Der Begriff Macht wird in unterschiedlichen Zusammenhängen angewendet und ist bedeutend für das menschliche Zusammenleben in sämtlichen Gesellschaften, deren Strukturen und Regeln und Einflusspotentiale. In den Sozialwissenschaften ist der Begriff der Macht mehrfach analysiert und definiert worden als die Befähigung der Einflussnahme auf andere Personen oder Personengruppen in deren Handeln und Denken und andererseits als die Fähigkeit, Ziele zu erreichen oder sich nicht äußerer Einflussnahme unterwerfen zu müssen.
Mit einigen Beispielen wird dargestellt, dass auch in der Wirtschaft der Begriff der Macht angewendet werden kann. Die erfolgreiche Positionierung einer Unternehmung in einem Markt oder der Zusammenschluss von mehreren Handelspartnern zu einer Interessensgemeinschaft kann die Einflussnahme auf andere gesellschaftliche Bereiche ermöglichen, was an einigen Beispielen der Geschichte dargestellt wird. Wirtschaftliche Unternehmen können vielfältige Einflussnahme endogen innerhalb der Unternehmen, deren Mitarbeiter und internen Regeln, exogen auf den jeweiligen Markt, Wettbewerber oder Einflussnahme auf die Gesellschaft, Kultur, Politik und Gesetzgebung wahrnehmen. Marktpositionierung und Marktanteile sind für die Möglichkeiten der Machtausübung wesentliche Voraussetzungen des jeweiligen Machtpotenzials.
Diese Arbeit wurde im Rahmen eines Doktorandenworkshops erstellt (07. März und 09. - 10. Mai 2013 "Macht und Herrschaft").
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Macht in Politik und Geschichte
Symbole der Macht
Der Begriff Macht in Literatur und Medien
Machtbegriff in der Wirtschaft
Historische Beispiele zur Macht in der Wirtschaft und deren Einfluss auf Politik
Machtbegriff in der heutigen Wirtschaft
Macht durch Marktpräsenz
Macht in Wirtschaft und Politik des 21. Jahrhundert
Unternehmensstrategien im 21. Jahrhundert
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den vielschichtigen Begriff der Macht, dessen historische Entwicklung und Übertragung auf globale Wirtschaftsunternehmen. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie moderne Unternehmen durch Marktpräsenz und Marktanteile Machtbasen aufbauen, um intern Abläufe zu steuern und extern Einfluss auf Politik, Gesellschaft und Wettbewerb auszuüben.
- Grundlagen des Machtbegriffs in Geschichte und Sozialwissenschaften
- Historische Einflussnahme von Handelsorganisationen auf politische Strukturen
- Differenzierung zwischen interner und externer unternehmerischer Macht
- Strategische Bedeutung von Globalisierung für die Machtausübung
- Wechselwirkungen zwischen Marktanteilen, Lobbyismus und gesellschaftlicher Gestaltung
Auszug aus dem Buch
Machtbegriff in der heutigen Wirtschaft
In der heutigen Wirtschaftswelt wird auch der Begriff der Macht verwendet, Begriffe mit Machtassozisationen sind beispielsweise Unternehmenslenker, Wirtschaftsbaron, Tyccon, Pate, Konzernboss, Wirtschaftsmacht, Wirtschaftliche Abhängigkeit, Marktbeherrscher und Monopolist.
Doch es stellt sich die Frage, inwieweit Marktpräsenz und Marktanteile eines Unternehmens oder einer wirtschaftlichen Interessensvereinigung auch Machtbasen mit der Möglichkeit der Beeinflussung von anderen Personen oder Gruppierungen darstellt. Dabei ist zwischen der Machtbase innerhalb eines Unternehmens, d. h. die Beeinflussbarkeit von Abläufen und Personen innerhalb eines Unternehmens und der Machtbase auf externe Gruppen zu unterscheiden.
