In dieser Hausarbeit des zweiten Staatsexamens als Deutschlehrer soll ein Leseverstehen mit einer Klasse durchgeführt werden. Die Schüler sind zum Zeitpunkt der Lehrprobe in der zweiten Klasse und das Niveau ist gemischt. Zunächst werden die Bedingungen analysiert, daraufhin werden die didaktischen Möglichkeiten erörtert, die Planung skizziert, sowie der Verlauf und im Anhang werden die selbst erstellten Arbeitsblätter beigefügt.
Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsanalyse
1.1 Zur Schule
1.2 Die Schulklasse
1.3 Lehr- und Lernvoraussetzungen
2. Didaktische Möglichkeiten
2.1 Bezug zum Bildungsplan – Auswahl der Kompetenzen
2.2 Kompetenzanalyse
2.3 Sachanalyse
2.3.1 Lesekompetenz
2.3.2 Leseverstehen
2.3.3 Lesespurgeschichten
2.4 Didaktische Begründung
2.4.1 Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung
2.4.2 Exemplarische Bedeutung
2.4.3 Einbettung in die Unterrichtseinheit
2.4.4 Didaktische Reduktion
2.5 Lernziele und Indikatoren
2.6 Niveaukonkretisierungen
3. Methodische Planung
4. Verlaufsskizze
5. Literaturverzeichnis
6. Anhang
6.1 Augengymnastik und Lesetraining
6.2 Einstiegsgeschichte
6.3 Visualisierung des Arbeitsauftrags an der Tafel
6.4 Bild zur Lesespur
6.5 Lesespurentexte
6.5.1 Niveau A
6.5.2 Niveau B
6.5.3 Niveau C
6.5.4 Niveau D
6.6 Lesespurkarte - Schlüsselbegriffe
6.7 Aufgaben für schnellere Schüler
6.8 Tafelbild für die Sicherung
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Unterrichtsplanung ist die Förderung des sinnerfassenden Lesens in einer zweiten Grundschulklasse durch den Einsatz einer Lesespurgeschichte. Dabei soll die Lesekompetenz durch die Verknüpfung von Textinformationen mit einer Bildvorlage gezielt trainiert und durch eine differenzierte methodische Herangehensweise gestärkt werden.
- Förderung der Lesemotivation und sinnerfassenden Lesekompetenz
- Einsatz von Lesespurgeschichten als handlungsorientierte Methode
- Qualitative und quantitative Differenzierung für heterogene Lerngruppen
- Einführung und Anwendung der Lesestrategie "Schlüsselwörter unterstreichen"
Auszug aus dem Buch
2.3.3 Lesespurgeschichten
Wedel-Wolff (2005) hebt hervor, dass Grundschüler häufig in der Lage sind, einen Lesetext relativ flüssig vorzulesen, aber nicht verstehen, was sie lesen (vgl. Wedel-Wolff 2005, S. 54). Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, Leseanfänger auf die „Sinnspur“ zu setzen (vgl. ebd.). Genau hier setzen Lesespurgeschichten an.
Lesespuren sind eine Art Schnitzeljagd auf Papier. Die Geschichte setzt sich hierbei aus einzelnen Etappen zusammen. Beim Lesen des Textabschnitts mit der Nummer 1, erlesen sich die Kinder Informationen, die sie zu einem Ziel auf dem Bild führen. Nachdem die Leser den Hinweis auf dem dazugehörigen Bild gefunden haben, notieren sie die zu dem Hinweis zugeordnete Ziffer und lesen bei dem Textabschnitt mit der entsprechenden Ziffer weiter (vgl. Angermeyer et al. 2015, S. 4). Liest ein Kind nicht richtig und folgt einer falschen Spur, bekommt es einen Hinweis und wird an die letzte richtige Lesespur verwiesen (vgl. ebd.). Mithilfe von Lesespurgeschichten lassen sich sinnerfassendes Lesen, Sorgfalt, Konzentration, logisches Schlussfolgern sowie Eigenständigkeit fördern (ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedingungsanalyse: Erläutert die schulischen Rahmenbedingungen, die Zusammensetzung der Klasse 2a sowie die individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler.
2. Didaktische Möglichkeiten: Begründet die Themenwahl auf Basis des Bildungsplans, analysiert die Lesekompetenz theoretisch und differenziert die Lernniveaus für die Unterrichtseinheit.
3. Methodische Planung: Beschreibt den zeitlichen Ablauf der Unterrichtsstunde von der Begrüßung und dem Warming-Up bis zur Arbeits- und Sicherungsphase.
4. Verlaufsskizze: Bietet eine tabellarische Übersicht der einzelnen Unterrichtsphasen mit Zeitangaben, Lehrer-Schüler-Interaktionen, Medien und Sozialformen.
5. Literaturverzeichnis: Listet die verwendete fachdidaktische Literatur, Online-Quellen sowie Bildnachweise auf.
6. Anhang: Enthält ergänzende Materialien wie Augengymnastik-Übungen, das Bildmaterial zur Lesespur, die differenzierten Lesetexte (Niveaustufen A-D) und Tafelbilder.
Schlüsselwörter
Sinnerfassendes Lesen, Lesespurgeschichte, Pippi Langstrumpf, Grundschule, Lesekompetenz, Differenzierung, Lesestrategien, Schlüsselwörter, Leseförderung, Dekodierprozess, Lesemotivation, Sprachunterricht, Unterrichtsplanung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt eine Unterrichtsplanung für den Deutschunterricht in einer zweiten Klasse mit dem Schwerpunkt auf der Förderung des sinnerfassenden Lesens mittels einer Lesespurgeschichte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Lesedidaktik, der Einsatz handlungsorientierter Lesemethoden, die Binnendifferenzierung im Leseunterricht sowie die didaktische Begründung von Lesestrategien.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Stundenziel ist, dass die Schüler durch das konsequente Verfolgen von Hinweisen in einer Lesespurgeschichte ihre Lesefertigkeit und ihr Textverständnis trainieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine unterrichtspraktische Ausarbeitung, die auf der Analyse von Bildungsstandards und fachdidaktischer Literatur zur Leseförderung (z.B. PISA-Kontext, Klicpera et al.) basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bedingungsanalyse der Lerngruppe, die didaktische Herleitung des Themas, eine detaillierte methodische Planung und eine strukturierte Verlaufsskizze.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind sinnerfassendes Lesen, Lesespur, Differenzierung, Lesemotivation, Pippi Langstrumpf und schülerzentrierter Unterricht.
Wie wird in der Unterrichtseinheit differenziert?
Die Differenzierung erfolgt qualitativ und quantitativ durch vier verschiedene Schwierigkeitsgrade der Lesetexte, die von einfacher Silbenschrift bis hin zu komplexeren Texten ohne Farbhilfen reichen.
Welchen Zweck erfüllt das "Guten-Morgen-Ritual"?
Das Ritual dient dazu, den Schülern einen festen Fixpunkt zu bieten, um den Unterrichtsbeginn klar zu strukturieren und Aufmerksamkeit für die Lernphase zu schaffen.
Warum werden Bewegungselemente integriert?
Bewegung wird eingesetzt, um dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder entgegenzukommen, die Lernmotivation zu steigern und die Konzentration auf den Lernstoff zu unterstützen.
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- Julia Woerner (Author), 2016, Wo ist Herr Nilsson? Eine Lesespur zur Förderung des sinnerfassenden Lesens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412347