Die Verklärung Jesu. Eine exegetische Untersuchung des Bergereignisses

Die Verwendung antiker-alttestamentlicher Motivik und deren Bedeutung für die Präsentation der Messianität Jesu


Hausarbeit, 2017

23 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. ) Einleitung

2. ) Text und Literarkritik
2.1) Arbeitsübersetzung
2.2) Rekonstruktion und Kontextuierung der Textstelle
2.3) Synoptischer Vergleich

3. ) Sprachliche Analyse
3.1) Narrative Analyse
3.2) Linguistische Analyse

4. ) Traditionskritik
4.1) Mose und Elija im AT-Kontext
4.2) Wolke und Offenbarungsstimme im jüdischen Kontext
4.3) Berg und Verwandlungsmotivik
4.4) Hinweise bei Flavius Josephus

5. ) Markinische Christologie
5.1) Definition
5.2) Fokusierung anMk

6. ) Fazit

7. ) Literaturverzeichnis

1.) Einleitung

Die Verklärung Jesu gehört zu den beeindruckendsten aber auch zu den komplexesten Erzäh­lungen über die Person des Jesus von Nazareth. Sie kommt bei jedem der Synoptiker vor und hat dort jeweils eine zentrale Position im Handlungsverlauf des Evangeliums. Im Folgenden soll ทนท innerhalb dieser Hausarbeit anhand der Verklärung im Markusevangelium (Vgl. Mk 9,2) eine exegetische Untersuchung durchgeführt werden. Dabei soll vom besonderen Interes­se sein, die Textstelle auf ihre alttestamentliche Motivik hin zu untersuchen und auf die mar- kinische Christologie zu beziehen. Dafür ist es notwendig den Text auf synchrone aber auch auf diachrone Weise zu analysieren. Dabei wird zunächst textkritisch vorgegangen werden, damit die Schriftstelle in einen bestimmten Kontext eingeordnet werden kann. In einem ersten Schritt wird dabei ein Rahmen geschaffen werden, welcher die Textstelle sowohl nach vorne als auch nach hinten abgrenzt. Dabei gilt es darzustellen, welche Erzählungen vor der Verklä­rung stehen und welche auf diese folgen. Ebenfalls sind auch eine exakte Arbeitsübersetzung sowie ein synoptischer Vergleich mit Matthäus und Lukas Teil des textkritischen Vorgehen. Auf diese Methode der Textkritik folgt dann eine sprachliche Einordnung der Textstelle. So wird zum einen Phonetik und Syntax der einzelnen Verse untersucht werden. Aber auch die Semantik ist für die Analyse des Textes von tragender Bedeutung. Welche Arten von Wörtern und Sätzen werden innerhalb der Textstelle verwendet? Und welche Bedeutung haben diese für die Gesamtkonstruktion sowie den Verlauf des Textes? Nach dieser synchronen Analyse der Verklärungsperikope folgt dann unter diachronen Gesichtspunkten eine weitere methodi­sche Ausdifferenzierung. Dabei soll ein gesonderter Schwerpunkt auf die detaillierte Traditi­onskritik gelegt werden, welche vor allem alttestamentliche Grundmotive behandeln wird. So wird zum einen die Bedeutung von Mose und Elija im alten Testament hinsichtlich ihres Auf­tretens in der zu analysierenden Textstelle untersucht werden. Zum anderen soll aber auch ein Schwerpunkt auf das Motiv der Offenbarungsstimme gelegt werden. Ebenfalls sind für das Verständnis der Textstelle das Verwandlungs, das Berg sowie das Zeltmotiv von Bedeutung. Anhand dieser begrifflichen Motivkritik wird danach auch noch ein Blick auf den hellenis­tisch-jüdischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus geworfen. Dieser erwähnt in seinen Aufzeichnungen nicht nur einen Jesus Christus, sondern legt in seinem Werk „Antiquitates Judaicae“ auch eine Geschichte des jüdischen Volkes bis in das Jahr 66 n.Chr vor. Es soll die­se auf ihre Bedeutung für die verwendete Motivik innerhalb der markinischen Verklärungser­zählung untersucht werden. Schließlich bleibt dann noch in die christologische Theologie des Evangelisten Markus einzuführen und diese auf die analysierte Textstelle zu beziehen. Markus ist der Evangelist der einen besonders großen Schwerpunkt auf Jesu Messianität legt und dies stilistisch aber auch erzählend deutlich werden lässt. Abschließend wird der Schwerpunkt die­ser Arbeit daher auf einem diachronen Vorgehen liegen. Dabei gilt es besonders bestimmte verwendete Motive aus alttestamentlichen Hintergrund zu analysieren und danach auf die Darstellung Jesu als Messias im Markusevangelium bzw. explizit auf die Verklärungserzäh­lung zu beziehen.

