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Die Behandlung der Sklavenfrage. Von der Northwest Ordninace 1787 zum Kansas-Nabraska Act 1854

Titel: Die Behandlung der Sklavenfrage. Von der Northwest Ordninace 1787 zum Kansas-Nabraska Act 1854

Hausarbeit , 2017 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Kerstin Roth (Autor:in)

Geschichte - Amerika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In den Vereinigten Staaten von Amerika herrschte schon ab dem 17. Jahrhundert große Uneinigkeit zwischen den Nord- und den Südstaaten, wenn es um das Thema der Sklavenhaltung ging. Wenngleich man erst ab 1776 von Staaten sprechen kann und auch dann erst von den Vereinigten Staaten von Amerika die Rede sein kann, beschäftigte diese Problematik die Bürger der USA bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Zwischen 1861 und 1865 kam es zum amerikanischen Bürgerkrieg, bei dem durch den Sieg der Nordstaaten die Sklavenhaltung endgültig verboten wurde. Die ersten britischen Siedler ließen sich 1607 in Virginia nieder und fanden dort ideale Wetterbedingungen und einen fruchtbaren Boden vor, welche die besten Voraussetzungen für landwirtschaftliches Arbeiten boten.

Auf ganz andere Bedingungen hingegen stießen die ersten Siedler weiter im Norden: Im Jahr 1620 ließen sich Puritaner im heutigen Neuengland nieder und das Land, welches sie vorfanden, war karg und die Landwirtschaft brachte hier nur mäßige Erträge ein. Während im Süden die Landwirtschaft, ab 1793 vor allem der Baumwollanbau und -export, florierte und schon bald ein Großteil der körperlichen Arbeit von Sklaven verrichtet wurde, gab es im primär auf Industrie ausgerichteten Norden nur sehr wenige Sklaven. Die Nordstaaten vertraten die Ansicht, dass die Sklaverei abgeschafft werden muss und ließen diese deshalb per Gesetz zwischen 1776 und 1804 sukzessive verbieten, die Südstaaten wiederum hielten weiter an ihrer Sklavenhaltergesellschaft fest. Um das politische Gleichgewicht im gerade erst als unabhängig erklärten Amerika nicht in Gefahr zu bringen, versuchte man mit gesetzlichen Regelungen, den Interessen beider Lager, die der Sklavengegner und die der Sklavenbefürworter, gerecht zu werden.

Diese Hausarbeit wird auf die wichtigsten dieser gesetzlichen Regelungen genauer eingehen und untersuchen, inwiefern diese Gesetze zur weiteren Spaltung der Nord und Südstaaten beigetragen haben und somit letztendlich auch mit zum Bürgerkrieg geführt haben. Als erstes wird die Northwest Ordinance von 1787 untersucht, welche die Organisation eines jeden neuen Staates im Nordwest-Territorium regeln sollte. Der 33 Jahre später erlassene Missouri Compromise sollte die Aufnahme weiterer Staaten aus dem Louisiana Territorium in die Union regeln.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Situation nach der Unabhängigkeitserklärung

2.1 Die Nordstaaten und die Northwest Ordinance

2.2 Die Südstaaten und die Bedeutung der cotton gin

3. Der Louisiana Purchase und die Westwanderung der USA

4. Der Missouri Compromise

5. Der Kompromiss von 1850

6. Der Kansas-Nebraska Act und seine Folgen

6.1 Der Kansas-Nebraska Act von 1854

6.2 Bleeding Kansas

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern wesentliche gesetzliche Regelungen zur Sklavenfrage im 19. Jahrhundert zur zunehmenden politischen Spaltung zwischen den Nord- und Südstaaten beigetragen und damit den Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkrieges begünstigt haben.

  • Entwicklung der Sklavenfrage von der Northwest Ordinance bis zum Kansas-Nebraska Act.
  • Einfluss ökonomischer Faktoren wie der Erfindung der cotton gin auf die Sklaverei im Süden.
  • Die Rolle territorialer Expansion (Louisiana Purchase) für das politische Gleichgewicht in der Union.
  • Analyse der Kompromisspolitik (Missouri Compromise, Kompromiss von 1850) und deren Scheitern.
  • Die Eskalation des Konflikts im Kansas-Territorium („Bleeding Kansas“).

Auszug aus dem Buch

6.2 Bleeding Kansas

Mit dem Erlass des Kansas-Nebraska Acts herrschte von nun an das Chaos im Kansas Territorium. Die Sklavereigegner, die sogenannten Free Soilers, entschlossen sich, selbst die Entscheidung ob Kansas als ein freier Staat oder ein Sklavenstaat in die Union aufgenommen wird, herbeizuführen. Hierzu warben sie bekennende Abolitionisten an, welche sich als Siedler im Kansas Territorium niederlassen sollten, um so die Mehrheit für Kansas als sklavenfreien Staat zu erlangen. Den Einwohnern des Nachbarstaats Missouri missfiel diese Ansiedlung jedoch, so dass Tausende von ihnen selbst vorrübergehend in Kansas ansiedelten, um an der Abstimmung teilnehmen zu können.

