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Inwiefern werden Kinder von Märchen beeinflusst? "Kinder brauchen Märchen" von Bruno Bettelheim

Titre: Inwiefern werden Kinder von Märchen beeinflusst? "Kinder brauchen Märchen" von  Bruno Bettelheim

Dossier / Travail , 2018 , 17 Pages

Autor:in: Latifa Lalee (Auteur)

Sociologie - Enfants et Adolescence
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Für Bruno Bettelheim sind Märchen eines der wichtigsten Instrumente der Persönlichkeitsbildung, die über eine reine Wissensvermittlung hinausgehen. Gerade in der Stimulierung der Fantasie, die durch Märchen bewirkt wird, sieht er für Heranwachsende ein enormes Entwicklungspotenzial. Das Kind kann durch das kulturelle Angebot, in Form von Märchen, seine Wahrnehmungsfähigkeit für die Sinnhaftigkeit oder Sinngebung ausbilden. Unter Einsatz seiner Fantasie kann es dazu befähigt werden, sich flexibel in der Welt zu orientieren und wird oder bleibt visionsfähig. Für Bettelheim bildet das Märchen den Ort, an dem sich Menschen entwickeln können.

In seinem Buch "Kinder brauchen Märchen" beschäftigt er sich mit den persönlichkeitsbildenden Aufgaben von Märchen. Zur Bekräftigung seiner Theorien, bezieht sich Bettelheim überwiegend auf Märchen der Brüder Grimm und auf die arabischen Märchen aus "Tausend und einer Nacht". Bettelheim erklärt aus seiner psychoanalytischen Perspektive heraus, warum Märchen für Kinder so wichtig und fesselnd sind.

Der Bestseller (im Original: "The Uses of Enchantment" von 1976) erscheint 1977 erstmals in deutscher Übersetzung. Die Veröffentlichung fällt in eine Zeit, in der Märchen als Instrumente bürgerlicher Repression betrachtet werden. Die Gewaltdarstellungen, vor allem in den Erzählungen der Brüder Grimm, spielen in diesen märchenkritischen Debatten eine zentrale Rolle. Im Verlauf soll die Wirkung verschiedener Elemente in Märchen, auf das Unterbewusstsein des Kindes, im Zusammenhang mit Freuds psychoanalytischen Thesen, beleuchtet werden. In der Schlussbetrachtung soll der Frage nachgegangen werden, welche Relevanz Märchen heute noch, auch in der Theaterlandschaft, haben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung „Kinder brauchen Märchen“

2 Biografien

2.1 Biografie Bruno Bettelheim

2.2 Biografie Sigmund Freud

2.3 Biografie Brüder Grimm

3 Definition von Märchen

4 Freuds Psychoanalyse in Bezug zu Bettelheim

4.1 „Es“, „Ich“ und „Über-Ich“

4.2 Bewusstseinsebenen

4.3 Phasen der psychosexuellen Entwicklung

4.4 Übertragung von Psychoanalytischen Thesen auf Märchen

4.5 Aufgaben des Märchens nach Bettelheim

4.6 Symbole in Märchen und die Bedeutungen für das Kind

5 Fazit

5.1 Aktuelle Relevanz von Bettelheims „Märchentheorie“

5.2 Eignung von Märchen als Theaterstoff mit politischer Relevanz

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Märchen für die kindliche Persönlichkeitsentwicklung basierend auf Bruno Bettelheims psychoanalytischer Theorie und diskutiert, inwiefern diese Erkenntnisse für die Gestaltung eines politisch relevanten Kindertheaters nutzbar gemacht werden können.

  • Psychoanalytische Fundierung nach Bruno Bettelheim und Sigmund Freud
  • Die Funktion von Märchen als entwicklungsfördernde Projektionshilfen
  • Märchen als Mittel zur Bewältigung kindlicher Ängste und innerer Konflikte
  • Analyse der Eignung von Märchenstoffen für das moderne Kindertheater

Auszug aus dem Buch

Übertragung von Psychoanalytischen Thesen auf Märchen

Bettelheim geht von der These aus, dass Märchen als entwicklungsfördernde Projektionshilfen dienen. Dem Vorwurf, dass Märchen unwahr seien, setzt Bettelheim entgegen „die Wahrheit des Märchens ist die Wahrheit unserer Phantasie, nicht die der normalen Kausalität“ (Bettelheim 1991, S. 136). In Anlehnung an Freud, sieht er in den Märchenfiguren die Persönlichkeitsinstanzen des „Ich“, „Es“ und „Über-Ich“ symbolisiert. Ihn interessiert hauptsächlich der Wirkungsaspekt der Geschichten, also inwiefern Märchen Projektionshilfen darstellen, die für Kinder entwicklungsfördernd sein können.

