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Die Intuition des Menschen. Mehr als nur ein Bauchgefühl?

Evolutionäre Betrachtung der Intuition des Menschen

Titre: Die Intuition des Menschen. Mehr als nur ein Bauchgefühl?

Thèse Scolaire , 2018 , 33 Pages , Note: 15

Autor:in: Mira Lorenz (Auteur)

Biologie - Evolution
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ist die menschliche Intuition tatsächlich nur ein Bauchgefühl und zu ungenau, um sich bei Entscheidungen darauf zu verlassen? Oder schenkt man den Gegenstimmen einiger Wissenschaftler Glauben und bewertet die Intuition als eine Chance für unser tägliches Leben? Kann Intuition zu neuen Erkenntnissen führen, so wie es Henri Poincaré behauptet, oder lockt sie uns auf falsche Fährten? Und, mit Blick auf die Evolution, ist unsere Intuition vielleicht ein verbesserter Instinkt und damit ein Distinktionsmerkmal zum Tier?
 

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ein genauer Blick auf Intuition

2.1. Was ist Intuition? Definition und Abgrenzung

2.2. Intuition als Distinktionsmerkmal zwischen Tier und Mensch

2.3. Wie funktioniert Intuition?

2.4. Intuition als Mehrwert und Risiko

3. Ein Experiment zum Risiko intuitiver Lösungsstrategien

3.1. Hypothese der Untersuchung

3.2. Untersuchungsdesign

3.3. Darstellung der Ergebnisse

3.3.1. Grunddaten der Auswertung

3.3.2. Prüfung der Hypothese

3.4. DISKUSSION DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE

4. Intuition und Schule: eine Kleine Anregung?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die menschliche Intuition als Lösungsstrategie bei komplexen Aufgabenstellungen gegenüber rationalem Denken bestehen kann und welche Risiken dabei entstehen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob Intuition bei Aufgaben, die eigentlich kognitive Analysen erfordern, zu einer erhöhten Fehlerquote führt und wie sich dies durch ein empirisches Experiment im schulischen Kontext belegen lässt.

  • Evolutionäre Bedeutung und Abgrenzung der Intuition vom Instinkt
  • Neurobiologische Grundlagen intuitiver Entscheidungsprozesse
  • Analyse des "Risikos" intuitiver Strategien in der Problemlösung
  • Empirische Untersuchung zum Vergleich intuitiver und kognitiver Lösungswege
  • Reflektion über den Stellenwert der Intuition im modernen Bildungssystem

Auszug aus dem Buch

2.4. INTUITION ALS MEHRWERT UND RISIKO

Wenn, wie beschrieben, Menschen Intuition besitzen, dann stellt sich die Frage, in welchen Situationen es klug ist, sich auf sie zu verlassen und wann nicht. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass der Einsatz von Intuition in verschiedenen Bereichen und Situationen sinnvoll erfolgen kann, vor allem dann, wenn diese sehr komplex sind. Es ist gerade nicht der Fall, dass sich komplexe Probleme ausschließlich und verlässlich nur durch Logik oder Berechnung lösen lassen (lutzland 2008; Gigerenzer 2013, S. 144). Dabei kann die Intuition, besonders in komplexen Situationen, im Widerspruch zu logischen Argumenten stehen (Gigerenzer 2008, S. 112). Aber Gigerenzer würde ihr die „tiefe Intelligenz“ bescheinigen (Gigerenzer 2008, S. 58), da sie, von Geburt an, ohne bewusste Aufmerksamkeit sehr schnell und trotzdem sehr zuverlässig arbeitet und auch kausale Verknüpfungen ohne großen Aufwand erkennt (Kahneman 2012, S. 140&232). Dies gelingt, weil unsere Intuition, wie in Kapitel 2.3 ausgeführt, nach gewissen Faustregeln arbeitet.

Eine, für das Lösen von Aufgaben notwendige Heuristik ist die Strategie „Take-the-Best“ (Gigerenzer 2008, S. 26&162). In komplexen Situationen, wo auf unser Gehirn Tausende von Informationen einströmen, ist unser Bewusstsein mit seiner relativ geringen Aufnahmekapazität schnell überfordert, zu langsam und zu ungenau. Unser Unterbewusstsein, also auch unsere Intuition, hingegen kann 22.000-mal mehr Informationen schnell und mühelos verarbeiten (Dijksterhuis 2010, S. 24-30; Kahneman 2012, S. 36; Haupt 2009), weil es nur die wichtigsten Informationen selektiert – Take-the-Best (Gigerenzer 2008, S. 162; Haupt 2009).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Wandel der Intuition als Erkenntnisprinzip und stellt die Frage, ob sie lediglich ein ungenaues Bauchgefühl oder ein evolutionär wertvolles Distinktionsmerkmal zum Tier darstellt.

2. Ein genauer Blick auf Intuition: Dieses Kapitel definiert Intuition als komplexe Informationsverarbeitungsfähigkeit, grenzt sie von Instinkten ab und analysiert ihre neurobiologischen sowie psychologischen Aspekte.

2.1. Was ist Intuition? Definition und Abgrenzung: Der Abschnitt erläutert unterschiedliche theoretische Perspektiven auf Intuition und führt den zentralen Arbeitsbegriff der intuitiven Informationsverarbeitung ein.