2 ) Text und Literarkritik

Die Textkritik stellt einen ersten wichtigen Schritt innerhalb einer exegetischen Arbeit dar. Dabei geht es ihr darum einen ersten Überblick über die zu analysierende Textstelle zu geben. Der Grundstein für die weitere Analyse wird zunächst einmal durch die Arbeitsübersetzung gelegt, welche ermöglicht im Laufe der weiteren Untersuchungen eine Nähe zum griechi­schen Text aufrecht erhalten zu können. So wird beispielsweise des weiteren aber auch nach der verwendeten Textbasis bzw. Textversion oder auch der Stellung des Textes innerhalb des Evangeliums gefragt. Welche Erzählung steht vor ihr und welche folgt auf sie? Wird ein syn­optischer Text analysiert, so muss dieser dann zuletzt auch noch in Form des synoptischen Vergleiches in Bezug zu den jeweils anderen zwei Evangelien gesetzt werden, um Gemein­samkeiten und Unterschiede festzuhalten.

2.1) Arbeitsübersetzung

Der erste Schritt am Anfang einer exegetischen Arbeit stellt die Arbeitsübersetzung dar.. Diese wird dann im weiteren Verlauf dieser Arbeit als Grundlage für die Analyse der Textstelle be­nutzt werden.

Griechischer Text:

2Καί μετά ημέρας εξ παραλαμβάνει Ò Ιησούς TÒV Πέτρον καί τον Ιάκωβον καί τον Ίωαννην και άνάφέρει αύτούς εις όρος υψηλόν κατ’ ιδίαν μόνους, καί μετεμορφωθη έμπροσθεν αύτών,

3και τά ίματια αυτοί) έγένετο στίλβοντα λευκά λίαν, οια γναφευς έπί τής γης où δυναται ούτως λευκάναι.

4καί ώφθη αύτοίς Ήλίας συν Μωϋσεί καί ησαν συλλαλοΰντες τω Ίησοΰ. 5καί άποκριθείς Ò Πέτρος λέγει τω Ίησοΰ- ραββί, καλόν έστιν ημάς ωδε είναι, καί ποιήσωμεν τρεις σκηνάς, σοί μίαν καί Μωϋσεί μίαν καί Ήλία μίαν.

6ού γάρ ήδει τί άποκριθή, εκφοβοι γάρ έγένοντο.

7καί έγένετο νεφέλη έπισκιάζουσα αύτοίς, καί έγένετο φωνή εκ τής νεφέλης- ουτός έστιν Ò υιός μου Ò αγαπητός, ακούετε αυτού.

8και έξαπινα περιβλεψάμενοι ούκέτι ούδενα ειδον άλλα τόν Ίησοΰν μόνον μεθ’ εαυτών.

9Καί καταβαινόντων αύτών έκ τοΰ όρους διεστείλατο αύτοίς ί'να μηδεν'ι ร ειδον διηγησωνται, εί μη όταν Ò υιός του ανθρώπου έκ νεκρών άναστή. ΙΟκαί τόν λόγον έκράτησαν πρός εαυτούς συζητούντες τ[ εστιν τό έκ νεκρών άναστήναι.

ΙΙΚαί έπηρώτων αύτόν λέγοντες- ότι λέγουσιν οί γραμματείς ότι Ήλίαν δει έλθείν πρώτον;

12Ò δέ εφη αύτοίς- Ήλίας μέν έλθών πρώτον άποκαθιστάνει πάντα- καί πώς γέγραπται έπί τόν υιόν τού ανθρώπου ί'να πολλά πάθη καί έξουδενηθή;

13άλλά λέγω ύμΐν ότι καί Ήλίας έλήλυθεν, καί έποίησαν αύτώ όσα ήθελον, καθώς γέγραπται έπ’ αυτόν.

Deutsche Arbeitsübersetzung:

2 Und nach sechs Tagen nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes mit sich und fühlte sie auf einen hohen Berg. Sie waren dort alleine. Und er verwandelte sich vor ihnen.

