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Unternehmenssanierung, insbesondere aus steuerlicher Sicht

Title: Unternehmenssanierung, insbesondere aus steuerlicher Sicht

Term Paper , 2004 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Hendrik Wilhelm (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Diese Hausarbeit wurde im Rahmen der Veranstaltung „BWL Vertiefungsseminar – Steuergestaltungsstrategien mittelständischer Unternehmen“ an der Fachhochschule Nordostniedersachsen im Sommersemester 2004 verfasst. Dabei geht es um die Unternehmenssanierung, insbesondere aus steuerlicher Sicht.
Beginnen werde ich mit verschiedenen Definitionen des Begriffes Sanierung, es folgt ein grober Überblick, wo die Sanierung einzuordnen ist. Dann erkläre ich die beiden Formen der Sanierung und widme mich anschließend den steuerlichen Aspekten. Mit einem Fazit runde ich diese Arbeit ab.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland stieg in 2001 (32278) um 14 % im Vergleich zum Vorjahr (28235). In Zeiten der wirtschaftlichen Rezession und permanent steigender Zahlen von krisengefährdeten Unternehmen ist es wichtiger denn je, Unternehmenskrisen und Insolvenzen zu vermeiden.
Am 01.01.1999 ist die neue Insolvenzordnung ( kurz InsO ), verkündet am 05.10.1994, in Kraft getreten. Jetzt geht die Konkurs- und die Vergleichsordnung ( alte Bundesrepublik ) im Rahmen der neuen Insolvenzverordnung in einem einheitlichen Insolvenzverfahren auf. Gleichzeitig wird der innerdeutsche Rechtsstreit durch den Wegfall der Gesamtvollstreckung, die in der ehemaligen DDR angewandt wurde, vollzogen. Der Gesetzgeber hat die Sanierung eines insolventen Unternehmens zum gleichrangigen Verfahrensziel neben der gesetzlichen Zwangsverwertung erhoben.
Nun ist neben der Zerschlagung und Liquidation des Unternehmens durch Einzelveräußerung der Aktiva und Befriedigung der Gläubiger aus den Verkaufserlösen auch eine Rettung, also Sanierung des angeschlagenen Unternehmens denkbar.
Die Insolvenzordnung erkennt in § 1 Satz 1 den Erhalt des Unternehmens als gleichrangiges Verfahrensziel an. Die Sanierung kann dazu führen, dass die Unternehmung fortgeführt wird und wenigstens Teile der bedrohten Arbeitsplätze erhalten bleiben. Dem Wettbewerb bleibt so ein gesunder Marktteilnehmer erhalten, denn der Untergang eines Unternehmens hat nicht nur Konsequenzen für den Einzelnen, sondern für die gesamte Volkswirtschaft.
Weiterhin bekommen die Gläubiger bei einer Sanierung regelmäßig eine höhere Quote als bei einer Zerschlagung in Einzelteile.

Es gibt drei gleichrangige Wege, wie die Gläubiger durch Verwertung des Schuldnervermögens befriedigt werden:
- Liquidation
- Sanierung oder intensive Verwertung
- Übertragende Sanierung oder sanierende Liquidation

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Ziel der Hausarbeit

2. Überblick der Gestaltungsmöglichkeiten

3. Definitionen

4. Sanierung

4.1 Abgrenzung zur Insolvenz

4.2 Ursachen- und Schwachstellenanalyse

4.3 Verfahren

4.3.1 Prüfung der Fortführungsmöglichkeit

4.3.2 Der Insolvenzplan

4.3.3 Die Gliederung des Insolvenzplans

4.3.4 Der Sanierungsplan

4.3.5 Kapitalzufuhr

4.3.6 Umstrukturierungen

4.4 Übertragende Sanierung

5. Ertragsteuerliche Behandlung

5.1 Sanierungsgewinn

5.2 Voraussetzungen

5.2.1 Sanierungsbedürftigkeit

5.2.2 Sanierungsfähigkeit

5.2.3 Sanierungsabsicht

5.2.3.1 Urteil zur Sanierungsabsicht aus Baden-Württemberg

5.2.3.2 Urteil zur Sanierungsabsicht aus Bremen

5.2.4 Sanierungseignung und Sanierungswürdigkeit

5.2.5 Anwendung in der Praxis

5.2.6 Totale Verlustverrechnung

5.3 Steuerstundung und Steuererlass aus sachlichen Billigungsgründen

5.4 Forderungsverzicht gegen Besserungsschein

5.5 Stundungszinsen

5.6 Anwendung des BMF Schreibens

5.7 Forderungsverzicht des Gesellschafters

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Unternehmenssanierung im Kontext der geltenden Insolvenzordnung, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der ertragsteuerlichen Behandlung von Sanierungsgewinnen unter Berücksichtigung aktueller BMF-Schreiben liegt.

