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Entstehungsbedingungen bei Essstörungen bei Anorexia nervosa und Bulimia nervosa

Title: Entstehungsbedingungen bei Essstörungen bei Anorexia nervosa und Bulimia nervosa

Thesis (M.A.) , 2004 , 95 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dorothea Richter (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

Mittelpunkt der theoretischen Magisterarbeit ist die Thematik der Essstörungen, speziell der Anorexia nervosa und Bulimia nervosa. Essstörungen werden dabei als multidimensionales und multikausales Phänomen angesehen. Die Arbeit gliedert sich in 12 Kapitel. Zu Beginn steht die Abgrenzung von gestörtem und normalem Essverhalten. Anhand diagnostischer Kriterien werden die verschiedenen Arten von Essstörungen als auch somatische wie soziale Folgeerscheinungen und psychische Symptome beschrieben. Basierend auf epidemiologische Angaben, ein kurzer Exkurs zur Sozialgeschichte der Störungen werden verschiedene Theorien zur Ätiologie (psychoanalytischer, persönlichkeitstheoretischer, soziokultureller, gesellschaftlicher sowie biologisch genetischer Ansatz) mit einem besonderen Fokus auf die Familiendynamik im Zusammenhang mit der Magersucht beschrieben.
In einer modellhaften Zusammenfassung werden auslösende Faktoren dargestellt, ehe die Essstörungen schließlich als Bewältigungs- und Problemlösestrategien interpretiert werden. Die Arbeit endet mit dem Fazit, das im Wesentlichen anregen soll, die Familienforschung (Familiendynamik) im Kontext von Essstörungen weiter zu betreiben, da viele Befunde in diesem Feld noch uneindeutig sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorwort

3. Essstörungen in Abgrenzung zu „normalem“ Essverhalten

4. Arten von Essstörungen

4.1 Anorexia nervosa

4.2 Bulimia nervosa

4.3 Sonstige Essstörungen

5. Symptomatik

5.1 Somatische Folgeerscheinungen bei Anorexie und Bulimie

5.2 Psychische Symptome

5.3 Soziale Folgeerscheinungen

6. Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Essstörungen

7. Zahlen zu Essstörungen

7.1 Epidemiologie

7.2 Prognose, Mortalität und Todesursachen

8. Keine Krankheiten der Neuzeit

9. Theorien zur Ätiologie

9.1 Der Psychoanalytische Ansatz

9.1.1 Das ambivalente Verhältnis zur Mutter

9.1.2 Der Gewinn durch das Symptom

9.1.3 Kritik am psychoanalytischen Ansatz

9.2 Der persönlichkeitstheoretische Ansatz

9.2.1 Das Selbstwertgefühl

9.2.2 Körperschemastörung

9.3 Der soziokulturell-gesellschaftliche Ansatz

9.3.1 Kulturtheoretische Aspekte

9.3.2 Der Feministische Ansatz

9.4 Der Biologisch-genetische Ansatz

9.4.1. Schwellensituation Pubertät

9.4.2 Biophysiologische Aspekte

9.4.3 Der Genetische Ansatz

9.4.4 Komorbidität

9.5. Der Familiendynamische Ansatz

9.5.1 Die Magersuchtsfamilie

9.5.2 Besonderheiten in der Familiendynamik

9.5.3 Sexueller Missbrauch

10. Auslösende Faktoren einer Essstörung

11. Essstörungen als Bewältigungs- und Problemlösestrategie

11.1 Realitätsbewältigung durch Sucht und Flucht

11.1.1 Essstörungen – Krankheiten mit Suchtcharakteristik

11.1.2 Verhaltensweisen Süchtiger

11.2 Aufrechterhaltende Faktoren der Magersucht und Bulimie

11.3 Funktionen von Essstörungen

11.3.1 Funktionen der Magersucht

11.3.2 Die Funktionen der Bulimie

12. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen, multifaktoriellen Entstehungsbedingungen von Essstörungen, mit besonderem Fokus auf Anorexia nervosa und Bulimia nervosa. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, welche psychologischen, familiendynamischen und soziokulturellen Faktoren zur Ausbildung dieser Krankheitsbilder beitragen und welche Funktionen das gestörte Essverhalten im individuellen Leben der Betroffenen erfüllt.

  • Multifaktorielle Ätiologie von Essstörungen (biologisch, psychologisch, soziokulturell).
  • Bedeutung der familiären Beziehungsstrukturen und Interaktionsmuster.
  • Die Rolle von Essstörungen als Bewältigungs- und Problemlösestrategie.
  • Symptomatische Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Anorexie und Bulimie.
  • Einfluss gesellschaftlicher Schönheitsideale und Zivilisationsfaktoren.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Entstehungsbedingungen von Essstörungen, im Besonderen den von Anorexia nervosa und Bulimia nervosa, mit dem Hauptaugenmerk auf Anorexie. Zuerst werden die einzelnen Essstörungen vorgestellt, wobei auf die bekanntesten Exponenten der Essstörung, die typische Anorexie und die typische Bulimie ausführlich und auf andere Essstörungen der Vollständigkeit wegen nur kurz eingegangen wird. Das Phänomen Essstörung ist äußerst komplex.