3 Und sein Gewand wurde ganz leuchtend weiß, so weiß wie es kein Bleicher auf der Welt machen kann.

4 Und es erschienen ihnen Elija zusammen mit Mose, welche mit Jesus sprachen.

5 Und Petrus ergriff das Wort und sagte zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir möchten drei Zelte bauen. Dir eines, Mose eines und Elija eines.

6 Denn er wusste nicht warum er das Wort ergriffen hatte, da sie verängstigt waren.

7 Und eine Wolke kam, einen Schatten auf sie werfend, und aus ihr kam eine Stimme: Dies ist mein geliebter Sohn. Auf ihn sollt ihr hören.

8 Und plötzlich, als sie umherblickten, sahen sie nichts mehr außer alleine Jesus bei ihnen.

9 Und als sie vom Berg herabstiegen, befahl er ihnen, niemandem zu erzählen, was sie gese­hen hatten, bis der Menschensohn vom Tod auferstanden ist.

10 Und sie hielten das Wort fest und fragten sie sich: Was soll das sein: Vom Tod auferstehen?

11 Und sie fragten ihn sagend: Warum sagen die Schriftgelehrten, dass zuerst Elija wieder­kommen muss?

12 Er aber sagte zu ihnen: Elija soll zuerst kommen, um alles wieder herzustellen. Aber wie ist dann über den Menschensohn geschrieben worden, dass er viel leiden und verachtet wer­den soll?

13 Ich aber sage euch: Elija ist gekommen und sie haben ihm getan, was sie wollten. Genau so wie es über ihn geschrieben steht.

2.2) Rekonstruktion und Kontextuierung der Textstelle

Der heute vorliegende griechische Text des neuen Testamentes innerhalb der Nestle-Aland Übersetzung ist nicht der Text, wie er vor gut 2000 Jahren aufge schrieb en wurde. Es liegen heute zwischen 5500 und 6000 handschriftliche Kopien, so genannte Kodizes, vor und es lässt sich so keine Textstelle finden, welche im Laufe der Geschichte nicht schon in irgendeiner Art und Weise verändert wurde. Dies kann durch Überarbeitungen geschehen sein, aber auch Übersetzungsfehler sind nicht selten.1 In der aktuellen Ausgabe des Nestle - Aland, wird ei­nem ein Überblick über die handschriftliche Überlieferung des neuen Testaments gewährt. Es wird dabei auf alternative Formulierungen anderer Handschriften verwiesen, um diese dann in Bezug zum Endtext setzen zu können.2 Es kann nicht Ziel dieser Arbeit sein, einen umfassen­den Überblick über verschiedenste neutestamentliche Handschriften zu geben. Jedoch soll in­nerhalb der Verklärungserzählung aus Mk 9, 2-13 anhand eines Beispiels diese Problematik deutlich gemacht werden, um den Text in Grundzügen rekonstruieren zu können. Zunächst soll dieser jedoch inhaltlich gegliedert und in einen erzählerischen Kontext gesetzt werden. Der Text der Verklärung lässt sich grob in drei Zinnabschnitte gliedern. Der erste Abschnitt (Vgl. Mk 9,2) erstreckt sich über nur einen