Mit der Globalisierung und Ausdehnung weltweiter Marktbeziehungen und Medienmärkte ist auch der Wert der Ware „Wissen" gestiegen. Die Globalisierung bringt einerseits einen enormen Wissenszuwachs mit sich, der aber andererseits mit einer wesentlich größeren Menge an Unwissenheit verbunden scheint:
Einerseits werden mit jeder wissenschaftlichen Erkenntnis in der Regel auch neue Forschungsfragen aufgeworfen, d.h., eine Erkenntnis bringt eine Vielzahl von ungelösten Problemen mit sich: Erkanntes Nichtwissen nimmt in der Folge tendenziell schneller zu als Wissen. Somit ist die Zunahme der Unwissenheit vor allem eine Konsequenz des Zuwachses an Wissen. Während wir auf der einen Seite tatsächlich dahin steuern, eine „globalisierte Wissensgesellschaft" zu werden, werden wir gleichzeitig immer unwissender.
Andererseits scheint ein Großteil der Erdbevölkerung vom weltweiten Wissens- und Informationsfluss überhaupt dauerhaft ausgeschlossen zu bleiben: Ein geschätztes Drittel der Erdbevölkerung hat in ihrem Leben noch kein einziges Mal ein Telefon benutzt...
Mich interessiert in diesem Zusammenhang daher vor allem die Frage, ob die zunehmende Vermarktung des Wissens – die u.a. durch Medienkonzentration hervorgerufen wird und deren Folge der Ausschluss ganzer Gesellschaftsschichten von jeglichem Wissensfluss sein kann - zwangsläufig auch zu einer relativen Abnahme des öffentlich zugänglichen Wissens führt...
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Thema und Problemstellung
1.2 Begriffsdefinitionen
1.2.1 „Globalisierung“
1.2.2 „Wissen“
2. Globalisierung als Entstehungsfaktor von Wissen und Nichtwissen
2.1 Historischer Kontext
2.2 Ökonomische, kulturelle u. politische Dimensionen d. Globalisierung
2.2.1 Die Chancen der Globalisierung
2.2.2 Die Kritik an der Globalisierung
2.3 Globalisierung als Motor der Wissenschaft
2.4 Globalisierung als Ursache steigenden Wissens und Nicht- Wissens
3. Globalisierung des Wissens als Chance und Risiko für die Gesellschaft
3.1 Bedeutung des Internet für die Verbreitung von Wissen
3.2 Rolle der Massenmedien
3.3 „Digitale Kluft“: Auswirkungen des Globalisierungsprozesses auf Medieninhalte und das Wissen in der Dritten Welt
4. Schlussbemerkung
4.1 Zusammenfassung: Risiken und Chancen globalisierten Wissens
4.2 Resümee und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die ambivalente Rolle der Globalisierung im Hinblick auf den Wissenserwerb und die Wissensverbreitung. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei, ob die zunehmende Vermarktung von Wissen und die Konzentration auf den Medienmärkten zwangsläufig zu einem Ausschluss großer Gesellschaftsteile vom Wissensfluss und damit zu einer relativen Abnahme des öffentlich zugänglichen Wissens führt.
- Dynamik der Globalisierung und deren Auswirkungen auf nationale Souveränität
- Ökonomische Chancen versus soziale Kritikpunkte
- Die Rolle des Internets als Werkzeug der Wissensvermittlung
- Medienkonzentration und ihre Auswirkungen auf demokratische Inhalte
- Die „Digitale Kluft“ zwischen Industrienationen und Entwicklungsländern
Auszug aus dem Buch
1.1 Thema und Problemstellung
Mit der Globalisierung und Ausdehnung weltweiter Marktbeziehungen und Medienmärkte ist auch der Wert der Ware „Wissen" gestiegen. Die Globalisierung bringt einerseits einen enormen Wissenszuwachs mit sich, der aber andererseits mit einer wesentlich größeren Menge an Unwissenheit verbunden scheint:
Einerseits werden mit jeder wissenschaftlichen Erkenntnis in der Regel auch neue Forschungsfragen aufgeworfen, d.h., eine Erkenntnis bringt eine Vielzahl von ungelösten Problemen mit sich: Erkanntes Nichtwissen nimmt in der Folge tendenziell schneller zu als Wissen. Somit ist die Zunahme der Unwissenheit vor allem eine Konsequenz des Zuwachses an Wissen. Während wir auf der einen Seite tatsächlich dahin steuern, eine „globalisierte Wissensgesellschaft" zu werden, werden wir gleichzeitig immer unwissender.
