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Rückstellungskriterien im Vergleich - HGB versus IFRS

Title: Rückstellungskriterien im Vergleich - HGB versus IFRS

Term Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom-Betriebswirt (FH) Christoph Geißler (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Eine zentrale Aufgabe jeder Rechnungslegung ist die am Bilanzstichtag bestehenden Lasten und die damit verbundenen künftigen Ausgaben abzubilden. Bei den Verbindlichkeiten ist die Passivierung meist zweifelsfrei zu bewerkstelligen. Problematisch sind hingegen die Grenzfälle. Hier sollen die Rückstellungskriterien möglichst trennscharf und den Zwecken des Jahresabschlusses entsprechend die passivierungspflichtigen Sachverhalte definieren. Die Rückstellungsbedingungen des HGB und der IFRS unterscheiden sich hierbei recht deutlich. Aus diesem Anlass werden in der vorliegenden Hausarbeit die Passivierungskriterien nach Handelsrecht sowie nach internationalem Verständnis analysiert.
Dem Schrifttum zufolge sind die Kriterien der Rückstellungen grundsätzlich dem Ansatz nach geprägt. Insofern konzentriert sich der Autor ausschließlich auf die in der Fachliteratur erwähnten Passivierungskriterien. Bevor der Verfasser jeweils ausführlich auf die Bilanzierungsbedingungen nach beiden Rechnungslegungsstandards eingeht, wird der Begriff der Rückstellungen zum einem nach deutschem, zum anderen nach angelsächsischem Verständnis, kurz dargestellt. Für eine optimale Abgrenzung der handelsrechtlichen Rückstellungskriterien werden zudem im Vorfeld die statische und dynamische Bilanzauffassung sowie die verschiedenen Rückstellungsarten verdeutlicht.
Abschließend werden die wichtigsten Aspekte der im Hauptteil erörterten Rückstellungskriterien zusammengefasst. Eine Stellungnahme zu den Rückstellungsbedingungen beider Rechnungslegungsstandards rundet die Hausarbeit ab.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rückstellungen nach HGB

2.1 Begriff der Rückstellung im Jahresabschluss

2.2 Aus welchem Grund sind Rückstellungen zu bilanzieren?

2.3 Welche Rückstellungen sind bilanzierungsfähig?

2.4 Rückstellungskriterien nach HGB

2.4.1 Außenverpflichtung

2.4.2 Rechtliche Vollentstehung bzw. wirtschaftliche Verursachung

2.4.3 Hinreichende Konkretisierung

2.4.4 Unkompensierte Last

3. Rückstellungen nach IFRS

3.1 Begriff der Rückstellung im Jahresabschluss

3.2 Rückstellungskriterien nach IFRS

3.2.1 Gegenwärtigkeit einer Verpflichtung

3.2.2 Ereignis der Vergangenheit

3.2.3 Wahrscheinlicher Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen

3.2.4 Verlässliche Schätzung der Verpflichtung

3.2.5 Praktische Unentziehbarkeit

3.2.6 Verpflichtung gegenüber Dritten

4. Zusammenfassung und Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit analysiert und vergleicht die unterschiedlichen Kriterien für die Bildung von Rückstellungen nach deutschem Handelsrecht (HGB) sowie nach internationalem Rechnungslegungsstandard (IFRS), um die jeweilige Passivierungspraxis kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlagen und Definitionen von Rückstellungen
  • Handelsrechtliche Anforderungen und Rückstellungskriterien
  • Internationaler Ansatz nach IAS 37
  • Vergleich der Objektivierung und Wahrscheinlichkeitskriterien
  • Analyse der Anwendungsspielräume

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Außenverpflichtung

Eine Außenverpflichtung ist entweder durch eine privatrechtliche, eine öffentlich-rechtliche oder aber eine rechtlich nicht einklagbare, rein wirtschaftliche Verpflichtung gegeben. Diese Verpflichtung hat jedoch gegenüber Dritten und nicht etwa gegenüber dem Kaufmann selbst zu bestehen.

Rückstellungen sind folglich passivierungsfähig, wenn eine privatrechtliche Verpflichtung gegeben ist. Als Beispiel sei hier die Pensionsrückstellung erwähnt, die ein Unternehmen gemäß § 266 HGB bilden muss, sofern es eine Pensionszusage an seine Mitarbeiter abgibt. Das Kriterium der privatrechtlichen Außenverpflichtung besteht hier gegenüber den Pensionären, die durch ihre Betriebszugehörigkeit einen Auszahlungsanspruch erworben haben.

