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Grundlegende Aspekte des Abschlusses von Rechtsgeschäften auf dem Online-Wege

Title: Grundlegende Aspekte des Abschlusses von Rechtsgeschäften auf dem Online-Wege

Term Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom-Betriebswirt (FH) Christoph Geißler (Author)

Law - Civil / Private / Law of Obligation / Property Law
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Die Entwicklung des Internets hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Im Zuge dessen hat der Online-Handel stark zugenommen. Gleichzeitig stiegen aber auch die Rechtsprobleme an. Doch erst langsam werden die noch bestehenden Rechtsunsicherheiten durch den Staat abgebaut.
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit den grundlegenden Aspekten des Abschlusses von Rechtsgeschäften auf dem Online-Wege. Dabei ist zunächst der Begriff „Computererklärung“ zu definieren. Anschließend wird geprüft, ob eine Computererklärung die Voraussetzung für eine Willenserklärung erfüllt.
Im Folgenden soll untersucht werden, wann bei einer per E-Mail abgegebenen Willenserklärung der Zugang stattfindet bzw. vollendet ist und welche Zugangshindernisse dabei auftreten können.
Des Weiteren werden die durch das Formanpassungsgesetz neu gestalteten Bestimmungen der §§ 126, 126 a BGB einer Betrachtung unterzogen. Abschließend wird das Wesen der digitalen Signatur dargestellt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Computererklärung

2.1 Die Definition einer Computererklärung

2.2 Welche rechtliche Qualität besitzt eine Computererklärung

3. Wirksamkeit elektronischer Willenserklärungen (am Beispiel einer E-Mail)

3.1 Die Definition einer Mailbox

3.2 Der Zugang einer E-Mail – Anwesend oder Abwesend

3.3 Zeitpunkt des Zugangs einer E-Mail

3.4 Vollendung des Zugangs einer E-Mail

3.5 Zugangsstörungen bei einer E-Mail

4. Formvorschriften bei Onlinerechtsgeschäften

4.1 Das Formanpassungsgesetz und seine Auswirkungen auf § 126 BGB

4.2 Voraussetzungen für die elektronische Schriftform

5. Die elektronische Signatur (Signaturgesetz und Signaturverordnung)

5.1 Funktionsweise der qualifizierten elektronischen Signatur

5.2 Wie wird ein Dokument elektronisch signiert

5.3 Wie kann eine elektronische Signatur geprüft werden

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit analysiert die grundlegenden rechtlichen Anforderungen beim Abschluss von Online-Rechtsgeschäften, insbesondere im Hinblick auf die Wirksamkeit elektronischer Willenserklärungen und die Einhaltung gesetzlicher Formvorschriften unter Einbeziehung der digitalen Signatur.

  • Rechtliche Einordnung von Computererklärungen
  • Zugangsfragen elektronischer Willenserklärungen (E-Mail)
  • Auswirkungen des Formanpassungsgesetzes auf § 126 BGB
  • Funktionsweise und rechtliche Bedeutung der qualifizierten elektronischen Signatur

Auszug aus dem Buch

3.5 Zugangsstörungen bei einer E-Mail

Zugangsstörungen in einem Mailboxsystem können durch technische Probleme auftreten. Dies ist jedoch durch die hohe Zuverlässigkeit aktueller Mailsysteme selten geworden. Sollte es dennoch zu einer Zugangsstörung kommen, geht eine Willenserklärung meist erst später oder sogar überhaupt nicht zu. Sofern die Zugangsstörung der objektiven Pflichtwidrigkeit dem Empfänger zuzurechnen ist, hat dieser den verspäteten oder ausgebliebenen Zugang zu verantworten. Eine Zugangsstörung ist beispielsweise die Überfüllung seiner Mailbox. Mailboxanbieter stellen dem Benutzer nur eine begrenzte Speicherkapazität für die eingegangenen Nachrichten zur Verfügung, daher kommt es immer wieder vor, dass die Mailbox überfüllt ist. Dies hat zur Folge, dass weitere E-Mails nicht mehr angenommen werden, der Zugang somit nicht stattfinden kann. Überprüft der Adressat seine Mailbox nicht regelmäßig auf neu eingegangene E-Mails oder hat er Kenntnis davon, dass große Nachrichten in seiner Mailbox gespeichert wurden oder tritt ein Fehler bei seinem Internet-Provider auf, so ist ihm das zuzurechnen, da er für die Betriebsfähigkeit der von ihm eingesetzten technischen Mittel verantwortlich ist.

Der Empfänger der E-Mails hat also das Risiko der Leistungsbereitschaft seines Providers übernommen.

