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Bewältigung von Armutsrisiken bei Kindern und Jugendlichen. Sozialpädagogische Handlungsmöglichkeiten

Titel: Bewältigung von Armutsrisiken bei Kindern und Jugendlichen. Sozialpädagogische Handlungsmöglichkeiten

Akademische Arbeit , 2018 , 76 Seiten , Note: 2

Autor:in: Simon Gallmayer (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Abschlussarbeit wird das Thema, Kinder- und Jugendarmut aufgegriffen. Sie gliedert sich in acht Kapitel. Einleitend wird die Thematik nahegebracht und die Fragestellung präsentiert. Danach erfolgt im zweiten Kapitel eine Begründung der sozialpädagogischen Relevanz und im Dritten die Erklärung von Fachbegriffen. Das vierte Kapitel dient der Erläuterung von verschiedenen Armutskategorien und der Schilderung von Kinder- und Jugendarmut. Kapitel fünf wird dazu verwendet, armutsbedingte Auswirkungen, Folgen und speziell mögliche Risikofaktoren für junge Menschen aufzuzeigen. In aller Kürze wird im sechsten Abschnitt Wichtiges zur Gestaltung von sozialpädagogischen Handlungen angeführt. Auf die Fragestellung wird in Kapitel sieben eingegangen. Hier werden sozialpädagogische Handlungsansätze vorgestellt, die sich bei jungen Menschen in Armut anwenden lassen, um die aufgezeigten Risikofaktoren zu vermindern. Die Themen Resilienz, Kulturpädagogik und Sport werden besonderes beleuchtet. Das letzte Kapitel beinhaltet eine Zusammenfassung dieser Arbeit und ein Resümee der wichtigsten Erkenntnisse.

Armut ist ein universelles Thema, das uns nicht nur durch globale Berichterstattung in den Medien begegnet, sondern auch im alltäglichen Leben wohlhabender Staaten wie Österreich oder Deutschland. Huster et al. halten fest: Armut ist offenbar eine sich über die unterschiedlichsten Gesellschaftsformen erstreckende – zeitlose – Tatsache. Als gestaltbarer Teil der Lebensbedingungen gehört Armut zur Geschichte der Menschheit, aber nicht zum Menschsein in Form einer anthropologisch konstanten Gesetzesmäßigkeit. Somit bringt Armut auch immer sozial Handelnde hervor, die sich darum bemühen, diese menschenrechtliche Verletzung zu bewältigen. Es gab und gibt individuelle und kooperierende AkteurInnen, die persönliche wie auch öffentliche Strategien, Aspekte und Ressourcen zur Bekämpfung von Armut mobilisieren bzw. erschaffen wollen – vom kleinen Wirkkreis Einzelner bis hin zu globalen Interventionen von internationalen Institutionen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sozialpädagogischer Auftrag

