Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der dualen Funktion des Businessplans bzw. des Unternehmensentwicklungsplans, des Geschäftsplans, des Unternehmensplans oder des Geschäftskonzepts. Auf der einen Seite bietet der Business-Plan Außenstehenden die Möglichkeit betriebliche Entwicklungsmöglichkeiten abzuschätzen, auf der anderen Seite bietet er dem Unternehmensgründer eine Hilfestellung bei der Identifikation potenzieller Chancen und Risiken. Die Motivation zur wissenschaftlichen Auseinanderzusetzung mit diesem Thema entstand zum größten Teil aus den Einflüssen meines studienbezogenen Praktikums bei der Qitera GmbH.1 Zusätzlich inspirierte mich das Unternehmensplanspiel „TOPSIM – General Management II“, das wir innerhalb der Seminars „Grundmodul Master Wirtschaftswissenschaften“ absolvieren mussten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Definition und Funktion des Businessplans
1.3 Einsatzgebiete
2 Inhalte und Aufbau eines Businessplans
2.1 Executive Summary
2.2 Beschreibung des Produkts bzw. der Dienstleistung
2.3 Branche und Markt
2.4 Marketing (Absatz und Vertrieb)
2.5 Managementteam
2.6 Finanzplanung
3 Zielgruppen eines Businessplans
3.1 Interne Funktion und Zielgruppe des Business Plans
3.2 Externe Funktionen und Zielgruppen des Business Plans
4 Gründungsplanung
4.1 Gründung als Planungsobjekt
4.2 Planungsrisiken
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die duale Funktion des Businessplans als Instrument sowohl für interne Unternehmenssteuerung als auch für die externe Kapitalakquisition. Dabei liegt der Fokus auf der Identifikation potenzieller Interessenkonflikte sowie der Bedeutung einer fundierten Gründungsplanung zur Risikominimierung.
- Duale Funktion: Internes Steuerungsinstrument vs. externes Kommunikationsmittel
- Struktur und essenzielle Bausteine eines Businessplans
- Zielgruppenanalyse: Kapitalgeber, Kunden, Partner und Mitarbeiter
- Herausforderungen der Gründungsplanung und Risikoanalyse
- Bedeutung der Liquiditätssicherung und Marktpositionierung
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
„So wie kein Pilot ohne Flugplan fliegt, sollte kein Unternehmen ohne Businessplan gestartet werden.“
Während der letzten Jahre vor der Jahrtausendwende wurden die Investoren an der Börse von z.T. irrationalen Stimmungen geleitet, die sich teilweise epidemisch ausbreiteten. In den Jahren vor dem Platzen der sogenannten Dotcom-Blase handelte ein Großteil der Finanzmarktakteure nur selten auf Basis von fundamentalen Daten. Eher ließen sich die Anleger von der Hoffnung auf fantastische Zukunftschancen leiten, die mit dem neuen Medium Internet einhergehen sollten. Harte unternehmerische Daten und Kennzahlen waren bestenfalls von sekundärem Interesse. Rückblickend betrachtet fällt eine solche Analyse leicht, da Fehlplanungen in der Einschätzung der Unternehmensentwicklungsmöglichkeiten und der Unternehmensbewertungen der Start-up-Unternehmen intuitiv auffallen.
Der oben zitierte Vergleich soll die elementare Bedeutung veranschaulichen, welche vonseiten der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur dem Erstellen eines Businessplans beigemessen wird. In einer Fragebogenaktion unter Entrepreneuren kam die Deutsche Ausgleichsbank zu dem Ergebnis, dass es bei ca. 30 Prozent der fehlgeschlagenen Existenzgründungen an einer unterlassenen, fehlerhaften oder nicht eingehaltenen Gründungsplanung haperte.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Diese Einleitung erläutert die duale Funktion des Businessplans und begründet die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema anhand praktischer Erfahrungen.
2 Inhalte und Aufbau eines Businessplans: Dieses Kapitel liefert eine Übersicht über die zentralen Bausteine eines Geschäftsplans, von der Executive Summary bis hin zur Finanzplanung.
3 Zielgruppen eines Businessplans: Hier werden die internen und externen Adressaten differenziert betrachtet und deren jeweilige Anforderungen an den Businessplan aufgezeigt.
4 Gründungsplanung: Dieses Kapitel thematisiert die Gründung als komplexes Planungsobjekt und beleuchtet die spezifischen Risiken, die mit der Zukunftsplanung von Start-ups einhergehen.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse, wobei die Relevanz einer realitätsnahen Planung für den Erfolg von Unternehmensgründungen betont wird.
Schlüsselwörter
Businessplan, Gründungsplanung, Unternehmensführung, Finanzplanung, Risikomanagement, Kapitalakquisition, Existenzgründung, Entrepreneurship, Marketingkonzept, Liquiditätssicherung, Strategie, Unternehmensentwicklung, Geschäftsmodell, Investoren, Controlling.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Aufgaben und Funktionen eines Businessplans sowohl für den Unternehmensgründer als auch für externe Interessengruppen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Struktur des Businessplans, der Differenzierung zwischen internen und externen Zielgruppen sowie den Herausforderungen bei der Gründungsplanung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die duale Funktion des Businessplans zu beschreiben und mögliche Interessenkonflikte zwischen interner Steuerung und externer Kommunikation aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema, gestützt durch Literaturanalysen und Erkenntnisse aus der Gründungspraxis.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Beschreibung des Businessplans, die Analyse der verschiedenen Zielgruppen sowie eine detaillierte Betrachtung der Gründungsplanung und der damit verbundenen Risiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Businessplan, Gründungsplanung, Risikomanagement, Kapitalakquisition und Unternehmensführung.
Warum ist die Finanzplanung für Gründer so entscheidend?
Die Finanzplanung dient primär der Liquiditätssicherung und ist für Investoren ein zentraler Indikator zur Beurteilung von Rentabilität und Finanzierbarkeit des Gründungsprojekts.
Welche Rolle spielt das "Management-Team" im Businessplan?
Das Führungsteam gilt als eines der wichtigsten Elemente, da Investoren primär in Menschen und deren Qualifikationen investieren, statt nur in eine Geschäftsidee.
Was versteht man unter dem Begriff "Bootstrapping" in diesem Kontext?
Bootstrapping bezeichnet die durch Ressourcenknappheit erzwungene, eng finanzierte Vorgehensweise bei der strategischen Ausrichtung eines Gründungsunternehmens.
Wie wirken sich externe Umwelteinflüsse auf die Planungsrisiken aus?
Externe Faktoren wie technologische Veränderungen oder politische Rahmenbedingungen sind schwer vorhersehbar und führen oft zu erheblichen Abweichungen zwischen Plan- und Ist-Werten.
- Arbeit zitieren
- Carlo Schlichterle (Autor:in), 2011, Interne und externe Funktionen bzw. Aufgaben eines Businessplans, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412723