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Warum haben sich die Menschenrechte in Asien noch nicht auf die gleiche Art und Weise wie in Europa und Nordamerika durchgesetzt?

Asiatische Werte und Menschenrechte

Título: Warum haben sich die Menschenrechte in Asien noch nicht auf die gleiche Art und Weise wie in Europa und Nordamerika durchgesetzt?

Trabajo Escrito , 2017 , 17 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Philipp Hochmann (Autor)

Política - Tema: Derecho internacional y Derechos humanos
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Ausgehend von der Deklaration der Menschenrechte, welche 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris verkündet wurde, hat sich im politischen Diskurs der westlichen Welt ein Konsens über die Existenz und Natur universeller Menschenrechte etabliert. Die überwiegende Mehrheit europäischer und amerikanischer Philosophen und Politiker sind sich zumindest über einen Minimalstandard an Rechten einig, die jeder Mensch, ungeachtet seiner Person, sondern qua seines Menschseins, genießen sollte. Zwar hat die Deklaration keinen völkerrechtlich bindenden Charakter, doch fanden sie trotzdem in die nationale Gesetzgebung westlicher Staaten Einfluss und wurden effektiv durchgesetzt. Durch das Ende des kalten Krieges und die wirtschaftliche Öffnung Chinas Anfang der 90er-Jahre kam die Diskussion auf, inwieweit Menschenrechte in Asien verwirklicht sind. Zwar hatte der Westen mit Japan schon seit Ende der 40er-Jahre enge Handelsbeziehungen, doch wurde dort nach dem 2. Weltkrieg durch die amerikanische Besatzung eine Demokratie nach westlichem Vorbild errichtet. Weite Teile Asiens hingegen werden bis heute autoritär geführt. Gerade in China sind immer wieder Verletzungen grundlegender Menschenrechte zu beklagen.

Zur Beantwortung der Frage, warum sich Menschenrechte in Asien noch nicht so durchgesetzt haben, wie in Nordamerika und Europa, werden häufig sogenannte asiatischen Werte angeführt. Es wird behauptet, asiatische Normen und Moralvorstellungen wichen so sehr von den westlichen ab, dass es nicht möglich sei, Menschenrechte in derselben Weise zu begründen und durchzusetzen Verteidiger dieser Theorie nehmen einen menschenrechtsrelativistischen Standpunkt ein: Menschenrechte seien nicht universell, wie von der U.N. konzipiert, sondern abhängig von kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Phänomenen. Sie gelten angeblich nicht kategorisch, sondern nur im Kontext bestimmter Bedingungen. Der Westen könne nicht für sich in Anspruch nehmen, einen allgemeingültigen Menschenrechtskatalog konzipiert zu haben, weil dieser unter westlichen Bedingungen entstanden sei.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 PROBLEMATIK

1.2 BEGRIFF UND FRAGESTELLUNG

2. HAUPTTEIL

2.1. DIE DEKLARATION VON BANGKOK

2.1.1 HISTORISCHER KONTEXT

2.1.2 INHALTLICHE ZUSAMMENFASSUNG

2.1.3 INTERPRETATION UND KRITIK

2.2. ASIAN HUMAN RIGHTS CHARTER

2.2.1 HISTORISCHER KONTEXT

2.2.2 INHALTLICHE ZUSAMMENFASSUNG

2.2.3 INTERPRETATION

2.2.4 KRITIK

3. FAZIT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen universellen Menschenrechten und dem Konzept der sogenannten "asiatischen Werte". Dabei wird analysiert, ob kulturelle Unterschiede tatsächlich eine Rechtfertigung für abweichende Menschenrechtsauffassungen bieten oder ob solche Argumente primär der politischen Legitimation autoritärer Strukturen dienen.

  • Analyse der Deklaration von Bangkok im Hinblick auf staatliche Souveränität.
  • Untersuchung der Asian Human Rights Charter als Gegenentwurf liberaler NGOs.
  • Gegenüberstellung des westlichen Individualismus und kollektivistischer Traditionen.
  • Bewertung der Rolle von wirtschaftlicher Entwicklung als Voraussetzung für politische Rechte.
  • Kritische Reflexion der Instrumentalisierung von Traditionen zur Machtabsicherung.

