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Diskriminierung psychisch erkrankter Menschen. Wie können die Medien zu einer besseren Integration von Betroffenen beitragen?

Titre: Diskriminierung psychisch erkrankter Menschen. Wie können die Medien zu einer besseren Integration von Betroffenen beitragen?

Thèse de Bachelor , 2017 , 62 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Bastian Anders (Auteur)

Sciences Sociales générales
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Résumé Extrait Résumé des informations

Auch heute noch begegnen viele Menschen psychisch Erkrankten mit Vorurteilen. Das liegt vor allem daran, dass sie nur vage Vorstellungen von einer psychischen Erkrankung haben. Darstellungen in Medien oder Fernsehbeiträgen geben meistens nur ein einseitiges, oft negatives Bild von psychischen Erkrankungen.

Doch inwiefern hindert dies die Betroffenen daran, sich in ihr gesellschaftliches Umfeld zu integrieren? Wie können Stigmatisierung und Diskriminierung bekämpft werden? Der Autor Bastian Anders zeigt auf, mit welchen Vorurteilen psychisch Erkrankte in der Öffentlichkeit zu kämpfen haben und was die Ursachen dafür sind.

Um das Ausmaß der Stigmatisierung zu verdeutlichen, beinhaltet das Buch Erfahrungsberichte von Betroffenen und ihren Angehörigen. Anders untersucht anhand dessen die Frage, wie Printmedien, das Film- und Fernsehprogramm sowie das Internet dazu beitragen können, psychisch Erkrankte aus ihrem Dasein am Rande der Gesellschaft zu befreien.

Aus dem Buch;
- psychische Erkrankung;
- Stigmatisierung;
- Diskriminierung;
- Integration;
- Inklusion

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen

2.1 Die Begriffe „Stigma“, „Stigmatisierung“ und „Diskriminierung“

2.2 Der Prozess der Stigmatisierung und Diskriminierung

2.3 Ursachen und Funktionen von Stigmata

2.4 Das Stigma „psychisch krank“ und seine stereotypischen Vorstellungen

2.4.1 Das Bild von psychischen Erkrankungen aus Sicht von Laien

2.4.2 Erfahrungen der Stigmatisierung und Diskriminierung von Betroffenen

2.5 Arten und Folgen von Stigmatisierung und Diskriminierung für die Betroffenen

2.6 Resümee

3 Die Kontextualisierung von psychisch erkrankten Menschen in modernen Medien

3.1 Darstellungen psychisch erkrankter Menschen in Printmedien

3.2 Darstellungen psychisch erkrankter Menschen in Filmen und Fernsehprogrammen

3.3 Das Internet als Möglichkeit der Entstigmatisierung psychisch kranker Menschen

3.4 Resümee

4 Bekämpfung von Stigmatisierung psychisch erkrankter Menschen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Stigmatisierung und Diskriminierung psychisch erkrankter Menschen durch öffentliche Mediendarstellungen deren soziale Integration erschwert. Dabei wird analysiert, wie verzerrte Bilder in Zeitungen und Filmen Vorurteile verstärken und welche Rolle das Internet sowohl als Verstärker als auch als potenzielles Mittel zur Entstigmatisierung einnimmt.

  • Prozess der Stigmatisierung und Diskriminierung
  • Stigmatisierungseffekte durch Printmedien
  • Darstellung psychisch Kranker in Film und Fernsehen
  • Selbststigmatisierung und Folgen für Betroffene
  • Internet als Raum für Entstigmatisierung und Vernetzung
  • Interventionsansätze zur Bekämpfung von Vorurteilen

Auszug aus dem Buch

3.2 Darstellungen psychisch erkrankter Menschen in Filmen und Fernsehprogrammen

Der große Einfluss von Printmedien auf das Meinungsbild von Laien gegenüber psychisch Erkrankten wurde bereits im vorhergehenden Abschnitt dargelegt. Genauso wie bei Printmedien hat der Film als Medium ebenfalls einen großen Einfluss auf die Meinungsbildung des Zuschauers. Deshalb soll im folgenden Kapitel untersucht werden, wie psychisch erkrankte Menschen in Filmen dargestellt werden und ob sich aus diesen Darstellungen eventuell Stigmatisierungseffekte ableiten lassen.

Häufig lassen sich in Filmen stereotypische Darstellungen von psychisch erkrankten Menschen finden. Grob sind diese zu unterteilen in eine klinisch falsche Darstellung, die sich häufig auf fehlende oder falsche Informationen über Verlauf und Symptomatik der Krankheit zurückführen lässt, die Behandlungsmethoden von psychischen Krankheiten, sowie die verzerrte Darstellung der Gewaltbereitschaft und Kriminalität psychisch Erkrankter.

