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Naturrisiken und Naturkatastrophen: Dürre

Definition - Entstehung - Desertifikation - Vorbeugung - Maßnahmen

Title: Naturrisiken und Naturkatastrophen: Dürre

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 30 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Daniel Stelzer (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Summary Excerpt Details

Dürren traten in der Menschheitsgeschichte immer wieder auf, von biblischen Zeiten über Katastrophen in den 1980er Jahren in Afrika, die zu weltweiten Hilfsaktionen führten, bis hin zum Sommer 2003 in Mitteleuropa. Beachtung erlangten Dürren allerdings nicht nur aufgrund ihres physiogeographischen Charakters, sondern zumeist aufgrund der Folgen für die Menschen in den betroffenen Regionen. Die Folgen für die betroffenen Menschen sind regional sehr unterschiedlich und hängen neben den klimatologischen Voraussetzungen auch stark von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen ab.
In der wissenschaftlichen Fachliteratur bewegt sich die Bearbeitung des Phänomens Dürre zwischen so unterschiedlichen Gebieten wie der Analyse des meteorologischen Phänomens, den menschlichen Reaktionen und den wirtschaftlichen Folgen dieser Ereignisse. Es wird also hieran bereits deutlich, wie vielseitig Dürren und die daraus entstehenden Probleme sind.
Dieser Vielseitigkeit versucht diese Arbeit Rechnung zu tragen. Hierfür ist es nötig grundlegend zu klären was unter dem Begriff Dürre verstanden wird und wie Dürren entstehen. Des Weiteren soll anhand ausgewählter Beispiele gezeigt werden, dass Dürren, obwohl sie immer wieder auftreten, zumeist unterschiedliche Verläufe aufweisen und dementsprechend sich in den Folgen unterscheiden. Da Dürren ein sehr großes Schadenspotential aufweisen, ist es nötig verschiedene Ansätze zur Vorbeugung zu beleuchten.
Die Notwendigkeit Dürren im Zusammenhang mit Naturrisiken und Naturkatastrophen näher zu betrachten, liegt darin begründet, dass Dürren wie andere Naturkatastrophen an Stärke zunehmen werden. Im Gegensatz zu anderen Katastrophen, wie zum Beispiel Erdbeben oder Vulkanausbrüche, sind der anthropogene Aspekt und somit auch die Einflussmöglichkeiten, die die Betroffenen haben, hier sehr groß.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Dürre

2.1 Abgrenzung des Begriffs Dürre

2.1.1 Definitionen

2.1.2 Unterschiedliche Arten von Dürre

2.2 Räumliche Verteilung von Dürre

2.3 Entstehung von Dürre

2.4 Dürren in der Menschheitsgeschichte

2.5 Beispiele für Dürre

2.5.1 Dust-Bowl in USA

2.5.2 Sahel im 20.Jahrhundert

2.5.3 Sommer 2003 in Deutschland

2.6 Folgen von Dürre

2.6.1 Desertifikation

2.6.2 Waldbrand am Beispiel Australien

2.6.3 Hungersnot

2.7 Vorbeugung und Maßnahmen gegen Dürren

2.7.1 Bestimmung von dürregefährdeten Gebieten

2.7.2 Drought-Monitoring und Drought-Management

2.7.3 Maßnahmen zur Behebung des Wassermangels

2.8 Dürren als Folgen des Klimawandels

3. Fazit: Dürre – eine Naturkatastrophe?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der Dürre als Naturrisiko und analysiert, inwieweit diese durch menschliches Handeln und Klimaveränderungen beeinflusst wird. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Einstufung von Dürren als Naturkatastrophen und dem Spannungsfeld zwischen physiogeographischen Ursachen und sozioökonomischen Anpassungsstrategien.

  • Definition und Systematisierung unterschiedlicher Dürrearten
  • Historische Betrachtung und Fallbeispiele (Dust Bowl, Sahel, Sommer 2003)
  • Analyse der ökologischen und gesellschaftlichen Folgen wie Desertifikation und Hungersnöte
  • Strategien zur Vorbeugung und zum Management von Dürrerisiken
  • Diskussion über den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Dürreereignissen

Auszug aus dem Buch

2.5.1 Dust Bowl in USA

Der Mittlere Westen der Vereinigten Staaten von Amerika erlebte in den 30er Jahren des 20.Jahrhunderts eine verheerende Dürre, die katastrophale Auswirkungen für Mensch und Natur haben sollte. Es waren vor allem die südlichen Regionen der Great Plains betroffen, in denen Getreideanbau bei geringen Niederschlagsmengen betrieben wurde (vgl. STRAHLER/STRAHLER 1999, S.467). Bei dieser Dürre handelt es sich auch um die am besten erforschte und publizistisch verarbeitete Dürre der Moderne (vgl. GEIPEL 1992, S.138).

Im Rahmen der Erschließung des Westens der USA im 19.Jahrhundert wurden die Great Plains schon von Dürren heimgesucht, allerdings führten ausgiebige Niederschläge zu Beginn des 20.Jahrhunderts zu einer Euphorie und die Möglichkeiten des Landes wurden falsch eingeschätzt. In dieser Stimmung wurden schwerwiegende Fehler in der Landnutzung begangen (vgl. LAMPING/LAMPING 1995, S.195f.). Die Bevölkerung in Texas, Oklahoma und Arkansas hatte sich seit Mitte des 19.Jahrhunderts verzehnfacht und versuchte die Kurzgrasprärie in den „Brotkorb Amerikas“ umzuwandeln (vgl. GEIPEL 1992, S.141).

