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Jesus von Nazareth. Eine ungeschriebene Oper Richard Wagners?

Vortrag mit Musikbeispielen aus "Lohengrin" und "Parsifal"

Title: Jesus von Nazareth. Eine ungeschriebene Oper Richard Wagners?

Elaboration , 2008 , 28 Pages

Autor:in: Kraft-Eike Wrede (Author)

Theater Studies, Dance
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Bei dieser Arbeit handelt es sich um einen Vortrag, den ich zum 200. Geburtstag Wagners gehalten habe. Es geht um die Vorstellung eines Szenariums, das Wagner im Zusammenhang der Komposition seines Dresdener „Lohengrin“ 1848 in Dresden erarbeitet hatte. Wenn auch Wagner keine einzige Note hierzu geschrieben hatte, so sind dennoch viele Gedanken seines Jesus-Szenariums in das Spätwerk „Parsifal“ eingegangen. Wagners zentrales Anliegen ist die Darstellung des Nazareners als „Sozialrevolutionär“ und die Schilderung dessen geistig-spirituellen Erkenntnisprozesses, den Jesus als jüdischer Rabbi von der Position des mosaischen Gesetzes durchmacht auf seinem Weg zum „Gott der Liebe“, der die Nähe zu den Menschen sucht, so sie ihn denn suchen.Die kleine Schrift erschien posthum erst 1887 im Leipziger Verlag Breitkopf & Härtel: vier Jahre nach Wagners Tod. Zwei Musikzuspielungen ergänzen die kommentierte Darstellung des Szenariums: die „Gralserzählung“ aus „Lohengrin" und die Schlusschöre aus „Parsifal“: „Höchsten Heiles Wunder!“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Jesus von Nazareth - eine ungeschriebene Oper Richard Wagners?

2. Ein von Richard Wagner aufgegriffener Gedanke Jesu über den Zusammenhang von Unglauben und Krieg

3. Richard Wagner (1813-1883) - Chronologie der Werke

4. CD-Zuspielung

5. Text

6. Kernteil

6.1 Jesus von Nazareth - eine ungeschriebene Oper Richard Wagners?

6.1.1 Ein dichterischer Entwurf aus dem Jahre 1848

7. Stationen der Handlung

7.1 Barrabas und Judas

7.1.1 Inschrift-Exkurs

8. Übergang zum Bühnenweihfestspiel „Parsifal“

9. Text (Parsifal)

10. Epilog

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Richard Wagners dichterischen Entwurf „Jesus von Nazareth“ aus dem Jahr 1848, analysiert dessen sozialrevolutionäre Perspektive und beleuchtet die inhaltlichen sowie dramaturgischen Parallelen zu seinen späteren Musikdramen, insbesondere „Lohengrin“ und „Parsifal“.

  • Analyse des Jesus-Bildes als Sozialrevolutionär bei Richard Wagner.
  • Untersuchung der Entstehungsgeschichte und Struktur des Dramenentwurfs von 1848.
  • Vergleich der ethischen und philosophischen Konzepte in „Jesus von Nazareth“ mit Wagners späterem Opernschaffen.
  • Bewertung der Rolle von Figuren wie Barrabas und Judas innerhalb des Entwurfs.
  • Beleuchtung der zentralen Menschheitsfragen und der Bedeutung der gewaltlosen Liebes-Utopie.

Auszug aus dem Buch

Jesus von Nazareth - eine ungeschriebene Oper Richard Wagners?

Meine Damen und Herren, ich möchte Ihnen mit „Jesus von Nazareth“ „einen dichterischen Entwurf“ aus dem Jahre 1848 vorstellen. In dieser Schrift geht es um Jesus Christus als Sozialrevolutionär. Wagners Grundgedanke dabei ist: Das „Gesetz des Eigentums“ schafft erst die „Sünde wider das Eigentum“; also gibt es keine Sünde, wo dieses Gesetz nicht exi-stiert! Wagner säkularisiert Jesus und löst ihn so aus der jüdischen Tradition, indem Wagner Jesus sich nicht mehr als den „Sohn Davids“ verstehen, sondern sich als „Sohn Gottes“ erkennen lässt. Während Judas und Barrabas einen jüdischen Aufstand gegen die römische Besatzungsmacht erwägen, wählt Jesus das Selbstopfer. Interessant ist die Haltung Wagners in Bezug auf spätere Vorschläge, aus dem dichterischen Entwurf ein Libretto zu erarbeiten und es zu komponieren: Wagner lehnte dieses Ansinnen auf das heftigste ab:

„Jesus, von einem Tenor gesungen, ist geschmacklos“ -

Zusammenfassung der Kapitel

Jesus von Nazareth - eine ungeschriebene Oper Richard Wagners?: Einleitende Betrachtung zum Titel und zur Fragestellung des Vortrags.

