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Inhalt und Bedeutung der Neuaufnahme eines Kompetenztitels für den Sport in den EU-Verfassungsvertrag (III-282)

Title: Inhalt und Bedeutung der Neuaufnahme eines Kompetenztitels für den Sport in den EU-Verfassungsvertrag (III-282)

Seminar Paper , 2005 , 31 Pages , Grade: 11 Punkte

Autor:in: Benjamin Folkmann (Author)

Law - European and International Law, Intellectual Properties
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„Wenn der Sport Gesundheit und Leistungsfähigkeit fördern und erhalten, soziale Grunderfahrungen vermitteln, die Freizeit aktiv gestalten helfen, zur Erziehung und Bildung beitragen sowie soziale Integration unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen ermöglichen kann, so sind damit hinreichende Aspekte seiner Gemeinwohlrelevanz aufgezeigt.“ Mittlerweile sind der Konvent und auch die Regierungschefs durch die Verabschiedung des Verfassungsvertrages zu dem Schluss gekommen, den Sport nach einem jahrelangen Entwicklungsprozess im europäischen Primärrecht zu verankern. Um die Bedeutung und Formulierung des Artikel III – 282 im Verfassungsvertrag geht es in dieser Arbeit. Aber auch um die Hintergründe auf der einen Seite, die zum Entstehen dieses Artikels beigetragen haben, sowie auf der anderen Seite die Chancen für den Sport, die der Artikel nach einer entsprechenden Ratifizierung der Verfassung durch die Mitgliedsstaaten mit sich bringt. Außerdem wird der Verfasser auf die bisherige Situation des Sports im Hinblick auf die Rechtssprechung des EuGH eingehen. Der Sport in Deutschland ist auf Bundesebene zum einen durch das Nationale Olympische Komitee (NOK) und durch den Deutschen Sportbund (DSB) organisiert. Das NOK dient satzungsgemäß der Verbreitung olympischen Ideenguts in der Bundesrepublik, bereitet die Teilnahme des Deutschen Sports an den Olympischen Spielen vor und führt Aufgaben durch, die den NOKs vom IOC (Internationales Olympisches Komitee) gestellt werden. Der DSB, die regierungsunabhängige Dachorganisation des deutschen Sports, hat rund 27 Millionen Mitglieder in mehr als 89 300 Sportvereinen. Er ist die größte Personenvereinigung Deutschlands und gleichzeitig die größte Sportorganisation der Welt. Mitgliedsorganisationen des Deutschen Sportbundes sind 16 Landessportbünde, 55 Spitzenverbände sowie Sportverbände mit besonderer Aufgabenstellung, Verbände für Wissenschaft und Bildung und Förderverbände. Der DSB ist die Beratungs- und Servicestation seiner organisatorisch, finanziell und fachlich selbstständigen Mitgliedsorganisationen. Unter dem Leitgedanken "Sport für alle" entwickelt der DSB Programme, mit denen der Sport möglichst jedem Menschen zugänglich gemacht werden soll, unabhängig von Alter, Geschlecht und sozialer Herkunft.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einführung in das Thema

I. Einleitung

II. Überblick Sportstrukturen in Deutschland

III. Überblick Sportstrukturen in Europa

B. Sport im deutschen Verfassungsrecht

I. Sport als Verfassungsthema

II. Grundrechte im Sport

C. Die Verankerung des Sports im Gemeinschaftsrecht

I. Entwicklung

II. Wichtige Rechtssprechung des EuGH zum Sport

1. Das Bosman-Urteil

2. Das Deliège-Urteil

3. Das Lehtonen-Urteil

4. Das Kolpak-Urteil

5. Zusammenfassend zur bisherigen Rechtssprechung

D. Sport im EU-Verfassungsvertrag

I. Sport in den Verfassungen der Mitgliedsstaaten

II. Entstehung des Artikels III – 282

III. Einordnung des Artikels III – innerhalb des EU-Verfassungsvertrags

IV. Wortlaut des Artikels III – 282

V. Perspektiven aus dem Artikel III – 282

E. Persönliches Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Bedeutung der Neuaufnahme eines spezifischen Kompetenztitels für den Sport in den EU-Verfassungsvertrag (Artikel III-282). Dabei analysiert der Autor die rechtlichen Hintergründe, die Entstehungsgeschichte des Artikels sowie die Auswirkungen auf den organisierten Sport und die sportrechtliche Rechtsprechung des EuGH.

  • Strukturelle Organisation des Sports in Deutschland und Europa
  • Verfassungsrechtlicher Status des Sports und Grundrechte von Sportlern
  • Rechtliche Einordnung der sportbezogenen Rechtsprechung des EuGH (Bosman, Deliège, Lehtonen, Kolpak)
  • Analyse der Entstehung und der inhaltlichen Ausgestaltung des Artikels III-282
  • Perspektiven für die Sportpolitik durch die Verankerung im EU-Primärrecht

Auszug aus dem Buch

1. Das Bosman-Urteil

Ohne Frage das bekannteste und auch von seinen Auswirkungen folgenreichste Urteil des EuGH im Bereich des Sports ist die Bosman-Entscheidung vom 15.12.1995, welche vor allem den Berufsfußball, aber nicht nur diesen, sondern den Berufssport allgemein revolutioniert hat.

