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Provokative Therapie nach Frank Farrelly. Eignet sich diese Therapie in dem Feld der Beratung, spezialisiert auf Einzelgesprächsführung?

Title: Provokative Therapie nach Frank Farrelly. Eignet sich diese Therapie in dem Feld der Beratung, spezialisiert auf Einzelgesprächsführung?

Term Paper , 2017 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work
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Diese Hausarbeit, orientiert an der Frage: „Eignet sich die Methode der Provokativen Therapie von Frank Farrelly in dem Feld der Beratung, spezialisiert auf Einzelgesprächsführung?“, beschäftigt sich mit der Methode „Provokative Therapie“ von Frank Farrelly und beinhaltet zwei wesentliche Komponenten. Zum einen die Entstehung der Methode und deren Aspekte sowie die Anwendung der Methode der Provokativen Therapie, des Provokativen Stils in der Beratung, im Fokus der Einzelgesprächsführung.

Ziel dieser Arbeit soll sein, die Methode der Provokativen Therapie in der Beratung offen und korrekt darzustellen, sich von dem psychotherapeutischen Kontext loszulösen und klare Abgrenzungen vorzunehmen sowie die Zweifel und die Bedenken, die dazu führen, dass diese Methode so umstritten ist, niederzulegen.

Frank Farrelly wurde am 26. August 1931 als neuntes von zwölf Kindern in Missouri in den Vereinigten Staaten von Amerika geboren. Er studierte Klinische Sozialarbeit an der Catholic University in Washington DC und war über 30 Jahren lang im klinischen Bereich als Psychotherapeut tätig. Es war noch während seines Studiums in den 50er Jahren, als er auf die Werke der Methode von Carl Rogers stieß. Farrelly und Rogers waren beide der Auffassung, dass die Klienten die eigene Stärke und somit auch die Möglichkeit besitzen, ihr Leben zu ändern. Fortan machte Farrelly sich die Methode des klientenzentrierten Ansatzes von Carl Rogers zu Nutze, welche schon sehr bald großen Erfolg bei den Klienten zeigte. Der klientenzentrierte Ansatz bedeutet, dem Klienten konstant wohlwollend und würdigend gegenüberzutreten. Die Methode des klientenzentrierten Ansatzes war mit einer der ausschlaggebenden Schritte für die professionelle Arbeitsweise Farellys.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frank Farrelly

3. Provokative Therapie

3.1. Entstehung der Provokativen Therapie

3.2. Annahmen und Hypothesen der Provokativen Therapie

3.3. Die Rolle des Provokativen Therapeuten

3.3.1 Rückkopplung

3.3.2 Spezifische Techniken

3.4. Umstrittene Methode

3.5. Humor in der Provokativen Therapie

3.6. Der provokative Stil und sein Einsatz

3.6.1 Die Stadien des Prozesses in der Provokativen Therapie

3.7. Kritische Betrachtung

4. Sozialpädagogische Beratung

5. Fazit – Provokative Therapie als Methode in der Beratung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Eignung der Methode der Provokativen Therapie von Frank Farrelly für das Feld der Beratung, insbesondere in der Einzelgesprächsführung, zu untersuchen und ihre Anwendung abseits rein psychotherapeutischer Kontexte darzustellen.

  • Biografische Einordnung von Frank Farrelly und die Entstehung der Provokativen Therapie.
  • Annahmen, Hypothesen und die spezifische Rolle des provokativen Therapeuten.
  • Die zentrale Bedeutung von Humor als methodisches Instrument.
  • Die vier Stadien des therapeutischen Prozesses und deren Wirkungsweise.
  • Vergleich und Anwendungsmöglichkeit im Kontext der sozialpädagogischen Beratung.