Ein von Richard Wagner aufgegriffener Gedanke Jesu über den Zusammenhang von Unglauben und Krieg: Vorstellung einer parabelhaften Aussage Jesu, die Wagner für das Drama vorsah.

Richard Wagner (1813-1883) - Chronologie der Werke: Übersicht der Schaffensperioden Wagners im Kontext der Entstehungsdaten seiner Opern.

CD-Zuspielung: Auflistung der im Vortrag verwendeten Musikbeispiele aus Lohengrin.

Text: Abdruck des Textes der Gralserzählung aus Lohengrin.

Kernteil: Detaillierte Analyse des Jesus-Entwurfs von 1848 als soziales und dramatisches Werk.

Stationen der Handlung: Untersuchung der dramatischen Struktur und der Charakterzeichnung von Barrabas und Judas.

Übergang zum Bühnenweihfestspiel „Parsifal“: Verbindung der Themen von Jesus zu Wagners letztem Bühnenwerk.

Text (Parsifal): Abdruck des Textes aus dem dritten Aufzug des Parsifal.

Epilog: Persönliche Reflexion des Autors zum Thema Selbstopfer anhand historischer Beispiele.

Schlüsselwörter

Richard Wagner, Jesus von Nazareth, Sozialrevolutionär, Musikdrama, Lohengrin, Parsifal, Dichterischer Entwurf, Selbstopfer, Gral, Judas, Barrabas, Ethik, Erlösung, Christentum, Judentum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den von Richard Wagner im Jahr 1848 verfassten dichterischen Entwurf „Jesus von Nazareth“ und dessen philosophische sowie dramaturgische Bedeutung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen Wagners Jesus-Interpretation als Sozialrevolutionär, die ethischen Implikationen des Entwurfs sowie der Vergleich mit späteren Werken wie Lohengrin und Parsifal.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Wagner biblische Stoffe säkularisierte und für seine künstlerische Vision einer „Menschheitsfrage von überzeitlicher Bedeutung“ nutzte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Analyse, die primäre Textquellen Wagners und zeitgenössische Dokumente zur Datierung und Interpretation heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Struktur des Dramenentwurfs, der Bewertung von Figuren wie Judas und Barrabas und der Entwicklung des religiösen Ritus zum säkularisierten Schauspiel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Richard Wagner, Jesus von Nazareth, Sozialrevolutionär, Musikdrama, Selbstopfer und das Spannungsfeld zwischen Ethik und Gesetz.

Warum lehnte Wagner die Vertonung von „Jesus von Nazareth“ ab?

Wagner hielt die Darstellung von Jesus durch einen Tenor auf der Opernbühne für „geschmacklos“, trotz seiner späteren Verwendung ähnlicher Tenor-Partien in anderen Werken.

Wie unterscheidet Wagner in seinem Entwurf zwischen Barrabas und Judas?

Er zeichnet Barrabas als gescheiterten Revolutionär, während Judas nicht als bloßer Verräter, sondern als ein Patriot dargestellt wird, der Jesus zum Aufstand gegen die Römer drängen will.

Welche Rolle spielt das „Gesetz des Eigentums“ im Entwurf?

Wagner argumentiert, dass erst durch das Gesetz des Eigentums die „Sünde wider das Eigentum“ entsteht, was Jesus' Wirken in einen sozialrevolutionären Kontext stellt.

Was bedeutet der Verweis auf das „höchste Heiles Wunder“ im Epilog?

Dies bezieht sich auf die inhaltliche Verbindung zwischen der Erlösungsthematik im Parsifal und dem christlichen Opfertod, die als überzeitliche Menschheitsfrage interpretiert wird.

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Details

Title
Jesus von Nazareth. Eine ungeschriebene Oper Richard Wagners?
Subtitle
Vortrag mit Musikbeispielen aus "Lohengrin" und "Parsifal"
Course
Vortrag
Author
Kraft-Eike Wrede (Author)
Publication Year
2008
Pages
28
Catalog Number
V412002
ISBN (eBook)
9783668638877
Language
German
Tags
Jesus von Nazareth Lohengrin Parsifal Gral
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kraft-Eike Wrede (Author), 2008, Jesus von Nazareth. Eine ungeschriebene Oper Richard Wagners?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412002
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