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Technische Indikatoren und ihre Fähigkeit zur Equity Premium Prediction

Titel: Technische Indikatoren und ihre Fähigkeit zur Equity Premium Prediction

Bachelorarbeit , 2018 , 57 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Julian Fischer (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Equity Premium Puzzle ist seit 1985 ein viel diskutiertes Paradoxon in der Finanzwirtschaft. Neben vielen weiteren differenzierten Erklärungsansätzen in der Literatur wird in dieser Arbeit die Fähigkeit von technischen Indikatoren untersucht, Vorhersagen über die Entwicklung der Equity Premium zu treffen. Technische Indikatoren sind als Teil der technischen Analyse für Finanzmarktteilnehmer ein heute gängiges Instrument zur Einordnung und Umsetzung von Investitionsstrategien. Das diese Indikatoren mit ihrer Eigenschaft Trends aufzudecken jedoch nicht zwangsläufig zu dauerhaften Überrenditen führen, wird in einem Artikel des Handelsblatts kontrovers diskutiert. Diese Arbeit verknüpft die Erkenntnisse der Anwendung technischer Indikatoren aus Praxis und wissenschaftlicher Literatur, um deren Prognosekraft für die Equity Premium zu analysieren. In dem ersten Abschnitt werden zunächst bekannte technische Indikatoren diskutiert und mit dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Hypothesen über die Equity Premium verknüpft. Dieser Teil ermöglicht eine Einschätzung für die Datengrundlage der folgen empirischen Untersuchungen. Diese Untersuchungen werden im nächsten Abschnitt erläutert und analysiert. Dabei handelt es sich um eine In-Sample Analyse, Out-of-Sample Analyse und eine Asset Allokationsanalyse, die sich an dem Modellrahmen von Neely et al. orientieren. Im dritten Abschnitt findet eine Würdigung und Einordnung der Ergebnisse in den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext statt. Die übergeordnete Untersuchung der Fähigkeit technischer Indikatoren zu Equity Premium Prognose eröffnet weitere Forschungsfragen: Welche individuellen technischen Indikatoren sind dafür besonders gut geeignet? Schaffen Kombinationen mehrerer Indikatoren dabei einen Mehrwert? Mit welchen Modifizierungen lässt sich die Prognosekraft verstärken? Welche Rückschlüsse lassen sich für die Verwendung technischer Indikatoren bei der Asset Allokation ziehen? Diese und weitere Fragen werden Gegenstand der Untersuchungen in dieser Arbeit sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Technische Indikatoren und historische Equity Risk Premium im wissenschaftlichen Kontext

2.1 Eigenschaften und Intuition bekannter technischer Indikatoren

2.2 Eigenschaften und Determinanten der Equity Premium

2.3 Historische Equity Premium als Prognosegrundlage

3. Vorausdeutende Regressionen basierend auf zehn bedeutsamen Indikatoren

3.1 In-Sample Analyse

3.2 Out-of-Sample Analyse

3.3 Analyse der Asset Allokation

4. Kritische Würdigung der Ergebnisse

4.1 Erfolge und mögliche Schwachstellen des Modells

4.2 Einfluss des technologischen Fortschritts

4.3 Mehrwert für die Gesellschaft

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Prognosefähigkeit technischer Indikatoren hinsichtlich der Entwicklung der Equity Risk Premium (ERP). Dabei wird analysiert, inwiefern gängige technische Indikatoren aus der Finanzanalyse in der Lage sind, systematische Vorhersagen für die Equity Premium zu treffen und ob diese Erkenntnisse Investoren bei der Asset Allokation einen ökonomischen Mehrwert bieten können.

  • Eignung technischer Indikatoren zur Trend- und Momentum-Analyse der Equity Premium.
  • Durchführung von In-Sample und Out-of-Sample Regressionsanalysen für verschiedene Märkte (USA, Europa, Deutschland).
  • Bewertung der Performance technischer Indikatoren bei der Asset Allokation unter Berücksichtigung von Transaktionskosten.
  • Kritische Einordnung der Ergebnisse in den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext der Finanzmarkttheorie.

Auszug aus dem Buch

2.1 Eigenschaften und Intuition bekannter technischer Indikatoren

Technische Indikatoren sind Teil der technischen Analyse bei Investoren. Sowohl die technische Analyse, wie auch die Fundamentalanalyse und die Sentimentanalyse gehören zum Untersuchungsbereich der Finanzanalyse. Die technischen Indikatoren sind in der Lage aus Kursverläufen bestimmte Trendeigenschaften abzuleiten um Prognosen für die Zukunft treffen zu können. Diese Art der Analyse steht streng genommen im direkten Widerspruch zur Markteffizienzhypothese, da es nicht möglich sein sollte in einem effizienten Markt systematisch Überrenditen zu erzielen. Die Verbundhypothese konstatiert jedoch, dass die Markteffizienz per se nicht getestet werden kann. Ebenso besteht ein Widerspruch zur Random-Walk-Hypothese, die als Folgerung der Markteffizienzhypothese angesehen werden kann und beschreibt, dass keine Möglichkeit besteht einen zukünftigen Kursverlauf vorherzusagen. Aus diesem Grund wurden bei wissenschaftlichen Finanzmarktanalysen technische Indikatoren lange Zeit als tendenziell wenig seriös beurteilt. Allerdings werden technische Analysemethoden von internationalen Berufsverbänden, wie etwa die International Federation of Technical Analysts (IFTA) anerkannt und eingesetzt. Diese Tatsache macht deutlich, dass die Thematik in der heutigen Zeit nicht ganz unbedeutend sein kann. Auch die wissenschaftlichen Untersuchungen kommen mittlerweile zu dem Schluss, dass die technische Analyse über einen langen Zeitraum einen bedeutsamen Beitrag für den Investment Prozess liefern kann. In dieser Arbeit sollen Indikatoren untersucht werden, die eine Aussage über den Trend, das Momentum oder die Volatilität eines Kursverlaufs treffen, um zu quantifizieren, welchen Beitrag sie zur Prognose der Equity Premium leisten können.