2.2. Intuition als Distinktionsmerkmal zwischen Tier und Mensch: Hier wird dargelegt, wie die menschliche Intuition als "bewusster Instinkt" die Überlebenschancen durch Flexibilität gegenüber der statischen Instinktgebundenheit von Tieren erhöht.

2.3. Wie funktioniert Intuition?: Das Kapitel verortet Intuition neurobiologisch im Gehirn und erklärt, wie Heuristiken wie die Rekognitionsheuristik die Entscheidungsfindung beeinflussen.

2.4. Intuition als Mehrwert und Risiko: Dieser Teil diskutiert die Vor- und Nachteile intuitiven Handelns, insbesondere bei komplexen Aufgabenstellungen und der Selektion von Informationen.

3. Ein Experiment zum Risiko intuitiver Lösungsstrategien: Beschreibung der empirischen Studie, die den Vergleich zwischen intuitiven und kognitiven Lösungsstrategien in einer mathematischen Aufgabenstellung im schulischen Umfeld zum Gegenstand hat.

3.1. Hypothese der Untersuchung: Formulierung der Annahme, dass Intuition bei wenig komplexen Aufgaben, die rationale Lösungen erfordern, zu einer höheren Fehlerquote führt.

3.2. Untersuchungsdesign: Erläuterung des experimentellen Aufbaus mit Experimental- und Kontrollgruppe sowie der methodischen Datenerhebung.

3.3. Darstellung der Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten, unterteilt in die Grunddaten der Auswertung und die statistische Prüfung der aufgestellten Hypothese.

3.3.1. Grunddaten der Auswertung: Statistische Zusammenfassung der Teilnehmerstruktur hinsichtlich Klassenstufe und Geschlecht.

3.3.2. Prüfung der Hypothese: Auswertung der Testergebnisse, die aufzeigt, dass intuitive Gruppen deutlich häufiger Fehlentscheidungen treffen als kognitiv agierende Gruppen.

3.4. DISKUSSION DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE: Zusammenfassende Interpretation der Studienergebnisse unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht und schulischer Erfahrung.

4. Intuition und Schule: eine Kleine Anregung?: Ein Plädoyer dafür, intuitive Kompetenzen im Bildungssystem stärker zu thematisieren und zu fördern, um der Komplexität der modernen Lebenswelt gerecht zu werden.

Schlüsselwörter

Intuition, Bauchgefühl, Kognition, Heuristik, Entscheidungsstrategie, Instinkt, Evolution, Bewusstsein, Problemlösung, Experiment, Fehleranfälligkeit, Mathematische Kompetenz, Geschlechterunterschiede, Schule, Informationsverarbeitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung der menschlichen Intuition im Vergleich zum rationalen Denken, insbesondere im Hinblick auf deren Effektivität und Fehleranfälligkeit bei der Lösung komplexer Aufgaben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit verknüpft evolutionäre und verhaltensbiologische Perspektiven mit psychologischen Ansätzen der Entscheidungsfindung und einer empirischen Untersuchung im schulischen Rahmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen Intuition als Lösungsstrategie sinnvoll ist und wann sie – entgegen der kognitiven Logik – zu signifikant häufigeren Fehlentscheidungen führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einer eigenen empirischen, quantitativen Studie, bei der durch ein Experiment mit Experimental- und Kontrollgruppe Daten erhoben wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition von Intuition, deren Abgrenzung vom tierischen Instinkt sowie die Durchführung und detaillierte Auswertung eines Experiments zur Entscheidungsqualität von Schülern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Intuition, Heuristiken, Kognition, Entscheidungsstrategien und die Unterscheidung zwischen intuitivem und rationalem Denken bilden das inhaltliche Rückgrat der Arbeit.

Wie unterscheidet sich die Leistung von Siebtklässlern gegenüber Elftklässlern bei intuitiven Entscheidungen?

Die Untersuchung zeigt, dass bei intuitiven Entscheidungen die jüngeren Schüler der 7. Klassen teilweise sogar etwas besser abschnitten als die älteren Elftklässler, wobei die Unterschiede in der Antwortzeit gering blieben.

Warum schneiden männliche Versuchspersonen in dem Experiment tendenziell besser ab als weibliche?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Mädchen in den durchgeführten Tests häufiger intuitive und damit fehleranfällige Strategien wählten, was im Einklang mit Studien zu mathematischen Leistungen und Selbstwirksamkeitserwartungen steht.

Welche Rolle spielt die "Rekognitionsheuristik" bei den Probanden?

Die Rekognitionsheuristik führt dazu, dass Probanden bei komplexen Aufgaben intuitiv bekannte Muster wählen, anstatt alle verfügbaren Informationen logisch abzuwägen, was in diesem Experiment oft zur falschen Lösung führte.

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Résumé des informations

Titre
Die Intuition des Menschen. Mehr als nur ein Bauchgefühl?
Sous-titre
Evolutionäre Betrachtung der Intuition des Menschen
Note
15
Auteur
Mira Lorenz (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
33
N° de catalogue
V412028
ISBN (ebook)
9783668689596
ISBN (Livre)
9783668689602
Langue
allemand
mots-clé
Intuition Evolutionäre Betrachtung empirische und theoretische Betrachtung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mira Lorenz (Auteur), 2018, Die Intuition des Menschen. Mehr als nur ein Bauchgefühl?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412028
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Extrait de  33  pages
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