Portfolio zum Workshop "Klausuren effizient vorbereiten und schreiben"


Projektarbeit, 2016
13 Seiten, Note: 1,0
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0. Ratgeber für Klausuren
0.1 „Emotionsregulation: Vom Umgang mit Prüfungsangst“
0.2 „Garantiert erfolgreich lernen“
0.3 „Der Prüfungserfolg. Die Optimale Prüfungsvorbereitung für jeden Lerntyp“

1. Klausurvorbereitung
1.1 Tabelle zur Übersicht der Prüfungsleistungen
1.2 Erläuterungen und Reflexion

2. Klausurnachbereitung

3. Bibliografie

0. Ratgeber für Klausuren

Für die Klausurvorbereitung habe ich mir drei verschiedene Ratgeber ausgesucht, die jeweils ein zentrales Thema behandeln oder auf besondere Art und Weise mit dem Thema „Lernen“ umgehen.

0.1 „Emotionsregulation: Vom Umgang mit Prüfungsangst“

In dem Handbuch Lernstrategien bin ich auf den Aufsatz „Emotionsregulation: Vom Umgang mit Prüfungsangst“ von Reinhard Pekrun und Thomas Götz gestoßen. Da ich selbst unter dieser Angst leide, weckte der Artikel sofort mein Interesse. Einleitend beginnt der Aufsatz mit der Tatsache, dass Prüfungen mittlerweile zu einem alltäglichen Bestandteil unseres Lebens gehören (vgl. Pekrun/Götz 2006, S.248). Durch Beispiele wird diese These untermauert, sodass ich mir die verschieden dargestellten Situationen gut vorstellen konnte. Anschließend wird der Begriff Prüfungsangst definiert und mit dem Wort Bewertungsangst gleichgesetzt (vgl. ebd., S.248). Danach schritt der theoretische Teil weiter voran, wobei das Verständnis durch zu viele auftretende Fachbegriffe leider sehr erschwert wurde. Um dem Aufsatz gut folgen zu können, muss man sich mit dem Thema zuvor schon beschäftigt haben und sich mit dem spezifischen Vokabular auskennen. Was mich persönlich natürlich viel mehr an diesem Aufsatz interessierte, waren die Präventionsmöglichkeiten und wie man mit der eigentlichen Prüfungsangst umgehen kann. Darauf wurde im Text leider kaum eingegangen, was mich ein wenig enttäuschte. Zwar wurden die Bedingungen thematisiert, die zu einer Prüfungsangst führen können, jedoch wurde nicht genauer erklärt, wie man diese Angst bewältigen kann. Das dazu verfasste Schaubild (vgl. ebd., S. 250) verblüffte mich ein wenig, weil ich nicht davon ausgegangen bin, dass so viele Faktoren wie unter anderem auch die Gene eine wesentliche Rolle bei dem Thema Prüfungsangst spielen.

0.2 „Garantiert erfolgreich lernen“

Der zweite Ratgeber „Garantiert erfolgreich lernen“ von Christian Grüning behandelt das Lernen an sich und wie man dieses effizienter gestalten kann. Dabei hat Grüning verschiedene Theorien überprüft und die seiner Ansicht nach besten, in seinem Werk vorgestellt. Durch Angaben seines privaten Lebens kann man dem Text sehr gut folgen und nachvollziehen. Außerdem benutzt Grüning nicht so viele Fachbegriffe wie in dem vorherigen dargestellten Aufsatz von Pekrun und Götz. Grüning geht von der Theorie in die Praxis über, sodass man seinem Konzept mühelos folgen kann. Anhand von zahlreichen Schaubildern wird die Theorie vereinfacht. So wird zum Beispiel der Lernzyklus bis ins kleinste Detail geschildert und hilft dabei enorm dem Verständnis. Schlüsselwörter werden im Text als Großschreibung hervorgerufen und helfen der Übersicht. Außerdem werden von ihm selbst, zur Übersicht bestimmter Themen, Techniken angewandt wie zum Beispiel das Mindmapping (vgl. Grüning 2013, S. 23), was ich persönlich sehr gut fand. In allem ein toller Ratgeber, der mit verschiedenen Anwendungen die Theorie verknüpft und auch dem Workshop an der Universität am nähesten gekommen ist.