3. Begriffserklärungen

4. Armut – Erklärung, Definition und Daten

4.1 Wie wird Armut definiert?

4.2 Absolute/Manifeste Armut

4.3 Relative Armut

4.4 Armuts- oder Ausgränzungsgefährdung in Österreich

4.5 Risikogruppen

4.6 Kinder- und Jugendarmut

5. Mögliche Auswirkungen, Risiken und Folgen von Armut

5.1 Mögliche Entwicklungsdefizite und deren Risikofaktoren

5.2 Auswirkungen auf die Eltern- bzw. Elternteil-Kind Beziehung

5.3 Physische und psychische Gesundheitsrisiken

5.4 Mangelhafte Bildung

5.5 Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt

5.6 Risikofaktor soziale Ausgrenzung und deren mögliche Folgen

5.7 Demoralisierung

5.8 Mobbing

5.9 Verschuldungsrisiko und unvernünftiger Umgang mit Geld

6. Gestaltung der Maßnahmen und Interaktionen

7. Sozialpädagogische Handlungsansätze

7.1 Resilienz

7.1.1 Resilienz fördernde Faktoren

7.1.2 Resilienz bewirkendes und förderndes Verhalten

7.1.3 Wichtige Erkenntnisse aus der Resilienzforschung

7.2 Selbstkongruenz entwickeln

7.3 Partizipation

7.4 Anmerkungen zu Sozialkompetenz und Beziehungsfähigkeit

7.5 Prävention gegen Mobbing und Unterstützung von Mobbing Opfern

7.5.1 Einzelintervention bei Grundschulkindern

7.5.2 Forum Theater für Gruppen ab sechs Personen

7.6 Grundsätzliches zu Projekten, Unternehmungen und Spielen

7.6.1 Stadteilbezogene Angebote

7.6.2 Spielen

7.7 Außerschulische Bildung und Kompetenzvermittlung

7.7.1 Trainingsübungen für kreativitätsfördernde Denkstile

7.7.2 Vermitteln von Bildung im Museum

7.7.3 Umgang mit Geld und Finanzen

7.7.4 Kochen

7.8 Kulturpädagogik

7.8.1 Erweitertes Rollenspiel

7.8.2 Comic Workshop

7.8.3 Musik

7.8.4 Tanz

7.9 Sport und Bewegung

7.9.1 Hinweise zur inhaltlichen Orientierung und Vermittlungsart

7.9.2 Psychosoziale Wirkungen des Sports

7.10 Literatur für Kinder und Jugendliche

7.11 Soziale Inklusion und Teilhabe

8. Zusammenfassung und Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, mit welchen sozialpädagogischen Ansätzen den Risikofaktoren, die mit Armut bei jungen Menschen einhergehen, effektiv entgegengewirkt werden kann, um deren Lebenssituation und Zukunftsperspektiven zu verbessern.

  • Analyse der Ursachen und Definitionen von Kinder- und Jugendarmut
  • Darstellung der psychosozialen und entwicklungsbezogenen Risiken bei Armut
  • Sozialpädagogische Handlungsfelder wie Resilienzförderung und Partizipation
  • Bedeutung von Kulturpädagogik, Sport und außerschulischer Bildung als Präventionsmittel
  • Ansätze zur Mobbingprävention und Kompetenzvermittlung im Einzelfall

Auszug aus dem Buch

7.1 Resilienz

„Der Begriff Resilienz beinhaltet, wenn man auf seine sprachlichen Wurzeln zurückgeht, auch »Spannkraft, Stabilität, Flexibilität und Elastizität« - in der Psychologie spricht man von aktiver »Anpassungsfähigkeit« an die gegebenen Verhältnisse. Der Ursprung des Wortes findet sich im lateinischen Verb »resilire«, das[!] gerne mit »abprallen, zurückspringen« übersetzt wird (Zander, 2015b, S. 154, Hervorh. i. O.; vgl. dazu v. a. Hatschenberger, 2013, S. 59f).

Heranwachsen in ärmlichen Verhältnissen bringt häufig starke Entwicklungsgefahren und Verschlechterungen der Befindlichkeiten für Kinder, bis hin zu außergewöhnlichen Extremsituationen, die außerordentliche Härte präsentieren.

Zur Prävention und Intervention dieser möglichen Entwicklungsrisiken und Verschlimmerung des Wohlbefindens, bezieht sich die Sozialpädagogik immer mehr auf Konzepte der Resilienz. Resilienz bedeutet, psychische Widerstandsfähigkeit bzw. seelische Flexibilität gegenüber beschwerlichen und kargen Lebensumständen und somit gute Entwicklung trotz dieser (vgl. Zander, 2009, S. 18ff; Zander, 2015a, S. 194).

Optimistisch sieht die Resilienzforschung junge Menschen als aktive Former ihres Lebens und die Gestaltbarkeit ihrer Umstände durch sie (vgl. Balz, 2018, S. 658).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das universelle Thema Armut ein, beleuchtet die steigende Kluft zwischen Arm und Reich und definiert die Aufgabe der Sozialpädagogik im Umgang mit armutsbetroffenen Kindern und Jugendlichen.

2. Sozialpädagogischer Auftrag: Dieses Kapitel begründet den sozialpädagogischen Auftrag in der Kinder- und Jugendhilfe und unterstreicht die Notwendigkeit der Unterstützung zur Wahrung der Menschenrechte und Autonomie.

