„Wie geht es in Zukunft mit unserer Energieversorgung weiter?“ Diese Frage hat sich wahrscheinlich jeder von uns schon mal gestellt. Diese Frage begleitet die deutsche Politik und Wirtschaft seit vielen Jahren. Man findet unterschiedlichste Einschätzungen von Experten, Empfehlungen oder Thesen. Unter anderem daher widmet sich diese Hausarbeit dem Thema Energiemarkt.
Um eine Energieversorgung kundenorientiert gewährleisten zu können, sei ein breites Spektrum von Anbietern notwendig, da diese untereinander konkurrieren und dadurch beispielsweise Preise, Netzstabilität und Netzsicherheit für der Endverbraucher positiv beeinflussen. Damit dieses Spektrum allerdings gegeben ist, muss ein klarer Nutzen aus unternehmerischer Sicht gegeben sein, um in der Energiebranche einzusteigen. Aus diesem Grund behandelt diese Hausarbeit die Gründung und Etablierung eines neuen, fiktiven Energieversorgungsunternehmen, und erläutert Notwendigkeiten für eine Einbindung dieses EVU´s in das vorhandene Stromnetz.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Warum dieses Thema?
1.2 Eingrenzung auf den deutschen Strommarkt
2. Gründung eines Energieversorgers – Ist das wirtschaftlich?
2.1 Aktuelle Marktsituation
2.2 Staatliche Einflüsse
2.2.1 Zuschüsse
2.3 Leistungsgebundene Energieversorgung
2.3.1 Wettbewerbsfähigkeit
2.3.2 Versorgungssicherheit
2.4 Einbindung in das Energiesystem
2.4.1 Smart Grids und Smart Market
3. Resultat
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Herausforderungen für die Gründung eines neuen Energieversorgungsunternehmens (EVU) im deutschen Strommarkt unter Berücksichtigung der Energiewende. Ziel ist es, Strategien für eine erfolgreiche Etablierung zu identifizieren und die notwendige technische sowie organisatorische Einbindung in ein modernes Energiesystem zu analysieren.
- Wirtschaftliche Rentabilität von neu gegründeten Energieversorgern
- Staatliche Einflussfaktoren durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
- Strategien zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit
- Technische Integration in Smart Grids und Nutzung von Smart Markets
- Langfristige Planung und Kooperationen als Erfolgsfaktoren
Auszug aus dem Buch
2.4.1 Smart Grids und Smart Market
Beschäftigt man sich mit der Einbindung von EVU´s und deren EE-Anlagen in ein Energiesystem kommt man an dem Begriff der Smart Grids nicht vorbei. In Fachkreisen sei man sich einig, dass „Deutschlands Energiewende nur mit Smart Grids gelingen könne“, weshalb sich auch neu auf den Markt stoßende Unternehmen mit diesem politisch basierten Thema vertraut machen müssen. Definitionstechnisch steht Smart Grid im Allgemeinen für die Umwandlung des konventionellen Stromnetzes zur Optimierung der tatsächlich genutzten Netzkapazität. Dies solle mithilfe von „Kommunikations-, Mess-, Steuer-, Regel- und Automatisierungstechnik sowie IT- Komponenten“ geschehen, da diese Faktoren eine lückenlose Echtzeiterfassung des Netzzustandes ermöglichen, wodurch minutiös Änderungen vorgenommen werden können.
Neben dem Smart Grid gibt es außerdem den Smart Market, welcher sich durch seine Definition vom Smart Grid abgrenzt, thematisch aber die gleichen Aspekte aufgreift. Während das Smart Grid ausschließlich die Nutzung von Kapazitäten regele, beeinflusse der Smart Market die tatsächlichen Energiemengen im Stromnetz. Mittels dieser zwei Faktoren werden drei Szenarien dargestellt um den Strommarkt dynamisch zu regulieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der zukünftigen Energieversorgung in Deutschland ein und begründet die Wahl des Themas sowie die Fokussierung auf den Strommarkt.
2. Gründung eines Energieversorgers – Ist das wirtschaftlich?: Das Kapitel analysiert die komplexen Marktzugangsbedingungen für neue Energieversorgungsunternehmen, beleuchtet staatliche Förderungen und diskutiert die Herausforderungen bei der Etablierung im Wettbewerb.
3. Resultat: Das Fazit fasst die wesentlichen Kriterien für eine erfolgreiche Unternehmensgründung zusammen und betont die Bedeutung von Vermarktungskonzepten, Kooperationen und technischer Innovation wie Smart Grids für die Energiewende.
Schlüsselwörter
Energiewende, Strommarkt, Energieversorgungsunternehmen, EVU, Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG, Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit, Smart Grid, Smart Market, Direktvermarktung, Mieterstrom, Netzkapazität, Energiewirtschaft, Nachhaltigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den wirtschaftlichen und strategischen Aspekten der Gründung und Etablierung eines neuen Energieversorgungsunternehmens im deutschen Strommarkt im Kontext der Energiewende.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen durch das EEG, die ökonomische Wettbewerbsfähigkeit, die Gewährleistung der Versorgungssicherheit und die technische Integration in moderne Energiesysteme.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen ein neu gegründetes Unternehmen in den Energiemarkt eintreten kann und welche operativen sowie strategischen Anforderungen für den langfristigen Erfolg notwendig sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Der Autor führt eine theoretische Analyse auf Basis aktueller Gesetze, Fachliteratur und Expertenquellen durch und ergänzt diese durch ein fiktives Unternehmensszenario zur Illustration.
Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil behandelt die aktuelle Marktsituation, staatliche Fördermöglichkeiten, die Herausforderungen durch den Preiswettbewerb sowie notwendige technische Einbindungen, insbesondere Smart Grids und Smart Markets.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Energiewende, EVU, Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Smart Grid charakterisiert.
Warum ist das Thema Mieterstrom laut Arbeit von Bedeutung?
Mieterstrom wird als neue Form der Direktvermarktung gesehen, die es auch Privatpersonen und kleineren Unternehmen ermöglicht, aktiv an der Energiewende teilzunehmen und Stromkosten zu senken.
Welche Rolle spielen Kooperationen mit Stadtwerken laut dem Autor?
Kooperationen werden besonders für junge Unternehmen als kritisch erachtet, um eine grundlegend gesicherte Versorgungssicherheit zu gewährleisten, während man sich intern auf den Aufbau eigener Vermarktungsstrukturen konzentriert.
- Arbeit zitieren
- Erik Mutzke (Autor:in), 2018, Grüne Gründer. Lohnt sich der deutsche Energiemarkt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412411