0.3 „Der Prüfungserfolg. Die Optimale Prüfungsvorbereitung für jeden Lerntyp“

In diesem Ratgeber vergleicht Grotehusmann das Fliegen mit dem Lernprozess. Dabei wendet sie diese Metapher konsequent auf das Lernen an. Diese Art von Text muss einem natürlich gefallen, wobei mir das persönlich anteilig zu abstrakt war und mich die Flugvergleiche teilweise verwirrt haben. Der Ratgeber soll dabei helfen sich seinen persönlichen Streckenplan zu erarbeiten, sodass man nicht von seinem eigentlichen Kurs abkommt und erfolgreich am gewünschten Ziel landet. Das Buch ist sehr übersichtlich gestaltet und hat auf jeder Seite neben den einzelnen Absätzen Schlüsselbegriffe oder kleine Paraphrasen, die den jeweiligen Absatz zusammenfassen und darlegen. Das Buch soll jeden Lerner zum Prüfungserfolg führen, da es die individuelle Lernpersönlichkeit berücksichtigt. Da man sich selbst nicht objektiv bewerten kann, haben mir die eingebetteten Tests gut gefallen. Diese führen zu relativ klaren Ergebnissen, wobei man bei der Typisierung mehreren Lernpersönlichkeiten entsprechen kann. Ebenso wie die anderen beiden zuvor beschriebenen Autoren, geht auch sie auf die genetischen Veranlagungen ein, die beim Lernprozess und der Prüfungsangst eine wesentliche Rolle spielen. Die einzelnen Schritte der Prüfungsvorbereitung werden praktisch geübt, wobei anschließend Tipps und Tricks für die individuellen Lernpersönlichkeiten gegeben werden. Am Ende geht sie noch auf den Unterschied zwischen mündlichen und schriftlichen Prüfungen ein. Die angefertigten Illustrationen passen zu der zuvor gesetzten Metapher und lassen den Ratgeber etwas unterhaltsamer und spielerischer wirken als die zuvor genannten, was das Lesen vereinfacht.

1. Klausurvorbereitung

In meiner letzten Prüfungsphase hatte ich zwei schriftliche und zwei mündliche Prüfungen zu absolvieren, wobei eine schriftliche und eine mündliche als eine Modulklausur anzusehen sind. Um die Übersicht zu vereinfachen, stelle ich die Monate und Prüfungen in der folgenden Tabelle dar.

1.1 Tabelle zur Übersicht der Prüfungsleistungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Legende: Farben = das zu lernende Fach, + = parallele Handlungen

1.2 Erläuterungen und Reflexion

Insgesamt hatte ich in diesem Semester vier Prüfungen zu absolvieren. Die Modulprüfung in Spanisch bestand aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Bei der spanischen Literaturgeschichte handelte es sich um eine schriftliche Prüfung und bei der spanischen Landeswissenschaft um eine mündliche Prüfung. Bei der Prüfungsvorbereitung und dem Erstellen meines Prüfungskalenders habe ich auf die Gewichtung der Klausuren geachtet, zum Beispiel wie viele Credits angerechnet werden und ob diese nur zu bestehen sind, oder ob sie mit einer Note abgeschlossen werden müssen. Außerdem habe ich mich mit den verschiedenen Klausurformaten vertraut gemacht. Bei der Modulprüfung handelt es sich um eine Sprachkompetenzprüfung, in der die verschiedenen Kompetenzen wie lesen, schreiben, hören und sprechen geprüft werden. Diese erfolgt teilweise als elektronische Klausur, in der Multiple-Choice-Aufgaben zu lösen sind. Der schriftliche Teil besteht aus einer offenen Aufgabe. Die mündliche Prüfung dieser Modulklausur erfolgt zu zweit mit einem Kommilitonen seiner Wahl. Dafür standen sieben Themen zur Auswahl, auf die man sich während des Semesters vorbereiten konnte. Während der 20-minütigen Prüfung musste man zu Beginn einen Zettel ziehen, womit sich entschied, über welches Thema gesprochen wird. Die Literaturgeschichtsklausur bestand aus drei offenen Fragen und einem Literaturbeispiel, das man erkennen und kommentieren sollte. In Landeswissenschaft handelte es sich um eine 20-minütige mündliche Prüfung und diese bestand aus zwei Teilen. In einem Teil sollte ich selbst einen Text vorbereiten und die Schlüsselideen vortragen, der andere Teil bestand in der Überprüfung der behandelten Themen während des Seminars. Innerhalb der Seminare und Vorlesungen wurden die Klausurformate und Bewertungsmaßnahmen von den jeweiligen Dozenten transparent dargelegt, sodass man ziemlich genau Bescheid wusste, was man am eigentlichen Prüfungstag zu erwarten hatte.