Damit sich der Leser ein Bild von der Schwere und Ernsthaftigkeit der Krankheitsbilder machen kann und um zu zeigen, dass es sich nicht nur um einen Abnehm-Tick bei skeletthaft aussehenden Mädchen oder um „fressende“ und „kotzende“ Frauen handelt, werden sowohl psychische, physische und soziale Folgeerscheinungen als auch epidemiologische und prognostische Daten aufgezeigt. Dass sich Essstörungen nicht explizit voneinander trennen lassen und mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede aufweisen, wird anschließend in einem gleichnamigen Kapitel beleuchtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Ziel der Arbeit, die komplexen Entstehungsbedingungen von Anorexia und Bulimia nervosa unter Einbeziehung verschiedener wissenschaftlicher Theorien zu beleuchten.

2. Vorwort: Das Vorwort diskutiert den Wandel der Ernährungssituation und des Lebensstils in den Industrienationen als Kontext für das Auftreten von Essstörungen.

3. Essstörungen in Abgrenzung zu „normalem“ Essverhalten: Dieses Kapitel definiert den Begriff des gestörten Essverhaltens im Kontrast zu einem physiologisch gesteuerten Essverhalten und beleuchtet die emotionale Funktion des Essens.

4. Arten von Essstörungen: Es werden die klinischen Formen Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und weitere Essstörungen vorgestellt, wobei die Unmöglichkeit einer strikten Trennung der Krankheitsbilder hervorgehoben wird.

5. Symptomatik: Hier werden die vielfältigen somatischen, psychischen und sozialen Folgeerscheinungen einer chronifizierten Essstörung detailliert beschrieben.

6. Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Essstörungen: Das Kapitel analysiert die übersteigerte Angst vor Gewichtszunahme und die Identitäts- sowie Selbstwertproblematik als verbindende Elemente bei unterschiedlichen Krankheitsbildern.

7. Zahlen zu Essstörungen: Es werden epidemiologische Daten wie Prävalenz und Inzidenz sowie Prognosen und Mortalitätsraten von Essstörungen dargelegt.

8. Keine Krankheiten der Neuzeit: Das Kapitel räumt mit dem Vorurteil auf, Essstörungen seien lediglich moderne Phänomene, und zeigt deren historische Präsenz auf.

9. Theorien zur Ätiologie: Eine tiefgehende Untersuchung der verschiedenen Ansätze – psychoanalytisch, persönlichkeitstheoretisch, soziokulturell, biologisch-genetisch und familiendynamisch – zur Entstehung von Essstörungen.

10. Auslösende Faktoren einer Essstörung: Dieses Kapitel widmet sich akuten und chronischen Belastungen, die als direkte Auslöser für das Ausbrechen der Erkrankung dienen.

11. Essstörungen als Bewältigungs- und Problemlösestrategie: Es wird analysiert, wie Essstörungen als psychologische Lösungsversuche für Lebensängste fungieren und Suchtcharakteristika annehmen.

12. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnis zusammen, dass Essstörungen ein multikausales Krankheitsbild darstellen, das tief in familiäre und soziale Strukturen eingebettet ist.

Schlüsselwörter

Essstörungen, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Ätiologie, Familiendynamik, Magersucht, Symptomatik, Suchtcharakteristik, Pubertät, Selbstwertgefühl, Körperschemastörung, Psychosomatik, Multikausalität, Konfliktbewältigung, Schlankheitsideal

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Entstehungsursachen und aufrechterhaltenden Faktoren von Anorexia und Bulimia nervosa aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die psychologische Symptomatik, die familiäre Dynamik, soziokulturelle Einflüsse und die Funktion von Essstörungen als missglückte Lösungsstrategie.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage fragt nach dem Zusammenspiel von individuellen, familiären und gesellschaftlichen Bedingungen, die bei Mädchen und jungen Frauen zur Entwicklung einer Essstörung führen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die einen integrativen Ansatz verfolgt, indem sie Erkenntnisse aus der Psychoanalyse, Systemtherapie, Epidemiologie und Soziologie zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Krankheitsbilder, die Analyse der Symptome und die detaillierte Betrachtung ätiologischer Theorien, insbesondere des familiendynamischen Ansatzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Essstörungen, Multikausalität, Identitätsentwicklung, Familiendynamik und Körperschemastörung definiert.

Warum wird besonders der familiendynamische Ansatz hervorgehoben?

Da Essstörungen oft im Pubertätsalter ausbrechen, in dem die Mädchen in ihrer Herkunftsfamilie leben, sind die familiären Rahmenbedingungen entscheidend für die Krankheitsgenese.

Warum wird die Bulimie oft als "heimliche Krankheit" bezeichnet?

Weil es betroffenen Frauen aufgrund der Normalgewichtigkeit oft über Jahre gelingt, ihre Essanfälle und das kompensatorische Verhalten vor der Umwelt zu verbergen.

Welche Rolle spielt das Schönheitsideal bei der Entstehung?

Das medial verbreitete Ideal der Schlankheit erzeugt einen immensen Anpassungsdruck, der bei prädisponierten Mädchen zur Entstehung von Körperunzufriedenheit und Diätverhalten führt.

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Details

Title
Entstehungsbedingungen bei Essstörungen bei Anorexia nervosa und Bulimia nervosa
College
http://www.uni-jena.de/  (Erziehungswissenschaften)
Grade
1,3
Author
Dorothea Richter (Author)
Publication Year
2004
Pages
95
Catalog Number
V41255
ISBN (eBook)
9783638395519
ISBN (Book)
9783638721318
Language
German
Tags
Entstehungsbedingungen Essstörungen Falle Anorexia Bulimia
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dorothea Richter (Author), 2004, Entstehungsbedingungen bei Essstörungen bei Anorexia nervosa und Bulimia nervosa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41255
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