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Andeutungen und ihr Emotionspotenzial. Rezipientenspezifische Strategien der Anti-Falten-Kosmetik und das Konzept von "Jugend"

Title: Andeutungen und ihr Emotionspotenzial. Rezipientenspezifische Strategien der Anti-Falten-Kosmetik und das Konzept von "Jugend"

Term Paper , 2012 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Natalia Gubergritz (Author)

Communications - Public Relations, Advertising, Marketing, Social Media
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In dieser Arbeit sollen spezifisch die Werbeanzeigen von Anti-Falten-Kosmetik untersucht werden und die Frage geklärt werden, wie Werbung für diese konkrete Produktgruppe ihre Rezipienten zu überzeugen versucht. Durch welche Strategien versucht man das Ziel zu erreichen? Welches gesellschaftliche Konzept von Alter und Schönheit wird einerseits aufgegriffen, andererseits aber auch vermittelt? Die Thematik ist sehr interessant, denn das Thema Schönheit scheint eine immer größere Rolle in unserer Gesellschaft zu spielen. Die Massenmedien, und Werbung im speziellen kann eine Einfluss darauf zu haben, indem sie die bereits in der Gesellschaft verankerte Angst der Frauen vor den Anzeichen der Alterungsprozesses aufgreift und sogar noch mit dem evozieren von negativen Emotionen gegenüber den Altersanzeichen, wie Falten, verstärkt.

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Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung und Fragestellung

1. Werbung als Spiegel der Gesellschaft

1.1. Konzept von Schönheit

2. Werbung als persuasiver Text

2.1. Emotionalisierung und Emotionspotential

3. Emotionalisierende Strategien in Werbeanzeigen für Anti-Falten-Kosmetik

3.1. Glaubwürdigkeit durch wissenschaftliche Autorität

3.2. Glaubwürdigkeit durch Benennung des Problems

3.3. Jugendlichkeit als in eigener Verantwortung liegende Eigenschaft

3.4. Verwendung des Wortfeldes Krieg

3.5. Verwendung des Wortfeldes Licht

3.6. Verwendung der Wortfelder Geheimnis und Innovation

3.7. Konzept Natürlichkeit vs. Konzept Künstlichkeit

4. Fazit

5. Bibliographie

5.1. Korpusquellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die persuasiven Strategien von Werbeanzeigen für Anti-Falten-Kosmetik und analysiert, wie diese Anzeigen gesellschaftliche Konzepte von Alter und Schönheit aufgreifen, um die Rezipienten gezielt zu beeinflussen. Dabei steht die Frage im Zentrum, durch welche sprachlichen und emotionalisierenden Mittel die Produkte als attraktive Lösungen für den als negativ konnotierten Alterungsprozess präsentiert werden.

  • Analyse des gesellschaftlichen Schönheitsideals und der Angst vor dem Älterwerden.
  • Untersuchung von persuasiven Kommunikationsstrategien in der Printwerbung.
  • Die Rolle der emotionalen Produktdifferenzierung und deren Emotionspotential.
  • Einsatz von metaphorischen Wortfeldern (Krieg, Licht, Geheimnis) zur emotionalen Aufladung.
  • Gegenüberstellung der Konzepte von Natürlichkeit und Künstlichkeit bei kosmetischen Eingriffen.

Auszug aus dem Buch

3.1. Glaubwürdigkeit durch wissenschaftliche Autorität (vgl. KLEIN 1994: 4-7)

Eine der wichtigsten Emotionen, die Werbeanzeigen für Anti-Falten-Kosmetik beim Rezipienten zu wecken versuchen, ist das Vertrauen in ein bestimmtes Produkt. Dieses Vertrauen wird etabliert, indem die Hersteller eine wissenschaftliche Kompetenz der Produkte vermitteln. Dies wird sprachlich erreicht durch das Benutzen von wissenschaftlichen Fachtermini und Neologismen, die Berufung auf medizinische Forschungen, die explizite Nennung von Zahlen und Fakten (vgl. KLEIN 1994: 4-7) und genauen Anwendungshinweisen wie sie auch bei Medikamenten zu finden sind. (vgl. MEER 2010: 74) Dadurch sind Werbeanzeigen für Anti-Falten-Kosmetik sehr textlastig und verfügen oft über einen langen Fließtext, was im Gegensatz zum allgemeinen Trend der Werbung steht.

Durch die Assoziation der Werbeanzeigen mit wissenschaftlichen oder medizinischen Artikeln, und sogar Packungsbeilagen von Medikamenten werden Altersanzeichen implizit als eine Krankheit gesehen, die medizinisch behandelbar ist. Es wird auf die in der Gesellschaft verankerte Angst vor Altersanzeichen oder Krankheit angespielt und diese wird sogar noch verstärkt. Durch die Implikatur ALTERSANZEICHEN SIND EINE KRANKHEIT verdeutlicht, dass die Altersanzeichen, genauso wie eine Krankheit, besonders unerwünscht sind, die Anti-Falten-Kosmetik aber das Heilmittel für diese sein kann.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert die gesellschaftliche Angst vor dem Altern sowie die persuasive Rolle der Anti-Falten-Werbung.

1. Werbung als Spiegel der Gesellschaft: Es wird dargelegt, dass Werbung gesellschaftliche Werte und Mentalitätsstrukturen reflektiert, um bei der Zielgruppe wirksam zu sein.

1.1. Konzept von Schönheit: Hier wird das westliche Schönheitsideal diskutiert, das Jugendlichkeit und makellose Haut als biologisch erstrebenswert darstellt.

2. Werbung als persuasiver Text: Das Kapitel erläutert die persuasive Natur von Werbeanzeigen und deren Ziel, den Rezipienten durch gezielte Beeinflussung von Produktentscheidungen zu überzeugen.