Bei der internen Machtbase innerhalb eines Unternehmens nutzen die Leiter oder Unternehmensinhaber ihre Position und Möglichkeiten der Zielvorgaben, juristischen Entscheidungsgewalt, der Festlegung von Prozessen, Verfahren, Abläufen, Produktentscheidungen. Das im Unternehmen beschäftigte Personal kann direkt durch die Personalentscheidungen für Anstellung oder Kündigung beeinflusst werden. Ebenso sind Abhängigkeiten und Beeinflussungen des Personals durch die Rahmenbedingungen im Unternehmen (Arbeitsplatzgestaltung, Aufgabendefinition, Arbeitslast, Menschenrechte), über Abhängigkeiten bei der Steuerung und Festlegung der Gehaltszahlungen und Zusatzleistungen und Gewährung von Renten und durch soziale Maßnahmen und Zusatzleistungen (Förderprogramme, Sterbehilfen, Kinderversorgung), durch das Gewähren und Verhandeln oder Beeinflussen von gewählten Mitarbeitervertretungen (Betriebsräte, Vertrauensleute) und auch durch Festlegungen von Verhaltenskodexe, Kleiderordnung bis hin zu Eingriffen in die privaten Lebensbereiche möglich.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel definiert Macht als Fähigkeit zur Einflussnahme auf Individuen oder Gruppen und beleuchtet deren Erscheinungsformen in verschiedenen sozialen Kontexten, einschließlich der Tierwelt und klassischer sozialwissenschaftlicher Machtbasen.
Machtbegriff in der Wirtschaft: Hier wird der historische Kontext beleuchtet, in dem wirtschaftlicher Erfolg – etwa durch Gilden oder Handelszentren – zu einer eigenständigen Machtposition gegenüber traditionellen politischen und gesellschaftlichen Eliten führte.
Macht durch Marktpräsenz: Das Kapitel analysiert die moderne unternehmerische Strategie, bei der Marktpräsenz und Marktanteile als Werkzeuge dienen, um sowohl intern durch Strukturen als auch extern durch Lobbyismus und strategische Positionierung politische und ökonomische Macht auszuüben.
Schlüsselwörter
Macht, Globalisierung, Marktpräsenz, Marktanteile, Wirtschaftsunternehmen, Einflussnahme, Machtbasen, Lobbyismus, Unternehmensstrategie, Führung, Wettbewerb, Gesellschaft, Politik, Wirtschaftsmacht, Ressourcen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Definition des Machtbegriffs und dessen Übertragung auf globale Wirtschaftsunternehmen im Zeitalter der Globalisierung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung von Macht in der Wirtschaft, die Typologie von Machtbasen in Unternehmen sowie die Rolle von Marktpräsenz bei der Einflussnahme auf Politik und Gesellschaft.
Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Arbeit geht der Frage nach, wie Unternehmen durch Marktpräsenz und Marktanteile Machtbasen etablieren und wie sich diese Einflussnahme im Kontext globaler Märkte manifestiert.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die Untersuchung historischer und aktueller Beispiele zur Machtausübung in der Wirtschaft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung historischer Machtbeispiele, die Differenzierung in interne und externe Machtbasen und die Strategien von Unternehmen im 21. Jahrhundert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Macht, Globalisierung, Marktpräsenz, Einflussnahme und Unternehmensstrategie.
Welche Rolle spielen "Alphatiere" in der Einleitung?
Die Einleitung nutzt Beispiele aus der Tierwelt, um zu verdeutlichen, dass Macht ein natürliches Mittel zur Ressourcen- und Durchsetzungssicherung in Gruppenverbänden ist.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen interner und externer Macht?
Interne Macht bezieht sich auf die Kontrolle von Betriebsabläufen und Personal, während externe Macht die Einflussnahme auf Politik, Wettbewerber, Kommunen und gesellschaftliche Standards beschreibt.
Wie beeinflussen "Global Player" die Politik?
Dies geschieht durch Lobbyarbeit, Parteispenden, die Androhung von Werksverlagerungen sowie die Besetzung von Schlüsselpositionen in öffentlichen Gremien.
- Citar trabajo
- Nina Kandler-Schmitt (Autor), 2013, Global Player. Macht durch Globalisierung, Marktpräsenz und Marktanteile, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412056