In keinem anderen Medium wie dem Film oder Fernsehserien werden psychische Erkrankungen so häufig thematisiert (Diefenbach, 1997). In den USA beispielweise, zeigen ein gutes Fünftel der Programme zur Hauptsendezeit psychische Störung betreffende Aspekte. Zwei bis drei Prozent der erwachsenen Charaktere der Fernsehprogramme haben psychische Krankheiten oder Zwangsstörungen (Diefenbach, 1997). Häufig werden die psychischen Probleme als Stilmittel zur Belustigung des Zuschauers, Komplexität des Charakters oder als „roter Faden“ eingesetzt (Beachum, 2010). Zusätzlich wird diese Darstellung mit dem Einspielen unharmonischer Musik, wenn der Erkrankte zu sehen ist, atmosphärischer Beleuchtung oder vergleichende Gegenüberstellungen von Erkrankten und nicht Erkrankten, um den Gegensatz hervorzuheben (Hyler, et al., 1991), untermalt. Letztlich sind psychisch kranke Charaktere in Filmen oft in ihrer Erscheinung unverkennbar, durch beispielweise faulende Zähne, ungekämmte Haare und körperliche Deformierungen (Wilson, et al., 1999).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Stigmatisierung psychisch Erkrankter ein und erläutert die zentrale Fragestellung zur Rolle der Medien bei der Integration Betroffener.

2 Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen: Dieses Kapitel definiert theoretische Grundlagen, den Prozess der Stigmatisierung und beleuchtet die Erfahrungen sowie Folgen für Betroffene und Angehörige.

3 Die Kontextualisierung von psychisch erkrankten Menschen in modernen Medien: Es wird analysiert, wie Printmedien und audiovisuelle Medien durch stereotype Darstellungen Vorurteile prägen und welche Sonderrolle das Internet einnimmt.

4 Bekämpfung von Stigmatisierung psychisch erkrankter Menschen: Dieses Kapitel stellt verschiedene Handlungsansätze vor, um durch Aufklärung und persönlichen Kontakt Stigmata abzubauen.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und betont, dass ein gesellschaftlicher Wandel zur Überwindung des Integrationshindernisses notwendig ist.

Schlüsselwörter

Stigmatisierung, Diskriminierung, psychische Erkrankung, Medien, Stereotype, soziale Integration, Film, Printmedien, Vorurteile, psychiatrische Versorgung, Internet, Entstigmatisierung, Psychopharmaka, Patienten, Angehörige

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und untersucht, wie die öffentliche Wahrnehmung durch Medienberichterstattung und fiktionale Darstellungen beeinflusst wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind soziologische Stigmatisierungstheorien, die Rolle der Massenmedien (Print, Film, Internet) bei der Meinungsbildung sowie Interventionsstrategien zur Bekämpfung von Vorurteilen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, darzulegen, inwiefern die Stigmatisierung durch Medien die soziale Integration psychisch Erkrankter behindert und welche Mechanismen dabei wirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um den Prozess der Stigmatisierung theoretisch zu untermauern und empirische Studien zur Medienwirkung auf die gesellschaftliche Einstellung zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Stigmatisierungsprozess bei Betroffenen und Angehörigen sowie die spezifische Darstellung von psychischen Erkrankungen in Printmedien und Filmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Stigmatisierung, Diskriminierung, psychische Erkrankung, Medieneinfluss, Stereotype und Entstigmatisierung charakterisiert.

Wie beeinflussen Medien konkret die Wahrnehmung von Psychotherapie?

Durch falsche oder dramatisierte Darstellungen von Behandlungsmethoden wie der Elektrokonvulsionstherapie oder Psychotherapie entsteht beim Publikum ein verzerrtes, oft negatives Bild, das Patienten von einer notwendigen Therapie abschrecken kann.

Welche Rolle spielt das Internet in der Untersuchung?

Das Internet fungiert einerseits als Gefahr für die Verbreitung falscher Informationen, bietet aber andererseits durch Anonymität und Foren eine wichtige Plattform für Betroffene, um Unterstützung zu finden und sich zu vernetzen.

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Résumé des informations

Titre
Diskriminierung psychisch erkrankter Menschen. Wie können die Medien zu einer besseren Integration von Betroffenen beitragen?
Université
Otto-von-Guericke-University Magdeburg
Note
1,3
Auteur
Bastian Anders (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
62
N° de catalogue
V412986
ISBN (ebook)
9783956873836
ISBN (Livre)
9783956873850
Langue
allemand
mots-clé
Psychisch psychische Erkrankung Stigmatisierung Diskriminierung psychisch erkrankter Menschen Kontextualisierung Stereotypen Integrationshindernis Medien Stigma Stigmata Film Printmedien Goffman Integration Inklusion
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bastian Anders (Auteur), 2017, Diskriminierung psychisch erkrankter Menschen. Wie können die Medien zu einer besseren Integration von Betroffenen beitragen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412986
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Extrait de  62  pages
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