Darüber hinaus sind Rückstellungen zu passivieren, wenn eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung gegeben ist, die hinreichend konkretisiert ist und an deren Verletzung Sanktionen gebunden sind. Als Beispiel sei hier die öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Sägewerks genannt, seine Emissionswerte für einen Spänetrockner zu verringern. Das Kriterium der Verpflichtung besteht hier etwa gegenüber einer Stadt, die ein bestimmtes Handeln innerhalb eines bestimmten Zeitraums vorschreibt. Auch ist das Kriterium der sanktionsbewehrten Verpflichtung gegeben, da die Stadt die Einstellung der betrieblichen Tätigkeit des Sägewerks veranlassen kann.

Passivierungspflichtig sind aufgrund der Verpflichtung gegenüber Dritten aber auch solche Rückstellungen, bei denen zwar kein rechtlicher, sondern lediglich ein faktischer Leistungszwang besteht, also wenn sich der Kaufmann „der Leistung aus wirtschaftlichen Gründen nicht entziehen kann“. Beharrt ein Großabnehmer nach Ablauf der Gewährleistungsfrist auf Garantieleistungen, ist es ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft, solchem Verlangen nachzugeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung der Rückstellungsbildung für die Rechnungslegung und grenzt das Thema auf die Vergleichsanalyse zwischen HGB und IFRS ein.

2. Rückstellungen nach HGB: Dieses Kapitel detailliert die handelsrechtlichen Rahmenbedingungen, den Rückstellungsbegriff und die spezifischen Kriterien für die Passivierung im deutschen Recht.

3. Rückstellungen nach IFRS: Dieses Kapitel behandelt die internationalen Standards (IAS 37), definiert die Ansatzvoraussetzungen und erläutert die Kriterien der Verpflichtungsbildung nach IFRS.

4. Zusammenfassung und Ergebnis: Abschließend werden die wesentlichen Unterschiede beider Standards zusammengeführt und eine kritische Würdigung der verschiedenen Ansätze vorgenommen.

Schlüsselwörter

Rückstellungen, HGB, IFRS, Bilanzierung, Außenverpflichtung, Passivierungspflicht, IAS 37, wirtschaftliche Verursachung, Gegenwärtigkeit, unkompensierte Last, Rechnungslegung, handelsrechtliche Jahresabschlussprüfung, Rückstellungsarten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit vergleicht die Kriterien für die Bildung von Rückstellungen nach deutschem Handelsrecht (HGB) und den internationalen Standards (IFRS).

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Definition der Passivierungspflicht, die verschiedenen Ausprägungen von Verpflichtungen (Außen- vs. Innenverpflichtung) und die Objektivierungskriterien für wirtschaftliche Lasten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Hausarbeit?

Das Ziel ist es, die Passivierungskriterien beider Rechnungslegungssysteme trennscharf zu analysieren und deren Unterschiede in Bezug auf die Bilanzierungspraxis darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es wird eine literaturgestützte, analytische Vergleichsmethode angewandt, die auf Fachliteratur und einschlägigen Gesetzestexten sowie Standards basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der handelsrechtlichen Rückstellungskriterien (HGB) und den Vergleich mit dem internationalen Standard IAS 37.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rückstellungen, HGB, IFRS, Außenverpflichtung, Passivierungspflicht und IAS 37.

Was unterscheidet die "faktische Verpflichtung" nach IFRS von der handelsrechtlichen Sicht?

Die IFRS kennen das Konzept der "constructive obligation", bei der auch ohne explizite gesetzliche Grundlage durch öffentliches Auftreten ein Leistungszwang entstehen kann, was im HGB so nicht in gleicher Weise explizit verankert ist.

Warum wird im HGB bei Aufwandsrückstellungen meist ein Passivierungswahlrecht angewendet?

Da diesen Rückstellungen oft keine Verpflichtung gegenüber Dritten gegenübersteht, sieht das HGB primär ein Wahlrecht vor, außer in spezifischen gesetzlich geregelten Ausnahmefällen wie Instandhaltungsrückständen.

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Details

Title
Rückstellungskriterien im Vergleich - HGB versus IFRS
College
University of Applied Sciences Bremen
Course
Bilanzlehre und -politik
Grade
1,3
Author
Diplom-Betriebswirt (FH) Christoph Geißler (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V41306
ISBN (eBook)
9783638395922
Language
German
Tags
Rückstellungskriterien Vergleich IFRS Bilanzlehre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Betriebswirt (FH) Christoph Geißler (Author), 2005, Rückstellungskriterien im Vergleich - HGB versus IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41306
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