Zusammenfassung über den Stand der Grundlagenforschung kommunaler Demenzversorgung.
Das Buch liefert daraufhin Strategieempfehlungen für die Träger kommunaler Einrichtungen zur Festlegung weiterer Planungsschritte, um die ersten Weichen für eine demenzfreundliche Kommune zu stellen. .
Inhaltsverzeichnis
3 Kommunale Demenzversorgung als demographische Herausforderung
4 Recherche der Literatur
5 Versorgungsforschung- Definition
5.1 Ziele und Ausrichtung der Versorgungsforschung
5.2 Die Methoden der Versorgungsforschung
5.3 Möglichkeiten und Grenzen
5.4 Das input- throughput- output- outcome- Modell
6 Verlauf der Literaturrecherche
6.1 Allgemeine Stichwortsuche,
6.2 Die Datenbank Versorgungsforschung- Deutschland.de
6.3 VerAH- Dem: Eine Studie zu Versorgungsarrangements für Menschen mit Demenz
6.4 Ergebnisse der Studie VerAH-Dem
6.5 Verwertung der Forschungsergebnisse
6.6 Weitere sich ergebende Fragestellungen aus der Studie
7 Stand der Demenzversorgung in Deutschland als Ausgangspunkt für Folgeforschung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den aktuellen Stand der Versorgungsforschung in Deutschland, um auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse Planungsgrundlagen für die Demenzversorgung in einer ländlichen Kommune zu schaffen und Möglichkeiten zur Optimierung der Versorgungsstrukturen aufzuzeigen.
- Grundlagen und Definition der Versorgungsforschung
- Methodische Ansätze in der Versorgungsforschung
- Analyse der Studie VerAH-Dem zu Versorgungsarrangements bei Demenz
- Praktische Implikationen für kommunale Versorgungsstrukturen
- Herausforderungen in der häuslichen Pflegesituation
Auszug aus dem Buch
6.3 VerAH- Dem: Eine Studie zu Versorgungsarrangements für Menschen mit Demenz
Um der Frage nachzugehen, welche Strukturen sich bisher im kommunalen Setting erfolgreich bewähren, konnte die Studie VerAH- Dem, die sich mit den Verläufen häuslicher Versorgungsarrangements für Menschen mit Demenz beschäftigt, Aufschluss geben und wurde daher ausgewählt. Sie wurde von 2010- 2013 vom „Deutschen Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen“ in Witten, unter Leitung von Dr. Bernhard Holle, durchgeführt und auf Grundlage von Primärdaten erstellt. Die Ziele dieser Forschungsarbeit waren zum einen, die „Erfassung und Beschreibung der Strukturen und relevanter Helfer und Hilfen in häuslichen Versorgungsarrangements für Menschen mit Demenz (Selbstorganisation informeller Hilfen und Inanspruchnahme formeller Hilfen)", sowie die „Rekonstruktion des Versorgungshandelns informeller Pflegepersonen bei der Gestaltung der häuslichen Versorgung von Menschen mit Demenz im Verlauf der Demenz (typische Verläufe)“ (Holle 2014:1) zu analysieren.
Dabei kam ein, so Holle, Mixed- Methods Design in Form qualitativer Interviews und Fragebögen als Querschnittstudie und unterstützt durch Literaturarbeit, zur Anwendung. Um den Bedarf einer angemessenen Versorgung zu ermitteln, wurde für diese Erhebung ein eigenes Assessmentinstrument zur Erfassung häuslicher Versorgungsarrangements für Menschen mit Demenz (D-IVA) entwickelt. Dabei handelte es sich um einen individuellen Fragebogen, der 102 Versorgungsarrangements auf Basis soziodemographischer Kriterien von Betroffenen und deren Pflegepersonen erfassen sollte. Die Studie wurde mit Pflegebezugspersonen aus einem kleinstädtisch- ländlichen Bereich durchgeführt und erfragte konkret die häusliche Organisation der Pflege, sowie die Inanspruchnahme von informellen und auch formellen Hilfen. Der eigentlichen Erhebung ging ein Pretest voraus. Nach Rücklauf der Fragebögen wurden alle quantitativen Daten mit Hilfe von Assoziationsanalysen ausgewertet.
Zusammenfassung der Kapitel
3 Kommunale Demenzversorgung als demographische Herausforderung: Das Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert die Notwendigkeit, Versorgungsstrukturen in einer ländlichen Gemeinde an die demografische Entwicklung anzupassen.
4 Recherche der Literatur: Hier wird das methodische Vorgehen bei der Sichtung relevanter Fachliteratur und der Datenbankrecherche beschrieben.
5 Versorgungsforschung- Definition: Es erfolgt eine wissenschaftliche Verortung und inhaltliche Definition des Forschungsfeldes sowie die Erläuterung des input-throughput-output-outcome-Modells.
6 Verlauf der Literaturrecherche: Dieses Kapitel dokumentiert den Prozess der Stichwortsuche und analysiert beispielhaft die Studie VerAH-Dem hinsichtlich ihrer Methodik und Ergebnisse.
7 Stand der Demenzversorgung in Deutschland als Ausgangspunkt für Folgeforschung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über den aktuellen Forschungsstand und formuliert Anforderungen an eine politiknahe Versorgungsforschung.
Schlüsselwörter
Versorgungsforschung, Demenz, Kommunale Versorgung, Pflegende Angehörige, VerAH-Dem, Versorgungsarrangements, Demografie, Gesundheitswesen, D-IVA, Lebensweltorientierung, Pflegebedarf, Versorgungsstrukturen, ambulante Pflege, Evidenzbasierung, Sozialforschung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert den Stand der Versorgungsforschung in Deutschland und nutzt diese Erkenntnisse als Planungsgrundlage für die Gestaltung einer bedarfsgerechten Demenzversorgung auf kommunaler Ebene.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die Definition und Methoden der Versorgungsforschung, die Analyse der Versorgungssituation für Menschen mit Demenz sowie die Übertragbarkeit von Studienergebnissen auf kommunale Strukturen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, zu ermitteln, wie Versorgungsstrukturen für Menschen mit Demenz und deren pflegende Angehörige in einer ländlichen Gemeinde sinnvoll gestaltet und optimiert werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche sowie einer detaillierten Analyse der exemplarischen Studie VerAH-Dem, die ein Mixed-Methods-Design nutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Versorgungsforschung, die Dokumentation der Literaturrecherche und die ausführliche Auswertung der Studie VerAH-Dem.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Versorgungsforschung, kommunale Demenzversorgung, Versorgungsarrangements und pflegende Angehörige geprägt.
Welche Erkenntnisse lieferte die Studie VerAH-Dem für die häusliche Pflege?
Die Studie zeigte eine sehr hohe Belastung der primären Pflegepersonen auf, die oft über 12 Stunden täglich pflegen, und unterstrich die Dringlichkeit präventiver Entlastungsangebote bereits zu Beginn der Erkrankung.
Warum betont die Autorin die Bedeutung des „input-throughput-output-outcome-Modells“?
Das Modell dient dazu, Versorgungsprozesse systematisch in ihre Komponenten zu gliedern, um sowohl die Grundlagen als auch die Wirkungen von Interventionen zielgerichtet untersuchen zu können.
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- Eva-Maria Endruweit (Author), 2017, Grundlagen für kommunale Demenzversorgung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412012