2.1. Emotionalisierung und Emotionspotential: Die Bedeutung der gefühlsmäßigen Produktdifferenzierung und die Aktivierung von Weltwissen durch textuelle und visuelle Reize werden analysiert.

3. Emotionalisierende Strategien in Werbeanzeigen für Anti-Falten-Kosmetik: Der Hauptteil präsentiert sieben Kategorien von Strategien, die im Korpus zur Emotionalisierung der Rezipienten identifiziert wurden.

3.1. Glaubwürdigkeit durch wissenschaftliche Autorität: Untersuchung der Vermittlung von Vertrauen durch medizinische Fachsprache und die implizite Rahmung von Alter als Krankheit.

3.2. Glaubwürdigkeit durch Benennung des Problems: Analyse der expliziten Thematisierung von Hautmakeln wie Falten oder Pigmentflecken zur gezielten Ansprache der Problemwahrnehmung.

3.3. Jugendlichkeit als in eigener Verantwortung liegende Eigenschaft: Aufzeigen der rhetorischen Strategie, Jugendlichkeit als kontrollierbares Gut und persönliche Leistung darzustellen.

3.4. Verwendung des Wortfeldes Krieg: Analyse der aggressiven Bildsprache, die Altersanzeichen als zu bekämpfenden Feind markiert.

3.5. Verwendung des Wortfeldes Licht: Diskussion der positiven Konnotation von Lichtmetaphern für strahlende, jugendliche Haut.

3.6. Verwendung der Wortfelder Geheimnis und Innovation: Untersuchung des Einsatzes von Neugierde und dem Versprechen wissenschaftlichen Fortschritts als Verkaufsargument.

3.7. Konzept Natürlichkeit vs. Konzept Künstlichkeit: Vergleich der unterschiedlichen Ansätze, Hautalterung entweder natürlich oder durch künstliche Korrektur zu behandeln.

4. Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse, die bestätigt, dass Werbung maßgeblich auf der Verknüpfung von Altersangst und dem Emotionspotential der Produkte basiert.

5. Bibliographie: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.

5.1. Korpusquellen: Detailliertes Verzeichnis der untersuchten Werbeanzeigen und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Anti-Falten-Kosmetik, Werbung, Persuasion, Emotionalisierung, Altersanzeichen, Schönheit, Jugendlichkeit, Wissenschaftlichkeit, Metaphorik, Markenkommunikation, Gesellschaftsbild, Hautalterung, Konsumentenpsychologie, Werbesprache, Printwerbung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die persuasive Kommunikationsstrategien in Werbeanzeigen für Anti-Falten-Kosmetik und wie diese gezielt gesellschaftliche Ängste vor dem Altern instrumentalisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Feldern gehören die gesellschaftliche Konstruktion von Schönheit, die Darstellung des Alterungsprozesses als „Krankheit“ und die persuasive Macht emotionalisierender Sprache in der Kosmetikwerbung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzudecken, mit welchen Strategien Hersteller versuchen, Rezipienten von der Wirksamkeit ihrer Produkte zu überzeugen und welche gesellschaftlichen Konzepte von Jugend und Alter dabei konstruiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine qualitative Inhalts- und Sprachanalyse eines selbst erstellten Korpus aus aktuellen Printanzeigen und Internetauftritten von Kosmetikherstellern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sieben spezifische Strategien detailliert analysiert, darunter die Inszenierung wissenschaftlicher Autorität, der Einsatz von Metaphern aus den Bereichen Krieg und Licht sowie die moralische Aufladung von Jugendlichkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Emotionalisierung, Persuasion, Altersangst, Schönheitsideale und die sprachliche Konstruktion von Exklusivität und wissenschaftlicher Legitimität definiert.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen dem Konzept von „Krieg“ und „Licht“ in der Werbung?

Das Wortfeld „Krieg“ dient dazu, Altersanzeichen als feindlich und bedrohlich darzustellen, während das Wortfeld „Licht“ positive, jugendliche Strahlkraft und Lebensfreude suggeriert.

Welche Rolle spielt die „wissenschaftliche Autorität“ bei der Argumentation der Hersteller?

Die Hersteller nutzen Fachtermini und den Verweis auf Studien, um den Rezipienten Sicherheit zu vermitteln und das Produkt als medizinisch fundierte „Heilung“ für das „Problem“ des Älterwerdens zu positionieren.

Was unterscheidet die Konzepte „Natürlichkeit“ und „Künstlichkeit“ im Kontext der Anti-Falten-Kosmetik?

Die Arbeit zeigt, dass Werbung je nach Zielgruppe entweder das Ideal einer natürlichen Erhaltung der Jugend oder die künstliche, durch „Lifting“-Effekte modellierbare Perfektion bewirbt.

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Details

Title
Andeutungen und ihr Emotionspotenzial. Rezipientenspezifische Strategien der Anti-Falten-Kosmetik und das Konzept von "Jugend"
College
Technical University of Berlin
Grade
2,0
Author
Natalia Gubergritz (Author)
Publication Year
2012
Pages
25
Catalog Number
V412990
ISBN (eBook)
9783668640184
ISBN (Book)
9783668640191
Language
German
Tags
sprachwissenschaft Kommunikationswissenschaft Werbung Emotionalisierung sprachliche Strategien Persuasion Emotionspotenzial Jugend Anti-Falten-Kosmetik Rezipientenspezifische Strategien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natalia Gubergritz (Author), 2012, Andeutungen und ihr Emotionspotenzial. Rezipientenspezifische Strategien der Anti-Falten-Kosmetik und das Konzept von "Jugend", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412990
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