Ich absolvierte mein vierwöchiges Orientierungspraktikum an der Gesamtschule. Mit circa 1600 Schülerinnen und Schülern, sieben Parallelklassen pro Jahrgangsstufe und ungefähr 160 Lehrerinnen und Lehrern muss diese Schule sehr gut organisiert sein. Aufgrund der Größe der Schule, gab es zehn Praktikanten. Wir alle wurden zu Beginn sehr herzlich von unseren beiden Mentoren begrüßt und dem Schulleiter vorgestellt.
Die Lehrerinnen und Lehrern, die uns sahen, brachten uns großes Interesse entgegen. Durch die Verteilung der Lehrerstützpunkte in der ganzen Schule ist es klar, dass man nicht alle Lehrkräfte zu Gesicht bekam. Diejenigen Lehrerinnen und Lehrer, mit denen ich zu tun hatte, waren jedoch alle noch sehr jung. In meiner Schulzeit hatte ich in den Fachbereichen, die ich nun studiere (Musik und Französisch) nur mit älteren Lehrerinnen und Lehrern zu tun.
In dieser Arbeit werde ich auf Aufgaben von Schule und ihrer Funktion eingehen, Aufgaben von Lehrerinnen und Lehrern und Unterricht benennen und meine Praxiserkundung vorstellen. Schlussendlich werde ich ein Fazit meines gesamten Orientierungspraktikums ziehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Aufgaben von Schule
3. Aufgaben von Lehrerinnen und Lehrern
Berufswahlmotivation
4. Aufgaben von Unterricht
Planung und Gestaltung von Unterricht
5. Praxiserkundung
5.1 Begründung zur Wahl des Erkundungsschwerpunktes
5.2 Planung des methodischen Vorgehens
5.3 Auswertung und Reflexion der Ergebnisse
6. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit dokumentiert und reflektiert die Erfahrungen eines vierwöchigen Orientierungspraktikums an einer Gesamtschule, wobei der Fokus auf der Analyse von Unterrichtsstörungen und der professionellen Rolle von Lehrkräften in einem herausfordernden schulischen Umfeld liegt.
- Strukturen und Organisation des Schulalltags an einer Gesamtschule
- Kompetenzbereiche von Lehrkräften: Unterrichten, Beurteilen und Erziehen
- Methodische Planung und Durchführung von Musikunterricht
- Umgang mit Unterrichtsstörungen in Inklusions- und Regalklassen
- Reflexion der eigenen Berufswahlmotivation
Auszug aus dem Buch
Planung und Gestaltung von Unterricht
In der dritten Unterrichtswoche durfte ich meine erste Unterrichtsstunde bei Frau T halten. Vorher hatte ich mit einer Kommilitonin schon einige Unterrichtssequenzen im Unterricht von Herrn T begleitet.
Ich hatte mit Frau T besprochen, dass ich dieselbe Stunde zum Thema „Programmmusik“ in einer fünften und in einer sechsten Klassen halte. Dies empfand ich als sehr interessant, da ich so erleben konnte, wie unterschiedlich verschiedene Klassen auf die Stunde eingehen. Dabei musste ich sehr spontan auf die Schülerinnen und Schüler reagieren. Die Voraussetzungen beider Klassen waren sehr unterschiedlich, die fünfte Klasse war ganz frisch an der Schule, daher wusste Frau T selbst noch nicht, wie die Klasse einzuschätzen ist. Die sechste Klasse hingegen kannte schon zwei Stücke der Programmmusik, der Begriff wurde jedoch noch nicht eingeführt.
Zu Beginn beider Stunden spielte ich der Klasse „Der Gnom“ aus „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky vor. Während die sechste Klasse eher gelangweilt reagierte und sich über das Stück lustig zu machen schien, hörte die fünfte Klasse aufmerksam zu.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autorin beschreibt das schulische Umfeld, die Organisation der Lehrerstützpunkte sowie die Inklusionsbedingungen an ihrer Praktikumsschule.
2. Aufgaben von Schule: Es werden vier grundlegende Aspekte des schulischen Auftrags definiert, darunter der gesellschaftliche Bereich, der individuelle Bereich, allgemeine Bildung und Fachwissensvermittlung.
3. Aufgaben von Lehrerinnen und Lehrern: Basierend auf Standards der Lehrerausbildung werden die Kompetenzbereiche Unterrichten und Beurteilen detailliert analysiert und mit praktischen Beobachtungen verknüpft.
4. Aufgaben von Unterricht: Dieses Kapitel diskutiert die Anforderungen an guten Unterricht, betont die Bedeutung lebensnaher Gestaltung und die Verknüpfung von Theorie und Praxis.
5. Praxiserkundung: Hier liegt der Schwerpunkt auf der Identifikation, Klassifizierung und dem Umgang mit Unterrichtsstörungen in verschiedenen Klassenkonstellationen.
6. Resümee: Die Autorin reflektiert ihre persönliche Entwicklung während des Praktikums und das positive Feedback, das ihre Motivation für den Lehrberuf gestärkt hat.
Schlüsselwörter
Orientierungspraktikum, Gesamtschule, Lehrerrolle, Unterrichtsstörungen, Inklusion, Kompetenzbereiche, Musikunterricht, Programmmusik, Lehrerausbildung, Unterrichtsplanung, Schulentwicklung, Berufswahlmotivation, Didaktik, Lernprozesse, Schulpraxis.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Bericht grundsätzlich?
Der Bericht dokumentiert die Erfahrungen einer Lehramtsstudierenden während ihres vierwöchigen Orientierungspraktikums an einer Gesamtschule.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit den Anforderungen an den Lehrerberuf, der Gestaltung von Unterricht, der professionellen Rolle der Lehrkraft und dem Umgang mit Unterrichtsstörungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Lehrkraft, die Erprobung von Lehrmethoden im Fach Musik und die Analyse der schulischen Wirklichkeit im Kontext von Inklusion.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf teilnehmender Beobachtung, der Reflexion praktischer Lehrerfahrungen sowie der Einordnung dieser Erlebnisse in den Rahmen der gültigen Standards für die Lehrerausbildung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Schul- und Lehreraufgaben, die detaillierte Planung und Durchführung eigener Unterrichtssequenzen sowie die empirische Praxiserkundung zum Thema Unterrichtsstörungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Orientierungspraktikum, Gesamtschule, Unterrichtsstörungen, Lehrerrolle, Inklusion und Didaktik.
Wie unterscheidet die Autorin den Umgang mit Unterrichtsstörungen in den verschiedenen Klassenstufen?
Die Autorin stellt fest, dass in Klassen mit hoher Eigenmotivation, wie in der Oberstufe, weniger Störungen auftreten, während sie in Mittelstufenklassen einen konsequenten, ruhigen Umgang mit Störungen als effektiv erachtet.
Welche Rolle spielt die „Brennpunkt-Lage“ der Schule für die Beobachtungen der Autorin?
Die Lage der Schule beeinflusst laut Autorin die Art und Frequenz der Störungen im Unterricht, was die Lehrkräfte dazu veranlasst, auf ein kollegiales Prinzip der Zusammenarbeit zur Störungsprävention zu setzen.
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- Mandy Annalena Riemer (Autor), 2016, Praxisbericht eines Orientierungspraktikums an einer Gesamtschule, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412918