Diese Hausarbeit soll im Rahmen des Seminarthemas „Migration in der Frühen Neuzeit“ im Besonderen die bäuerliche Mobilität behandeln. Die Arbeit beschränkt sich im Wesentlichen auf die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg und konzentriert sich auf zwei süddeutsche Dörfer, deren Dorfgeschichten relativ gut erforscht sind. Es handelt sich zum einen um das schwäbische Laichingen und zum anderen um Unterfinning, das in Bayern liegt.
Anhand dieser beiden Dorfgeschichten soll in dieser Hausarbeit ein charakteristisches Migrationsverhalten der Bauern in der Frühen Neuzeit erarbeitet werden. Als Referenz dazu dient Forschungsliteratur, die sich mit der Geschichte von Dörfern in Schwaben und Bayern dieser Zeit beschäftigt. Es wird anhand dieser Referenzliteratur beobachtet werden, ob das Mobilitätsverhalten der Bauern von Ort zu Ort unterschiedlich ist oder ob es Gemeinsamkeiten dafür gibt.
Problematisch bei dieser Aufgabe ist, dass es noch keine bestimmte Literatur gibt, die sich explizit mit dem Thema der bäuerlichen Mobilität auseinandersetzt. Es muss also anhand der vorliegenden Literatur erst einmal in Erfahrung gebracht werden, wie diese Mobilität aussah. Zum Schluss wird die bäuerliche Mobilität kritisch im Hinblick auf den Begriff Migration erörtert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die bäuerliche Mobilität in der Frühen Neuzeit
- Wer waren die Bauern in der Frühen Neuzeit?
- Webende Bauern in Laichingen
- Arbeitsame Bauern in Unterfinning
- Mobilität der Bauern in Laichingen und Unterfinning
- Laichingen
- Unterfinning
- Wer waren die Bauern in der Frühen Neuzeit?
- Einheitliche bäuerliche Mobilität oder regionale Unterschiede?
- Schlussbetrachtung - War die bäuerliche Mobilität wirklich eine Art der Migration?
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht die bäuerliche Mobilität in der Frühen Neuzeit, insbesondere im Kontext der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg. Anhand der beiden süddeutschen Dörfer Laichingen und Unterfinning, deren Dorfgeschichten gut erforscht sind, soll ein charakteristisches Migrationsverhalten der Bauern in dieser Epoche erarbeitet werden. Die Arbeit analysiert, ob das Mobilitätsverhalten der Bauern von Ort zu Ort unterschiedlich ist oder ob es Gemeinsamkeiten gibt.
- Charakterisierung der bäuerlichen Bevölkerungsschicht in Laichingen und Unterfinning
- Analyse der Mobilität der Bauern in beiden Dörfern
- Vergleich der Mobilitätsarten in Laichingen und Unterfinning
- Bewertung der bäuerlichen Mobilität im Hinblick auf den Begriff "Migration"
- Untersuchung regionaler Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der bäuerlichen Mobilität
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik ein und skizziert die Zielsetzung der Arbeit. Es stellt die beiden untersuchten Dörfer Laichingen und Unterfinning vor und erläutert die Forschungsliteratur, auf die sich die Arbeit stützt.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Frage, wer die Bauern in der Frühen Neuzeit waren. Dabei werden die beiden Dörfer im Detail betrachtet und die jeweiligen Lebensbedingungen der Bauern beleuchtet.
Im dritten Kapitel wird die Mobilität der Bauern in Laichingen und Unterfinning analysiert. Die Arbeit geht dabei auf verschiedene Aspekte der Mobilität ein, wie zum Beispiel die Gründe für die Mobilität, die Ziele der Wanderungen und die Auswirkungen der Mobilität auf die bäuerliche Gesellschaft.
Schlüsselwörter
Bäuerliche Mobilität, Migration, Frühe Neuzeit, Laichingen, Unterfinning, Dorfgeschichte, Landwirtschaft, Hausindustrie, Weben, Getreideanbau, Viehwirtschaft, regionale Unterschiede, Gemeinsamkeiten.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptthema dieser Hausarbeit?
Die Arbeit untersucht die bäuerliche Mobilität in der Frühen Neuzeit, speziell nach dem Dreißigjährigen Krieg, am Beispiel der Dörfer Laichingen und Unterfinning.
Gab es regionale Unterschiede im Migrationsverhalten der Bauern?
Die Arbeit vergleicht das schwäbische Laichingen (bekannt für webende Bauern) mit dem bayerischen Unterfinning, um Gemeinsamkeiten und lokale Besonderheiten in der Mobilität zu finden.
Gilt bäuerliche Mobilität als „Migration“?
In der Schlussbetrachtung wird kritisch erörtert, ob die oft kleinräumigen oder saisonalen Wanderungen der Bauern tatsächlich unter den modernen Begriff der Migration fallen.
Warum ist die Quellenlage zum Thema schwierig?
Es gibt wenig explizite Literatur zur bäuerlichen Mobilität; Informationen müssen oft mühsam aus allgemeinen Dorfgeschichten und Agrarstudien extrahiert werden.
Welche Rolle spielte die Hausindustrie für die Mobilität?
In Orten wie Laichingen beeinflusste die Weberei als Hausindustrie die Lebensweise und damit auch die Notwendigkeit oder Möglichkeit zur Mobilität der bäuerlichen Bevölkerung.
- Quote paper
- Dang-Stefan La Hong (Author), 2005, Migration in der frühen Neuzeit - Bäuerliche Mobilität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40894