Vers und berichtet einleitend über den Aufstieg auf den Berg. Dagegen kommt es im zweiten Abschnitt (Vgl. Mk 9,3-8) über das Ereignis der Verklärung an sich. Hier lässt sich noch einmal eine Dreiteilung vornehmen: Jesus verwandelt sich vor den Jüngern, Mose und Elija erscheinen und die Stimme aus der Wolke proklamiert Jesus als den Sohn Gottes. Der letzte Abschnitt (Vgl. Mk 9, 9-13) stellt dann noch abschlie­ßend und weiterführend die Leidensankündigung Jesu sowie die Diskussion mit seinen Jün­gern über Elija dar. Kontextuell bildet die Verklärung Jesu im Markusevangelium den Über­gangsmoment von Jesu Wirken in Galiläa hin zu seinem Auftreten und Tod in Jerusalem und schließlich hin zur Auferstehung. Dieses Moment lässt sich grob in einen Rahmen von Mk 8,27 bis Mk 9,50 gliedern. Im Zentrum steht hierbei Jesu Messianität und dessen Offenbarung gegenüber seinen Jüngern. So wird die Verklärung zum einen von einem Christusbekenntnis des Petrus (Vgl. Mk 8,27-33) eingeleitet, zum anderen kommt es in zweifacher Weise zu einer Leidensankündigung durch Jesus selbst (Vgl. Mk 9, 9-13; Mk 9, 30-32). Der erzählerische Rahmen der Verklärung ist so daher auf die Gottessohnschaft Jesu fokussiert. Jedoch trifft diese gleichzeitig aber immer auch auf Miss und Unverständnis durch die Jünger. Sie führen einen Rangstreit durch (Vgl. Mk 9, 33-37) oder meinen selbst Wunder vollbringen zu können (Vgl. Mk 9,14-28). Jesu Messianität ist ein verborgenes Geheimnis. Dieses Grundmotiv mar- kinischer Theologie soll im Lauf dieser Arbeit nochmals näher ausgeführt werden. Zunächst wird aber noch einmal anhand der vorherigen Gliederung und Kontextuierung auf Abwei­chungen innerhalb der verschieden Textgrundlagen innerhalb des Nestle-Aland hingewiesen werden. Dessen Textapparat gibt in Mk 9,6 an, dass in einigen ursprünglichen Papyri-Schrif- ten nicht ,,εκφοβοι γαρ εγενετο“ sondern ,,ησαν γαρ εκφοβοι“ geschrieben wurde.3 Die Angst der drei Jünger hätte so anstatt eines passiven Charakters einen aktiven, auf die Jünger bezo­genen. Im Zuge der Zusammenstellung und Zusammenführung der verschiedenen Schriften, könnte diese Änderung erfolgt sein, um besser darstellen zu können, dass die Angst ihren Ur­sprung in der Macht und Wirklichkeit Gottes hat, um dadurch den christologischen Charakter Jesu besser deutlich werden zu lassen. Es bleibt dennoch, dass es wohl keine Möglichkeit mehr gibt, den Ursprungstext in seiner Gesamtheit zu rekonstruieren. Vielmehr sollte die markinische Textbasis in Bezug zu ihren synoptischen Gegenübern gesetzt werden, um der Tradition der Verklärung Jesu ein textliches Fundament verleihen zu können. Dies wird ทนท methodisch in Form des synoptischen Vergleiches erfolgen.