Allerdings blieb in den Dreißiger Jahren des 20.Jahrhunderts der Niederschlag für lange Zeit aus (vgl. LAMPING/LAMPING 1995, S.196) und in Folge einer Verschiebung des subtropischen Hochdruckgürtels wehten starke Westwinde, die als trockene Föhnwinde aus den Gebirgsketten der Rocky Mountains dieses Gebiet erreichten. Das gleichzeitige Auftreten dieser beiden klimatischen Ereignisse hatte katastrophale Folgen für die Region (vgl. LAMB 1994, S. 343). Die Dürre trocknete den Boden aus und aufgrund der falschen Bewirtschaftung fehlte die schützende Vegetationsdecke. Der Wind konnte die oberen Bodenschichten ausblasen und zerstörte so den Boden (vgl. GEIPEL 1992, S.138). Diese Staubwolken verteilten sich über viele tausend Quadratkilometer und erreichten sogar New York (vgl. LAMB 1994, S.343). In Folge dieser Ereignisse wurden viele Farmen aufgegeben und die verarmte Landbevölkerung wanderte in die Großstädte ab (vgl. GEIPEL 1992, S.138).

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung beleuchtet die historische Relevanz von Dürren und begründet die Notwendigkeit, diese als zunehmendes Naturrisiko im Kontext gesellschaftlicher Verwundbarkeit zu untersuchen.

Dürre: Dieses Kapitel liefert eine wissenschaftliche Definition des Dürrebegriffs, differenziert zwischen verschiedenen Arten wie meteorologischer oder landwirtschaftlicher Dürre und betrachtet räumliche sowie klimatische Entstehungsfaktoren.

Dürren in der Menschheitsgeschichte: Ein Überblick über die historische Entwicklung, von biblischen Dürreperioden bis hin zu klimatisch bedingten Wanderungsbewegungen und Ernteausfällen in Europa.

Beispiele für Dürre: Anhand des Dust Bowls, der Sahelzone und des Rekordsommers 2003 werden unterschiedliche Dürreereignisse hinsichtlich ihrer Ursachen und Auswirkungen detailliert analysiert.

Folgen von Dürre: Die Untersuchung ökologischer und sozialer Konsequenzen, wobei insbesondere Desertifikation, Waldbrände und Hungerkatastrophen als komplexe Folgen hervorgehoben werden.

Vorbeugung und Maßnahmen gegen Dürren: Dieses Kapitel widmet sich der Risikobestimmung, Frühwarnsystemen wie dem Drought-Monitoring und technischen sowie managementbasierten Lösungsansätzen.

Dürren als Folgen des Klimawandels: Eine kritische Betrachtung des Zusammenhangs zwischen globaler Erwärmung und dem gehäuften Auftreten von Dürreereignissen unter Berücksichtigung regionaler Modellierungen.

Fazit: Dürre – eine Naturkatastrophe?: Die abschließende Einordnung, ob Dürren als klassische Naturkatastrophen gelten können oder primär durch das sozioökonomische Handeln des Menschen determiniert sind.

Schlüsselwörter

Dürre, Naturkatastrophe, Desertifikation, Sahelzone, Dust Bowl, Klimawandel, Wassermangel, Drought-Monitoring, Hungerkatastrophe, Agrarwirtschaft, Anthropogener Einfluss, Verwundbarkeit, Naturrisiko, Niederschlagsvariabilität, Anpassungsstrategien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Phänomen Dürre als komplexes Naturrisiko und analysiert, warum einige Regionen durch klimatische Schwankungen stärker gefährdet sind als andere.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Dürren, ihrer historischen Entwicklung, ihrer Rolle bei Desertifikation und Waldbränden sowie auf Strategien zur Risikominderung.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Im Kern steht die Frage, ob Dürren als zwangsläufige Naturkatastrophen betrachtet werden müssen oder ob ihr katastrophaler Ausgang primär durch sozioökonomische Faktoren und menschliches Handeln bestimmt wird.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es handelt sich um eine geographische Analyse auf Basis von Fachliteratur, Klimadaten, historischen Aufzeichnungen und Fallstudien zu spezifischen Dürreereignissen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen, räumliche Verteilung, Entstehungsursachen und konkrete Fallbeispiele wie den US-Dust-Bowl, die Sahel-Dürren und den europäischen Sommer 2003.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Desertifikation, Klimawandel, Dürremanagement, Verwundbarkeit der Gesellschaft und anthropogener Einfluss auf ökologische Systeme.

Warum ist der "Dust Bowl" als Beispiel so bedeutend?

Der Dust Bowl dient als Paradebeispiel für eine durch falsche Landnutzung massiv verschärfte Dürre, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch weitreichende Konsequenzen hatte.

Welche Rolle spielt der Mensch bei der Entstehung von Hungerkatastrophen nach Dürren?

Die Arbeit betont, dass Dürren nicht zwangsläufig in Hungerkatastrophen enden; oft spielen politische Instabilität, Bürgerkriege und ineffiziente staatliche Bewältigungsstrategien eine entscheidende Rolle für das Ausmaß der Krise.

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Details

Title
Naturrisiken und Naturkatastrophen: Dürre
Subtitle
Definition - Entstehung - Desertifikation - Vorbeugung - Maßnahmen
College
University of Heidelberg
Course
Hauptseminar Naturgefahren
Grade
sehr gut
Author
Daniel Stelzer (Author)
Publication Year
2005
Pages
30
Catalog Number
V40764
ISBN (eBook)
9783638392020
ISBN (Book)
9783638655682
Language
German
Tags
Dürre Hauptseminar Naturgefahren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Stelzer (Author), 2005, Naturrisiken und Naturkatastrophen: Dürre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40764
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