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Die Verklärung Jesu. Eine exegetische Untersuchung des Bergereignisses

Die Verwendung antiker-alttestamentlicher Motivik und deren Bedeutung für die Präsentation der Messianität Jesu

Título: Die Verklärung Jesu. Eine exegetische Untersuchung des Bergereignisses

Trabajo Escrito , 2017 , 23 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Simon Spratte (Autor)

Teología - Otras
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Die Verklärung Jesu gehört zu den beeindruckendsten aber auch zu den komplexesten Erzählungen über die Person des Jesus von Nazareth. Sie kommt bei jedem der Synoptiker vor und hat dort jeweils eine zentrale Position im Handlungsverlauf des Evangeliums. Im Folgenden soll nun innerhalb dieser Hausarbeit anhand der Verklärung im Markusevangelium eine exegetische Untersuchung durchgeführt werden. Dabei soll vom besonderen Interesse sein, die Textstelle auf ihre alttestamentliche Motivik hin zu untersuchen und auf die markinische Christologie zu beziehen.

Dafür ist es notwendig, den Text auf synchrone aber auch auf diachrone Weise zu analysieren. Dabei wird zunächst textkritisch vorgegangen werden, damit die Schriftstelle in einen bestimmten Kontext eingeordnet werden kann. In einem ersten Schritt wird dabei ein Rahmen geschaffen werden, welcher die Textstelle sowohl nach vorne als auch nach hinten abgrenzt. Dabei gilt es darzustellen, welche Erzählungen vor der Verklärung stehen und welche auf diese folgen. Ebenfalls sind auch eine exakte Arbeitsübersetzung sowie ein synoptischer Vergleich mit Matthäus und Lukas Teil des textkritischen Vorgehen.

Auf diese Methode der Textkritik folgt dann eine sprachliche Einordnung der Textstelle. So wird zum einen Phonetik und Syntax der einzelnen Verse untersucht werden. Aber auch die Semantik ist für die Analyse des Textes von tragender Bedeutung. Welche Arten von Wörtern und Sätzen werden innerhalb der Textstelle verwendet? Und welche Bedeutung haben diese für die Gesamtkonstruktion sowie den Verlauf des Textes? Nach dieser synchronen Analyse der Verklärungsperikope folgt dann unter diachronen Gesichtspunkten eine weitere methodische Ausdifferenzierung. Dabei soll ein gesonderter Schwerpunkt auf die detaillierte Traditionskritik gelegt werden, welche vor allem alttestamentliche Grundmotive behandeln wird. So wird zum einen die Bedeutung von Mose und Elija im alten Testament hinsichtlich ihres Auftretens in der zu analysierenden Textstelle untersucht werden. Zum anderen soll aber auch ein Schwerpunkt auf das Motiv der Offenbarungsstimme gelegt werden. Ebenfalls sind für das Verständnis der Textstelle das Verwandlungs-, das Berg-, sowie das Zeltmotiv von Bedeutung. Anhand dieser begrifflichen Motivkritik wird danach auch noch ein Blick auf den hellenistisch- jüdischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus geworfen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Text und Literarkritik

2.1) Arbeitsübersetzung

2.2) Rekonstruktion und Kontextuierung der Textstelle

2.3) Synoptischer Vergleich

3.) Sprachliche Analyse

3.1) Narrative Analyse

3.2) Linguistische Analyse

4.) Traditionskritik

4.1) Mose und Elija im AT-Kontext

4.2) Wolke und Offenbarungsstimme im jüdischen Kontext

4.3) Berg und Verwandlungsmotivik

4.4) Hinweise bei Flavius Josephus

5.) Markinische Christologie

5.1) Definition

5.2) Fokusierung an Mk 9, 2-13

6.) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Ereignis der Verklärung Jesu nach dem Markusevangelium (Mk 9, 2-13) durch eine exegetische Untersuchung zu erschließen. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der alttestamentlichen Motivik und deren Bedeutung für die Darstellung der Messianität Jesu im Kontext der markinischen Christologie.

  • Exegetische Analyse der Verklärungsperikope Mk 9, 2-13
  • Untersuchung alttestamentlicher Motive (Mose, Elija, Berg, Offenbarungsstimme)
  • Vergleich der markinischen Erzählung mit weiteren synoptischen Evangelien
  • Einordnung in das antike-jüdische Denken anhand von Flavius Josephus
  • Darstellung der christologischen Bedeutung der Verklärung

Auszug aus dem Buch

4.1) Mose und Elija im AT-Kontext

Das Auftreten von Mose und Elija (Vgl. Mk 9,4) stellt eine der in der Gegenwartsexegese am meisten diskutierten Fragen innerhalb der Verklärungserzählung dar. Dabei wird immer von verschiedenen Deutungen der beiden Figuren ausgegangen. Es erscheint daher am sinnvollsten, sich zunächst einmal mit diesen auseinanderzusetzen. Elija war ein Prophet, welcher im 9. Jahrhundert v.Chr in Nordisrael lebte. Er findet im Alten Testament in 1 Kön 17 bis 2 Kön 2 Erwähnung, und tritt dort als Mensch auf, welcher für den alten JHWH-Glauben in neuen Zeiten kämpfte. Er wurde so mit der Zeit immer mehr zu einer messianischen Gestalt, welche als letzte Instanz für JHWH vor dem Ende der Zeiten galt. So wurde Elija vor dem Anbruch des Endes erwartet, was in besonderer Weise in der Zeit nach dem Neuen Testament rezipiert wurde. Auf der anderen Seite war Elija aber immer auch eine Leidensgestalt, welche aufgrund seiner Prophetie Gewalt erfuhr. Schon an dieser Stelle lässt sich über die Verklärung eine Beziehung zu Jesus herstellen. Elija erscheint als Verweis auf das bevorstehende Leiden Jesu.