Auszug aus dem Buch

3.1. Entstehung der Provokativen Therapie

Es war die 91. Therapiesitzung der Einzelgesprächsführung bei seinem chronisch schizophrenen Klienten namens „Bill“, als Farrelly der Geduldsfaden riss. Farrelly versuchte immer wieder, dem Klienten drei wichtige Botschaften mitzugeben: 1) Sie sind wertvoll und wichtig. 2) Sie können sich ändern. 3) Ihr ganzes Leben kann anders werden. „Bill“ bemitleidete sich jedoch immer wieder aufs Neue und sagte selbst noch in der 91. Sitzung, er sei wertlos, hoffnungslos und er könnte sich niemals ändern. Nun war der Punkt erreicht, an dem Farrelly seine Emotionen nicht länger zurückhalten konnte und sagte mit emotionsgeladener Stimme zu „Bill“: „In Ordnung, ich stimme mit Ihnen überein, Sie sind ein hoffnungsloser Fall. Nun lassen Sie es uns weitre 91 Gespräche lang versuchen. Lassen Sie uns versuchen, von dieser Stelle aus einen gemeinsamen Nenner zu finden.“ (vgl. Farrelly / Brandsma, 1986, S.34).

Daraufhin wandelte sich „Bill‘s“ Verhalten sofort. Es hat keine Wochen oder Monate gedauert, um bei dem Klienten eine Reaktion hervorzurufen, es handelte sich hierbei nur um Sekunden und Minuten. Innerhalb kürzester Zeit wandelte sich „Bill‘s“ Einstellung und Sichtweise. Farrelly beschreibt die Veränderung von „Bills“ Verhalten in seinem Buch „Provokative Therapie“ (vgl. Farrelly / Brandsma, 1986, S.34), wie er sich während der Therapie immer mehr begann, zum Positiven zu verändern. Er wurde offener, seine Redebeteiligung nahm deutlich zu, sein Redefluss wurde schneller, nicht einschläfernd und langsam wie zuvor, und seine Stimmlage veränderte sich von einem schwachen langsamen Geflüster zu einer normalen Stimmlage mit Selbstbewusstsein. Nach und nach zeigte „Bill“ immer mehr Spontanität, Reizbarkeit, Verlegenheit und vor allem Humor. Er brachte eine komplett neue Seite in ihm zum Vorschein. Auf Grund der harten und unerwarteten Aussagen von Farrelly war der Klient so verwundert, dass er bei den provokativen Äußerungen Farrelly´s rot anlief und sich vor Lachen kaum halten konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der Provokativen Therapie in der Einzelberatung und erläutert die Motivation sowie Gliederung der Untersuchung.

2. Frank Farrelly: Dieses Kapitel skizziert die Biografie des Gründers der Provokativen Therapie und beschreibt seine Abkehr vom rein klientenzentrierten Ansatz hin zu einem aktiveren Stil.

3. Provokative Therapie: Es erfolgt eine grundlegende Einführung in das methodische Vorgehen, die Entstehungsgeschichte, zentrale Hypothesen und die Rolle des Therapeuten.

3.1. Entstehung der Provokativen Therapie: Die Geburtsstunde der Methode wird anhand der Fallstudie „Bill“ illustriert, bei der die gezielte Provokation erstmals zu einer positiven Verhaltensänderung führte.

3.2. Annahmen und Hypothesen der Provokativen Therapie: Aufzählung der neun zentralen Annahmen, die das theoretische Fundament bilden und das Verständnis des provokativen Vorgehens ermöglichen.

3.3. Die Rolle des Provokativen Therapeuten: Der Therapeut agiert als „Teufels Advokat“, der die Ambivalenz des Klienten aufdeckt und Absurditäten seines Verhaltens aufzeigt.

3.3.1 Rückkopplung: Erörterung der Bedeutung von Ehrlichkeit und Respekt im direkten therapeutischen Feedback, um eine vertrauensvolle Basis zu schaffen.

3.3.2 Spezifische Techniken: Beschreibung des professionellen Einsatzes von Überspitzung und Intensität, um Klienten aus ihrer Opferrolle zu locken.

3.4. Umstrittene Methode: Analyse der kritischen Wahrnehmung dieser unkonventionellen Beeinflussungsmethode in der Psychotherapie.