  • Grundlagen der Unternehmenssanierung und Insolvenzabgrenzung
  • Verfahrensgestaltung im Rahmen des Insolvenzplans
  • Steuerliche Konsequenzen von Forderungsverzichten und Sanierungsgewinnen
  • Voraussetzungen für die Steuerstundung und den Steuererlass
  • Spezifika bei Forderungsverzicht gegen Besserungsschein und Gesellschafterbeiträgen

Auszug aus dem Buch

4.2 Ursachen- und Schwachstellenanalyse

Eine Unternehmenskrise früh zu erkennen, ist Voraussetzung für ihre Bewältigung. Wenn die finanzielle Handlungsunfähigkeit des Unternehmens bedroht ist, sind die operativen und strategischen Ziele des Betriebes, aber auch die fundamentalen Interessen Dritter (Anteilseigner, Gläubiger, Mitarbeiter, Staat und anderer ) bereits unmittelbar gefährdet. Eine plötzliche Notsituation ist selten, denn die Gefahr schleicht sich bei strukturellen und organisatorischen Krisen bereits lange vor der finanziellen Krise ein. Deshalb ist es wichtig, im Rahmen der betriebswirtschaftlichen Betrachtung eines Unternehmens stets mögliche Krisenursachen im Auge zu behalten. Diese liegen häufig genug im Verantwortungsbereich des Betriebes selbst. Schlechte Produkte, fehlende Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, Fehler des Managements und ungenügende Strategiekonzepte können hier eingeordnet werden. Die Gründe einer Unternehmenskrise können aber auch auf Entwicklungen beruhen, die der Betrieb selbst nicht beeinflussen kann und auf die er schnellstmöglich reagieren muss, wie zum Beispiel Wertewandel, Rohstoffknappheit oder Konjunkturschwankungen. Das Krisenmanagement muss bereits weit vor einer Bedrohung der Firmenexistenz ansetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ziel der Hausarbeit: Einführung in das Thema der Unternehmenssanierung und Darlegung des methodischen Vorgehens der Arbeit.

2. Überblick der Gestaltungsmöglichkeiten: Darstellung der verschiedenen insolvenzrechtlichen Wege, die von einer Liquidation bis zu Sanierungsplänen reichen.

3. Definitionen: Erörterung der unterschiedlichen Begriffsverständnisse zur Unternehmenssanierung in der Literatur.

4. Sanierung: Analyse des Sanierungsprozesses, der Ursachenanalyse sowie der verfahrenstechnischen Instrumente wie Insolvenz- und Sanierungsplan.

5. Ertragsteuerliche Behandlung: Detaillierte Betrachtung der steuerlichen Auswirkungen von Sanierungsgewinnen und den Möglichkeiten zur Steuerentlastung.

6. Fazit: Kritische Würdigung der steuerlichen Praxis und Klärung von Missverständnissen bezüglich der Ziele der Insolvenzordnung.

Schlüsselwörter

Unternehmenssanierung, Insolvenzordnung, Sanierungsgewinn, BMF-Schreiben, Steuererlass, Steuerstundung, Insolvenzplan, Besserungsschein, Forderungsverzicht, Unternehmenskrise, Sanierungsfähigkeit, Sanierungsbedürftigkeit, Umstrukturierung, Ertragsteuer, Insolvenzverwalter

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten der Unternehmenssanierung unter besonderer Berücksichtigung der steuerrechtlichen Behandlung bei Sanierungsgewinnen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Das Spektrum reicht von den betriebswirtschaftlichen Ursachen und Verfahren der Sanierung bis hin zur komplexen steuerlichen Einordnung der Sanierungsvorteile nach aktuellem BMF-Recht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen den rechtlichen Rahmenbedingungen der Insolvenz und der steuerlichen Belastung eines sanierten Unternehmens aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung einschlägiger BMF-Schreiben und aktueller Rechtsprechung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert das Insolvenzverfahren, den Insolvenzplan, die Voraussetzungen für den Sanierungsgewinn und die verschiedenen Billigkeitsmaßnahmen des Finanzamts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Sanierungsgewinn, Insolvenzordnung, Steuererlass und Besserungsschein.

Welche Rolle spielt das BMF-Schreiben vom 27. März 2003?

Es ist das maßgebliche Dokument, das regelt, wie Sanierungsgewinne steuerlich zu behandeln sind, nachdem die Steuerbefreiung des § 3 Nr. 66 EStG weggefallen ist.

Warum ist ein Forderungsverzicht gegen Besserungsschein vorteilhaft?

Er ermöglicht es Unternehmen, in der Krise Schulden zu erlassen, ohne sofortige, hohe Steuerlasten aus dem Sanierungsgewinn auszulösen, da die Steuer auf den Gewinn gestundet werden kann.

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Details

Title
Unternehmenssanierung, insbesondere aus steuerlicher Sicht
College
University of Lüneburg
Course
Betriebwirtschaftliches Vertiefungsseminar -Steuergestaltungsstrategien mittelständischer Unternehmen
Grade
2,0
Author
Hendrik Wilhelm (Author)
Publication Year
2004
Pages
25
Catalog Number
V41135
ISBN (eBook)
9783638394659
Language
German
Tags
Unternehmenssanierung Sicht Betriebwirtschaftliches Vertiefungsseminar Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hendrik Wilhelm (Author), 2004, Unternehmenssanierung, insbesondere aus steuerlicher Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41135
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