Da die Klausuren sehr schnell aufeinander folgten, musste ich teilweise parallel lernen. Für die schriftliche Modulprüfung vom 06.02. hatte ich bereits drei Wochen vorher angefangen zu lernen. Das vorherige Sammeln erfolgte recht zügig, da ich meine Mappen sehr ordentlich führe. Zudem hatte ich für diese Prüfung ein Lehrbuch, mit dem ich gut lernen konnte. Es beinhaltet Texte zu den mündlichen Prüfungsthemen, ein Vokabelglossar und einen Grammatikteil. Lediglich für die Prüfung am 15.02 (Literaturgeschichte) hatte ich mir zusätzlich noch Literatur ausgeliehen, die der Dozent zuvor empfohlen hatte. Für die mündliche Prüfung der Modulklausur haben meine Kommilitonen und ich uns aus dem Seminar zusammengeschlossen und Handouts für die jeweiligen Themen angefertigt. Das war eine großartige Idee, da man so ungemein Zeit sparen konnte. Außerdem besitzt jeder von uns einen anderen Wortschatz, sodass häufig neue Vokabeln auftraten, die bei der Vorbereitung gelernt werden konnten und den Wortschatz erweitert haben.

Ordnen, Aufbereiten und Einprägen habe ich parallel absolviert, indem ich mir Lernzettel anfertigte und dabei alles Wichtige zusammensammelte und anschließend zusammenfasste. Die Zusammenfassungen für die Literaturgeschichte und Landeswissenschaft hatte ich dabei auf die Wochenenden geschoben, da ich gleichzeitig noch Seminare und Vorlesungen besuchen musste. Also habe ich drei Wochen vor der schriftlichen Modulprüfung Seminare und Vorlesungen besucht, für die Modulprüfung gelernt und an den Wochenenden Literaturgeschichte und Landeswissenschaft zusammengefasst. Teilweise war ich etwas verunsichert, weil ich auch nicht zu früh mit dem Lernen anfangen wollte, weil ich die Befürchtung hatte, dass ich bis zur Klausur wieder etwas vergessen könnte, das ich nur schnell beim Lesen überflogen habe.

Die Planung war leider nicht so einfach einzuhalten und ich musste mich ständig neu motivieren, das zuvor Aufgeschriebene zu memorieren und zu verinnerlichen. Ein weiteres Problem bestand darin, dass ich fast ausschließlich Wiederholungsstrategien anwende. Das führte dazu, dass ich schnell vom Prüfungsfach gelangweilt war und dass ich zu verbissen auf eigentlich unwichtige Details achtete. Es wäre besser gewesen, das zuvor Gelernte mit altem Wissen elaborationsstrategisch zu verknüpfen. In dem Fach Landeswissenschaft wäre es zum Beispiel ratsam gewesen anhand von Tabellen die Unterschiede der Migrationen von Spanien nach Deutschland von den einzelnen Jahrzenten miteinander zu vergleichen, statt jeden Teilbereich separat voneinander auswendig zu lernen. Ein weiteres Problem war, dass mich die drei Prüffächer nicht gleichermaßen interessiert haben, sodass ich mich zu lange mit Literaturgeschichte beschäftigte, obwohl ich das zu Lernende eigentlich schon beherrschte. Nachdem ich mir das Buch für die Prüfung ausgeliehen hatte, habe ich jeden Abend ein paar Seiten vor dem Schlafengehen gelesen. Das führte dazu, dass ich schon sehr schnell die Thematik beherrschte und eigentlich hätte anfangen können, für Landeswissenschaft zu lernen. Jedoch hielt ich mich wie schon zuvor beschrieben viel zu lange mit unnötigen Details auf.

Letztendlich habe ich mich eine Woche vor der Modulprüfung ausschließlich auf diese konzentriert. Danach habe ich Vokabeln für die mündliche Modulprüfung gelernt und am Ende nur noch für Landeswissenschaft, da ich mich in Literaturgeschichte durch das ausgeliehene Buch schon sehr sicher fühlte. Das bedeutet, dass ich für Landeswissenschaft nur noch drei Tage zum eigentlichen Lernen hatte, was vom Aspekt des Zeitmanagements betrachtet ziemlich knapp war.