3.5. Humor in der Provokativen Therapie: Humor fungiert als Schlüsselrolle, um psychische Distanz zu wahren und einen emotionalen Zugang zum Klienten zu erleichtern.

3.6. Der provokative Stil und sein Einsatz: Darstellung, wie die Spiegelung verzerrter Verhaltensweisen den Klienten zur Selbstverteidigung und aktiven Problemlösung anregt.

3.6.1 Die Stadien des Prozesses in der Provokativen Therapie: Detaillierte Beschreibung der vier aufeinanderfolgenden Stadien, die ein Klient während der Therapie durchläuft.

3.7. Kritische Betrachtung: Diskussion über die Risiken einer Überforderung des Klienten und die hohen Anforderungen an die Selbstreflexion des Therapeuten.

4. Sozialpädagogische Beratung: Einordnung der Provokativen Therapie in den Kontext professioneller Beratungsmethoden der Sozialen Arbeit.

5. Fazit – Provokative Therapie als Methode in der Beratung: Zusammenfassende Bestätigung, dass sich die Methode für die Beratung eignet, sofern sie respektvoll und kompetent angewandt wird.

Schlüsselwörter

Provokative Therapie, Frank Farrelly, Beratung, Einzelgesprächsführung, Humor, Klientenzentrierter Ansatz, Provokativer Stil, Verhaltensänderung, Sozialpädagogische Beratung, Selbstverantwortung, Ambivalenz, Teufels Advokat, Therapieprozess, Kommunikation, Selbstheilungskraft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Methode der Provokativen Therapie nach Frank Farrelly und deren Eignung für das Feld der Beratung im Rahmen der Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit beleuchtet die biografischen Hintergründe des Begründers, die theoretischen Annahmen der Methode, die Bedeutung von Humor als Interventionsmittel sowie die vier Stadien des therapeutischen Prozesses.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Provokative Therapie sachlich darzustellen, sie vom rein psychotherapeutischen Kontext abzugrenzen und zu prüfen, ob sie in der professionellen Einzelgesprächsführung erfolgreich eingesetzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse der Grundlagenwerke von Frank Farrelly und Jeffrey M. Brandsma basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detailliert den methodischen Aspekten der Therapie, der Rolle des Therapeuten, der spezifischen Verwendung von Humor und der kritischen Betrachtung der Anwendungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Provokative Therapie, Humor, Beratung, Frank Farrelly und Verhaltensänderung charakterisiert.

Warum wird die Methode oft als umstritten wahrgenommen?

Die Methode gilt als umstritten, da ihr Vorgehen durch Provokation, Überzeichnung und Humor sehr unkonventionell ist und bei unsachgemäßer Anwendung als verletzend oder skurril empfunden werden könnte.

Welche Rolle spielt der „Teufels Advokat“ in der Therapie?

Der Therapeut übernimmt diese Rolle, um die negativen Aspekte der Ambivalenz des Klienten gezielt zu greifen und dessen Verhaltensmuster durch Provokation aufzubrechen.

Ist die Provokative Therapie für jeden Klienten geeignet?

Nein, der Klient muss in der Lage sein, humorvolle und überspitzte Bemerkungen sowie direkte Konfrontationen zu verkraften; eine wichtige Voraussetzung ist die professionelle Abwägung durch den Berater.

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Details

Title
Provokative Therapie nach Frank Farrelly. Eignet sich diese Therapie in dem Feld der Beratung, spezialisiert auf Einzelgesprächsführung?
College
Fresenius University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
15
Catalog Number
V412004
ISBN (eBook)
9783668637177
ISBN (Book)
9783668637184
Language
German
Tags
Frank Farrelly Provokative Gesprächsführung Beratung Einzelgesprächsführung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Provokative Therapie nach Frank Farrelly. Eignet sich diese Therapie in dem Feld der Beratung, spezialisiert auf Einzelgesprächsführung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412004
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