Der Wegfall der Ausländersperrklauseln zumindest für Unionsbürger führte dazu, das z.B. die Fußballmannschaft des FC Barcelona meist überwiegend mit Holländern antritt und auch in Mannschaften der Fußball-Bundesliga nicht selten mehr Ausländer als Deutsche spielen. In der DEL (Deutsche Eishockeyliga) sind deutsche Spieler eher selten.

Darüber hinaus erklärte der EuGH auch die bisherigen Transferregeln der Sportverbände für nicht mit Gemeinschaftsrecht (Art.48 EWG-Vertrag, heute Art.39 EGV) vereinbar.

Beide Entscheidungen betrafen allerdings nur Berufssportler, wobei der Begriff des Berufssportlers bzw. des Arbeitnehmers im Sinne des Art.39 EGV weit auszulegen ist.

Der EuGH sagt, dass sämtliche Sportler, ob verbandsrechtlich Profisportler oder „Amateure“, die vom Verein Entgelte erhalten, unter die Arbeitnehmer im Sinne des Art.39 EGV fallen. Nicht notwendig ist hierbei, dass diese im Sinne des deutschen Arbeitsrechtes Arbeitnehmer sind. Kein Entgelt in diesem Sinne sind wirkliche Aufwandsentschädigungen, mit denen nachgewiesene Aufwendungen ersetzt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung in das Thema: Einleitende Darstellung der gesellschaftlichen Relevanz des Sports und ein Überblick über die organisatorischen Strukturen in Deutschland und Europa.

B. Sport im deutschen Verfassungsrecht: Untersuchung der Stellung des Sports im Grundgesetz und der Abgrenzung zur autonomen Gestaltung durch Sportverbände unter Berücksichtigung der Grundrechte.

C. Die Verankerung des Sports im Gemeinschaftsrecht: Darstellung der historischen Entwicklung der Sportpolitik in der EU und kritische Analyse der wegweisenden EuGH-Rechtsprechung.

D. Sport im EU-Verfassungsvertrag: Analyse der verfassungsrechtlichen Situation in den Mitgliedsstaaten sowie die detaillierte Betrachtung des Entstehungsprozesses, der Einordnung und des Inhalts des Artikels III-282.

E. Persönliches Fazit: Reflektion des Autors über die Chancen einer europäischen Identitätsbildung durch den Sport infolge der neuen vertraglichen Grundlage.

Schlüsselwörter

EU-Verfassungsvertrag, Artikel III-282, Sportrecht, Europäische Union, Autonomie des Sports, EuGH, Bosman-Urteil, Sportstrukturen, Grundrechte, Sportpolitik, Gemeinschaftsrecht, Amateurwesen, Berufssport, Sportförderung, Europäische Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die rechtliche Verankerung des Sports im EU-Verfassungsvertrag, insbesondere durch den neu geschaffenen Artikel III-282.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Organisation des Sports in Europa, der sportbezogenen Rechtsprechung des EuGH und der politischen Einbindung des Sports in das europäische Primärrecht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Bedeutung und Tragweite der Aufnahme eines eigenen Sportartikels in den EU-Verfassungsvertrag für den organisierten Sport darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse von Primärquellen (Vertragstexte) und einer Aufarbeitung der einschlägigen Rechtsprechung des EuGH sowie einer Auswertung sportrechtlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die deutsche verfassungsrechtliche Ausgangslage, die Entwicklung des EU-Sportrechts, die detaillierte Analyse der EuGH-Urteile (z.B. Bosman, Kolpak) und die Kommentierung des neuen Artikels III-282.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind EU-Verfassungsvertrag, Artikel III-282, Sportrecht, Autonomie des Sports und EuGH-Rechtsprechung.

Welche Rolle spielt das Bosman-Urteil im Dokument?

Das Bosman-Urteil wird als Ausgangspunkt für die weitreichende Veränderung des Berufssports durch das Gemeinschaftsrecht dargestellt, insbesondere hinsichtlich der Freizügigkeit und Transferregelungen.

Wie schätzt der Autor die Gefahr für die Autonomie des Sports ein?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Befürchtungen eines Verlusts der Autonomie durch die Aufnahme in den Verfassungsvertrag unbegründet sind, da die systematische Einordnung des Titels lediglich Koordinierungsmaßnahmen vorsieht.

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Details

Title
Inhalt und Bedeutung der Neuaufnahme eines Kompetenztitels für den Sport in den EU-Verfassungsvertrag (III-282)
College
University of Cologne  (Institut für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre)
Course
'Aktuelle Fragen aus Verwaltungs-, Verfassungs- und Europarecht'
Grade
11 Punkte
Author
Benjamin Folkmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
31
Catalog Number
V41276
ISBN (eBook)
9783638395687
Language
German
Tags
Inhalt Bedeutung Neuaufnahme Kompetenztitels Sport EU-Verfassungsvertrag Fragen Verwaltungs- Verfassungs- Europarecht“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Folkmann (Author), 2005, Inhalt und Bedeutung der Neuaufnahme eines Kompetenztitels für den Sport in den EU-Verfassungsvertrag (III-282), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41276
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