Zunächst soll aber noch ein kurzer Überblick über die Gestalt des Mose gegeben werden, bevor dann ein Umriss der verschiedenen exegetischen Deutungen von Mk 9,4 skizziert wird. Mose, welcher hauptsächlich in den Büchern Ex bis Dtn auftritt, ist eine stark legendäre Gestalt, welche historisch schwierig zu sichern ist. Er ist besonders als charismatischer Anführer bekannt, wird aber auch als Vermittler von Bund und Gesetz zwischen Gott und den Menschen charakterisiert. Doch wie ist das Auftreten von Elija und Mose in Mk 9,4 nun zu erklären? Welche Funktion nehmen beide innerhalb der Verklärung ein? Hierzu werden nachfolgend drei Ansätze dargestellt. Da wird zum einen eine eschatologische Deutung gewagt, welche Elija und Mose als endzeitliche Propheten verstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Verklärung Jesu ein und erläutert die methodische Vorgehensweise, bestehend aus synchronen und diachronen Analyseschritten.

2.) Text und Literarkritik: Dieses Kapitel widmet sich der textkritischen Einordnung, einer Arbeitsübersetzung und einem synoptischen Vergleich, um ein textliches Fundament für die weitere Untersuchung zu schaffen.

3.) Sprachliche Analyse: Hier wird der Text mittels narrativer und linguistischer Methoden detailliert auf seine strukturelle und syntaktische Beschaffenheit hin untersucht.

4.) Traditionskritik: Dieser Abschnitt analysiert die zentralen Motive wie Mose und Elija, die Offenbarungsstimme und den Berg in ihrem alttestamentlichen und antiken-jüdischen Kontext.

5.) Markinische Christologie: Das Kapitel verknüpft die gewonnenen Erkenntnisse mit der markinischen Theologie, um die Bedeutung der Verklärung für die Messianität Jesu herauszuarbeiten.

6.) Fazit: Das Fazit fasst die exegetischen Ergebnisse zusammen und bestätigt die Bedeutung der Verklärung Jesu als christologisches Schlüsselereignis.

Schlüsselwörter

Verklärung Jesu, Markusevangelium, Exegese, Messianität, Mose, Elija, Traditionskritik, Synoptik, Offenbarungsstimme, Christologie, Flavius Josephus, Biblische Motivik, Erzählzeit, Sohn Gottes, Neues Testament

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung des Verklärungsereignisses Jesu nach Markus 9, 2-13 unter besonderer Berücksichtigung der verwendeten alttestamentlichen Motive.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die literarkritische Einordnung, die sprachliche Struktur des Textes, die Bedeutung antiker jüdischer Traditionen und die markinische Christologie.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die theologische Bedeutung der Verklärungsszene im Rahmen des Markusevangeliums zu erhellen und die Funktion der auftretenden Motive zu deuten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird ein methodisch zweigeteilter Ansatz gewählt: Zunächst erfolgt eine synchrone textkritische und sprachliche Analyse, gefolgt von einer diachronen, traditionskritischen Untersuchung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Text- und Literarkritik, die sprachliche Untersuchung, die Analyse der alttestamentlichen Motive (Mose, Elija, Berg, Wolke) sowie eine christologische Auswertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Exegese, markinische Christologie, Verklärung Jesu, Traditionskritik und antike-jüdische Motivik charakterisiert.

Warum spielt Flavius Josephus in der Untersuchung eine Rolle?

Er dient als historischer Vergleichspartner, um zu zeigen, dass die verwendeten Motive (wie die Offenbarungsstimme oder die Sinaitradition) fest im Denken der damaligen Zeit verankert waren.

Welche Bedeutung hat das Auftreten von Elija in Mk 9, 2-13?

Elija fungiert in dieser Untersuchung primär als "Topos des Leidens", der die notwendige Leidensankündigung Jesu als Menschensohn unterstreicht.

Wie unterscheidet sich die lukanische Darstellung im synoptischen Vergleich?

Der Vergleich zeigt, dass Lukas auf großformatige theologische Ausarbeitungen verzichtet und seine Erzählung stärker auf das Wesentliche beschränkt.

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Detalles

Título
Die Verklärung Jesu. Eine exegetische Untersuchung des Bergereignisses
Subtítulo
Die Verwendung antiker-alttestamentlicher Motivik und deren Bedeutung für die Präsentation der Messianität Jesu
Universidad
University of Münster  (Seminar für Exegese des Neuen Testaments)
Calificación
2,0
Autor
Simon Spratte (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
23
No. de catálogo
V412297
ISBN (Ebook)
9783668637252
ISBN (Libro)
9783668637269
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bibel Jesus Jesu Exegese Berg altes Testament Messianität
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Simon Spratte (Autor), 2017, Die Verklärung Jesu. Eine exegetische Untersuchung des Bergereignisses, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412297
Leer eBook
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