3. Begriffserklärungen: Hier werden wesentliche Fachbegriffe wie Ausgrenzung, Marginalisierung, Deprivation und Intervention definiert, um ein gemeinsames Verständnis für die weitere Arbeit zu schaffen.

4. Armut – Erklärung, Definition und Daten: Das Kapitel erläutert verschiedene Armutsbegriffe, analysiert die Armutssituation in Österreich mittels statistischer Daten und definiert die verschiedenen Armutskategorien.

5. Mögliche Auswirkungen, Risiken und Folgen von Armut: Hier werden die vielfältigen negativen Folgen von Armut auf die kindliche Entwicklung, Gesundheit, Bildungschancen und soziale Integration detailliert dargestellt.

6. Gestaltung der Maßnahmen und Interaktionen: In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie sozialpädagogische Interventionen methodisch eingebettet sein müssen, um die Eigenverantwortung der Betroffenen zu fördern.

7. Sozialpädagogische Handlungsansätze: Dieses Kapitel stellt verschiedene praxisorientierte Ansätze wie Resilienzförderung, Partizipation und kreative Bildungsangebote vor, um Armutsfolgen aktiv zu vermindern.

8. Zusammenfassung und Resümee: Das Abschlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bietet ein Resümee über die Notwendigkeit aktiven sozialpädagogischen Handelns.

Schlüsselwörter

Kinderarmut, Jugendarmut, Sozialpädagogik, Resilienz, soziale Ausgrenzung, Prävention, Lebensbewältigung, Einzelfallhilfe, Partizipation, Bildungsarmut, soziale Ungleichheit, Entwicklungsrisiken, Empowerment, Mobbing, Inklusion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Abschlussarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern und Jugendlichen, die in Armut aufwachsen, und analysiert die Möglichkeiten der Sozialpädagogik, diesen jungen Menschen unterstützend zur Seite zu stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Definition und Datenlage von Kinder- und Jugendarmut, die daraus resultierenden gesundheitlichen und sozialen Risiken sowie konkrete pädagogische Handlungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche sozialpädagogischen Ansätze geeignet sind, um die durch Armut bedingten Risikofaktoren für junge Menschen zu vermindern und ihre Zukunftschancen zu verbessern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche, die durch aktuelle Forschungsergebnisse, Statistiken und Fachlexika aus der Sozialen Arbeit und Pädagogik untermauert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Folgen von Armut, wie Entwicklungsdefizite und soziale Ausgrenzung, und stellt darauf aufbauend Handlungsansätze wie Resilienzförderung, Kulturpädagogik und Sport vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind Kinderarmut, Resilienz, soziale Inklusion, pädagogische Intervention und Lebensbewältigung.

Warum ist die Resilienzförderung ein zentraler Bestandteil?

Resilienz ist entscheidend, da sie jungen Menschen hilft, trotz karger Lebensumstände psychische Widerstandsfähigkeit zu entwickeln und ihre Entwicklung positiv zu gestalten.

Welche Rolle spielt die Kulturpädagogik bei der Armutsbewältigung?

Sie bietet benachteiligten Jugendlichen durch kreative Handlungsformen wie Theater, Musik oder Comic-Workshops Zugänge zur Selbstwirksamkeit und gesellschaftlicher Teilhabe, die ihnen sonst oft verwehrt bleiben.

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Details

Titel
Bewältigung von Armutsrisiken bei Kindern und Jugendlichen. Sozialpädagogische Handlungsmöglichkeiten
Note
2
Autor
Simon Gallmayer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
76
Katalognummer
V412307
ISBN (eBook)
9783668637276
ISBN (Buch)
9783668637283
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Armut Resilienz Entwicklung Armutsfolgen Risiken Kinder Jugendliche Sozialpädagogik Soziale Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simon Gallmayer (Autor:in), 2018, Bewältigung von Armutsrisiken bei Kindern und Jugendlichen. Sozialpädagogische Handlungsmöglichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412307
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Leseprobe aus  76  Seiten
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