Für Investoren, die technische Indikatoren in ihre Investitionsstrategie implementieren, bietet sich der Vorteil, dass bei emotionslosem Verfolgen dieser Strategie Negativeffekte aus dem Bereich der Behavioral Finance, wie beispielsweise der Dispositionseffekt, weitestgehend vermieden werden können. Ein Nachteil bei diesem Vorgehen ist jedoch, dass technische Indikatoren während langanhaltender Seitwärtsbewegungen des Basiskurses häufig schlechte Aussagen treffen und folglich zu einer negativen Entwicklung der Investition führen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das "Equity Premium Puzzle" ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Prognosekraft technischer Indikatoren zur Vorhersage der Equity Premium zu untersuchen.

2. Technische Indikatoren und historische Equity Risk Premium im wissenschaftlichen Kontext: Hier werden die theoretischen Grundlagen technischer Indikatoren sowie das Konzept der Equity Risk Premium als Prognosegrundlage im wissenschaftlichen Kontext erörtert.

3. Vorausdeutende Regressionen basierend auf zehn bedeutsamen Indikatoren: Dieses Kapitel befasst sich mit der empirischen Untersuchung der Prognosefähigkeit durch In-Sample, Out-of-Sample und Asset-Allokationsanalysen basierend auf zehn technischen Indikatoren.

4. Kritische Würdigung der Ergebnisse: Hier erfolgt eine kritische Reflexion der Modellerfolge, der Schwachstellen, des technologischen Einflusses sowie der Bedeutung für die Gesellschaft.

5. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Eignung technischer Indikatoren zur Prognose der Equity Premium.

Schlüsselwörter

Technische Indikatoren, Equity Risk Premium, Equity Premium Puzzle, Finanzanalyse, Markteffizienzhypothese, Trendfolge, In-Sample Analyse, Out-of-Sample Analyse, Asset Allokation, Sharpe Ratio, Behavioral Finance, Rendite-Risiko-Verhältnis, Zeitreihenanalyse, Prognosekraft, Volatilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob technische Indikatoren, die üblicherweise zur Analyse von Kursverläufen dienen, auch geeignet sind, die zukünftige Equity Risk Premium vorherzusagen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die technische Analyse, die Kapitalmarkttheorie (insb. Equity Premium Puzzle), die empirische Regressionsanalyse und die Performancebewertung von Anlagestrategien.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, ob technische Indikatoren eine signifikante Prognosekraft für die Equity Premium besitzen und ob Investoren durch deren Anwendung bei der Asset Allokation ökonomische Vorteile erzielen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es werden Zeitreihenanalysen (multiple lineare Regression) durchgeführt, um die Prognosefähigkeit der Indikatoren zu testen, ergänzt durch eine Performanceanalyse mit Sharpe-Ratio-Berechnungen unter Berücksichtigung von Transaktionskosten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Vorstellung der zehn untersuchten Indikatoren, die methodische Vorgehensweise bei den In-Sample- und Out-of-Sample-Regressionsanalysen sowie die anschließende Auswertung der Performance bei der Asset Allokation in den Märkten USA, Europa und Deutschland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Equity Risk Premium, technische Indikatoren, Prognosekraft, Markteffizienz und Asset Allokation beschreiben.

Warum ist die Analyse von "Peaks" und "Troughs" für die Untersuchung relevant?

Die Untersuchung der Hoch- und Tiefpunkte (Peaks und Troughs) ermöglicht es, die Performance der Indikatoren in verschiedenen Marktphasen zu differenzieren, da einige Indikatoren bei Kursabfällen (Troughs) eine bessere Prognosequalität aufweisen als in stabilen Marktphasen.

Welchen Einfluss haben Transaktionskosten auf die Ergebnisse?

Transaktionskosten mindern die Performancevorteile der Indikatoren-Strategien deutlich, da häufige Portfolioumschichtungen aufgrund von Indikatorsignalen hohe Gebühren verursachen, die den erzielten Mehrwert konterkarieren können.

Welchen Mehrwert bietet die Arbeit für die Gesellschaft?

Die Arbeit diskutiert, dass technische Analysen als Teil eines "seismographischen Frühwarnsystems" dienen könnten, um vor gefährlichen Entwicklungen oder Krisen an den Finanzmärkten zu warnen und somit zur Stabilität beitragen könnten.

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Details

Titel
Technische Indikatoren und ihre Fähigkeit zur Equity Premium Prediction
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
2,0
Autor
Julian Fischer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
57
Katalognummer
V412437
ISBN (eBook)
9783668637054
ISBN (Buch)
9783668637061
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Technische Indikatoren Technical Indicators Prognose Prediction Finanzen Finance SMA EMA SO RSI CCI ADX MACD BB DC KC Moving Average Stochastischer Oszillator Relative Strength Indicator Commodity Channel Index Average Directional Movement Index Average Directional Index Moving Average Convergence Divergence Bollinger Band Donchian Channel Keltner Channel EP ERP Equity Premium Equity Risk Premium Kryptowährung Bitcoin In-Sample Analyse Out-of-Sample Analyse Asset Allocation Technical Analysis Technische Analyse Finanzanalyse
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Arbeit zitieren
Julian Fischer (Autor:in), 2018, Technische Indikatoren und ihre Fähigkeit zur Equity Premium Prediction, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412437
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Leseprobe aus  57  Seiten
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