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Das Konzept der Entwicklungsaufgaben. Zu Havighurst, Hurrelmann und Quenzel. Ursprünge, Adaptionen und Kritik

Titel: Das Konzept der Entwicklungsaufgaben. Zu Havighurst, Hurrelmann und Quenzel. Ursprünge, Adaptionen und Kritik

Hausarbeit , 2013 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lisa Maria Koßmann (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Neben biologischen Faktoren hat wohl die uns umgebende Gesellschaft den größten Einfluss auf unsere Entwicklung; nicht nur im Kindes- und Jugendalter, sondern auch im Erwachsenenleben und im hohen Alter werden wir von den uns umgebenden Menschen und ihren Werten und Normen geprägt. Eine rein biologische Beschreibung der menschlichen Entwicklungen würde der Realität also nicht gerecht. Gerade im Jugendalter ist die Entwicklung durch die Übernahme neuer gesellschaftlicher Rollen und die Auseinandersetzung mit Erwartungen von Bezugspersonen bestimmt. Deshalb hat Robert J. Havighurst mit seinem Konzept der Entwicklungsaufgaben die Möglichkeit geschaffen, die gesellschaftlichen Erwartungen unmittelbar auf die Entwicklung zu beziehen, indem die Ansprüche des kulturellen Umfeldes als zu bewältigende Aufgaben formuliert werden. Nach Dreher/Dreher (1985) zeichnet sich Havighursts Ansatz dabei durch seine Multiperspektivität aus: Das Konzept vereint die Idee einer lebenslangen Entwicklung mit der Auffassung einer wechselseitigen Beeinflussung des Individuums und der Umwelt im Laufe der Entwicklung und beachtet hierbei die Zielorientierung dieses Prozesses. Die Annahme eines lebenslangen, durch das Individuum in Interaktion mit der Umwelt aktiv gestalteten Lernprozess macht Havighursts Ansatz zu einem vorausweisenden, mit heutigen Forschungsergebnissen korrespondierenden Konzept. Entsprechend wurde es einige Zeit später in der deutschsprachigen Entwicklungspsychologie übernommen.

In der vorliegenden Arbeit soll das Konzept der Entwicklungsaufgaben zunächst in seiner Ursprungsform bei Havighurst vorgestellt werden. Nach der Darstellung des Ansatzes werden zudem moderne Rezeptionen, besonders die von Hurrelmann und Quenzel, vergleichend angeführt, woran ersichtlich wird, dass das Konzept im Laufe der Jahre einige Änderungen in verschiedenen Bereichen erfahren hat. Die Vorteile des Ansatzes für die Erforschung der Persönlichkeitsentwicklung sowie eine Reihe von Kritikpunkten an dem Konzept werden in einem abschließenden Fazit zusammengestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konzept der Entwicklungsaufgaben

2.1. Ursprünge: Die Entwicklungsaufgaben bei Havighurst

2.2. Adaption durch Hurrelmann und Quenzel/Moderne Rezeption

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Entwicklungsaufgaben, ausgehend von Robert J. Havighursts ursprünglicher Theorie bis hin zu modernen Adaptionen durch Hurrelmann und Quenzel, um die Bedeutung gesellschaftlicher Erwartungen für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung zu analysieren.

  • Historische Herleitung des Konzepts der Entwicklungsaufgaben.
  • Gegenüberstellung der Ursprungsform bei Havighurst und moderner Ansätze.
  • Die Rolle gesellschaftlicher Instanzen bei der Vermittlung von Entwicklungsaufgaben.
  • Kritische Reflexion der Anwendbarkeit des Modells auf individuelle Lebensverläufe.
  • Bedeutung der Aufgaben für die Integration in die Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

2.1. Ursprünge – Die Entwicklungsaufgaben bei Havighurst

Die Basis von Havighursts Überlegungen zu einer Theorie der Persönlichkeitsentwicklung bildet seine Auffassung des Lernens:

The path of learning is not one long slow uphill climb with something to learn every new day, but consists of steep places, where the learning effort is severe, interspersed with plateaus where one can speed along almost without effort (Havighurst 1974, S. 2).