Die Lage in Kansas wurde immer dramatischer und das Gebiet des Kansas Territoriums „wurde zu einem vorgezogenen Schlachtfeld des Bürgerkriegs.“ Zu Beginn des Jahres 1856 griffen die Sklavereibefürworter Lawrence, die Hauptstadt des zu gründenden Staates, an, da sich dort zu diesem Zeitpunkt die vorläufige, von Abolitionisten gestellte Regierung befand. Die ganze Stadt wurde zerstört. Auch im Kongress kam es zu Zusammenstößen zwischen den beiden Lagern, als ein Abgeordneter aus South Carolina, Preston Brooks, den Senator aus Massachusetts, Charles Sumner, mit einem Spazierstock bewusstlos schlug, da dieser zuvor einen Südstaatler beleidigt hatte. Durch diese beiden Geschehnisse, sah sich der Abolitionist John Brown zum Handeln veranlasst und er verschaffte sich, zusammen mit seinen Söhnen und weiteren Gefolgsleuten, in der Nacht vom 24. auf den 25. Mai 1856 Zutritt zu mehreren Blockhütten von Siedlern, welche die Sklaverei befürworteten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Problematik der Sklavenhaltung in den USA ein und benennt die zentralen Gesetze, die als Ursache für die Spaltung der Nord- und Südstaaten untersucht werden.

2. Situation nach der Unabhängigkeitserklärung: Das Kapitel kontrastiert die frühe gesetzliche Abschaffung der Sklaverei im industriellen Norden mit der durch die Erfindung der cotton gin befeuerten Abhängigkeit des Südens von Sklavenarbeit.

3. Der Louisiana Purchase und die Westwanderung der USA: Hier wird analysiert, wie der Gebietszuwachs durch den Louisiana-Kauf die Frage des politischen Machtgleichgewichts zwischen sklavenfreien Staaten und Sklavenhalterstaaten im Senat verschärfte.

4. Der Missouri Compromise: Das Kapitel behandelt die erste große Krise um das Machtverhältnis in der Union und die daraus resultierende Kompromisslösung für neue Territorien.

5. Der Kompromiss von 1850: Es werden die Bemühungen beschrieben, durch ein Bündel an Gesetzen, inklusive des Fugitive Slave Act, die erneuten Spannungen nach dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg zu entschärfen.

6. Der Kansas-Nebraska Act und seine Folgen: Das Kapitel schildert den endgültigen Bruch durch den Kansas-Nebraska Act und die daraus resultierenden gewaltsamen Auseinandersetzungen, bekannt als „Bleeding Kansas“.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Kompromisspolitik des Kongresses nicht ausreichte, um die gegensätzlichen Interessen zu vereinen, und sieht im Kansas-Nebraska Act einen entscheidenden Faktor für den kommenden Bürgerkrieg.

Schlüsselwörter

Sklaverei, USA, Nordstaaten, Südstaaten, Northwest Ordinance, Missouri Compromise, Kompromiss von 1850, Kansas-Nebraska Act, Abolitionismus, Fugitive Slave Act, Bleeding Kansas, Louisiana Purchase, Sezession, Bürgerkrieg, Politische Spaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die gesetzgeberischen Versuche im 19. Jahrhundert, den Konflikt um die Sklavenhaltung in den USA durch Kompromisse zu regulieren und das Machtgleichgewicht zwischen den Nord- und Südstaaten zu bewahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die ökonomische Entwicklung durch die Industrialisierung im Norden gegenüber dem Baumwollanbau im Süden, die territoriale Expansion nach Westen sowie die politische Auseinandersetzung um die Sklaverei im Kongress.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, inwiefern die gesetzlichen Regelungen wie der Missouri Compromise oder der Kansas-Nebraska Act zur Vertiefung der Spaltung zwischen den US-Staaten beigetragen haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse der Gesetzgebung und der politischen Rahmenbedingungen, gestützt auf die Untersuchung zeitgenössischer Dokumente und geschichtswissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt chronologisch die wichtigen Etappen der Sklavenfrage: von der Northwest Ordinance, über den Kauf von Louisiana, bis hin zu den Kompromissen von 1820 und 1850 sowie dem Kansas-Nebraska Act von 1854.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Sklaverei, Sezession, politisches Machtgleichgewicht, abolitionistische Bewegung, Kansas-Nebraska Act und das Konzept der „popular sovereignty“.

Warum war der Kompromiss von 1850 ein Wendepunkt?

Er verschärfte durch den Fugitive Slave Act die Fronten massiv, da dieser Nordstaatler zwang, an der Rückführung geflohener Sklaven mitzuwirken, was bei den Abolitionisten auf massiven Widerstand stieß.

Welche Rolle spielte Harriet Beecher Stowe in diesem Konflikt?

Ihr Roman „Uncle Tom’s Cabin“ trug durch die emotionale Darstellung des Sklavenleids massiv zur Verhärtung der Fronten bei und entfremdete die öffentliche Meinung im Norden noch stärker von den Gepflogenheiten des Südens.

Warum war das Kansas-Territorium besonders umkämpft?

Weil es durch den Kansas-Nebraska Act entgegen vorheriger Abmachungen möglich wurde, die Sklaverei dort einzuführen, was zu einem Zustrom von Siedlern beider Lager führte, die mit Gewalt die Oberhand gewinnen wollten.

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Details

Titel
Die Behandlung der Sklavenfrage. Von der Northwest Ordninace 1787 zum Kansas-Nabraska Act 1854
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Die Geschichte der USA vom Kampf um die Unabhängigkeit bis zum Ersten Weltkrieg
Note
1,0
Autor
Kerstin Roth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V412987
ISBN (eBook)
9783668641495
ISBN (Buch)
9783668641501
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sklaven Sklaverei 1787 1854 Kansas-Nabraska Act
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kerstin Roth (Autor:in), 2017, Die Behandlung der Sklavenfrage. Von der Northwest Ordninace 1787 zum Kansas-Nabraska Act 1854, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412987
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Leseprobe aus  19  Seiten
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