Während des Lernens ist mir aufgefallen, dass ich morgens besser lernen konnte als zum Beispiel mittags oder abends. Mit meiner Familie wohne ich in einem Haus und da sie schon morgens um sieben Uhr zur Arbeit fährt, hatte ich von da an genügend Zeit und vor allem Ruhe, um zu lernen. Das Alleinsein und die Ruhe entspannen mich, wodurch ich mich gut auf mein eigentliches Vorhaben konzentrieren kann. Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich motivierter bin, wenn ich früher aufstehe, als wenn ich noch bis neun Uhr schlafen würde. Vor dem Lernen habe ich erst gefrühstückt und ein bisschen Zeit vor dem Internet verbracht. Um 9 Uhr habe ich meistens mit dem Lernen angefangen. Wenn meine Mutter um 13 Uhr von der Arbeit kam, habe ich eine größere Pause eingelegt, die wir dann meistens gemeinsam mit Kaffee und Kuchen verbracht haben. Danach habe ich mich meistens eine Stunde hingelegt, sodass ich gegen 16 Uhr wieder mit dem Lernen begonnen habe. Um 18 Uhr gibt es Abendessen und um 19 Uhr habe ich noch mal bis 20 Uhr gelernt. Ab 20 Uhr hatte ich mir vorgenommen, nichts mehr für die Uni zu machen. Diese Zeitplanung erleichtert mir den Tagesablauf. Dennoch lässt er mir Freiheiten, meinen Tag abseits vom Lerngeschehen zu planen.

Anfangs wollte ich mit einer Stoppuhr an meinem Iphone lernen und nach jeweils einer Stunde ungefähr 20-30 Minuten Pause machen. Ich fand die Idee eigentlich ganz motivierend, da sie genau aufgelistet hätte, wie fleißig ich an jenem Tag war, oder eben auch nicht. Leider lenkte mich mein Handy dabei sehr ab, da ich in mehreren WhatsApp-Gruppen bin und mein Iphone von daher ununterbrochen vibrierte. Außerdem habe ich mich dabei erwischt, wie ich permanent auf das Handy geschaut habe, um zu sehen, wann die Stunde vorbei ist und wie lange ich schon lerne. Um diesem Problem entgegenzuwirken, legte ich das Telefon in ein anderes Zimmer, was mich teilweise Überwindung kostete, aber immerhin dazu führte, dass ich konzentrierter arbeitete. Das Überprüfen der Zeit lenkte mich zu sehr ab, sodass ich mich dazu entschloss so lange zu lernen wie es für mich persönlich möglich ist. Das führte leider nicht selten dazu, dass ich zu lange lernte und mein Kopf sich danach sehr voll anfühlte und ich deshalb längere Pausen einhalten musste. Während der Pausen bin ich meistens zum Sport gegangen, habe Spaziergänge gemacht, etwas gegessen oder habe mich mit Freundinnen verabredet. Dabei habe ich darauf geachtet, dass diese Aktivitäten nicht mehr als 2 Stunden in Anspruch nehmen, um das zu schaffende Lernpensum am Tag einhalten zu können.

Während des Lernens ertappte ich mich oft dabei, dass ich mich gerne ablenken lasse und meine Konzentration nach einem gewissen Punkt nachlässt. So ließ ich mich auch von anderen Aufgaben ablenken wie zum Beispiel anstatt zu lernen, das Haus zu putzen oder mit meiner Katze zu spielen. Die Gedanken kreisten dann um alle möglichen Themen, aber nicht um das zu lernende Fach. Ein weiterer Störfaktor am Morgen war der Postbote. Zu der Zeit hatte mein Mann einiges bei Amazon bestellt, sodass ich des Öfteren aufstehen musste, um seine Pakete entgegen zu nehmen. Danach hatte ich meistens Schwierigkeiten, um an dem vorherigen Lernprozess neu anzuknüpfen und mich neu zu motivieren.

Damit ich vor den Klausuren nicht so aufgeregt bin, habe ich einen Tag zuvor versucht, die Klausuren zu simulieren und nachzustellen. Dabei habe ich mir mehrere Fragen überlegt, die am nächsten Tag ähnlich in der Prüfung gestellt werden könnten. Durch die von den Dozenten transparente Darlegung der Prüfungsformalien war die Simulation recht einfach. Zudem hatte ich mir wiederholt die verschiedenen Aufgabenformate angeschaut wie beispielhalber Multiple-Choice-Aufgaben und was bei diesen zu beachten ist.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Portfolio zum Workshop "Klausuren effizient vorbereiten und schreiben"
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Internationales Schreibzentrum Georg-August-Universität Göttingen)
Note
1,0
Jahr
2016
Seiten
13
Katalognummer
V412431
ISBN (eBook)
9783668635661
ISBN (Buch)
9783668635678
Dateigröße
536 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Portfolio, Klausuren, schreiben, vorbereiten, Prüfungsangst, erfolgreich lernen
Arbeit zitieren
Anonym, 2016, Portfolio zum Workshop "Klausuren effizient vorbereiten und schreiben", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412431

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