2.3) Synoptischer Vergleich

Der synoptische Vergleich gilt als eine der Grundmethoden einer exegetischen Textanalyse. Er fundiert auf der so genannten Zwei-Quellen Theorie4, welche vom chronologischen Primat des Mk-Evangelium ausgeht, und möchte die Verbindungen zwischen Mk, Mt und Lk darstel­len. Anhand einer tabellarischen Gegenüberstellung, soll an Mk 9, 2-13 ทนท ein synoptischer Vergleich durchgeführt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Legende:

Blau: Übereinstimmungen zwischen Mk, Mt und Lk Braun: Übereinstimmungen zwischen Mk und Mt Gelb: Übereinstimmungen zwischen Mk und Lk Rot: Übereinstimmungen zwischen Mt und Lk Grün: Keine jeweilige Übereinstimmung

Nachdem der synoptische Vergleich durchgeführt wurde, gilt es ทนท noch diesen auszuwerten. Dafür werden sowohl die Gemeinsamkeiten aber auch die Abweichungen, Z.B im Wortschatz aber auch in der Stilistik, dargestellt werden.5 Auffällig ist, dass bei allen drei Evangelisten (markiert mit blauer Farbe) Petrus, Johannes und Jakobus mit Jesus auf einen hohen Berg

steigen (Vgl. Mk 9,2; Mt 17,1; Lk 9,28), auf welchem dieser sich verwandelt und Mose und Elija erscheinen (Vgl. Mk 9, 4; Mt 17,3; Lk 9, 30). Darauf möchte Petrus jeweils drei Zelte errichten (Vgl. Mk 9,5; Mt 17,4; Lk 9, 33) und die Stimme Gottes aus einer Wolke prokla­miert Jesus als den Sohn Gottes (Vgl. Mk 9, 7; Mt 17, 5; Lk 9,35). Es ist so offensichtlich, dass die Verklärung auf einer Grundtradition basiert, welche von den drei Synoptikern weiter­führend ausformuliert wurde. So wird die Eliasthematik aber einzig bei Mk und Mt durch das Gespräch der Jünger mit Jesus beim Abstieg weiter ausgeweitet (Vgl. Mk 9, 9-13; Mt 17,9-13). Sie formulieren diese stilistisch durch die Einsetzung eines Abstiegsgespräch weiter aus. Lk dagegen, lässt dies aus und führt seine Erzählung nach der Proklamation der Gottes­sohnschaft Jesu in Lk 9,37 mit der über die erfolglose Heilung eines Jungen fort. (Vgl. Mt 17,14; Mk 9,14). Die lukanische Fassung ist so auf das Wesentliche beschränkt, und vermei­det großformatige theologische Ausarbeitungen. Im Vergleich zu Mk, findet in Mt 17,13 Jo­hannes der Täufer eine Erwähnung. Jesus, der sein Leiden ankündet, wird von den Jüngern nicht verstanden. Sie denken, er rede über den Täufer. Es lässt sich so herausarbeiten, dass Johannes der Täufer für Mt in eine besondere Beziehung zu Jesus zu setzen ist. Das Unver­ständnis der drei Jünger wird abschließend auch in Mk 9,10 besonders hervorgehoben. Die Jünger verstehen nicht, was Jesus mit Auferstehung meint, und beginnen darüber zu diskutie­ren. Auch hier wird wieder einmal deutlich, dass Mk in seinen theologischen Grundideen ei­nen besonderen Schwerpunkt auf die Messianität Jesu legt. Sie ist ein Geheimnis, welches Unverständnis hervorruft, und erst durch die Auferstehung in seiner Ganzheit offenbar wird.6 Zusammenfassend kann so festgehalten werden, dass die Verklärung Jesu auf einer christli­chen Grundtradition fundiert. Aus synoptischer Perspektive lassen sich zwar minimale Unter­schiede feststellen, welche aber vor allem auf unterschiedliche Grundideen der Synoptiker zurückzuführen sind. Eine redaktionelle Bearbeitung ist so eher auszuschließen. Die Erzäh­lung über die Verklärung fundiert auf einer Basistradition der ersten Christen, welche durch die drei Synoptiker spezifisch ausgearbeitet wurde.

[...]


1 Vgl. Trobisch, David. Die 28. Auflage des Nestle Aland - Eine Einführung. Deutsche Bibelge­sellschaft. Stuttgart 2013. 9 f.

2 Vgl. Trobisch. Die 28.Auflage des Nestle Aland. 10.

3 Vgl. Trobisch. Die 28.Auflage des Nestle Aland. 24 f.

4 „Die Zweiquellentheorie geht ทนท davon aus, dass Matthäus und Lukas beim Verfassen ihrer Evan­gelien zwei gemeinsame Quellen zur Verfügung standen: das Markus-Evangelium und eine sogenan­nte Redenquelle Q. Darüber hinaus haben nach dieser Theorie Matthäus und Lukas noch eigene Über­lieferungen (Sondergut) in ihre Evangelien eingebaut, Z.B. die sogenannten Kindheitsgeschichten (Markus hat keine, die von Matthäus und Lukas unterscheiden sich völlig.)" (Vgl. im Internet: http:// www.kathweb.de/lexikon-kirche-religion/z/zweiquellentheorie.html· aufgerufen am 21.10.17)

5 Vgl. Ebner, Martin. Heininger, Bernhard (Hrsg.): Exegese des Neuen Testaments - Ein Arbeitsbuch für Lehre und Praxis (3.Auflage). Schöningh Verlag. Paderborn 2015. 140.

6 Vgl. Horstmann, Maria: Studien zur markinischen Christologie- Mk 8,27 bis 9,13 als Zugang zum Christusbild des zweiten Evangeliums. Münster 1969. 4.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Die Verklärung Jesu. Eine exegetische Untersuchung des Bergereignisses
Untertitel
Die Verwendung antiker-alttestamentlicher Motivik und deren Bedeutung für die Präsentation der Messianität Jesu
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster  (Seminar für Exegese des Neuen Testaments)
Note
2,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
23
Katalognummer
V412297
ISBN (eBook)
9783668637252
ISBN (Buch)
9783668637269
Dateigröße
686 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bibel, Jesus, Jesu, Exegese, Berg, altes Testament, Messianität
Arbeit zitieren
Simon Spratte (Autor), 2017, Die Verklärung Jesu. Eine exegetische Untersuchung des Bergereignisses, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412297

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