  • Methoden der Angstbewältigung (Alltagsstrategien und Verhaltenstherapie)

Auszug aus dem Buch

6. 1. 1. Vermeidung

Die Vermeidung als klassische Form der Angstbewältigung findet sich auch unter den individuellen Strategien gegen Angst wieder. Auf Basis unserer individuellen Erfahrungen sind wir in der Lage, Angst- erregende Reize und Situationen zu umgehen. Im Gegensatz zur psychischen Ausprägung können wir die Strategie der Vermeidung auch bewusst und überlegt anwenden. Diese Form der Vermeidung kann zu einer Einengung des persönlichen Lebens führen. Auch Entscheidungen können dadurch negativ beeinflusst werden, da sie nicht mehr rational gefällt werden.

Menschen, die beispielsweise Angst vor Menschenansammlungen haben, trauen sich nicht mehr auf die Straße. Sie ziehen sich immer mehr zurück. Menschen, die Angst vor Fahrstühlen haben, werden sich schwer tun im 17. Stock zu arbeiten. Ein Kriterium, was sonst bei der Wahl des Arbeitsplatzes nicht ins Gewicht fallen würde.

Durch die Vermeidung von Angst- erzeugenden Situationen begeben wir uns aber in den Teufelskreis der Angst: „Wenn einen bestimmte Situation konsequent vermieden werden muss, dann ist der Betroffene gezwungen, sich vor immer mehr Dingen ‚zu drücken’. Denn ebenso wie die konditionierten Reize einer Generalisierungstendenz unterliegen, dehnt sich auch unser Vermeidungverhalten auf immer mehr Bereich aus. Das kann soweit führen, dass ein Mensch seine vier Wände überhaupt nicht mehr verlässt, um allen Ängsten zu entgehen.“

Vermeidung verstärkt also unsere Ängste. Vermeidungsverhalten ist eine der schlechtesten Strategien gegen Angst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Thematik der Angst als weitverbreitete "Zeitkrankheit" ein und stellt die Notwendigkeit von Lösungsstrategien im Rahmen der sozialpädagogischen Beratung heraus.

2. ANGST - EIN DEFINITIONSVERSUCH: Es wird die etymologische Herkunft der Angst erläutert und eine fachliche Definition im Abgrenzungsversuch zur Furcht gegeben.

3. FORMEN UND KATEGORISIERUNG DER ANGST: Das Kapitel bietet eine systematische Übersicht über verschiedene Angstformen und stellt die von Riemann entwickelten vier Grundformen der Angst vor.

4. URSACHEN DER ANGST: Hier werden unterschiedliche individuelle Auslöser für die Entstehung von Ängsten, wie etwa erlernte Reaktionen oder Erziehungsfehler, beleuchtet.

5. ANGST IM ZUSAMMENHANG MIT DER SOZIALPÄDAGOGISCHEN BERATUNGSPRAXIS: Dieser Teil widmet sich der praktischen Anwendung von Beratung bei Angstproblematiken unter Berücksichtigung von Fallbeispielen und dem schrittweisen Beratungsprozess.

6. BEWÄLTIGUNGSMÖGLICHKEITEN: Es werden konkrete Methoden zur Angstreduktion vorgestellt, unterteilt in niedrigschwellige Alltagsstrategien und therapeutische Ansätze der Verhaltenstherapie.

7. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Die Arbeit resümiert die duale Natur der Angst als Schutzmechanismus sowie als einengender Faktor und ordnet die sozialpädagogische Arbeit in einen professionellen Kontext ein.

Schlüsselwörter

Angst, Sozialpädagogik, Beratungspraxis, Angstbewältigung, Alltagsstrategien, Verhaltenstherapie, Selbstsicherheitstraining, Systematische Desensibilisierung, Psychologie, Angstformen, Leistungsangst, Sozialangst, Vermeidung, Lebensqualität, Interventionsstrategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen Angst als gesellschaftliches und individuelles Thema und erforscht, wie die sozialpädagogische Beratungspraxis dazu beitragen kann, Betroffene bei der Bewältigung zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition und Ursachenforschung von Angst, der Kategorisierung von Ängsten sowie der praktischen Anwendung von Bewältigungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Ratsuchenden Wege aufzuzeigen, wie sie mit Ängsten umgehen können, und die Rolle sowie die Grenzen sozialpädagogischer Beratung in diesem Kontext zu definieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Anwendung psychologischer sowie sozialpädagogischer Konzepte auf konkrete Beratungsfallbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Angst, die Analyse der sozialpädagogischen Beratungspraxis und die detaillierte Vorstellung von Alltagsstrategien sowie verhaltenstherapeutischen Methoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Angst, Sozialpädagogische Beratung, Verhaltenstherapie, Angstbewältigung und Alltagsstrategien.

Wie unterscheidet sich die "systematische Desensibilisierung" von anderen Methoden?

Es handelt sich um eine verhaltenstherapeutische Technik, bei der angstauslösende Reize in einer Rangfolge erstellt und durch Entspannungstechniken schrittweise entkoppelt werden.

Welche Grenze zieht die Autorin für die sozialpädagogische Beratung?

Die Autorin betont, dass tiefgreifende oder pathologische Angstformen (z.B. psychotische Ängste) im Rahmen einer professionellen psychologischen Therapie behandelt werden müssen, die über die Kompetenzen der klassischen sozialpädagogischen Beratung hinausgeht.

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Details

Title
Angst im Alltag und Bewältigungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung des Ansatzes der sozialpädagogischen Beratungspraxis
College
University of Marburg
Grade
2,0
Author
Elfriede Tillmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V40654
ISBN (eBook)
9783638391221
Language
German
Tags
Angst Alltag Bewältigungsmöglichkeiten Berücksichtigung Ansatzes Beratungspraxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elfriede Tillmann (Author), 2005, Angst im Alltag und Bewältigungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung des Ansatzes der sozialpädagogischen Beratungspraxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40654
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