Andererseits scheint ein Großteil der Erdbevölkerung vom weltweiten Wissens- und Informationsfluss überhaupt dauerhaft ausgeschlossen zu bleiben: Ein geschätztes Drittel der Erdbevölkerung hat in ihrem Leben noch kein einziges Mal ein Telefon benutzt...
Mich interessiert in diesem Zusammenhang daher vor allem die Frage, ob die zunehmende Vermarktung des Wissens – die u.a. durch Medienkonzentration hervorgerufen wird und deren Folge der Ausschluss ganzer Gesellschaftsschichten von jeglichem Wissensfluss sein kann - zwangsläufig auch zu einer relativen Abnahme des öffentlich zugänglichen Wissens führt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die paradoxe Zunahme von Wissen und Unwissen in einer globalisierten Welt und formuliert die zentrale Fragestellung zur Vermarktung von Wissen.
2. Globalisierung als Entstehungsfaktor von Wissen und Nichtwissen: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext sowie die ökonomischen, politischen und kulturellen Dimensionen der Globalisierung und deren Funktion als Motor der wissenschaftlichen Entwicklung.
3. Globalisierung des Wissens als Chance und Risiko für die Gesellschaft: Hier wird der Fokus auf die Rolle des Internets und der Massenmedien gelegt, wobei insbesondere die Chancen der Vernetzung den Risiken der digitalen Kluft gegenübergestellt werden.
4. Schlussbemerkung: Das Abschlusskapitel fasst die wesentlichen Widersprüche zusammen und zieht ein Resümee über die Zukunft von Wissen als Quelle wirtschaftlichen Wachstums.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Wissensgesellschaft, Informationsfluss, Internet, Medienkonzentration, Digitale Kluft, Neoliberalismus, Wirtschaftswachstum, Wissenszuwachs, Risikogesellschaft, technologische Entwicklung, soziale Gerechtigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen globaler Prozesse auf die Verteilung und Vermarktung von Wissen in der modernen Gesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der ökonomischen Globalisierung, der Bedeutung des Internets als Informationsmedium und der zunehmenden Konzentration bei globalen Medienunternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, zu analysieren, ob die zunehmende Kommerzialisierung von Wissen zu einem Ausschluss breiter Bevölkerungsschichten vom weltweiten Wissensaustausch führt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und der Auswertung bestehender sozialwissenschaftlicher Literatur sowie aktueller Berichte zu globalen Entwicklungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Nichtwissen durch Globalisierung, die Rolle transnationaler Medienkonzerne und die Ungleichheiten beim Zugang zu modernen Technologien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Globalisierung, Wissensgesellschaft, Digitale Kluft und Medienkonzentration.
Warum spricht der Autor von einer „Risiko-Gesellschaft“?
Der Begriff wird genutzt, da das „gewusste Ungewusste“ den vorhandenen Wissensbestand übersteigt und technologische Entwicklungen oft unter unsicheren Bedingungen stattfinden.
Welche Rolle spielt die „Digitale Kluft“?
Sie beschreibt den Zugangsunterschied zu digitalen Ressourcen, bei dem besonders Menschen in der Dritten Welt von aktuellen Informationsströmen ausgeschlossen bleiben.
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- Mag.phil. Christoph Ramberger (Autor), 2003, Die Globalisierung des Wissens: Chancen und Risiken für die Gesellschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40776