Lernvorgänge gleichen also einer Treppe, wobei der erfolgreiche Lernaufwand mit dem Erreichen der nächsten Treppenstufe gleichzusetzen ist. Diese alineare Sicht auf Entwicklungsprozesse bedingt entscheidend Havighursts Konzeption der Entwicklungsaufgaben, deren erfolgreiche Bewältigung das Individuum ebenfalls auf eine neue Stufe der Entwicklung stellt, von der aus erst die Bewältigung weiterer Aufgaben möglich ist (s. u.).

Havighurst definiert eine Entwicklungsaufgabe folgendermaßen:

A developmental task is a task which arises at or about a certain period in the life of the individual, successful achievement of which leads to his happiness and to success with later tasks, while failure leads to unhappiness in the individual, disapproval by the society, and difficulty with later tasks (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz sozialer Erwartungen für die menschliche Entwicklung ein und stellt das Konzept von Robert J. Havighurst sowie das Ziel der vergleichenden Arbeit vor.

2. Das Konzept der Entwicklungsaufgaben: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Konzepts, unterteilt in die ursprüngliche Konzeption nach Havighurst und die modernisierte Sichtweise durch Hurrelmann und Quenzel.

3. Fazit: Das Fazit fasst die zentrale Rolle der Entwicklungsaufgaben für den Lebenslauf zusammen und reflektiert kritisch die Grenzen des Modells hinsichtlich individueller Abweichungen und gesellschaftlicher Veränderungen.

Schlüsselwörter

Entwicklungsaufgaben, Robert J. Havighurst, Hurrelmann und Quenzel, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialisation, gesellschaftliche Erwartungen, Biografie, Adoleszenz, Lebenslauf, Bildungsforschung, Psychobiologie, Soziokulturelle Dimension, Identitätsbildung, Lernprozess, Rollenübernahme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Entwicklung und der Anwendung des Konzepts der Entwicklungsaufgaben, das beschreibt, wie gesellschaftliche Anforderungen die menschliche Entwicklung über den Lebenslauf hinweg prägen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die biologischen, psychologischen und vor allem gesellschaftlichen Bedingungen, die den Prozess des Erwachsenwerdens und der Identitätsfindung bestimmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Havighursts ursprüngliches Modell kritisch darzustellen und aufzuzeigen, wie moderne Autoren das Konzept modifiziert haben, um den gesellschaftlichen Veränderungen gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse und einen Literaturvergleich, um die Konzepte verschiedener Autoren gegenüberzustellen und kritisch zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Entstehung der Theorie bei Havighurst und die Erweiterung durch Hurrelmann und Quenzel, insbesondere die Einteilung in vier zentrale Entwicklungsaufgaben für das Jugendalter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Entwicklungsaufgaben, Sozialisation, Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftliche Erwartungen charakterisiert.

Welche Rolle spielen Sozialisationsinstanzen in diesem Modell?

Sozialisationsinstanzen wie Familie, Schule und Peergroup fungieren als Vermittler, die Werte und Normen an das Individuum weitergeben und so die erfolgreiche Bewältigung der Entwicklungsaufgaben beeinflussen.

Wie unterscheidet sich die moderne Rezeption von Havighursts Ansatz?

Moderne Autoren wie Hurrelmann und Quenzel betonen die gesellschaftliche Komponente stärker und lassen dem Individuum mehr Autonomie bei der Gestaltung seiner Entwicklung, als dies im ursprünglichen, eher deterministisch geprägten Ansatz von Havighurst der Fall war.

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Details

Titel
Das Konzept der Entwicklungsaufgaben. Zu Havighurst, Hurrelmann und Quenzel. Ursprünge, Adaptionen und Kritik
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
1,0
Autor
Lisa Maria Koßmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
17
Katalognummer
V412111
ISBN (eBook)
9783668633452
ISBN (Buch)
9783668633469
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklungsaufgaben pädagogik sozialwissenschaft havighurst hurrelmann quenzel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Maria Koßmann (Autor:in), 2013, Das Konzept der Entwicklungsaufgaben. Zu Havighurst, Hurrelmann und Quenzel. Ursprünge, Adaptionen und Kritik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412111
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Leseprobe aus  17  Seiten
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