Bricht der Mailserver des Diensteanbieters immer wieder zusammen und geht dem Empfänger aus diesem Grund eine Willenserklärung nicht zu, so hat der Empfänger die Konsequenzen deshalb zu tragen, weil es schließlich in seiner Macht steht, einen ausreichend zuverlässigen und leistungsfähigen Anbieter zu wählen. Eine Ausnahme ist der unerwartete Eingang speicherintensiven Werbematerials. Hierfür trägt der Empfänger keine Verantwortung. Die Gefahr der Überfüllung einer Mailbox ist jedoch heutzutage nicht mehr so hoch. Zum einen haben die Provider von Mailsystemen die Speicherkapazität erhöht und zum anderen gibt es wirksame, schon in den E-Mailprogrammen integrierte Filtersysteme, die eine Überfüllung mit Werbung verhindern. Letztlich muss es dem Verwender eines Mailboxsystems je nach Intensität der Nutzung des Systems im Rechtsverkehr aber auch zuzumuten sein, einen Mail-Provider zu wählen, der ausreichend Speicherplatz zur Verfügung stellt. Denn dies ist meist mit höheren Kosten verbunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die rechtlichen Herausforderungen im Online-Handel und definiert die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Computererklärung: Dieses Kapitel definiert Computererklärungen und prüft deren rechtliche Qualität sowie Zurechenbarkeit zum menschlichen Willen.

3. Wirksamkeit elektronischer Willenserklärungen (am Beispiel einer E-Mail): Es wird analysiert, wie E-Mails als Willenserklärungen unter Abwesenden behandelt werden und unter welchen Bedingungen ihr Zugang als vollendet gilt.

4. Formvorschriften bei Onlinerechtsgeschäften: Das Kapitel beleuchtet das Formanpassungsgesetz und dessen Auswirkungen auf die Einhaltung der Schriftform bei elektronischen Verträgen.

5. Die elektronische Signatur (Signaturgesetz und Signaturverordnung): Die Erläuterung behandelt die Funktionsweise der qualifizierten elektronischen Signatur sowie deren technisches Prüfverfahren.

6. Zusammenfassung: Hier werden die wesentlichen Ergebnisse hinsichtlich der Gleichstellung von Computererklärungen mit Willenserklärungen und der Bedeutung der digitalen Signatur rekapituliert.

Schlüsselwörter

Online-Handel, Computererklärung, Willenserklärung, E-Mail, Zugang, Mailbox, Formanpassungsgesetz, § 126 BGB, elektronische Schriftform, digitale Signatur, Signaturgesetz, Signaturverordnung, Trust Center, Hash-Wert, Rechtssicherheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den grundlegenden rechtlichen Aspekten und Unsicherheiten beim Abschluss von Verträgen im Internet.

Welche Themenfelder sind zentral?

Im Fokus stehen die Definition der Computererklärung, der Zugang von E-Mails als Willenserklärungen und die gesetzlichen Rahmenbedingungen der elektronischen Signatur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Status von Online-Erklärungen und deren rechtliche Wirksamkeit sowie die durch das Formanpassungsgesetz geschaffenen Möglichkeiten zur elektronischen Formwahrung zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine juristische Analyse der geltenden Gesetze (insbesondere BGB und Signaturgesetz) und wertet bestehende rechtswissenschaftliche Literatur aus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Computererklärung, die Detailanalyse des Zugangs von E-Mails, die Auswirkungen des Formanpassungsgesetzes und die Technik der digitalen Signatur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Online-Handel, Willenserklärung, Formanpassungsgesetz, digitale Signatur, Rechtssicherheit und Zugang von Erklärungen.

Wie unterscheidet sich der Zugang einer E-Mail vom klassischen Brief?

Anders als beim Brief, bei dem der Einwurf den Zugang bewirkt, erfordert der E-Mail-Zugang die Möglichkeit der Kenntnisnahme über die Mailbox, wobei der Empfänger Risiken hinsichtlich der Verfügbarkeit trägt.

Wann ist eine elektronische Signatur rechtlich wirksam?

Sie ist rechtlich wirksam, wenn sie als qualifizierte elektronische Signatur gemäß dem Signaturgesetz erstellt wurde und somit als gleichwertig zur eigenhändigen Unterschrift gilt.

Warum wird die Mailbox als rechtliches Problem angesehen?

Da nicht jeder Internetnutzer seine Mailbox als Empfangsvorrichtung für rechtserhebliche Erklärungen widmet, stellt sich die Frage der "Nachforschungsobliegenheit" und der Verantwortung bei Zugangsstörungen.

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Details

Title
Grundlegende Aspekte des Abschlusses von Rechtsgeschäften auf dem Online-Wege
College
University of Applied Sciences Bremen
Course
Wirtschaftsrecht
Grade
1,3
Author
Diplom-Betriebswirt (FH) Christoph Geißler (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V41313
ISBN (eBook)
9783638395991
Language
German
Tags
Grundlegende Aspekte Abschlusses Rechtsgeschäften Online-Wege Wirtschaftsrecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Betriebswirt (FH) Christoph Geißler (Author), 2003, Grundlegende Aspekte des Abschlusses von Rechtsgeschäften auf dem Online-Wege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41313
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