Auszug aus dem Buch

2.1.3 Interpretation und Kritik

Die Deklaration von Bangkok wurde auf der Wiener Konferenz mehrheitlich abgelehnt und gilt seitdem als Ausdruck des menschenrechtsrelativistischen Standpunktes asiatischer Regierungen. Gerade das Betonen staatlicher Selbstbestimmtheit und das Verbitten des Eingreifens in innere Angelegenheiten von außen bedeuten Ablehnung internationaler Standards und Kontrollmechanismen. Man vertritt also eigentlich keine universalistische Position, wie in den ersten Zeilen des Dokumentes beteuert wird, sondern eher eine kulturrelativistische (K. Steiner 2008, S. 306). Politischer Druck, den der Westen auf asiatische Regierungen ausübt, um diese dazu zu bewegen, die U.N. Deklaration umzusetzen, lehnt man ab. Dies spiegelt sich vor allem in der Forderung wider, die U.N. zu „demokratisieren“. Man sieht den asiatischen Standpunkt beim Aushandeln und Verfassen der Menschenrechtskonzeptionen unterrepräsentiert. Ebenso möchte man westliche Staaten davon abbringen, die Verwirklichung der Menschenrechte zur Bedingung für die Vergabe von Entwicklungshilfe zu machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik universeller Menschenrechte versus asiatischer Werte sowie Definition der zentralen Fragestellung.

2. HAUPTTEIL: Detaillierte Analyse der Deklaration von Bangkok und der Asian Human Rights Charter unter Berücksichtigung historischer Kontexte und interpretativer Ansätze.

3. FAZIT: Synthese der Ergebnisse, wobei insbesondere das Entwicklungsargument und das relativistische Argument kritisch bewertet werden.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, asiatische Werte, Deklaration von Bangkok, Asian Human Rights Charter, Universalismus, Kulturrelativismus, Souveränität, Demokratisierung, gute Regierungsführung, Entwicklungshilfe, Individualrechte, Gruppenrechte, Politische Freiheit, Zivilgesellschaft, Menschenrechtsverletzungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, warum Menschenrechte in Asien oft anders interpretiert oder implementiert werden als im westlichen Raum und ob das Konzept der "asiatischen Werte" hierfür eine valide Begründung darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Universalität von Menschenrechten, der Konflikt zwischen individuellen Freiheitsrechten und kollektiven Pflichten, sowie der Einfluss von wirtschaftlicher Entwicklung auf politische Freiheitsrechte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob Unterschiede zwischen westlicher und asiatischer Kultur als Argument ausreichen, um die U.N.-Menschenrechtsdeklaration abzulehnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Dokumentenanalyse, bei der primäre politische Texte (Deklaration von Bangkok, Asian Human Rights Charter) auf ihre normativen Definitionen und Argumentationsstrukturen untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung zweier Dokumente: der regierungsnahen Deklaration von Bangkok und der durch NGOs initiierten Asian Human Rights Charter, inklusive jeweils historischem Kontext, inhaltlicher Zusammenfassung und einer kritischen Interpretation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Menschenrechte, asiatische Werte, Kulturrelativismus, Souveränität, good governance und die Unteilbarkeit von Rechten.

Warum wird die Deklaration von Bangkok als kritisch eingestuft?

Sie wird als Versuch gewertet, staatliche Souveränität als Freibrief für Menschenrechtsverletzungen zu nutzen und sich der internationalen Kontrolle durch den Westen zu entziehen.

Welche Rolle spielt das "Entwicklungsargument" in der Debatte?

Das Argument besagt, dass eine stabile wirtschaftliche Grundlage und nationale Stabilität Voraussetzung für die Gewährung politischer Individualrechte sind und Staaten daher zunächst autokratisch geführt werden müssen.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Warum haben sich die Menschenrechte in Asien noch nicht auf die gleiche Art und Weise wie in Europa und Nordamerika durchgesetzt?
Subtítulo
Asiatische Werte und Menschenrechte
Universidad
RWTH Aachen University  (Institut für praktische Philosophie)
Curso
Menschenrechte
Calificación
1,0
Autor
Philipp Hochmann (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
17
No. de catálogo
V412497
ISBN (Ebook)
9783668636958
ISBN (Libro)
9783668636965
Idioma
Alemán
Etiqueta
Asien China Menschenrechte Werte USA Europa
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Philipp Hochmann (Autor), 2017, Warum haben sich die Menschenrechte in Asien noch nicht auf die gleiche Art und Weise wie in Europa und Nordamerika durchgesetzt?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412497
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