Bettelheim stellt in „Kinder brauchen Märchen“ die These auf, dass Märchen dem Kind die Möglichkeit geben, innere Konflikte, die es in den Phasen seiner seelischen und geistigen Entwicklung erlebt, zu erfassen und in der Fantasie auszuleben und zu lösen. Märchen bieten Erkenntnis des Lebens von innen her. Bettelheim betont, „gerade weil ihm sein Leben oft verwirrend erscheint, muss man dem Kind Möglichkeiten geben, sich selbst in dieser komplizierten Welt zu verstehen und dem Chaos seiner Gefühle einen Sinn abzugewinnen. Es braucht Anregungen, wie es in seinem Inneren und danach auch in seinem Leben Ordnung schaffen kann“ (Bettelheim 1991, S. 11).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung „Kinder brauchen Märchen“: Einführung in die Fragestellung zur persönlichkeitsbildenden Funktion von Märchen und deren Relevanz in der zeitgenössischen Theaterlandschaft.

2 Biografien: Überblick über die Lebenswege von Bruno Bettelheim, Sigmund Freud und den Brüdern Grimm als Grundlage für das theoretische Verständnis der Arbeit.

3 Definition von Märchen: Erläuterung der Gattung Märchen, ihrer historischen Herkunft und ihrer Bedeutung als kulturelle Erzählformen.

4 Freuds Psychoanalyse in Bezug zu Bettelheim: Anwendung psychoanalytischer Konzepte wie Instanzenmodell und Phasenlehre auf die Symbolik und Funktion von Märchen für Kinder.

5 Fazit: Kritische Reflexion der Bettelheim'schen Märchentheorie und Diskussion der Möglichkeiten, Märchenstoffe im Kindertheater politisch zu kontextualisieren.

Schlüsselwörter

Bruno Bettelheim, Psychoanalyse, Kindertheater, Märchen, Persönlichkeitsbildung, Projektionshilfe, Es, Ich, Über-Ich, Entwicklungspsychologie, Politische Relevanz, Symbolik, Identifikation, Kinderliteratur, Traumdeutung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Bruno Bettelheims Thesen zur pädagogischen und psychologischen Bedeutung von Märchen für Kinder im Kontext der Psychoanalyse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die psychoanalytische Entwicklungstheorie, die Symbolsprache in Volksmärchen und die Anwendung dieser Inhalte auf das Kinder- und Jugendtheater.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu untersuchen, wie Märchen als entwicklungsfördernde Hilfsmittel fungieren und ob diese als Stoff für ein politisch relevantes Kindertheater dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse der Fachliteratur von Bettelheim und Freud sowie eine reflexive Auseinandersetzung mit der heutigen Theaterpraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Übertragung psychoanalytischer Instanzen auf Märchenfiguren, der Bedeutung von Märchen für die psychische Reifung und den Aufgaben von Märchen nach Bettelheim.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Psychoanalyse, Bettelheim, Märchen, kindliche Entwicklung, Projektionshilfe und Kindertheater.

Warum bezieht sich die Arbeit explizit auf Bettelheim?

Bettelheim gilt als eine der zentralen Figuren, die Märchen nicht nur als Unterhaltung, sondern als lebensnotwendiges Instrument zur Bewältigung kindlicher Entwicklungskonflikte betrachtete.

Wie bewertet die Autorin die politische Dimension von Märchen im Theater?

Die Autorin sieht Potenzial, Märchen als „Gewand“ für aktuelle politische Themen wie die Flüchtlingsthematik zu nutzen, hinterfragt jedoch kritisch die gegenwärtige Unpolitizität im Theaterspielplan.

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Résumé des informations

Titre
Inwiefern werden Kinder von Märchen beeinflusst? "Kinder brauchen Märchen" von Bruno Bettelheim
Université
Ruhr-University of Bochum  (Institut für Theaterwissenschaften)
Cours
Theater für Kinder und Jugendliche ist politisch - aber wie!?
Auteur
Latifa Lalee (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
17
N° de catalogue
V412256
ISBN (ebook)
9783668635722
ISBN (Livre)
9783668635739
Langue
allemand
mots-clé
inwiefern kinder märchen bruno bettelheim
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Latifa Lalee (Auteur), 2018, Inwiefern werden Kinder von Märchen beeinflusst? "Kinder brauchen Märchen" von Bruno Bettelheim, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412256
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Extrait de  17  pages
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